In den kommenden zwei Monaten wird der Altar aus Brienz restauriert. Die Finanzierung wird für die Gemeinde ein Kraftakt werden. Wann der Altar wieder in der Kirche aufgestellt wird, hängt vor allem von der Gefahrenbeurteilung der Geologen ab.
Die Restaurierung des 500 Jahre alten Flügelaltars der Kirche in Brienz GR hat begonnen. Das Kunstwerk musste Mitte Mai wegen des drohenden Bergsturzes in Hunderte Einzelteile zerlegt und evakuiert werden.
Rund ein Dutzend Expertinnen und Experten der Hochschule der Künste Bern würden in den kommenden acht Wochen den Aufsatz des Altars restaurieren, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde Albula vom Donnerstag.
Das spätgotische Kunstwerk stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert und ist mehr als fünf Meter hoch. Ursprünglich sollten die Arbeiten direkt in der Kirche stattfinden. Doch dann kam der Bergsturz dazwischen.
Studierende und Dozenten der Hochschule für Künste Bern, die Denkmalpflege Graubünden und der Kulturgüterschutz zerlegten ihn für den Abtransport in Hunderte von Einzelteilen. Die Aktion dauerte damals drei Tage.
Nun soll der Flügelaltar von nationaler Bedeutung umfassend restauriert werden. In den kommenden Wochen werde nun «fotografiert, schriftlich dokumentiert, konsolidiert und gereinigt». Fragile Teile würden mit einem speziellen, alterungsbeständigen Klebstoff behandelt, damit sie nicht verlorengingen.
Einige der Oberflächen seien stark verschmutzt, denn der empfindliche Aufsatz des Altars stand mehr als 500 Jahre lang in der Kirche von Brienz und wurde zuletzt vor 50 Jahren leicht entstaubt.
Die Finanzierung bedeute für die Gemeinde einen Kraftakt, heisst es in der Mitteilung. Gesichert sind erst zwei Drittel der Kosten. Wann der Altar wieder in der Kirche aufgestellt wird, hängt vor allem von der Gefahrenbeurteilung der Geologen ab. (sda)
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