44/2003 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Vom 2. bis 5. Oktober 2003 trafen sich in Vilnius, Litauen, die Präsidenten
der 34 Bischofskonferenzen, Mitglieder von CCEE (Rat der Europäischen
Bischofskonferenzen), zu ihrer jährlichen Vollversammlung.
Schwerpunkt der Versammlung war die Herausforderung der Kirche in Europa.
Basis für die Diskussion bildete das nachsynodale apostolische Schreiben
«Ecclesia in Europa» von Papst Johannes Paul II. In seiner Botschaft
an die Mitglieder von CCEE unterstrich der Papst, wie sehr die Geschichte
Europas mit dem Christentum verknüpft ist und wie wichtig es daher
ist, eng mit diesen Wurzeln verbunden zu bleiben, wenn die Zukunft des europäischen
Kontinents fruchtbar bleiben soll.
Die Themen aktuelle europäische Politik und insbesondere der Entstehungsprozess
der Europäischen Verfassung sowie die Aufnahme neuer EU-Mitgliedsstaaten
wurden ebenfalls diskutiert. Die Bischöfe haben im Rahmen der Regierungskonferenz
zur Überarbeitung des Verfassungsentwurfs, die von den europäischen
Staats- und Regierungschefs in Rom eröffnet wurde (4. Oktober 2003),
eine Botschaft an Präsident Berlusconi gesandt, in dem sie erneut den
Wunsch unterstreichen, dass «die Präambel der Europäischen
Verfassung ausdrücklich auf die christlichen Wurzeln Europas hinweist».
Dieses Anliegen, so die Bischöfe weiter, gründe auf der gesamten
Geschichte unseres Kontinentes während der letzten zwei Jahrtausende
und drücke aus, dass ein sehr grosser Teil der europäischen Bevölkerung
wenn auch in unterschiedlicher Art und Weise das christliche
Erbe in der heutigen Zeit ins Leben umsetze.
Wichtigster Beitrag, den die Kirche gegenüber Europa leisten kann,
ist, sich selbst zu sein: das Evangelium zu verkünden im Bewusstsein,
dass das Evangelium die Hoffnung der heutigen Menschen ist. Ausserdem muss
die Kirche universelle Gemeinschaft sein: Die universelle Öffnung und
Verantwortung sollen sich unter anderem in einer grösseren Aufmerksamkeit
gegenüber den Ausgestossenen und Leidenden äussern. In diesem
Zusammenhang verurteilen die Bischöfe erneut die dramatischen Ereignisse
im Heiligen Land, die viel Schmerz und zahlreiche Opfer zur Folge haben,
und erklären den christlichen Kirchen im Nahen Osten ihre Solidarität
und Unterstützung. Es ist wichtig, dass sich diese Gemeinden nicht
im Stich gelassen fühlen und dass deshalb Besuche dieser Regionen und
traditionelle Pilgerreisen wieder aufgenommen werden.
Die europäischen Bischöfe verurteilen ausserdem den internationalen
Zynismus, der Afrika dem Schicksal der Armut und wachsenden Nebensächlichkeit
zu überlassen scheint. Als Zeichen der Solidarität und der Gemeinschaft
mit den Schwesterkirchen des Kontinents haben die Bischöfe die Entscheidung
getroffen, die Vorbereitungen für ein Treffen zwischen europäischen
und afrikanischen Bischöfen, das für das Jahr 2004 geplant ist,
fortzusetzen.
Des Weiteren wurden dringende pastorale Themen im Rahmen der Neuen Evangelisierung
erörtert: Berufungen, Katechese, Bewahrung der Schöpfung, Migration,
Medien. Ein Thema, das in Zukunft einen immer wichtigeren Platz auf der
Tagesordnung einnehmen soll, ist die Pastoral an Universitäten und
die Beziehung zwischen Kirche und Kultur.
