42/2003

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

25. Jahrestag des Pontifikates von Johannes Paul II.

Botschaft der Schweizer Bischöfe

In einigen Tagen, am 16. Oktober, wird Papst Johannes Paul II. den 25. Jahrestag seiner Ernennung feiern. Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) möchte dem Heiligen Vater ihre Anerkennung aussprechen für den Dienst, den er der Kirche und der Gemeinschaft der Nationen während des letzten Vierteljahrhunderts erwiesen hat. Zusammen mit den Katholikinnen und Katholiken der Schweiz drückt sie gegenüber dem Papst ihre Verbundenheit aus und erinnert daran, wie sehr die Amtszeit Johannes' Pauls II. ein Segen Gottes für die ganze Welt ist.
Wenn man an Johannes Paul II. denkt, so erinnert man sich spontan an jenen Satz, den er anlässlich seiner Einsetzungsfeier sagte: «Habt keine Angst! Öffnet, ja reisst die Tore weit auf für Christus! Öffnet seiner rettenden Macht die Grenzen der Staaten, die wirtschaftlichen und politischen Systeme, die weiten Bereiche der Kultur, der Zivilisation und des Fortschritts! Habt keine Angst! Christus weiss, was im Herzen des Menschen liegt.» Wir dürfen heute feststellen, dass sein ganzes Wirken, während all dieser Jahre, von diesen Worten geprägt war.
Die Beziehung der gegenseitigen Liebe und des Respekts zwischen Johannes Paul II. und den Jungen ist weiteres charakteristisches Merkmal seines Pontifikates. Auf all seinen Reisen bekundet der Papst seine Hoffnung gegenüber der Jugend, ganz besonders während der Weltjugendtage. Trotz seines schwächer werdenden Gesundheitszustandes erwarten wir ihn mit grosser Zuversicht am kommenden 5. und 6. Juni, anlässlich des 1. Nationalen katholischen Jugendtreffens in Bern!
Als Verteidiger der Armen, der Familie und des Lebens erinnert Johannes Paul II. ebenfalls ununterbrochen an die Aufgabe der Kirche, sich im wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Alltag sowie im sozialen Leben zu engagieren. Er ist überzeugt, dass eine Gesellschaft, die sich in einer ständigen Weiterentwicklung befindet, ethische Orientierungspunkte braucht. Er hatte auch den Mut, vergangene Fehler und Ungerechtigkeiten der Kirche zu bekennen und um Verzeihung zu bitten.
Die Ökumene ­ die uns in unserem Land sehr am Herzen liegt ­ sowie das Grundrecht der Religionsfreiheit bilden einen anderen Schwerpunkt seines Pontifikats. Zudem strebte der Papst die Erneuerung der Kirche an, die Umkehr der Gläubigen, damit diese ein glaubhaftes Zeugnis der Liebe Gottes für unsere Welt geben können. Wir sind also dankbar für das persönliche Zeugnis des Papstes, für seine Liebe gegenüber der Kirche und für seinen Mut. Dieser lässt sich zurzeit auch daran erkennen, wie sehr er die Krankheit, die an seinen Kräften zehrt, in Tapferkeit erträgt.
Wir möchten alle Pfarreien und alle Gläubigen in der Schweiz herzlich einladen, in der Feier der Sonntagsgottesdienste dem Papst ihre Dankbarkeit auszudrücken und für ihn zu beten.

Das Präsidium der Schweizer Bischofskonferenz
Freiburg, 6. Oktober 2003


Mehrere Feierlichkeiten werden in der ganzen Schweiz stattfinden

Am Mittwoch, 22. Oktober 2003, um 18 Uhr, werden der Apostolische Nuntius in Bern, Mgr. Pier Giacomo De Nicolò, und der Präsident der SBK, Mgr. Amédée Grab OSB, in der Dreifaltigkeitskirche in Bern eine Messe als Dank für die 25 Jahre Pontifikat des Papstes feiern. Alle Berner Katholiken und Katholikinnen sind herzlich dazu eingeladen.

