Ein Exklusiv-Interview mit Papst Franziskus im Vatikan bedeutet, in eine Männerbastion einzutauchen. Die SRG schreibt sich Geschlechtervielfalt auf die Fahnen – schickte aber neun Männer zum Papst. Wie passt das zusammen?
«Als Mitglied des SRG-Diversity-Boards kann ich versichern, dass die Themen Diversity, Inclusion & Equity RSI (und der ganzen SRG) sehr wichtig sind. Wir streben in all unseren Angeboten eine ausgewogene Vertretung der Geschlechter an. Dass wir dies beim Papst-Interview nicht erreicht haben, war keine Absicht. Gerne hätten wir auch Kolleginnen entsandt.
Zusammengesetzt wurde das «Papst-Team» ausschliesslich entlang der Funktionen der involvierten Mitarbeitenden. In Rom waren für RSI der Religionsverantwortliche und der ehemaliger Rom-Korrespondent anwesend. Regie, Audio, Programmassistenz et cetera werden zugewiesen. Hier orientiert man sich nach Verfügbarkeit der benötigten Kolleginnen und Kollegen. Der Zufall wollte, dass darunter in diesem Fall keine Frauen waren. Die ENG-Crew wiederum wurde in Rom zugemietet – auf die Gender-Zusammensetzung hatten wir dabei keinen Einfluss.»
Cathy Flaviano leitet bei RSI die Abteilung «Kultur und Gesellschaft». Am Sonntagabend hat RSI ein Exklusiv-Interview mit Papst Franziskus ausgestrahlt. (rr)
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https://www.kath.ch/newsd/warum-schicken-sie-nur-maenner-zum-papst-cathy-flaviano/