Eine der wichtigsten Aufgaben stellt für CCEE der ökumenische
Dialog im Rahmen der Zusammenarbeit mit KEK (Konferenz Europäischer
Kirchen) dar: In den nächsten Jahren werden weiterhin die Charta Oecumenica
sowie die Vorbereitungen für die dritte Europäische Ökumenische
Versammlung (für 2007 vorgesehen) im Zentrum stehen, an der sich CCEE
und KEK beteiligen werden. Insbesondere um die Beziehung zwischen Verkündigung
(Mission) und Dialog zu vertiefen, haben die Präsidenten entschieden,
dass der Rat angesichts der aktuellen Herausforderungen in naher Zukunft
nach Lösungen suchen will, um Initiativen für den Dialog mit Kultur
und anderen Religionen in Europa neu zu strukturieren.
Msgr. Aldo Giordano wurde in seinem Amt als Generalsekretär von CCEE
einstimmig bestätigt und wird weitere fünf Jahre in dieser Funktion
tätig sein.
Die Bischöfe wurden von Kardinal Audrys Backis herzlich empfangen.
Die Vollversammlung endete mit einer feierlichen Messe in der Kathedrale
von Vilnius, an der auch der Präsident der Republik Litauen, Rolandas
Paksas, teilnahm.
Die Konferenz der europäischen Justitia et Pax-Kommissionen hat
an ihrer Jahreskonferenz vom 25. und 26. Oktober in Genf ihr Engagement
für soziale Gerechtigkeit und Frieden bekräftigt. Sie betont,
dass wirtschaftliche Globalisierung und Kampf gegen den Terrorismus heutzutage
den Respekt der Menschenrechte auf der ganzen Welt bedrohen. Angesichts
der bestehenden Konflikte wiederholt sie erneut, dass Kriege nie eine Lösung
darstellen.
An der Jahresversammlung 2003 der Konferenz der europäischen Justitia
et Pax-Kommissionen haben 18 Kommissionen von Albanien bis Portugal
und von Griechenland bis Schweden teilgenommen. Unter dem Vorsitz
der Schweizerischen Nationalkommission Justitia et Pax hat sie als Ehrengast
Botschafter Walter Fust, Direktor der Direktion für Entwicklung und
Zusammenarbeit (DEZA), empfangen. Laut Botschafter Fust kann sich die technische
Entwicklungszusammenarbeit nicht ohne eine spirituelle und religiöse
Dimension vollziehen. Ebenso wies er auf die Rolle der Akteure der Zivilgesellschaft
hin, welche sich aktiv für Frieden und Gerechtigkeit einsetzten, und
betonte, dass die menschliche Sicherheit nicht nur von der Kompetenz der
Staaten, sondern auch von der Verantwortung jedes einzelnen Bürgers
abhänge.
Die Jahresversammlung hat die Mandate ihrer verschiedenen Arbeitsgruppen
bestätigt. Eine davon unterstützt die Justitia et Pax-Kommission
aus Bosnien-Herzegowina in der Berichterstattung über die lokale Menschenrechtssituation.
Zwecks Unterstützung der Friedensbemühungen in der Region der
Grossen Seen (Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Burundi) ist eine neue
Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden. Eine dritte Gruppe trägt zu
den Überlegungen über das Thema der Werte bei, welche die Ausarbeitung
der «Europäischen Verfassung» der Europäischen Union
begleiten. Die Jahresversammlung hat zudem entschieden, sich vermehrt in
den Arbeiten des Europarates über soziale Gerechtigkeit und soziale
Kohäsion einerseits, über den interreligiösen Dialog andererseits
zu engagieren.
Die Versammlung hat des Weiteren einen Brief an den Präsidenten Perus,
Alejandro Toledo, verabschiedet, in welchem sie ihre Unterstützung
für den Bericht der peruanischen Kommission «Wahrheit und Versöhnung»
zum Ausdruck bringt. In Bezug auf die nachfolgenden Studientage zum Thema
«soziale Gerechtigkeit in einer sich globalisierenden Welt»
(27. und 28. Oktober in Genf) hat die Versammlung ihr bis anhin geführtes
Engagement bekräftigt, nämlich dass die Menschenrechte und die
nachhaltige Entwicklung die wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen
auf nationaler wie auch internationaler Ebene führen mögen.