Diözese Lausanne-Genf-Freiburg:

Am Donnerstag, 16. Oktober, um 18.15 Uhr, wird eine Feier zum Anlass in der Kathedrale von Freiburg stattfinden; ebenso in Lausanne (18.20 Uhr, Basilika Notre-Dame du Valentin); in Genf Feier am Dienstag, 21. Oktober, um 18.30 Uhr (Basilika Notre-Dame).

Diözese Sitten:

Während des Festgottesdienstes der Kathedralweihe von Sitten am Sonntag, 12. Oktober, wird eine besondere Intention an den 25. Jahrestag des Pontifikates unseres Papstes erinnern.

Diözese Basel:

Mgr. Kurt Koch und der Bischofsrat werden am Donnerstag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr, in der Kathedrale Solothurn eine Dankesmesse zelebrieren.

Diözese Chur:

Bischof Amédée Grab bittet alle Pfarreien und Gemeinschaften, diesen Jahrestag in die Mitte der Gottesdienste vom 16. oder 19. Oktober zu stellen.

Diözese St. Gallen:

Am 16. Oktober wird während der Messfeier zum Patronatsfest der Diözese eine besondere Intention an diesen Jahrestag erinnern.

Diözese Lugano:

Nach Vorgabe von Bischof Torti werden am 16. Oktober alle Messen der Diözese in dieser Intention gefeiert.


Bistum Basel

 

Diakonatsweihen

Weihbischof Msgr. Denis Theurillat hat die Diakonatsweihe gespendet:

Den neu geweihten Diakonen wünschen wir Gottes Segen für Ihr Wirken im Bistum Basel.

Hans Stauffer, Sekretär
Bischöfliche Kanzlei


Jubilare 2003

Eisernes Jubiläum (65 Jahre)


Fachkommission Diakonie des Bistums Basel

Nach einer längeren Umbruch- und Reflexionsphase hat die Fachkommission Diakonie des Bistums Basel ihre Arbeit neu aufgenommen. Gemäss Statut berät sie das Pastoralamt und den Bischof in sozial-diakonischen Fragen und fördert die professionelle und freiwillige sozial-diakonische Tätigkeit im Bistum. Sie unterstützt die sozial-diakonische Haltung der Kirchenmitglieder. Sie soll Entwicklungen aufspüren, welche für das diakonische Handeln relevant werden könnten, oder auf bereits anstehende Notwendigkeiten hinweisen. Auch wird sie als Kompetenzzentrum für sozial-diakonische Fragen beigezogen. Die Perspektive für die Arbeit ist die des Bistums und damit natürlich auch der Untergliederungen, besonders der Pfarreien. Es gehören ihr Personen an, welche ihre Erfahrungen aus verschiedenen relevanten Bereichen einbringen. Die Mitglieder sind ad personam ernannt.
Auf Vorschlag der Kommission und nach Beratung im Bischofsrat hat Bischof Kurt Koch zum Präsidenten ernannt: Fridolin Wyss, Fachstelle Diakonie, Basel.
Mitglieder der Kommission sind: Sr. Iniga Affentranger, Gefängnisseelsorgerin, Lehrerin, Baldegg; Wolfgang Bürgstein, Sekretär Justitia et Pax, Bern; Hans-Rudolf Häusermann, Gemeindeleiter, Luzern; Arlette Marti-Gertiser, Präsidentin der Fachgruppe Soziale Aufgaben SKF, Biberstein; Béatrice Panaro, Missionarie Secolari Scalabriniane, Solothurn; Sepp Riedener, Pastoral an kirchlichen und gesellschaftlichen Randgruppen, Luzern; Franz Rogger, Caritas Solothurn, Solothurn; Bernhard Willi, Assistent Pastoraltheologie, Luzern.
Verantwortlicher des Ordinariats: Odo Camponovo, Pastoralbeauftragter.


