Rom, 22.3.18 (kath.ch) Die Teilnehmer der Jugend-Vorsynode in Rom «wollen nicht nur gehört werden, sondern mitmachen, wenn es darum geht, die Probleme in der Kirche und Gesellschaft zu lösen.» Diese Einstellung haben deutschsprachige Teilnehmer bei ihrer bisherigen Arbeit gewonnen.
So unterschiedlich viele Erfahrungen und Meinungen der rund 300 Teilnehmer seien, so einhellig sei ihr Verlangen, Verantwortung zu übernehmen und anzupacken, fasste Thomas Andonie, Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, am Mittwochabend im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur in Rom, CIC, zusammen. Zudem sollte es bei der eigentlichen Synode im Herbst für jeden Bischof auch einen jugendlichen Teilnehmer geben, berichtete die österreichische Delegierte Eva Wimmer von einer Forderung ihrer Arbeitsgruppe.
Am Donnerstag, dem vierten Arbeitstag der Vorsynode, werden der erste Entwurf eines Schlussdokumentes sowie eines Videobeitrags vorgestellt. Anschliessend werden diese in den 20 Arbeitsgruppen besprochen. Seit Montagmittag hatten die Gruppen anhand vorgegebener Leitfragen über die Themen Lebenswelt, Kirche und persönliche Lebensentscheidungen gesprochen. Daraus trugen sie Stichworte für das Abschlussdokument der Vorsynode zusammen. Dieses und der Videobeitrag sollen Gegenstand der Beratungen der Bischöfe im Oktober sein. Das Thema der dreiwöchigen Bischofssynode vom 3. bis 28. Oktober lautet: «Die Jugend, der Glaube und die Berufungsunterscheidung».
Als besonders bewegend erleben die Teilnehmer auch die Berichte von Teilnehmern aus Ländern, in denen Christen verfolgt werden. «Das berührt mich sehr und zeigt mir, wie gut es mir geht», sagt Wimmer. Die 20-Jährige Hortpädagogin studiert derzeit Theologie in Graz. Ebenso bereichernd sei aber auch der Austausch mit Nichtglaubenden. Gerade diese stellten oft die entscheidenden Fragen. «Als ein Schweizer fragte, welches Problem wir damit hätten, dass er nicht an Gott an glaubt und trotzdem wie wir die Welt verbessern will, war es ganz still in unserer Gruppe», erzählt Wimmer.
Bei allen Kontroversen in Einzelfragen erlebten alle Teilnehmer die Debatte als wertschätzend, berichtet Daniela Ordowoski von der Internationalen Katholischen Landjugendbewegung. Und es zeige sich: «In der einen Kirche muss nicht überall alles gleich laufen und gleich geregelt sein. (cic)
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