Bischof in Sambia sorgt mit Aussage über Homosexuelle für Kritik

Im ostafrikanischen Sambia gibt es Streit über eine Aussage des katholischen Erzbischofs von Lusaka über sexuelle Minderheiten.

Laut örtlichen Medienberichten warf Alick Banda der Regierung vor, sich für die Belange von queeren Personen einzusetzen. LGBTQ-Rechte stünden aber im Widerspruch zu «Sambias Gesetz und Kultur».

Sambia ist eines von mehreren afrikanischen Ländern, in denen Homosexualität unter Strafe steht. Banda kritisierte die Behörden dafür, bei der Verfolgung entsprechender Taten «die Augen zu verschliessen». Sein Hirtenbrief wurde in allen katholischen Gemeinden der Hauptstadt Lusaka verlesen.

Priester «alarmiert»

Berichten zufolge meldete sich daraufhin eine Gruppe von Priestern zu Wort. Sie äusserten sich «alarmiert» – allerdings nicht über den Inhalt von Bandas Botschaft, sondern weil er sich damit auf die Seite der Opposition schlage.

Unterstützer der Regierungspartei UPND reagierten verärgert auf Bandas Kritik. Er nehme jedes beliebige Thema zum Anlass, um die Regierung von Präsident Hakainde Hichilema zu «verunglimpfen», hiess es. (kna)


Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.kath.ch/newsd/bischof-in-sambia-sorgt-mit-aussage-ueber-homosexuelle-fuer-kritik/