Bistum Chur

 

Berufung von Prof. Dr. theol. Manfred Belok zum Professor für Pastoraltheologie und Homiletik an die Theologische Hochschule Chur

Mit Datum vom 19. September 2003 ernannte Bischof Amédée Grab, der Grosskanzler der Theologischen Hochschule Chur (THC), Prof. Dr. theol. Manfred Belok, geb. 1952 in Schüttorf/Niedersachsen (Deutschland), zum Professor für Pastoraltheologie und Homiletik (Predigtlehre). Der Lehrstuhl war seit dem Tod von Prof. Dr. Hermann Kochanek an Weihnachten 2002 vakant. Prof. Belok wird seine Lehrtätigkeit im Sommersemester 2004 teilzeitlich aufnehmen und vom Wintersemester 2004­2005 an vollamtlich zur Verfügung stehen. Als Inhaber des Lehrstuhls wird er gleichzeitig verantwortlich für die Leitung des neu gegründeten Pastoralinstituts der THC sein. Prof. Belok ist verheiratet und Vater von vier Töchtern.
Nach dem Abitur 1973 in Rheinbach bei Bonn absolvierte Manfred Belok das Theologiestudium in Münster/Westfalen und Freiburg i.Br. Nach dem Diplom in Theologie 1979 schloss er, ebenfalls in Münster, ein Pädagogik-Studium an, das er 1981 mit dem Diplom abschloss. Nach Spezial-Ausbildungen für kirchliche Ehevorbereitung und in klientenzentrierter Gesprächsführung sammelte er als Pastoralassistent in Münster praktische Erfahrung in der Seelsorge. Die Promotion zum Dr. theol. erfolgte 1985 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seine Dissertation im Fach Pastoraltheologie bei Prof. DDr. Dieter Emeis bearbeitete das Thema: «Humanistische Psychologie und Katechese. Möglichkeiten und Grenzen der Rezeption der Anthropologie Carl R. Rogers' für eine diakonisch verstandene kirchliche Erwachsenenbildung, dargestellt an der ehevorbereitenden und ehebegleitenden Bildung.»
1983 wurde Belok Verantwortlicher für die berufsbegleitende Fortbildung der Priester, Ständigen Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferenten und -referentinnen im Bistum Limburg. Diese wichtige Aufgabe hatte er bis 1999 inne. 1995­1999 war er zudem Vorsitzender der Konferenz für berufsbegleitende Fortbildung im Pastoralen Dienst der Bistümer in Deutschland (KBF). Die langjährige und intensive Erfahrung in der Fort- und Weiterbildung der Seelsorger und Seelsorgerinnen wird ihm beim Aufbau und in der Leitung des Pastoralinstituts, zu dessen wichtigsten Aufgaben die Fortbildung der in der Seelsorge Tätigen gehört, sehr zustatten kommen.
Neben diesen Erfahrungen in der Bildungsarbeit mit Seelsorgern bringt Prof. Belok auch Lehrerfahrung auf Hochschul- und Fakultätsebene mit. Seit 1987 erfüllte er Lehraufträge an den Philosophisch-Theologischen Hochschulen in Vallendar/Koblenz und Sankt Georgen in Frankfurt/Main sowie an der Theologischen Fakultät in Paderborn. 1999 wurde er zum Professor für Pastoraltheologie und Theologie der Verkündigung an die Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen in Paderborn berufen. Als seine Arbeitsschwerpunkte bezeichnet er Fragen der Gemeinde-, Sakramenten- und Beziehungspastoral; Fragen einer lebensweltorientierten, gesellschaftsbezogenen und kooperativen Pastoral sowie Fragen der berufsbegleitenden pastoralen Fortbildung.
Mit Prof. Manfred Belok erhält die THC also einen akademischen Lehrer, der neben seiner wissenschaftlichen Kompetenz auch eine reiche Erfahrung in der Fortbildung der Seelsorger und Seelsorgerinnen mitbringt. Damit entspricht er einem Profil, das der spezifischen Aufgabe des Pastoralinstituts entspricht, nämlich die Brücke von der wissenschaftlichen Theologie zur pastoralen Ausbildung und Praxis zu schlagen.

Mitgeteilt vom Rektorat der THC


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2003