Adrian Iten über den Weltjugendtag: «Jeder soll eine persönliche Jesus-Erfahrung machen»

Adrian Iten (25) ist Präsident des Organisationskomitees des St. Galler Weltjugendtags. Gerade im Orga-Stress hilft ihm die Stille der eucharistischen Anbetung. Er würde sich freuen, wenn das Bistum Chur den Weltjugendtag stärker unterstützen würde.

Raphael Rauch

Wie organisiert man einen Weltjugendtag für die Deutschschweiz?

Adrian Iten*: Das ist viel Arbeit. Insgesamt haben 35 Leute den Weltjugendtag vorbereitet: zehn im Organisationskomitee und 25 in verschiedenen Unterressorts. Wir sind eine bunte Gruppe mit verschiedenen Berufen. Wir haben im Vorbereitungsteam Lehrer, einen Zimmermann, einen Goldschmied, einen Architekten, einen HSG-Studenten und eine Sozialpädagogin, die in einem Flüchtlingszentrum arbeitet. Ich selbst bin Grafik- und Kommunikationsdesigner und freue mich sehr, dass zum ersten Mal der Weltjugendtag in St. Gallen stattfindet.

«Der Weltjugendtag ist ein cooler Ort für Begegnung.»

Warum engagieren Sie sich für den Weltjugendtag?

Iten: Ich möchte einen Beitrag für die Kirche leisten. Und mit meinen Talenten, gerade im Grafik- und Design-Bereich, kann ich mich einbringen. Der Weltjugendtag ist ein cooler Ort für Begegnung – mit all den Workshops, Konzerten und Begegnungen, die Freude am Glauben ermöglichen.

Manche stempeln den Weltjugendtag als konservativ ab. Ist dieses Etikett zutreffend?

Iten: Wir werden als konservativ wahrgenommen, bemühen uns aber um eine gute Mitte. Alle sind eingeladen, am Weltjugendtag teilzunehmen. Von eucharistischer Anbetung bis zu einem Workshop zur Klimakrise von Fastenaktion oder zu verschiedenen Gottesbildern bieten wir Vieles an.

Warum fehlt das Logo des Bistums Chur auf dem Plakat des Weltjugendtags?

Iten: Wir haben vom Bistum Chur nicht die entsprechende finanzielle Unterstützung erhalten. Wir finanzieren uns komplett über Sponsoren und sind froh über die Unterstützung aus dem Bistum St. Gallen, dem Bistum Basel und den anderen Sponsoren, die wir gewinnen konnten. Wir würden uns freuen, wenn das Bistum Chur künftig den Weltjugendtag stärker unterstützen würde.

Was schätzen Sie besonders am Weltjugendtag?

Iten: Die eucharistische Anbetung! Der Heilige Franz-Xaver sagt, wir sollen jeden Tag eine Stunde beten. Und wenn wir keine Zeit haben, dann sollen wir zwei Stunden beten. Ich schätze es, im ganzen Trubel des Weltjugendtags vor dem Allerheiligsten zur Ruhe zu kommen.

Was macht Ihnen am meisten Spass?

Iten: Wir können die Menschen zu Jesus führen. Jeder soll eine persönliche Jesus-Erfahrung machen.

Sind Sie nächstes Jahr in Lissabon dabei, wenn der internationale Weltjugendtag stattfindet?

Iten: Auf jeden Fall!

* Adrian Iten (25) stammt aus Toggenburg und ist Grafik- und Kommunikationsdesigner. Er lebt in St. Gallen und ist Präsident des Organisationskomitees des Weltjugendtags.


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https://www.kath.ch/newsd/adrian-iten-ueber-den-weltjugendtag-jeder-soll-eine-persoenliche-jesus-erfahrung-machen/