40/2003 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Schweizer Bischöfe geben ihrer Freude Ausdruck und gratulieren
P. Georges Marie Martin Cottier OP herzlich zur ehrenvollen Ernennung zum
Kardinal. Die eigentliche Erhebung des Dominikaners zur Kardinalswürde
wird im nächsten Konsistorium am 21. Oktober geschehen.
P. Cottier ist seit 1989 der Theologe des Päpstlichen Hauses. Die Ernennung
von Pater Cottier reiht sich in eine bereits bestehende Tradition ein, dass
der Theologe des Papstes zur Würde eines Kardinals erhoben wird. P.
Cottier hat sich als Wissenschaftler grosse Verdienste erworben um die Fragen
der Ethik und der Soziallehre, besonders jener der katholischen Kirche.
Er wirkte als Professor der Philosophie an den Universitäten von Freiburg
und Genf und hat zahlreiche Werke zur Philosophie des XIX. Jahrhunderts
sowie über Marx und Hegel verfasst.
Nach Prof. Charles Journet im Jahre 1965, dem Einsiedler Abt Benno Gut OSB
1967, dem Theologen Hans-Urs von Balthasar 1988 (er starb allerdings zwei
Tage bevor er den Kardinalspurpur erhielt), Mgr. Henri Schwery, Bischof
von Sitten, im Jahr 1991, und Mgr. Gilberto Agustoni, Präfekt des Gerichts
der Apostolischen Signatur im Jahr 1994, wird P. Georges Marie Martin Cottier
OP zum 6. Schweizer Kardinal der letzten fünfzig Jahre kreiert.
P. Cottier wurde am 25. April 1922 in Céligny (GE) geboren und ist
seit 1945 Mitglied des Predigerordens (Dominikaner).
Die auf den 1. Juli 2004 vakant werdende Pfarrstelle St. Gallus Kriens
(LU) wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe
Inserat).
Die auf den 1. Juli 2004 vakant werdende Pfarrstelle Bruder Klaus Kriens
(LU) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Interessierte Personen melden sich bitte bis 23. Oktober 2003 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Am 16. Oktober 2003 jährt sich zum 25. Mal der Jahrestag der Erwählung
von Papst Johannes Paul II. Aus diesem Anlass wird am Donnerstag, 16. Oktober
2003, um 19.30 Uhr, Bischof Dr. Kurt Koch zusammen mit der Bistumsleitung
in der Kathedrale St. Urs und Viktor in Solothurn einen Dankgottesdienst
feiern, zu dem alle Gläubigen eingeladen sind.
Priester, die zu konzelebrieren wünschen, sind freundlich eingeladen,
sich bei der Bischöflichen Kanzlei (Tel. 0326255825/41) anzumelden.
Die Pfarreien unseres Bistums bitten wir, am Erwählungstag von Papst
Johannes Paul II. selbst, oder am darauffolgenden Sonntag, in den Eucharistiefeiern,
besonders aber in den Fürbitten, unseres Heiligen Vaters zu gedenken
und dieses Ereignis in Erinnerung zu rufen.
Bei der jährlichen Klausurtagung der Kommission für Kirchliche
Berufe in der Diözese Basel (KKB) zeigte der Innovator Roland Villiger
(Baar) die grossen Chancen auf, welche die kirchlichen Berufe heute haben.
Wir dürfen nicht nur die Probleme sehen wie der zunehmende Mangel bei
allen kirchlichen Berufen, der Rückgang an aktiven Kirchgängern,
das schlechte Image der Kirche und ihrer Vertreter. Bei der heutigen schwierigen
Lage der Konjunktur dürfen die grossen Chancen der kirchlichen Berufe
nicht übersehen werden: ausgezeichnete theoretische Grundlagen, zu
denen Herr Villiger das Pastoralschreiben der Schweizer Bischöfe zur
Förderung von Priesterberufungen (Februar 1998) zählt, das bisher
noch zu wenig beachtet und umgesetzt wurde. Es besteht ein gut ausgebautes
Netz von Pfarreien, die kirchliche Mitarbeiter suchen und auch Geld für
die Entlöhnung bereithalten. Kirchliche Berufe bieten heute ein sehr
interessantes Angebot an «Berufen mit Inhalt». Beim Vergleich
mit anderen Berufen sei in der Kirche ein Jammern wenig angebracht.
