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Bücher |
Ludger Verst, Medienpastoral. Bericht über ein Projekt. Mit einem Vorwort von Medienbischof Friedrich Ostermann, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer 2003, 167 S.
Das Buch ist mehr als nur ein Bericht über ein Projekt. Verst skizziert
im ersten Teil die Grundzüge einer Medienpastoral, wobei Medienpastoral
nicht einfach eine spezielle Form der seelsorgerlichen Arbeit für bestimmte
Zielgruppen sein soll, sondern das Querschnittsthema der gesamten Pastoral.
Die Kirche selbst ist ein Kommunikationsmittel, sie vermittelt nicht nur
Heil in Wort und Sakrament, sondern kann zugleich auch als das ältestes
Medium zur Herstellung von öffentlicher Meinung betrachtet werden.
Demnach umgreift eine Medienpastoral die gesamte Pastoral, sowohl im innerkirchlichen
wie im ausserkirchlichen Bereich. Sie betrachtet die Kirche als ein Kommunikationsfeld,
auf dem das Evangelium vom anbrechenden Reich Gottes mittels aller denkbaren
Medien verhandelt, intoniert und inszeniert wird. Die Gemeinden sind Kommunikationsorte
des Evangeliums Jesu Christi. Daraus leitet Verst drei Optionen für
die Medienpastoral ab: Die christlichen Gemeinden sollten weniger sich selber,
als das Evangelium kommunizieren, also öffentliche Kommunikationsorte
des Evangeliums sein. Sie sollten zweitens den schmal gewordenen Gesichtskreis
des kirchlichen Restmilieus ausweiten und überschreiten, mit andern
Worten: sie sollten zu milieuübergreifenden Kommunikationsorten werden.
Drittens sollten die christlichen Gemeinden jesuanisch orientierte Angebote
kultureller Lebensgestaltung sein, weil ein spezifisch christlicher Lebensstil
die kulturellen Ausdrucks- und Gestaltungsformen der Gesellschaft mitprägen
soll.
Verst konkretisiert seine Thesen zur Medienpastoral in der ausführlichen
Darstellung einer zweijährigen Projektarbeit im Bistum Münster.
Er dokumentiert die Voraussetzungen, wie auch die konkreten Erfahrungen
und Ergebnisse eines medienpastoralen Auftrages in Hamm, einer Stadt in
Westfalen, am Rande des Ruhrgebietes. In der exemplarischen und genauen
Darstellung einzelner Aktionen ergeben sich nicht nur vielfältige Anregungen
für eine mögliche Medienpastoral andernorts. Sie demonstrieren
nachdrücklich die Notwendigkeit einer umfassenden Medienpastoral bzw.
deren Einbettung in die seelsorgerliche Ausbildung.
Der Autor Ludger Verst (1959) ist Theologe, Journalist und Medientrainer,
seit 2000 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt «Kirche
und Öffentlichkeit» an der Universität Kassel.
Gertrud Widmann (Hrsg.), Bis der Morgenstern aufgeht. Auf dem Weg durch den Advent. Mit Bildern von Sieger Köder, Schwabenverlag, Ostfildern 2003, 69 Seiten.
Der Maler, Illustrator und Kunsterzieher Sieger Köder ist mit 46
Jahren 1971 Priester geworden. Seither lebt sein Glaubenszeugnis vom Wort
und vom Bild. Was in der Bibel steht, regt seine Gestaltungskraft an.
Für die vorweihnachtliche Zeit werden in diesem Buch 14 Bilder vorgestellt,
die uns zum Nachdenken führen und den Weg Gottes zu den Menschen wieder
neu erfahren lassen. Jede Darstellung wird in einem knappen Text erschlossen.
Diese Deutung mündet in ein Gebet ein. So kann man auch in lauten und
hektischen Tagen Ruhe und Besinnung erfahren.