Dem Katholischen Frauenbund geht Ausländerstimmrecht zu langsam

«Schön, dass die Schwyzer Katholikinnen und Katholiken nun endlich mitbestimmen dürfen, wenngleich sehr spät, nämlich erst nach Erhalt der C-Bewilligung», schreibt der Schweizerische Katholische Frauenbund zur Abstimmung am gestrigen Sonntag in Schwyz.

Das katholische Stimmvolk im Kanton hat entschieden, dass künftig ausländische Katholiken mit C-Bewilligung an kirchlichen Wahlen teilnehmen dürfen. 52.7 Prozent der Katholikinnen und Katholiken im Kanton Schwyz sagten Ja zur Änderung des Wahlrechts.

Die Landeskirchen zeigen: Wer zur Gemeinschaft gehört, soll mitgestalten dürfen, schreibt der SKF. «Wir müssen uns auch als Nation mit der Frage auseinandersetzen, wer zur Gemeinschaft gehört. Volk oder Bevölkerung?»

Bestehendes Demokratiedefizit

Ein Viertel der Bevölkerung hat gemäss SKF keinen Schweizerpass. Die strengen Einbürgerungsgesetze machten es schwer, am politischen Leben teilzuhaben. Auch nach der Einführung des Frauenstimm- und wahlrechts bleibe somit ein grosses Demokratiedefizit bestehen.

An der Frauensession wollen sich der Schweizerische Katholische Frauenbund und die Evangelischen Frauen Schweiz deshalb an der «Kommission für Ausländer:innenstimmrecht» für eine zeitgemässe Einbindung der Schweizer Bevölkerung stark machen. (gs)


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