«10 vor 10»-Moderatorin, Wasiliki Goutziomitros, trug während der Sendung einen Kreuzanhänger. Künftig darf sie das nicht mehr. Denn der Anhänger verstosse gegen die publizistischen Leitlinien, sagt SRF. Damit sorgt der Sender für Unverständnis.
Wie das Nachrichtenportal «Nau.ch» berichtet, darf Wasiliki Goutziomitros (45) ihre Kreuzkette künftig nicht mehr tragen. Auf Anfrage von «Nau.ch» sagte SRF demnach: «Sichtbare religiöse Symbole sind bei Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen bei SRF nicht vorgesehen.»
Trotzdem will SRF nicht von einem «Verbot» reden. Sondern: «Wir halten es nicht für angemessen, weshalb wir darauf verzichten.» Man beruft sich auf einen Ausschnitt in den publizistischen Leitlinien: «Informationssendungen sind sachlich und analytisch. SRF-Mitarbeitende wahren Distanz zu allen Ideologien und Interessengruppen.»
Mit seiner strikten Politik stösst der Sender auf Unverständnis. Einer nichtrepräsentativen Umfrage von Nau.ch zufolge, finden 82 Prozent: Goutziomitros sollte das unscheinbare Schmuckstück tragen dürfen. Auch rechtlich bewegt sich der Sender auf dünnem Eis, wie Anwalt Ueli Vogel-Etienne «20 Minuten» gegenüber sagt: «Es gibt kein Gesetz, welches das Tragen von religiösen Symbolen am Arbeitsplatz verbietet». (am)
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