12/2003

INHALT

Sakristanendienst

Das Buch für jede Sakristei

von Erwin Keller

 

Unter Federführung ihres Präsidenten Martin Salzmann hat die Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Sakristanenverbände (ADS) in Zusammenarbeit mit den Leitern der Sakristanenschulen ein Werkbuch für die Sakristei herausgegeben. Dieses Buch ist eine neue Arbeitshilfe für Sakristane und Sakristaninnen, erarbeitet von Fachleuten und Ausbildungsleitern der gleichen Berufsgruppe.<1>
Das «Werkbuch Sakristei» ist eine Hilfe und Anregung und eine neue Art, ein «Usus-Buch» zu führen. Es enthält also nicht einfach allgemeine Aussagen über den Sakristanendienst wie andere Handbücher (z.B. von A. Hück, Nicht nur Glocken läuten, oder von A. Hellmann, Der Sakristan). Dieses Buch will vielmehr dazu helfen und anleiten, den Sakristanendienst so festzuhalten, wie er in der einzelnen Kirche und Pfarrei wahrzunehmen ist ­ bis in die konkreten Details hinein, angefangen bei den täglichen Aufgaben über die Vorbereitung grosser Festtage des Kirchenjahres bis hin zur Reinigung der Kirche und zu Umgebungsarbeiten.
Bei der Erarbeitung des Werkbuches liessen sich die Verfasser von folgenden Aspekten leiten.

Das «Werkbuch Sakristei», so wie es nun vorliegt und im Buchhandel gekauft werden kann, ist nur ein Anfang und ist erst noch fertig zu schreiben, und dies vornehmlich durch den verantwortlichen Sakristan/die verantwortliche Sakristanin. In manchen Teilen wird auch die Mitarbeit von Pfarramt und Kirchenpflege erforderlich sein. Das Werkbuch so zu führen, dass es auch wirklich hilft und nützt, wird einiges an Arbeit mit sich bringen. Aber von dieser Arbeit sollte sich kein Sakristan dispensieren. Diese Arbeit sollte von den Kirchgemeinden jedem Sakristan ganz klar zur Pflicht gemacht werden. Sie muss nicht sofort und in kürzester Zeit erledigt werden, aber doch in nützlicher Frist von ein bis zwei Jahren. Je genauer es einer macht, um so mehr wird das Werkbuch zunächst ihm selber nützen und dienen, vor allem aber auch Aushilfen, Stellvertretern, Leuten, die kurzfristig und unvorhergesehen einspringen müssen und später einmal dem Nachfolger, aber auch dem Pfarrer, dem Seelsorgeteam und der ganzen Pfarrei.
Um die Arbeit zu erleichtern, ist jedem Werkbuch auch eine CD beigefügt. Die Formblätter sollten aber doch immer ausgedruckt und im Ordner eingeordnet werden, damit das Buch auch ohne PC jederzeit benutzt werden kann.
Das «Werkbuch Sakristei» wird vom Sakristan geführt und geschrieben, aber es ist nicht sein privates Tagebuch, sondern Eigentum der Pfarrei bzw. der Kirchgemeinde. Darum sollte es auch von der Pfarrei bzw. von der Kirchgemeinde angeschafft und dem Sakristan/der Sakristanin zur Verfügung gestellt und zur Pflicht gemacht werden.

 

Dr. theol. Erwin Keller, Pfarrer St. Gallen, ist Leiter der Schweizerischen Sakristanenschule.


Anmerkung

1 Werkbuch Sakristei. Arbeitsvorlagen zur professionellen Planung und effektiven Dienstausübung in ihrer Kirche und Sakristei. Herausgeber: Martin Salzmann, Arbeitsgemeinschaft der Sakristanenverbände des deutschen Sprachgebietes, Aachen 2002. Erhältlich über den Buchhandel oder bei den Sakristanenverbänden.


Schweizerische Sakristanenschule

Die von Pfarrer Dr. Erwin Keller geleitete Sakristanenschule des Schweizerischen Sakristanenverbandes führt jedes Jahr Ausbildungskurse für Sakristane und Sakristaninnen durch. Der grosse Grundkurs (zweimal zwei Wochen) ist vorwiegend, aber nicht ausschliesslich für vollamtliche, der kleine Grundkurs (zweimal eine Woche) vorwiegend, aber nicht ausschliesslich für teilamtliche Sakristaninnen und Sakristane. Die regulären Kurse des Schuljahres 2003/2004 beginnen im Oktober (kleiner Grundkurs) und im November 2003 (grosser Grundkurs). Zusätzlich Informationen in SKZ 9/2003, S. 176.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2003