«Getragen von der Liebe Gottes»: Catherine McMillan in Sorge um Queen Elizabeth II.

Mit 96 Jahren ist die Königin von England nicht mehr die Jüngste. Sie ist gesundheitlich angeschlagen, ihr ärztliches Team schlägt Alarm. Die reformierte Pfarrerin Catherine McMillan stammt aus Schottland und betet für ihre Königin.

Raphael Rauch

«Die Nachricht über den Gesundheitszustand der Queen macht mich betroffen, weil ich die Welt ohne sie nicht kenne und weil sie eine tiefgläubige und integre Frau ist. Die Queen hält Werte wie Menschlichkeit, Verantwortung und Respekt hoch», sagt die reformierte Pfarrerin Catherine McMillan zu kath.ch.

«Liz Truss gilt als Hardlinerin. Gerade jetzt bräuchten wir die Queen»

Die Nachricht vom verschlechterten Gesundheitszustand der Königin von England erreicht Catherine McMillan in Karlsruhe. Dort ist sie bei der Vollversammlung des Weltkirchenrats. «Die Britinnen und Briten hier sind besorgt, nicht nur die Engländer», sagt Catherine McMillan.

Am Mittwoch noch hat Königin Elizabeth Liz Truss empfangen und sie zur Premierministerin ernannt. «Liz Truss gilt als Hardlinerin und wird mit Thatcher verglichen. Gerade jetzt bräuchten wir die Queen. Unter Thatcher war es wichtig, dass die Queen sich für das Wohl aller eingesetzt hat.»

Getragen von der Liebe Gottes

Catherine McMillan blickt dankbar auf das lange Leben der Monarchin zurück, die auch Oberhaupt der «Church of England» ist. «Es ist unglaublich, wie viele Anliegen und Sorgen sie über viele Jahrzehnte auf ihren kleinen Schultern getragen hat. Ich hoffe, dass sie entspannt ist und Frieden spürt und von der Liebe ihrer Familie und der Liebe Gottes getragen wird.»

Die britische Botschaft in Bern teilte einen Tweet der Premierministerin Liz Truss: «Das ganze Land ist von den Nachrichten aus dem Buckingham Palast heute Mittag tief betroffen. Meine Gedanken – und die Gedanken der Menschen im gesamten Vereinigten Königreich – sind in dieser Zeit bei Ihrer Majestät der Königin und ihrer Familie.»

«Wir beten um Gottes Gegenwart»

Auch die Kirchen in Grossbritannien zeigen sich besorgt über den schwachen Gesundheitszustand von Queen Elizabeth II. Der Lambeth Palace, Sitz des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, teilte via Twitter mit: «Gemeinsam mit Anglikanerinnen und Anglikanern auf der ganzen Welt beten wir für Ihre Majestät Königin Elizabeth II. und ihre Familie. Wir beten um Gottes Gegenwart, um die Königin, die königliche Familie und alle, die sich um Ihre Majestät kümmern, zu stärken und zu unterstützen.»

Der katholische Erzbischof von Westminster, Kardinal Vincent Nichols, twitterte: «Ich bin besorgt über die Neuigkeiten über den Gesundheitszustand Ihrer Majestät der Königin. Ich bete für sie und ihre Familie. Mögen die Segnungen des Herrn sie und ihre Familie stärken und trösten.»

Die Queen ist im schottischen Schloss Balmoral

Elizabeth II., weltliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche von England, regiert seit über 70 Jahren. Ihre Ärzte äusserten sich am Donnerstag «besorgt». Zahlreiche Familienmitglieder eilten nach Schloss Balmoral in Schottland, wo sich die Königin seit geraumer Zeit aufhält. (mit Material von kna)


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