Um Jugendlichen beim Suchen eines kirchlichen Berufes und besonders der
eigenen Berufung zu helfen, haben die KKB und IKB seit Jahren ein «Berufslabyrinth»
entwickelt, das für das Bistumsjubiläum vom 31. August 2003 in
Solothurn neu gestaltet und mit viel Erfolg gezeigt wurde. Die Initianten,
der Animator Martin Gadient und der KKB-Präsident Markus Burri, erläuterten
zusammen mit Roland Villiger die gelungene Ausstellung, für die nun
die nötigen Geldmittel wie auch neue Ausstellungsorte gesucht werden
müssen. Dieses Berufslabyrinth wird auch an der nächsten Jugendwallfahrt
(17./18. Oktober 2003) in Einsiedeln zu sehen sein.
Mit Weihbischof Martin Gächter und Robert Knüsel von der IKB besprach
die KKB die Bedenken zum geplanten «Jahr der Priesterberufungen 2005».
Es wurde überlegt, wie Ängste und Widerstände, besonders
bei kirchlichen Mitarbeitern, abgebaut werden können.
Um 250 katechetisch Tätige des Bistums Basel fanden sich am 17.
September 2003 in Luzern und auf dem Pilatus ein zu einem erlebnisreichen,
einmaligen Besinnungstag unter dem Motto «Der Berg soll uns als ÐOrtð
inspirieren, öffnen und bewegen für die Wunder der Schöpfung,
die Weiten und Grössen, die Höhen und Tiefen des Lebens und das
gemeinschaftliche Unterwegs- und Zusammensein als katechetisch Tätige».
Am Morgen des 17. September versammelten sich um die 250 Katechetinnen und
Katecheten des Bistums Basel vor der Jesuitenkirche in Luzern. Der Pilatus
war noch im Nebel verhüllt. Gespannt warteten die Frauen und Männer
auf den gemeinsamen Einzug in die Kirche und auf die Überraschungen
des Tages. Bischof Kurt Koch stand der eindrücklichen Eucharistiefeier
vor. Den Schwerpunkt der Feier bildeten die Meditationen zu den Seligpreisungen
der Bergpredigt Jesu.
«Selig, die arm sind vor Gott...» Bischof Kurt Koch
dazu: «In der Armut wird die schöne Würde des Menschen sichtbar,
nämlich die Unmittelbarkeit zu Gott. Erst wenn der Mensch arm ist,
steht nichts mehr zwischen ihm und Gott.»
«Selig, die Frieden stiften...» «Nur der Mensch,
der innere Befriedung erfährt und im letzten Frieden mit Gott lebt,
kann jene Haltung haben, die auch dem Frieden unter den Menschen, Völkern
und Religionen dient.»
«Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt
werdet...» «Wer es genau wissen will, wen unsere modernen
ÐSeligpreisungenð im Auge haben, braucht sich nur die Mühe
zu nehmen, die alltägliche Werbung im Fernsehen anzuschauen. Seliggepriesen
werden da allemal die Erfolgreichen und Arrivierten, die Welt-Macher also
und nicht die Gott-Sucher.»
Wolfgang Sieber, Hoforganist, gab mit seinen Orgelimprovisationen zu «Selig
seid ihr» (rise up 116) und der musikalischen Vorstellung «Der
Pilatus» der Feier einen speziellen Rahmen.
