40/2003

INHALT

Berichte

Katholische Organisationen miteinander

von Rolf Weibel

 

Das diesjährige Treffen des Deutschschweizerischen Forums Katholischer Organisationen (DFKO) war dem Austausch über das Thema des Ökumenischen Kirchentags von Berlin gewidmet: «Ihr sollt ein Segen sein». Die Versammlung traf aber auch organisatorische Entscheide.
Eingeführt wurde der Austausch von der Delegierten Bernadette Inauen, die ihre Erfahrungen mit dem Wort von Jörg Zink zusammenfasste: «Ein Jungbrunnen für eine alternde Kirche». Das Programm des Kirchentags mit seiner Gott- und Weltzugewandtheit könne für die christliche Spiritualität eine Wegleitung sein: in Gott eintauchen und in das Leben der Armen eintauchen, wie Paul M. Zulehner zu formulieren verstand. In den Alltag nachwirken sollte aber auch der Aufruf im Schlussgottesdienst, einander und in der Welt zum Segen werden.
Im Anschluss an diesen Erfahrungsbericht waren die Vertreter und Vertreterinnen der katholischen Organisationen eingeladen, auf die Frage zu antworten: Wo und wie können wir in der Schweiz ein Segen sein? Was ist unser Beitrag dazu? Die Antworten zeigten ein buntes Bild von Einrichtungen und Angeboten, mit denen die Bewegungen und Verbände in der Schweiz versuchen, segensreich zu wirken und so Segen zu sein. Als Vertreter der Bischofskonferenz wies Weihbischof Denis Theurillat darauf hin, wie der Segen seinen Ursprung in Gott hat. Als Mitglied des Schweizerischen Koordinationskomitees Katholischer Laien (SKKL) berichtete Rita Wick-Egger, wie die Segensthematik auch vom Europäischen Forum Nationaler Laienkomitees aufgenommen wurde; so werde das nächstjährige Treffen katholischer Laien der Frage nach den spirituellen Quellen gewidmet sein.
Das Deutschschweizerische Forum Katholischer Organisationen (DFKO) wählt Delegierte als deutschschweizerische Vertretung der Verbände und Bewegungen in das Schweizerische Koordinationskomitee Katholischer Laien (SKKL); dieses wiederum bestimmt die schweizerische Vertretung im europäischen Forum katholischer Laien. Dieses Zusammengehen ermöglicht einen Austausch auf verschiedenen Ebenen. Dieses Miteinander von katholischen Laien wird von der Bischofskonferenz begrüsst und unterstützt; dieses achtsame Miteinander sei auch unter einem spirituellen Gesichtspunkt sehr wichtig, betonte Weihbischof Theurillat.
Das Deutschschweizerische Forum kommt mit einem Minimum an Organisation aus; geleitet wird es von einer von der Versammlung gewählten so genannten Initiativgruppe, der auch der Vertreter der Bischofskonferenz angehört. Die Sekretariatsarbeiten wird künftig die Vertreterin des Sakristanenverbandes besorgen, und als Sekretariatsadresse stellt sich das Bischöfliche Ordinariat in Solothurn zur Verfügung.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2003