Bernard Arnault: Reichster Mann der Welt ist Katholik

Das Forbes-Magazin zählt den Franzosen Bernard Arnault zum reichsten Menschen der Welt. Er spendete 200 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame in Paris – und er wird auch «Pope of Fashion» genannt.

Jacqueline Straub

Bernard Arnault aus Frankreich ist der reichste Mann der Welt. Er ist der CEO des Luxusgüterkonzerns LVMH SE und besitzt laut «Forbes» 226 Milliarden Dollar. Damit stösst er Tesla-Verwaltungsratschef und Twitter-CEO Elon Musk vom Thron.

«Pope of Fashion»

Von der amerikanischen Modebibel «W» wurde Arnault als «The Pope of Fashion» gefeiert. Nicht etwa wegen seines markanten Kleidungsstils, sondern weil er seit Jahren ein ambitioniertes Ziel hat: sein Unternehmen so gross wie nur möglich zu machen. So hat sich der Franzose mit seinem Luxus-Konglomerat LVMH ein Imperium aufgebaut: Er besitzt 75 Mode- und Kosmetikmarken, etwa Louis Vuitton, Christian Dior, Sephora und die Schweizer Uhrenmarke Tag Heuer.

Messe lieber auf Latein

Es gräme ihn, dass die katholische Kirche gegen die Reichen predige. Die Messe würde er lieber auf Latein hören – aus künstlerischen Gründen, schreibt schon vor einigen Jahren der «Spiegel» über den damals reichsten Mann Frankreichs.

Spende an Notre-Dame

Dennoch spendete er 200 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame in Paris, nachdem diese im April 2019 abbrannte. Kurz zuvor hat sein alter Widersacher François-Henri Pinault angekündigt, 100 Millionen Euro für die Kathedrale zu spenden. Arnault und Pinault zählen zu den reichsten französischen Familien. Zwischen ihnen herrscht Rivalität.

Im Jahr 2012 beantragte Arnault die belgische Staatsangehörigkeit. Ihm wurde daraufhin vorgeworfen, dass er die hohen Steuern in Frankreich durch den Wechsel seiner Nationalität umgehen wolle. Daraufhin zog er den Antrag zurück.


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