Nach der Eucharistiefeier führte der Weg, für die eine Gruppe
über Alpnachstad und die andere Gruppe über Kriens, hinauf zum
Pilatus zum Mittagessen und zu einem vielseitigen Impulsprogramm. Ein besonderer
Leckerbissen gab es zum Dessert: Pfarrer Karl Imfeld trug in bestem Obwaldner-Dialekt
die selbst redigierte moderne «Pilatus-Sage» vor und erntete
dafür grossen Applaus. Mit einer Bergvesper in dieser imposanten Kulisse
des Pilatusgipfels unter blauem Himmelszelt endete dieser Begegnungstag.
Zum Abschluss ertönte vom Gipfel ein «Betruf»; alle Anwesenden,
selbst die vielen Touristinnen und Touristen auf dem Berg wurden still und
liessen sich durch diesen urtümlichen und beinahe magischen Segen berühren.
Solche Besinnungstage werden alle drei Jahre durchgeführt, sie ermöglichen
die Begegnung unter den Katechetinnen und Katecheten unseres Bistums, bieten
besinnliche Momente, vielseitige Bereicherung und Inspiration. Dem Organisationskomitee
gebührt ein grosses Dankeschön für dieses beeindruckende
Erlebnis.
Anmeldungen für den Pastoralkurs 2004/2005 bitte bis 15. November 2003 an: Dr. Josef Annen, Regens, Alte Schanfiggerstrasse 7/9, 7000 Chur, Telefon 0812529166 (direkt) oder 081 2522012 (Sekretariat), E-Mail regens@priesterseminar-thc.ch
Das Katholische Pfarramt Liebfrauen, Zürich, hat ab 10. Oktober
2003 eine neue Adresse,Telefon- und Fax-Nr.
Neu: Zehnderweg 9, 8006 Zürich, Telefon 0432447500, Fax 0432447501.
Am 26. März und am 24. September 2003 hat der Priesterrat in neuer
Zusammensetzung getagt, einmal in Chur und einmal in Einsiedeln. Gäste
sind aus dem Rat der Laientheologinnen, Laientheologen und Diakone wie auch
aus dem Kreis der Studierenden eingeladen und damit auch zwei Frauen, und
aus den Orden und Fremdsprachigenmissionen sind Vertreter delegiert.
Aus einem Rückblick auf Pendenzen und einer Gruppendiskussion über
Anliegen entstand eine Liste von Themen, die für die beiden Sitzungen
traktandiert wurden.
Für die Fortbildung der nächsten Jahre wurden das «Wort
der Kirchen zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz»
und der Islam erkoren.
In die Diözesane Fortbildungskommission hat der Rat drei Laientheologen
als Vertreter der drei Bistumsregionen gewählt auch ein Zeichen
für die veränderte Berufslandschaft. Ähnliches spiegelt der
Satz im Papier über die Taufpastoral, dass für Einzelfälle
der Pfarrer auch dem Pastoralassistenten die Taufdelegation erteilen kann.
In der Diskussion gaben hier jedoch vor allem Fragen Gesprächsstoff,
wie mit der Situation der Eltern achtsam umzugehen ist, aber trotzdem die
Taufe über das Niveau eines Geburtsrituals erhoben werden kann. Dass
der ordentliche Taufort der Taufbrunnen und damit die Kirche ist, haben
die meisten Seelsorger gerne zur Kenntnis genommen, da sie immer häufiger
mit Anfragen von Bach- oder Seetaufen konfrontiert werden. Dass der ordentliche
Taufspender eigentlich der Bischof ist und er für Taufkandidaten ab
14 Jahren immer zuständig ist, weil dann auch die Firmung gefeiert
wird, haben jedoch etliche als Neuigkeit erfahren. Und Paten, welche keiner
christlichen Konfession angehören? Das Papier über Taufpastoral
kommt in der nächsten Sitzung zur 3. Lesung...
Kirchenaustritte als Ausdruck verweigerter Solidarität mit der Wohnpfarrei:
Die Kirchensteuer kommt ja der Kirche generell zugute; ein Engagement in
einer anderen Pfarrei ist niemandem verwehrt, der sich in der eigenen Pfarrei
nicht zu Haus fühlt. Doch alle Dienste der Kirche beanspruchen, aber
sie nicht mittragen, ist unfair. Überlegungen pastoraler Art werden
nun in einer kleinen Vorbereitungsgruppe für eine kommende Sitzung
angestellt.
