51-52/2003 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Liebe Schwestern, liebe Brüder
Den Blick nach Bethlehem wenden, das heisst: im Kind Jesus den menschgewordenen
Sohn Gottes erkennen und fragen, was dieses Kind uns heute verkündet.
Es bringt uns die Botschaft, dass den Menschen Gottes Wort zum Heil und
zum Frieden verheissen und geschenkt ist. Deshalb denken wir Christen besonders
in dieser weihnachtlichen Zeit an Jesu Geburt und bitten um seinen Frieden.
Dieses Kind hat uns die Verheissung für den göttlichen Frieden
geschenkt. Von Bethlehem aus ging diese Botschaft in die Welt.
Den Blick heute nach Bethlehem und in die Welt hinaus lenken, das zeigt
uns, dass in vielen Teilen der Welt die Menschen mutwillig und rücksichtslos
einander bekriegen, einander Not und Leid antun und einander den Frieden
verweigern. Gerade auch in Bethlehem und in jener Gegend, die wir Christen
das Heilige Land nennen, leiden die Menschen Not, Entbehrung und Unterdrückung.
In dieser Region reden zwar alle vom Frieden, aber es herrscht kein Friede.
Wir bleiben nicht stehen bei der Feststellung, dass im Heiligen Land Menschen
sich Schaden zufügen, Not und Unfriede herrschen. Wir setzen dem unsere
gute Tat entgegen, so wie sie im Caritas Baby Hospital in Bethlehem und
in den Werken der Kinderhilfe Bethlehem aufleuchtet. Wir ermuntern Sie,
liebe Schwestern und Brüder, das Weihnachtsopfer zugunsten der Kinderhilfe
Bethlehem grosszügig und mit offenem Herzen zu unterstützen. Wir
danken Ihnen dafür sehr.
Indem wir so den Menschen Unterstützung vermitteln, erfahren sie unsere Solidarität. Sie spüren, dass sie in ihrer Not nicht allein gelassen sind. Sie dürfen für sich erfahren, dass andere Menschen an ihrem Schicksal Anteil nehmen, ihnen Rat, Heilung und Unterstützung schenken. Wir tun dies für die Menschen in Bethlehem und im Heiligen Land ganz besonders durch das Weihnachtsopfer. Unsere Gaben verbinden wir mit der Bitte um den Segen Gottes für alle Spenderinnen und Spender und für alle Menschen, denen diese Weihnachtsgaben zugute kommen.
Das Leitbild des Schweizerischen Katholischen Missionsrats (SKM) von
1997 fordert, dass «alle Getauften den Mut zu prophetischem Widerstand
aufbringen und sich weltweit mit allen Menschen guten Willens für Gerechtigkeit,
Frieden und Bewahrung der Schöpfung einsetzen». Auf diesem Hintergrund
hat der Vorstand des SKM an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2003 in Bern
die nachstehende Erklärung verabschiedet:
Wir stellen fest:
Wir befürchten, dass die fremdenfeindlichen Gefühle der Schweizer
Bevölkerung damit banalisiert werden und diese Vorurteile in Feindseligkeiten
gegen die ausländische Bevölkerung in der Schweiz ausarten könnten.
Deshalb ermutigen wir alle, die sich für die Menschenwürde einsetzen,
und ganz besonders alle Christinnen und Christen in der Schweiz, dem heimtückischen
und hinterlistigen Rassismus nicht in die Falle zu gehen. Wir wollen nicht
Komplizen der Fremdenfeindlichkeit werden und laden deshalb alle ein, sich
gegen die Spaltungen im sozialen Gefüge einzusetzen. Wir sind auf der
politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ebene und besonders innerhalb
unserer eigenen christlichen Gemeinschaften gefordert.
Diese Erklärung wird vom Schweizerischen Evangelischen Missionsrat (SEMR) unterstützt.
Am Sonntag, 30. November 2003, hat Weihbischof Msgr. Martin Gächter in der Pfarrkirche St-Germain d'Auxerre in Movelier (JU) Herrn Jakob Horisberger von Vicques (JU) in Delémont (JU) die Diakonatsweihe im Hinblick auf die Priesterweihe gespendet.
Infolge Demission der bisherigen Stelleninhaber werden die beiden Pfarreien
Stansstad (NW) und St. Peter und Paul, Zürich, zur Wiederbesetzung
(auf Sommer 2004) ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 9. Januar 2004 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Am Sonntag, 30. November, hat Vizedekan Cornel Huber, Lichtensteig, Thomas Thalmann als neuen Pfarrer im Seelsorgeverband Ebnat-Kappel/Neu St.Johann eingesetzt. Er tritt die Nachfolge von Guido Scherrer an, der von Bischof Ivo Fürer zum Regens des Bistums St. Gallen ernannt wurde. Thomas Thalmann war zuvor vier Jahre lang als Kaplan im Seelsorgeverband Lichtensteig/Oberhelfenschwil/St. Peterzell tätig.
Als «schwarze Barockkirche» war die Klosterkirche von Wurmsbach am Oberen Zürichsee bekannt. Nach 13 Monaten Renovationszeit ist sie von Russ, Staub und Schmutz befreit und erstrahlt in frischem Weiss. Bischof Ivo Fürer salbte am Niklaustag den neuen Altar, in den er eine Reliquie eingebracht hatte. Renoviert und in «Lichthof» umbenannt wurde auch das 1588 erbaute Gästehaus.
Am Sonntag, 7. Dezember 2003, weihte Bischof Norbert Brunner in der Pfarrkirche
von Turtmann den Priesteramtskandidaten Rolf Kalbermatter aus St. Niklaus
zum Diakon.
Am Montag, 8. Dezember 2003, weihte Bischof Norbert Brunner in der Pfarrkirche
von Collombey den Priesteramtskandidaten Frédéric Mayoraz
aus Hérémence zum Diakon.
Gilbert Bovier, alt Pfarrer
Am 2. Dezember 2003 starb im Altersheim St-François in Sitten alt
Pfarrer Gilbert Bovier im Alter von 71 Jahren. Gilbert Bovier wurde am 27.
Februar 1932 in Hérémence geboren. Am 23. Juni 1957 wurde
er von Bischof Nestor Adam zum Priester geweiht. Danach studierte Gilbert
Bovier von 19571958 in Paris. Von 19581959 war er Religionslehrer
an der Sekundarschule von Sitten, von 19591960 war er Seelsorger im
Haus «Fleur-de-Champs» in Montana, und 1960 arbeitete er als
Sekretär am Kirchlichen Gericht. 1961 wurde er zum Vikar in der Pfarrei
St-Guérin in Sitten ernannt, wo er bis 1976 wirkte. Von 1976 bis
zu seinem Tod war Gilbert Bovier Heimseelsorger im Altersheim St-François
in Sitten. Die Beerdigung fand am 5. Dezember 2003 in der Kathedrale von
Sitten statt.