Die Justitia et Pax-Kommissionen sind Organe der Bischofskonferenzen, geschaffen
in der Folge des Zweiten Vatikanums (19621965). Ihre Aufgabe ist die
Verbreitung des Gedankens der Gerechtigkeit, des Friedens und des Respektes
der Menschenrechte. Die Europäische Konferenz der Justitia et Pax-Kommissionen
ist ein Netzwerk bestehend aus den 27 nationalen Gremien. Sie versteht sich
als Austausch- und Koordinationsplattform für ihre Mitglieder und ist
auf dem ganzen europäischen Kontinent aktiv.
Die nächste Jahresversammlung findet vom 24. bis 28. September 2004
in Sarajevo statt.
Ralf Binder-Reuter als Diakon/Gemeindeleiter für die Pfarrei St. Agatha Zeiningen (AG) im Seelsorgeverband Wegenstettertal per 26. Oktober 2003.
Am Freitag, 14. November 2003, wird Diözesanbischof Msgr. Dr. Kurt
Koch um 18.00 Uhr in der St.-Johannes-Kapelle des Bischöflichen Ordinariates,
Baselstrasse 58, Solothurn, das Sakrament der hl. Firmung spenden. Interessierte
Personen können sich beim Wohnortspfarramt für die Vorbereitung
melden.
Voraussetzung zum Empfang der hl. Firmung sind: Bestätigung über
die empfangene Taufe (Taufzeugnis); Bestätigung des Pfarramtes über
den absolvierten Firmunterricht.
Die schriftlichen Anmeldungen mit den Unterlagen sind vom Pfarramt an die
Bischöfliche Kanzlei weiterzuleiten.
Die auf den 1. August 2004 vakant werdende Pfarrstelle Unterägeri
(ZG) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Die vakante Pfarrstelle Pfyn (TG) im neu zu bildenden Seelsorgeverband Müllheim-Pfyn
wird für einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung
ausgeschrieben.
Interessenten melden sich bitte bis 21. November 2003 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Salvatore Ostion, Missionar, Interlaken
Am 23. Oktober 2003 starb in Interlaken der Missionar P. Salvatore Ostion.
Am 25. Dezember 1949 geboren, empfing der Verstorbene am 22. Juni 1977 als
Mitglied der Padri Maristi in Brescia die Priesterweihe. Als Erzieher wirkte
er im Seminar der Maristen von Treviso und als Priester in den Pfarreien
von Treviso und Torino. Er kam aus gesundheitlichen Gründen 1981 zu
Angehörigen seiner Familie nach Interlaken. Er arbeitete dort bis 1997
in einem Hotel, daneben nahm er ab 1992 seelsorgerliche Aufgaben vor allem
in Interlaken wahr. Am 16. März 1997 übernahm er die Leitung der
Missione Cattolica Italiana Thun-Interlaken. Am 1. März 1999 wurde
er ins Bistum Basel inkardiniert. Er wurde am 28. Oktober 2003 in Italien
beerdigt.
Diözesanbischof Amédée Grab ernannte André Duplain zum Pfarrer der Pfarrei Hl. Antonius in Celerina (GR).
Infolge Demission des bisherigen Stelleninhabers wird die Pfarrei St.
Laurentius in Winterthur-Wülflingen (ZH) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 21. November 2003 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7003 Chur.
Nächster Termin: Samstag, 14. Februar 2004.
Ort: in der Kapelle des Bischöflichen Ordinariates in Chur.
Anmeldefrist: bis spätestens 4. Februar 2004.
Pfarrämter, die von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, werden gebeten,
Kandidatinnen und Kandidaten schriftlich, unter Beilage des vorbereiteten
Firmscheines und eines neuen Auszuges aus dem Taufbuch, beim Bischöflichen
Ordinariat, «Erwachsenenfirmung», Postfach 133, 7002 Chur, anzumelden.