38/2003 | |
INHALT | |
Bildung |
«Interreligiöses Lernen/Apprendre ensemble» ist das
Thema der Herbsttagung der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft vom
24./25. Oktober 2003 in Luzern. Organisiert wird sie vom Ökumenischen
Institut Luzern und vom Katechetischen Institut Luzern, die für die
Referate ausgewiesene Fachleute gewinnen konnten. Für die fremdsprachigen
Referate stehen Zusammenfassungen zur Verfügung; die Tagung ist kostenlos.
Zu Inhalt und Ziel schreiben Prof. Monika Jakobs und Prof. Wolfgang W. Müller:
«In unserer Tagung wollen wir uns den Fragen stellen, die sich insbesondere
aus der Sicht von Theologie und Kirche ergeben. Sind wir theologisch und
religionspädagogisch für die neue Situation gerüstet?
Es geht um den Dialog der Religionen, um Ansätze interreligiösen
Lernens, aber auch um die Schärfung der Wahrnehmung für die gesellschaftliche
und kulturelle Situation.»
Detailprogramme von und Anmeldung an: Ökumenisches Institut, Postfach
7763, 6000 Luzern 7, Fax 0412287232, E-Mail oekumene@unilu.ch
Das 40-jährige Jubiläum der Veröffentlichung der Konstitution
ist Anlass für ein Kolloquium, das in zwei Abschnitten vom Institut
für Liturgiewissenschaft der Universität Freiburg/Schweiz in Verbindung
mit der Liturgischen Kommission der Schweizer Bischofskonferenz und vom
Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät
der Universität Erfurt veranstaltet wird. Unter verschiedenen, sich
gegenseitig ergänzenden Aspekten wird eine Relecture der Liturgiekonstitution
und eine Konfrontation ihrer Aussagen mit Theologie, Kirche, Gesellschaft
und Kultur der Gegenwart vorgenommen.
Der erste Teil des Kolloquiums findet in Freiburg/Schweiz am 28./29. November
2003 statt. Er steht unter dem Thema: Theologie und Spiritualität der
Liturgie. Herausforderungen und Innovationen auf den Spuren von «Sacrosanctum
Concilium». Auf dem Kolloquium soll gefragt werden:
Der zweite Teil des Kolloquiums findet am 12./13. Dezember 2003 in Erfurt
statt. Er steht unter dem Thema: Gottesdienst in Zeitgenossenschaft. Relecture
von «Sacrosanctum Concilium» in postmoderner Gesellschaft. Diskutiert
werden soll, welche Impulse die Liturgiekonstitution für die Liturgie
in säkularer Gesellschaft heute gibt, wo möglicherweise Defizite
zu beklagen sind oder wo die kirchliche und gesellschaftliche Entwicklung
über die Konstitution hinaus weitergegangen ist.
Detailprogramme von und Anmeldung an: Universität Freiburg, Institut
für Liturgiewissenschaft, Miséricorde, 1700 Freiburg (www.unifr.ch/liturgie,
martin.kloeckener@unifr.ch).
Suchende Menschen auf ihrem persönlichen Lebens- und Glaubensweg
zu begleiten, ist eine spezifische Aufgabe, die in der Welt von heute zunehmend
an Bedeutung gewinnt. Was ist damit gemeint, und was für Voraussetzungen
braucht es dazu?
Eine lebensnahe Einführung bietet schon seit einigen Jahren der Praxiskurs
Geistliche Begleitung an. Angesprochen sind Frauen und Männer, Laien,
Priester und Ordensleute, die sich persönlich mit dem Auftrag der Geistlichen
Begleitung auseinander setzen wollen, um die eigene Kompetenz im seelsorglichen
Gespräch zu vertiefen sowie alle, die sich auf eine Begleitaufgabe
vorbereiten möchten: in Pfarreien (Einzelseelsorge, Exerzitien im Alltag),
in Ordensgemeinschaften, in der Jugendseelsorge, in Kliniken und Heimen.
Kursleiter ist Werner Brunner-Birri, Theologe und Geistlicher Begleiter
mit langjähriger Erfahrung in Einzel- und Gruppenbegleitung, Supervisor
in Geistlicher Begleitung, Gemeindeberater und Supervisor BSO.
