49/2003 | |
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Amtlicher Teil |
Die auf den 1. März 2004 vakant werdende Pfarrstelle Gelterkinden
(BL) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Interessenten melden sich bitte bis 15. Januar 2004 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4500 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Schwerpunkte der Zusammenkunft bildeten die Frage «Wie weiter nach der Grossräumigen Regionalisierung des Bistums», Informationen zur Veranstaltung «Perspektiven im Bistum Basel», die Berichterstattung der drei Arbeitsgruppen und der Informationsaustausch mit der Bistumsleitung.
Der Seelsorgerat ist ein diözesanes Gremium, das die Gläubigen möglichst umfassend repräsentiert. Er umfasst Mitglieder von Amtes wegen sowie gewählte, delegierte und berufene Mitglieder. Zu den Hauptaufgaben zählen die Beratung und Unterstützung des Bischofs in spezifischen Fragen der Seelsorge, Erörterung der aktuellen pastoralen Probleme und die Kontaktpflege mit den lokalen und regionalen Seelsorgeräten. Nach der Umsetzung der Grossräumigen Regionalisierung (Mitte 2004) stellt sich die Frage, wie die Mitwirkung der Laien auf der Ebene der Region wahrgenommen werden soll, daher stellte das Pastoralamt verschiedene Modelle zur Diskussion. Modell A: Konzentration des Seelsorgerates auf die Beratung des Bischofs ohne Bezug zu den regionalen Seelsorgeräten. Modell B: Beratung des Bischofs und Unterstützung des Bischofs bei der Umsetzung in Vernetzung mit Laienräten auf lokaler und regionaler Ebene. Die Diskussion in den nach den künftigen Regionen gebildeten Arbeitsgruppen konzentrierte sich einheitlich auf Modell B. Dabei wurde betont, dass der Dialog zwischen den diözesanen und den regionalen Seelsorgeräten und den Pfarreiräten äusserst wichtig sei. Auf Grund dieser Basiskontakte erfahren die Mitglieder die Fragen und Bedürfnisse und ihre Legitimation, Beratungsgremium des Bischofs zu sein.
Aus erster Hand konnte sich der Rat über die geplante Veranstaltung «Perspektiven im Bistum Basel» 2005 in Baden-Wettingen orientieren. Deren Präsident, Prof. Carl August Zehnder, erläuterte Zielsetzung, Struktur und Gesamtablauf der Veranstaltung. Diese steht im Zeichen des Dialogs auf allen Ebenen des Bistums. Die Arbeit geschieht nicht in einer grossen Versammlung, sondern in 10 bis 15 Gruppen nach Themenkreisen. Jede Themengruppe bearbeitet unabhängig einen bestimmten Themenkreis. Themenkreise sollen aktuelle und wichtige Problempunkte und Anliegen der Bistumskirche Basel aufnehmen, wo eine Chance besteht, in Zusammenarbeit mit der Bistumsleitung echte Reformschritte zu identifizieren, die nachher in nützlicher Frist auch angegangen werden können. Die Themen werden bereits im Jahr 2004 in einem offenen Prozess ermittelt und ausgeschrieben. Auch der Diözesane Seelsorgerat ist eingeladen, sich an diesem Prozess mit Themenvorschlägen zu beteiligen und weitere Kreise zur Mitwirkung zu motivieren.
Die Arbeitsgruppen informierten über den Stand ihrer Projekte. Gruppe 1 («Als Getaufte leben» Umsetzung) beschäftigt sich derzeit mit dem «Erwachsenenkatechumenat des Jura pastoral». Gruppe 2 (Pfarreiseelsorge mit Zukunft) wirkt mit bei der Vorbereitung der Beratungen zum Pastoralkonzept. Gruppe 3 (Als Christen Mensch werden in der heiligen Ruhe des Sonntags) hat eine erste Sammlung von Ideen erstellt, wie auf Pfarreiebene auf die heutige Situation eingegangen werden kann:
Die Gruppe stellt sich nun die Frage, welche Zielgruppen angesprochen werden sollen, wie das Thema bei den Gläubigen bewusst gemacht werden und wie eine Umsetzung des Projektes aussehen könnte.
Es erfolgte ein Rückblick auf das Bistumsfest anlässlich der «175 Jahre neu errichtetes Bistum Basel». Von allen Seiten wurde der Anlass positiv bewertet. Sowohl die liturgischen Feiern wurden gerühmt als auch das Festgelände wegen dem besonders gelungenen Einbezug aller Generationen.
