Bern, 17.4.16 (kath.ch) 140’000 Unterschriften wurden für die sogenannte «Konzernverantwortungsinitiative» bislang gesammelt. Die Initianten sehen darin ein Zeichen dafür, dass sich die Schweizer Bevölkerung mehr Respekt von im Ausland tätigen Unternehmen in Bezug auf Menschenrechte und Umwelt wünscht.
Vor knapp einem Jahr wurde die Initiative von 77 Organisationen lanciert, die erreichen will, dass international tätige Konzerne den «Schutz von Menschenrechten und der Umwelt verbindlich in sämtliche Geschäftsabläufe einbauen», wie es auf der Homepage der Initianten heisst.
Die freiwillige Kontrolle von Umwelt- und Menschenrechtsstandards, wie sie Bundesrat und Parlament empfehlen, greife zu kurz, schreiben die Initianten in ihrer Mitteilung. Dabei verweisen sie auf eine Studie von Fastenopfer und Brot für alle, den Hilfswerken der beiden grossen Landeskirchen.
Darin wurde festgehalten, dass verschiedene Konzerne in ihren Geschäften sich an den auch von der UNO gestützten Prinzipien und Standards ausrichten und dies auch dokumentieren würden. Diese Informationen reichten aber meistens nicht aus, um sicherzustellen, ob die bekannt gegebenen Massnahmen auch wirksam seien und der Konzern seine Sorgfaltspflicht erfülle, wie in der Zusammenfassung der Studie hervorgehoben wird.
Wie das Komitee mitteilte, sind 140’000 Unterschriften gesammelt worden. Um das Volksbegehren einreichen zu können, müssen die Initianten innert 18 Monaten 100’000 beglaubigte Unterschriften vorlegen. Die Initiative soll laut Mitteilung im Oktober eingereicht werden. (ms)
Hilfswerke werben mit Studie für Konzernverantwortungsinitiative
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https://www.kath.ch/newsd/14000_unterschriften_fuer_die-konzernverantwortungsinitiative/