Ökumenische Pilgerwanderung
auf dem Jakobsweg 2012

Kreuzlingen-Bernrain über den Seerücken nach Märstetten
Samstag 25. August 2012

    Bei perfektem Pilger(wander-)Wetter waren wir auf dem Jakobsweg nehmen wir auf dem sogenannten Schwabenweg unterwegs.
 

Pilgersegen

Du, Gott des Weges, segne uns!
Sei du der Traum, der Sehnsucht zeugt, sei du die Kraft, die die Entscheidungen trifft, sei du das Vertrauen, das sich stellt.

Segne den Aufbruch! Behüte, was ich zurücklasse, schütze das Neue, das ich wage, begleite mich beim ersten Schritt.

Segne den Weg! Gib meinen Füssen Halt, sei mir Grund, stärke Geist und Leib.

Segne das Ankommen! Sei du mein Ziel, richte meine Schritte auf dich hin aus, schenk mir den Mut zur Heimkehr in dir.

Du, Gott des Weges, segne uns!

(Andrea Schwarz)

    Nach kurzen Aufstieg auf den Seerücken gelangen wir zur wunderschön gelegenen, Legenden umwobenen Heiligkreuzkapelle auf Bernrain.
  Pilgerwege sind immer auch Abbilder von Lebenswegen: Höhen und Tiefen, steile Pfade belohnt mit herrlichen Ausblicken, mühevolle Abstiege ins Tal, fehlende Wegweiser, die Suche nach einer frischen Quelle – oder gleich einer Beiz. Mal brennt die Sonne auf den Pelz, mal stehen wir im Regen. Pilgerwege sind Lebenswege  
    Durch lichte Eichenwälder, am lieblichen Bommer-Weiher vorbei führt uns der Weg quer durch typische Landschaften des Kemmentals hinunter in die Auen des Chemibaches.
  Meditation zu Mt 14

Jesus ist über das Wasser gegangen. Das kann ich auch, sagt sich Petrus. Und er tritt auf den See. Tatsächlich, er kann über das Wasser laufen - aber etwas ist merkwürdig. Wie durch Honig watet er, hemmt das Wasser seine Schritte. Er kämpft sich durch seine Ängste. Er müht sich durch seine Zweifel. Er ringt mit seinen enttäuschten Hoffnungen, seinen Träumen, seiner Sehnsucht. Er wird immer langsamer, immer unsicherer: bin ich auf dem richtigen Weg? Sind da noch verpasste Chanchen? Ist nicht alles vergeblich und sinnlos? Solche Fragen verstellen ihm den Blick. Und er spührt die Last dieser Fragen, die ihn langsam aber sicher ins Wasser drücken. Dann schaut er auf Jesus - dann lässt er los - dann lässt er sich fallen - lässt er sich retten.  
    Noch ein kleiner Wegabschnitt und wir gelangen an unser Ziel, nach Märstetten mit der aus dem 15. Jh. stammenden evangelischen Kirche St. Jakob mit Resten von Wandmalerien des Jüngsten Gerichts.
  Das Himmlisches Jerusalem Offb 21-22

Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen;
sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Da hörte ich eine laute Stimme rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen!
Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.
Er wird alle Tränen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Und ich sah vom Thron Gottes einen Strom ausgehen, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall.
Die Bewohner der Stadt werden Gottes Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben.
Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne.
Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, in alle Ewigkeit.  
 
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