Sinead O'Connor gestorben: Sie zerriss ein Papstbild, um gegen Kindesmissbrauch zu demonstrieren

Sinead O’Connor war nicht nur eine berühmte Sängerin der 90-er Jahre, sondern auch eine engagierte Katholikin und Theologin. Sie erklärte, sie sei als Kind missbraucht worden. 2018 konvertierte sie zum Islam. Nun ist die Irin mit 56 Jahren gestorben.

«Mit grosser Traurigkeit geben wir den Tod unserer geliebten Sinead bekannt», heisst es in einer Erklärung, aus der die Sender RTE und BBC zitieren. «Ihre Familie und Freunde sind am Boden zerstört und bitten um Privatsphäre in dieser schweren Zeit.»

Todesursache nicht bekannt

Über die Todesursache wurde nichts bekannt. Im vergangenen Jahr hatte sich ihr Sohn Shane im Alter von 17 Jahren das Leben genommen.

Die Künstlerin, die 1990 mit ihrem Cover-Hit «Nothing Compares 2 U» weltbekannt wurde, wuchs in einer katholischen Familie auf. Sie studierte 2004 Theologie am Milltown Institute der National University of Ireland in Dublin.

Im TV Bild von Johannes Paul II. zerrissen

1992 zerriss sie live im US-Fernsehen ein Foto von Papst Johannes Paul II., um damit gegen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche zu protestieren.

Später erklärte sie, als Kind selbst missbraucht worden zu sein; zunächst sprach sie von Geistlichen als Tätern, in ihrer vor zwei Jahren erschienen Autobiografie nannte sie ihre Mutter als Täterin.

Litt an psychischen Problemen

Ende Oktober 2018 erklärte sie, zum Islam konvertiert zu sein.  Vor einigen Jahren machte sie zudem öffentlich, dass sie an psychischen Problemen leide. (kna)


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