PS: Die Predigt von Bischof Kurt Koch «Erhebet die Herzen!» Singen im Geist der Heiligen Cäcilia finden Sie im Internet unter www.bistum-basel.ch/dokumente
Der in seiner ersten Sitzung vom 16. April 2003 gewählte Ausschuss
(unter der Leitung von Diakon Bruno Tresch, Gemeindeleiter in Altdorf) hat
an seiner letzten Sitzung auf das 1. Tätigkeitsjahr des anfangs Jahr
neu gebildeten Rates der Laientheologinnen, Laientheologen und Diakone des
Bistums Chur zurückgeschaut.
An den beiden Plenumsversammlungen in Einsiedeln im Frühjahr und im
Herbst behandelte der Rat unter dem Beisein von Weihbischof Paul Vollmar
als offiziellem Vertreter der Bistumsleitung folgende Themen: Vernetzung
mit dem Priesterrat und dem Pastoralforum; Themen der Dekanatsfortbildungskurse
2005 und 2006; Einführung und Begleitung von jungen Seelsorgerinnen
und Seelsorgern. (Zum letzten Punkt nahm er auch die Schwierigkeiten der
Bistumsleitung zur Kenntnis, genügend qualifizierte Betreuungspersonen
sowie Pfarreien mit guten Voraussetzungen für den Ersteinsatz von Vikaren,
Pastoralassistentinnen und -assistenten zu finden.)
Der Rat wird an der kommenden Sitzung Vorschläge zur Verbesserung der
Berufseinführung und der Begleitung in den ersten Jahren der seelsorgerlichen
Tätigkeit erarbeiten.
Plenum und Ratsausschuss haben mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass
der Rat der Laientheologinnen, Laientheologen und Diakone des Bistums Chur
als neues diözesanes Forum in den bestehenden Diözesan-Gremien
bei der Bistumsleitung (Diözesanbischof Amédée Grab nahm
an den ersten beiden Plenumsversammlungen ebenfalls teil) und in der (kirchlichen)
Öffentlichkeit gutes Echo und wohlwollende Aufnahme gefunden hat.
Ebenso hat es der Ausschuss begrüsst, dass der Verein Forum der Laientheologinnen
und Laientheologen des Bistums Chur welcher bisher einzelne Aufgaben
des nun neu gebildeten Rates wahrgenommen hat an der GV im September
in die losere Form einer Vereinigung «überführt» worden
ist. Die Versammlung hat sich für eine gegenseitig ergänzende
Zusammenarbeit mit dem neu gebildeten Rat ausgesprochen.
Und weiter hat der Ausschuss mit einigem Erstaunen von der Ernennung des
Opus-Dei-Priesters DDr. Joseph Bonnemain zum residierenden Domherrn Kenntnis
genommen.
Das im Priesterrat ausgearbeitete Papier über die Taufpastoral hat
der Ausschuss begrüsst. Die zukünftige Arbeit wird uns Gelegenheit
geben, im Austausch mit Priesterrat und Pastoralforum pastorale Themen zu
erarbeiten; und darauf freuen wir uns.
Nachdem im Laufe des Jahres 2003 vom Personal- und Priesterrat ein Pilotprojekt
für die Einführung der ausserdiözesanen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
im Bistum Chur verabschiedet wurde, beauftragte Bischof Amédée
Grab Diakon Franz-Xaver Herger, Leiter des Pastoralamtes im Generalvikariat
Zürich, dieses Konzept zu verwirklichen. In Zusammenarbeit mit Regens
Josef Annen und den Mentoren der Theologiestudierenden Petra und Thomas
Leist wird das Projekt nun in die Tat umgesetzt.
Angesprochen werden Priester, Pastoralassistenten und Pastoralassistentinnen,
kirchliche Jugendarbeiter und Jugendarbeiterinnen, Diplomkatecheten und
Diplomketechetinnen, welche im Laufe des Jahres 2003 eine Aufgabe in unserem
Bistum übernommen haben und aus einer andern Diözese oder einem
andern Land kommen. Wer bereits früher in unserer Diözese gearbeitet
hat, ist davon nicht betroffen.
Inhaltlich wird möglichst auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden
einzugehen versucht und unter anderem Themen wie: Die Schweiz eine
neue Lebenswelt; Schweizerische Kirchenstrukturen; Geschichte und Pastorale
Praxis im Bistum Chur; Kirchliche Institutionen; Versicherungsfragen usw.
bearbeitet. Ziel ist es, den Neueinsteigern Hilfen für einen guten
Start zu bieten, damit sie sich wohl fühlen und ihre Arbeit in einer
neuen Umgebung mit Freude und Mut ausüben können.
