Der residierende Domherr des Standes Aargau wohnt in Solothurn – im sogenannten Domherrenhaus, das der Aargauer Landeskirche gehört. Nun soll das Gebäude einem Mehrfamilienhaus weichen. Dieses wird laut Kirchenratspräsident Luc Humbel rund vier Millionen Franken teuer.
Barbara Ludwig
Beim Domherrenhaus handelt es sich um ein 65-jähriges Einfamilienhaus an «vorzüglicher Zentrumslage» mit erheblichem Sanierungsbedarf, heisst es in einer Mitteilung der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Aargau. Das Gebäude liegt zwischen der Kathedrale und dem Ordinariat des Bistums Basel. Zurzeit wohnt darin der residierende Domherr des Standes Aargau, Domdekan Peter Schmid.
Das sanierungsbedürftige Einfamilienhaus soll jedoch nicht renoviert werden. Es steht auch nicht unter Denkmalschutz, wie Kirchenratspräsident Luc Humbel auf Anfrage mitteilt. Vielmehr will die Landeskirche das Gebäude abreissen und an dessen Stelle ein Mehrfamilienhaus bauen lassen.
Aktuell bezahle der Domherr als alleiniger Bewohner «einen Mietzins im Sinne einer Dienstwohnung», schreibt Humbel, ohne den konkreten Betrag zu nennen. Die Landeskirche möchte künftig Einnahmen generieren. «Das Mehrfamilienhaus soll eine Rendite für die Landeskirche abwerfen», schreibt Luc Humbel.
Die Synode, das Kirchenparlament, hat am Donnerstag einen Projektierungskredit in der Höhe von 350’000 Franken genehmigt. Realisiert wird das Bauprojekt vom Architekturbüro «:mlzd» von Biel, das im vergangenen Herbst als Sieger aus einem Studienwettbewerb hervorgegangen war.
Laut Luc Humbel belaufen sich die Gesamtkosten für das geplante Mehrfamilienhaus auf «etwas weniger als vier Millionen Franken». Baubeginn sei frühestens im Jahre 2025, frühestens im Sommer 2026 könnten die Wohnungen bezogen werden.
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https://www.kath.ch/newsd/abriss-domherrenhaus-aargauer-landeskirche-plant-renditebau-in-solothurn/