4/2003 | |
INHALT | |
Neue Bücher |
Christina Mülling, Der Baum des Lebens. Ein Arbeits- und Exerzitienbuch
zur Franziskanischen Spiritualität. Mit Holzschnitten von Sigmunda
May und einer Neuübersetzung von Bonaventuras «Baum des Lebens»
von Marianne Schlosser, Bonifatius Verlag, Paderborn 2002, 318 Seiten.
Thomas von Celano schreibt über Franziskus und seine Brüder, dass
sie bei Tag und bei Nacht im «Buch des Kreuzes Christi» lasen.
Der heilige Bonaventura, der Franziskus in seiner Kreuzesfrömmigkeit
sehr nahe und als Generalminister in der Nachfolge des heiligen Franz stand,
hat für seine Mitbrüder das Betrachtungsbüchlein «Lignum
Vitae» (Baum des Lebens) geschrieben. Es sollte ihnen helfen, den
Auftrag des Ordensvaters zu erfüllen. Dieses Büchlein hat über
den Orden hinaus viel zur Passions- und Kreuzesfrömmigkeit beigetragen.
Nun hat Sr. Christina Mülling, Franziskanerin der Schwesternkongregation
von Siessen (bei Saulgau) und Studienrätin in der ordenseigenen höheren
Schule in Stuttgart, das Betrachtungsbüchlein des hl. Bonaventura methodisch
für den Gebrauch in Exerzitien und Einkehrtagen aufgearbeitet. Diese
Übungen folgen einer Dreischrittmethode: schauen, betrachten, beschauen.
Zu jedem Kapitel sind aber mehrere Übungen zusammengetragen. Sie entsprechen
aber auch dem dreigliedrigen Grundmuster, und immer ist auch Franziskus
als Begleiter dabei.
Lioba Gunkel OSB, Ich bin die Wahrheit. Meditationen zu den Evangelien der Sonn- und Festtage im Lesejahr B: Band 1: Weihnachts- und Osterfestkreis (143 Seiten); Band 2: Im Jahreskreis (140 Seiten), Benno Verlag, Leipzig 2002.
Die Benediktinerin Sr. Lioba Gunkel OSB kommt aus der Abtei St.Gertrud,
Alexanderdorf (Bistum Berlin). Ihre Meditationen zu den Evangelien der Sonn-
und Festtage umfassen pro Jahr zwei Bändchen.
Mit dem Lesejahr B schliesst die Reihe ab. Die Meditationen stammen hauptsächlich
aus dem klösterlichen Hausgebrauch. Die Hauptquellen der kurzen Lesungen
(Kapitelansprachen) sind dem Lesejahr entsprechend eine Evangelienperikope
für den betreffenden Sonntag und immer die Benediktinerregel. Diese
Regel wird in die geistliche Reflexion einbezogen. Das gibt dem Meditationstext
eine bestimmte Richtung, den Aspekt, unter dem man das jeweilige Evangelium
sieht. Die Verbindung zur Heiligen Schrift hat die Regel Benedikts zu jenem
gesunden, guten Brot gemacht, zu dem in allen Jahrhunderten die Menschen
gegriffen haben, um Kraft für ein christliches Leben zu finden.