Vorgesehen sind drei Einführungstage: Donnerstag, 22. Januar, Freitag,
19. März, Freitag, 11. Juni 2004. Betroffene, welche noch nicht eingeladen
wurden, mögen sich im Generalvikariat Zürich bis zum 10. Dezember
melden: Hirschengraben 66, Postfach 7231, 8023 Zürich (E-Mail franz-xaver.herger@zh.kath.ch).
Im Wort des Bischofs an die Gläubigen zum Jahresbeginn macht sich Bischof Ivo Gedanken, wie sich die Kirche in der Zukunft entwickeln wird. Dieses Wort soll am Wochenende vom 10./11. Januar, am Fest der Taufe Jesu, verlesen werden.
Immer mehr Katholiken erklären ihrer Kirchgemeinde den Austritt
und wollen trotzdem in der römisch-katholischen Kirche bleiben. Für
Bischof Ivo Fürer ist der Austritt ein Verstoss gegen die kirchliche
Gemeinschaft.
Die Seelsorgenden im Bistum St. Gallen sowie die Präsidien von Pfarrei-
und Kirchenverwaltungsräten haben dieser Tage das von Bischof Ivo verfasste
Papier «Kirche und Kirchenaustritt» erhalten. Es ersetzt die
seelsorgerlichen Regeln aus dem Jahr 1994 und soll eine Hilfe sein im Umgang
mit Menschen, die aus welchen Gründen auch immer einen
Kirchenaustritt überlegen oder bereits erklärt haben. Was die
Festlegung von Taxen für kirchliche Dienste an Ausgetretenen angeht,
so empfiehlt Bischof Ivo den Pfarreien, davon abzusehen, «weil eine
solche die Bedeutung kirchlicher Gemeinschaft verdunkelt und die Meinung
fördert, Kirche sei ein Dienstleistungsunternehmen».
Bischof Ivo weiss, dass sich Experten darüber uneinig sind, inwieweit
eine Unterscheidung von «kirchlichem» und «staatlichem»
Kirchenaustritt zulässig ist. Bei seinen Überlegungen zu Kirche
und Kirchgemeinde fliessen daher auch historische ein. Unter anderem erinnert
er an Bischof Ferdinandus Rüegg, der die 1911 eingeführte Zentralsteuer
als «Ehrensache für die St. Galler und als eine Pflicht schuldiger
Dankbarkeit gegenüber dem Landesvater Gallus und dessen Stiftung»
bezeichnet hatte.
Durch die Taufe wird der Mensch für immer in die Gemeinschaft der Glaubenden
eingegliedert. Im Bistum St. Gallen werden die Katholikinnen und Katholiken
gleichzeitig zu Mitgliedern des Katholischen Konfessionsteils und der Kirchgemeinde.
Der Konfessionsteil ist die nach den Grundsätzen des demokratischen
Rechtsstaates organisierte Gemeinschaft der Katholiken römisch-katholischen
Bekenntnisses. Dank seiner demokratischen Struktur kann er Steuern erheben,
die für die kirchlichen Aufgaben im Bistum eingesetzt werden. Er ermöglicht,
dass die Katholiken in solidarischer Weise zum Gedeihen des Bistums beitragen.
Ein Austritt aus der Kirchgemeinde und damit auch aus dem Konfessionsteil
bedeutet «eine Vernachlässigung der Mitwirkung an einem Dienst
in der Kirche, welcher im Einvernehmen und mit Gutheissung durch den Bischof
erfüllt wird und ihn dadurch entlastet, andere Finanzierungsmöglichkeiten
zu suchen. Ein Austritt aus der Kirchgemeinde ist und bleibt ein Verstoss
gegen die kirchliche Gemeinschaft.»
Dieser Verstoss bedeutet nicht den Abbruch aller Beziehungen mit der Kirche, hat aber doch schwerwiegende Folgen: Aufkündigung der Glaubensgemeinschaft, Verzicht auf die Sakramente und auf die Dienste der Kirche sowie auf den Anspruch einer kirchlichen Beerdigung, Verlust des Mitspracherechts in der Kirche, Schwierigkeit in der Übernahme einer Patenschaft (siehe auch www.bistum-stgallen.ch/aktuell/dokumente).