Der vierteilige Kurs findet im Haus Bruchmatt, Luzern, statt: Freitag, 16.
Januar, und Samstag, 27. März 2004, je 8.3017.30 Uhr; 20./21.
Februar 2004, von Freitag, 15.30 Uhr, bis Samstag, 17.00 Uhr; 8./9. Mai
2004, von Samstag, 9.30 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr.
Auskunft: Werner Brunner-Birri, Kriens, Telefon 0413206648, werner.brunner@agd.ch
Anmeldung (bis spätestens 15. November 2003) und Detailprogramme: Haus
Bruchmatt, Bruchmattstrasse 9, 6003 Luzern, Telefon 041 2404033, hausbruchmatt@bluewin.ch
(Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des schriftlichen Eingangs berücksichtigt.)
Die Ökumenische Arbeitsgruppe «Neue Religiöse Bewegungen
in der Schweiz» lädt zu ihrer Jahrestagung vom 28./29. November
2003 nach Boldern ein. Auf der einen Seite geht in der Schweiz die Nachfrage
nach kirchlichen Angeboten und die Beteiligung an kirchlichen Veranstaltungen
merklich zurück. Auf der anderen Seite nimmt die Anzahl religiöser
und spiritueller Kleingruppen im ganzen Land zu; heute ist mit rund 600
Vereinigungen mit je über 100 Mitgliedern zu rechnen, zu denen noch
unzählige Klein- und Kleinstgruppen kommen. Die Tagung will zum einen
über dieses Phänomen und seinen gesellschaftlichen und kulturellen
Kontext informieren; zum andern will sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Kirchen, die sich ob dieser Entwicklung sorgen, zu einem guten Weg zwischen
Unverbindlichkeit und Vereinnahmung ermutigen. In der Gruppenarbeit sollen
sich zum einen Betroffene aussprechen und zum andern am Thema Interessierte
sich über die Interpretation der Phänomene austauschen können.
In der «Betroffenengruppe» geht es um Fragen wie: Wie erlebe
ich als kirchlicher Mitarbeiter diese Spannung? Wo macht sie sich in meiner
Arbeit beispielhaft bemerkbar? Reagiere ich auf dieses Phänomen oder
gebe ich auf? Wie erfahre ich die Rolle der Kirche in dieser Situation?
Warum ist Kirche nicht gefragt, wohl aber Religion? Lohnt sich ein Aufstehen
gegen den Zeitgeist und wo? In der «Interessiertengruppe» soll
das Spannungsfeld, in dem die Kirche heute steht, näher betrachtet
werden: Gleichgültigkeit Fanatismus, Leere charismatische
Begeisterung, Mitglieder Konsumenten, Verein Lebensinhalt.
Programme von und Anmeldung an: Boldern, Evangelisches Tagungs- und Studienzentrum,
Postfach, 8708 Männedorf.
Weil in der Ausbildung kirchlicher Mitarbeiter kaum beraterische und therapeutische Kompetenz vermittelt wird, bietet das Bildungshaus St. Arbogast eine profunde dreijährige pastoralpsychologische Ausbildung an. Der berufsbegleitende Lehrgang wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pastoraltheologie der Universität Graz durchgeführt. Im Herbst 2004 startet ein neuer Lehrgang. Infos: Bildungshaus St. Arbogast, Telefon 0043-5523/62501-0, www.arbogast.at
Die Diözese Augsburg plant für das Jahr 2005 eine internationale Fachtagung für Supervisorinnen und Supervisoren aus dem deutschsprachigen Raum, die in kirchlichen Aufgabenfeldern tätig sind. Der Veranstalter möchte auch Supervisorinnen und Supervisoren aus der Schweiz dazu einladen. Kolleginnen und Kollegen, die Interesse an der Veranstaltung haben, wenden sich bitte an: Ulrich Scherrmann, Diplom-Theologe / Supervisor und Coach BSO, Mohres 16, 9056 Gais, Telefon 0717931454, E-Mail ulrich.scherrmann@freesurf.ch