Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist um 9.34 Uhr im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Schweizer Bischöfe rufen alle Pfarreien dazu auf, um 15 Uhr die Glocken zu läuten und in den Messen für Benedikt zu beten.
Raphael Rauch
«Es ist üblich, ein Gebet in die Messe einzuschliessen und die Glocken zu läuten, um die Trauer zu auszudrücken und Hoffnung zu zeigen», teilt Julia Moreno mit, die Sprecherin der Schweizer Bischofskonferenz. Am heutigen Samstag sollten die Kirchenglocken um 15 Uhr fünf Minuten lang läuten.
Der Generalvikar des Bistums Basel, Markus Thürig, ruft dazu auf, in den Gottesdiensten eine Fürbitte für den verstorbenen Papst zu beten. Thürig verwies auf Benedikts 2005 veröffentlichte Enzyklika «Deus caritas est». Diese beginnt mit dem ersten Johannesbrief: «Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.»
Hier werde die Mitte des christlichen Glaubens, das christliche Gottesbild und das daraus folgende Bild des Menschen «in einzigartiger Klarheit ausgesprochen», schreibt Thürig. Weiter zitiert er Benedikt mit den Worten: «Wir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und ihr geglaubt.»
Thürig betet für Benedikt XVI. mit den Worten: «Möge der verstorbene Benedikt XVI. nun dieser Liebe von Angesicht zu Angesicht begegnen und den vollendeten Frieden empfangen, den der christliche Glaube bekennt und erhofft.»
Bereits zuvor hatte der Bischof von Chur, Joseph Bonnemain, zu Gebeten für Papst Benedikt XVI. aufgerufen.
Das Bistum St. Gallen teilt auf seiner Website mit: «Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm. Herr lass ihn ruhen in Frieden. Amen.»
Alain de Raemy, Weihbischof der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg und derzeit Apostolischer Administrator der Diözese Lugano, schreibt in einer Medienmitteilung, er habe «mit tiefer Trauer» vom Tod Benedikts erfahren. Der verstorbene Papst sei ein Beispiel authentischer Demut, feiner Intelligenz und grosser Güte im Dienst der Kirche gewesen.
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