Gleich vier Kanoniker sind am Samstagabend, 29. November, in der Kathedrale
von Domdekan Markus Büchel ins Domkapitel eingesetzt worden, haben
dem Bischof ihre Unterstützung gelobt und dazu Stillschweigen
etwas, das bei der kommenden Bischofswahl auf die Probe gestellt werden
wird.
Das st. gallische Domkapitel besitzt gemäss päpstlicher Bulle
von 1847 das Recht, aus den Diözesanpriestern den Bischof zu wählen.
Es ist daher nicht unwichtig, wer im Domkapitel mitwirkt und bei einer Vakanz
die Sechserliste erstellt. Bei der Bestellung des 13-köpfigen Domkapitels
sind die staatskirchenrechtlichen Organe in die Verantwortung miteingebunden.
Der katholische Administrationsrat kann nämlich zwei der vier Residentialkanoniker
wählen, und bei der Wahl der acht Landkanoniker hat er ein Mitspracherecht;
den Domdekan wählt er aufgrund eines Dreiervorschlages des Bischof
aus den Reihen der Kanoniker.
Das Recht der St. Galler Ortskirche, den Bischof selbst zu wählen,
gehört heute zu den seltenen kirchlichen Rechten. Zu diesem müsse
denn auch Sorge getragen werden, sagte Domdekan Markus Büchel bei der
Einsetzung von Felix Büchi, Guido Scherrer, Bernhard Sohmer und Alfons
Sonderegger. Nach dem öffentlich abgelegten Gelöbnis, dem Bischof
und der Kirche treu zu dienen, erhielten die vier Kanoniker das Domherren-Kreuz
(in andern Bistümern werden die Kanoniker Domherren genannt).
Von den vier Kanonikern sind nur zwei ganz neu. Mit seinem Amtswechsel vom
Pfarrer zum Regens ergab sich bei Guido Scherrer auch ein Wechsel vom Ruralkanoniker
zum Residentialkanoniker. Auf das Residentialkanonikat hatte seinerzeit
Bernhard Sohmer demissionieren müssen, als er sein Regensamt zugunsten
der Pfarreiseelsorge im Seelsorgerverband Mosnang-Mühlrüti-Libingen
aufgegeben hatte; nun wurde er von Bischof Ivo wieder zum Ruralkanoniker
ernannt.
Zum Ruralkanoniker ernannt hat Bischof Ivo auch Pfarrer Felix Büchi,
Seelsorgeeinheit Sargans-Vilters-Wangs. Neu in zweifachem Sinn ist Pfarrer
Alfons Sonderegger ist er doch der erste Pfarrer im Residentialkapitel,
der nicht unmittelbar am Bischofssitz tätig ist, sondern die Stadtpfarreien
St. Otmar und Riethüsli betreut. Auch im Bischöflichen Ordinariat
müssen immer mehr Aufgaben von Laien wahrgenommen werden.
Beim Nachtessen mit den Angehörigen und Vertretungen der Kirchgemeinden
und Pfarreien gratulierte Hardy Notter als Präsident des mitverantwortlichen
Katholischen Administrationsrates den vier neuen Kanonikern und überreichte
ihnen eine Münze, die zum Abschluss der Kathedral-Restauration geprägt
worden ist.
Felix Büchi dankte namens der vier Kanoniker für die Ehre, im
Domkapitel mitwirken zu dürfen. Besonders freut ihn, dass mit ihm neben
Georg Schmucki ein weiterer Vertreter einer Seelsorgeeinheit gewählt
worden ist. Für ihn ein Zeichen des Aufbruchs, ein Zeichen auch dafür,
dass Neues gewagt wird.
Die Residentialkanoniker sind Bischofsvikar Markus Büchel (Domdekan,
Jg. 1949), Regens Guido Scherrer (1960), Pfarrer Alfons Sonderegger (1938),
Dompfarrer Josef Raschle (1942), 1 Sitz vakant.
Die Ruralkanoniker sind (in der Reihenfolge ihrer Einsetzung) Pfarrer Martin
Schlegel, Widnau (1938); Dekan Jakob Fuchs, Heerbrugg (1931); Pfarrer Alfred
Germann, Rapperswil (1943); Pfarrer Georg Schmucki, Niederuzwil (1942);
Pfarrer Meinrad Gemperli, Wil (1936); Dekan und Pfarrer Josef Wirth, Flawil
(1950); Dekan und Pfarrer Bernhard Sohmer, Mosnang (1942); Pfarrer Felix
Büchi, Sargans (1956).