Pax Christi startet Online-Angebot zu Gewaltfreiheit

Die katholische Friedensorganisation Pax Christi will mit einem neuen Internetportal über die sogenannte aktive Gewaltfreiheit informieren. Aus Sicht von Pax Christi ist es wichtig, «über die Macht der Gewaltfreiheit zu sprechen».

Das Onlineangebot www.aktivgewaltfrei.de soll als Vernetzungsstelle für Interessierte dienen, die nach Wegen zur Gewaltreduzierung suchen, teilte Pax Christi am Donnerstag in Berlin zum Start der neuen Internetseite mit. Vorgestellt würden unter anderem Menschen, die sich inmitten eines gewalttätigen Umfeldes für den Weg der Gewaltfreiheit entschieden und so eine Eigendynamik der Gewaltfreiheit initiiert hätten.

Spirale der Gewalt aufhalten

Gerade mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gehe es darum, «über die Macht der Gewaltfreiheit zu sprechen und aufzuzeigen, wie sie Menschen in den Stand setzt, die Spirale der Gewalt auch in Situationen von Krieg und Bürgerkrieg aufzuhalten, anstatt sie, wenn auch wider Willen, weiter voranzutreiben», sagte die Pax-Christi-Bundesvorsitzende Stefanie Wahl.

Recht auf Verweigerung des Kriegsdienstes wichtig

«Menschen können sich aus pragmatischer, aus religiöser oder philosophischer Überzeugung für diesen Weg der Gewaltfreiheit entscheiden.» Deshalb sei es wichtig, dass der Staat seinen Bürgerinnen und Bürgern in jeder Situation das Recht auf Kriegsdienstverweigerung zusichere.

Auf der neuen Website werde kurz und leicht verständlich erklärt, was mit aktiver Gewaltfreiheit gemeint sei, hiess es. Das neue Portal ergänze die Informationen über die Arbeit der katholischen Friedensbewegung, die auf www.paxchristi.de angeboten werden. (kna)


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