Weltweit als Friedensheiliger und Versöhner geschätzt und verehrt

In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 1981 ereignete sich in El Mozote, einem kleinen Flecken im Nordosten El Salvadors, ein schreckliches Massaker. Etwa 1000 Menschen wurden grausamst ermordet, darunter 500 Kinder unter 12 Jahren. Die Leichen wurden in der Kirche aufgebahrt, und mit dem Blut der Opfer schrieb man an die Kirchenwand: […]
Das Versöhnungsmal von El Mozote (El Salvador). Zu den Heiligen, die an diesem Ort des Schreckens zur Versöhnung beitragen, gehört nebst Franz von Assisi, Martin Luther King, Mutter Teresa, Jorge Romero und Mahatma Gandhi auch Niklaus von Flüe. (© zvg)

«Lo trovato informato del tutto»

Im Juni 1483 besuchte der mailändische Sondergesandte Bernardo Imperiali den Eremiten im Ranft und fand ihn, wie er seinem Herzog berichtete, von allem gut unterrichtet (»lo trovato informato del tutto»). Bezog sich Imperiali auf die aktuelle Verhandlungssache zwischen Mailand und den Eidgenossen? Der Wissensdurst des Flüelibauern Ich bin heute überzeugt, dass der Satz weit mehr […]
Heimo Amgrund (Mitte), eventuell zusammen mit dem Ranftkaplan Peter Bachtaler, zu Besuch bei Bruder Klaus. Darstellung aus der Diebold Schilling Chronik von 1513. (© zvg)

Bruder Klaus und die Freiburger

Wenn morgen Samstag, 26. August «Bruder Klaus – unterwegs» ist in der Stadt Freiburg, dann trifft er zwar auf einen inzwischen ähnlich hohen Anteil säkularisierter Einheimischer und Zugewanderter aus aller Welt wie in anderen Schweizer Städten. Und doch bezeugt die Altstadt noch immer an jeder Ecke ihre spätmittelalterliche und also zutiefst christliche Gründung und die […]
Sandsteinrelief des Heiligen an der Säule des Brunnens der Samaritanerin in Freiburg von 1552 (Kopie; Original im Musée d’art et d’histoire in Freiburg), (Foto: © Peter Spichtig)

Warum können die das – die Obwaldner?

Mit dem Visionsgedenkspiel «Vo innä uisä» hat am 19. August ein weiteres Kernprojekt zu «600 Jahre Niklaus von Flüe» Premiere gefeiert. Es kann an dieser Stelle nicht darum gehen, eine weitere, höchst berechtigte Lobeshymne auf diese unvergessliche Inszenierung anzustimmen, sondern ich will einen Aspekt hervorheben, der in diesem an Höhepunkt reichen Gedenkjahr kaum je erwähnt […]
Szene aus dem Visionsgedenkspiel «Vo innä uisä» von Paul Steinmann (Autor) und Geri Dillier (Regie). (Foto: Sibylle Kathriner)

Niklaus von Flüe als Patron der Schweizergarde

Es war kein Zufall, dass Roman Angermann, der OK-Präsident der Zentraltagung 2017 der ehemaligen Schweizergardisten, als Schlussgesang des gestrigen Festgottesdienstes das so bekannte Bruderklausenlied «Mein Herr und mein Gott» wünschte. Es war gestern in der St.-Ursen-Kathedrale das Lied, das mit der grössten Inbrunst gesungen wurde. Die enge Verbindung zwischen Niklaus von Flüe und der Schweizergarde […]
Auszug der ehemaligen Schweizergardisten mit den Sektionsfahnen aus der St.-Ursen-Kathedrale. (Foto: ufw)

Niklaus von Flüe und die Solothurner

Josef Langs Hypothese im letzten Blogbeitrag, dass Niklaus von Flüe mit keinem anderen eidgenössischen Ort so eng verbunden war wie mit Bern, dürfte im Kanton Solothurn auf Widerspruch stossen. Jedenfalls dürfte die Anhänglichkeit der Solothurner und Freiburger gegenüber dem Ranftheiligen bis heute grösser sein als diejenige der Berner. Denn immerhin ermöglichte Bruder Klaus’ Vermittlung 1481 […]
Das Kirchenblatt des Kantons Solothurn mit dem Titelbild mit Niklaus von Flüe auf der St.-Ursen-Kathedrale (Ausgabe Nr.10/2010 mit einem Beitrag über die Heiligsprechung von Bruder Klaus, die zu wesentlichen Teilen dank Solothurnerinnen und Solothurner zustande kam). (Scan: ufw)

Niklaus von Flüe und die Berner

Gemäss Josef Lang war Niklaus von Flüe mit keinem anderen eidgenössischen Ort so eng verbunden wie mit Bern. Das bedeutenste Dokument dafür ist der sog. Berner Brief, dessen Original seit dem 17. Jahrhundert erstaunlicherweise in Solothurn aufbewahrt wird und heute eines der wertvollsten Dokumente des dortigen Staatsarchivs ist. Wir werden auf diesen Brief später noch […]
Das Gemälde von Hubert Mareschet aus dem Jahre 1586. (Scan: ufw)

Die Entlebucher Aufständischen wollen zu Bruder Klaus auf Wallfahrt

Ganz besondere Gäste wollten am 14. August 1478, also am Vorabend von Mariä Himmelfahrt, Bruder Klaus zusammen mit etwa 20 Gefährten besuchen. Initiant dieser Wallfahrt war Peter Amstalden, Wirt in Schüpfheim und einer der Helden der Schlacht von Grandson. Für den 2. Oktober 1478 plante er, die Stadt Luzern handstreichartig zu besetzen und das Entlebuch […]
Ein Bild aus besseren Tagen. Der Entlebucher Anführer Peter Amstalden (zweiter von rechts hinten) tafelt mit Freunden in Schüpfheim. Bildausschnitt aus der Diebold Schilling Chronik von 1513.

Ohne Liestal kein Ranft

Am 11. und 12. August wird Niklaus von Flüe mobil in Liestal Halt machen. Grund genug, an die grosse Bedeutung von Liestal für den Lebensweg des Ranfteremiten zu erinnern. Als Pilger stand er vor Liestal, als Eremit, als Einsiedler kehrte er nach einer langen Nacht um Ende Oktober 1467 wieder in die Heimat zurück. Zu […]
Theo Gärtner, besser bekannt als Privatdetektiv Matula, spricht den sehr dichten und eindrücklichen inneren Monolog des Niklaus von Flüe vor und nach der einen Nacht in Liestal. (© Bild Medien- und TheaterFalle Basel)

Wie viele Sprachen beherrschten Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss?

Die Ferien sind (fast) vorbei und so scheint mir eine Frage passend, die bei vielen noch in die Ferienzeit gehören dürfte: Wie viele Sprachen beherrschten Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss? Die Antwort mag erstaunen: Sie sprachen mindestens zwei Sprachen fliessend. Zudem würde mich nicht wundern, wenn sie auch ein einfaches Italienisch beherrschten. Doch der […]
Schöne Kassettenmalerei in der Karl Borromäus-Kapelle von 1618. Diese Dekoration im Stil der Spätrenaissance stammt mit Sicherheit aus Italien. (© Bild Bernard Schubiger)