Allgemeine Terrorwarnung – Polizei patrouilliert in Taize

 Taizé, 15.8.15 (kath.ch) Im Rahmen einer allgemeinen Terrorwarnung in Frankreich patrouillieren in Taize derzeit Sicherheitskräfte mit Maschinenpistolen. Die Massnahme diene der Sicherheit und solle niemanden beunruhigen, heisst es in einer Mitteilung der ökumenischen Gemeinschaft.

Prior Frère Alois habe versucht, die Präsenz der Soldaten so wenig sichtbar wie möglich werden zu lassen. Diese halten sich vor allem während der Gottesdienste ausserhalb der Kirche auf.

Grund für Vorsorge: Vereitelte Anschläge bei Paris

Innenministerium und Französische Bischofskonferenz hatten Katholiken und Kirchenbesucher in Frankreich aufgefordert, über die Sommermonate wachsam gegenüber möglichen terroristischen Akten zu bleiben. In einem gemeinsamen Dokument heisst es, vor allem solle man Taschen nicht unbeaufsichtigt lassen. Zudem solle man auf Verhalten und Bekleidung achten, die Anlass und Ort nicht angemessen seien, und sich Auffälligkeiten merken. Anlass für die Mahnung waren vereitelte islamistische Terroranschläge auf zwei katholische Kirchen im Pariser Vorort Villejuif im April.

Damals hatte die Französische Bischofskonferenz davor gewarnt, mit Panikmache und medialen Überreaktionen in die «Falle» der Terroristen zu tappen. Kirchen müssten «offene Orte für die Menschen bleiben».

Mit einer grossen Gebetsfeier unter freiem Himmel endet an diesem Sonntag, 16. August, eine «Solidaritätswoche», mit der die Brüdergemeinschaft von Taizé dreier wichtiger Jahrestage in ihrer Geschichte gedenkt. Vor zehn Jahren, am 16. August 2005, war deren Gründer Frère Roger von einer geistesgestörten Frau erstochen worden. (kna)

Taizé steht 2015 auch für eine neue Solidarität

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