Der Rat hat auch seine Statuten angepasst und sich als nächstes Thema
die Situation der Fremdsprachigenseelsorge, die Frage der Migration vorgenommen.
Die freundschaftliche und sogar vergnügte Atmosphäre geben Vorfreude
für nächste Sitzungen.
Zum Generalvikar des Bistums St. Gallen und damit zum Nachfolger des
am 24. Juni tödlich verunglückten Anton Thaler hat Bischof Ivo
Fürer den 53-jährigen Pallottinerpater Josef Rosenast ernannt.
Josef Rosenast, der zuvor schon ins Personalamt des Bistums St. Gallen berufen
worden war, wird nun seine Arbeitskraft ab 1. Januar 2004 ganz dem Bistum
zur Verfügung stellen. Ursprünglich war vorgesehen, dass er ab
1. November neu zu 50 Prozent im Personalamt und die anderen 50 Prozent
weiterhin als Pfarrer im Seelsorgeverband Niederhelfenschwil-Lenggenwil
arbeiten wird. Nach der Ernennung zum Generalvikar müssen nun die beiden
Pfarreien zu 100 Prozent auf ihn verzichten; anstelle der Pfarreiarbeit
wird die Bistumsarbeit treten. Die Pallottinergemeinschaft hat P. Josef
Rosenast für seine Arbeit im Personalamt wie auch für das Amt
des Generalvikars freigegeben.
Josef Rosenast ist noch immer stark mit seiner appenzellischen Heimat verbunden.
Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1975 leitete er von 1975 bis 1980 das
Gymnasium St. Klemens in Ebikon (LU), und nach einer entsprechenden Weiterbildung
war er Heimerzieher und Heimleiter im Schülerheim Thurhof. In Zürich
und Wädenswil arbeitete er von 1984 bis 1988 in der Pfarrei- und Gefangenenseelsorge.
Von 1988 bis 1990 war er Hausrektor bei der Pallottinergemeinschaft in Gossau
und von 1990 bis 1996 Provinzial (Vorsteher) der Pallottiner in der Schweiz.
Dazu kam ab 1991 die Verantwortung als Pfarrer für die Pfarreien Niederhelfenschwil
und Lenggenwil und ab 1996 noch jene eines Dekans im Dekanat Gossau. Der
Grund für die Entlastung von der Aufgabe als Korps-Feldprediger im
FAK 4 liegt in der Armeereform und nicht in der Wahl in die Bistumsleitung.
Bischof Ivo Fürer hat dem Gesuch von Kaplan Andrzej Kaczor (Jg. 64) um Inkardination in das Bistum St. Gallen entsprochen. Andrzej Kaczor ist 1988 in der Diözese Lublin in Polen zum Priester geweiht worden, hat während fünf Jahren in einer Pfarrei als Vikar gearbeitet und ist dann in die Schweiz gekommen. Von 1993 bis 1996 machte er an der Universität in Freiburg ein Weiterstudium in Fundamentaltheologie. Da es ihn wieder in die praktische Seelsorge zog, bewarb er sich um die Kaplanenstelle in der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Jona, wo er seit 1996 tätig ist. Er hat sich gut in die St. Galler Kirchenverhältnisse eingelebt und kann diese auch mitvollziehen.
Der Festgottesdienst mit Bischof Ivo am Gallustag, am Donnerstag, 16.
Oktober, findet um 10 Uhr in der Kathedrale statt. Festprediger ist Johann
Weber von Graz, der viele Jahre Bischof in der steirischen Landeshauptstadt
war und heute im «Ruhestand» eine Grazer Pfarrei betreut. Er
kennt Bischof Ivo aus der Zeit, als dieser Leiter des seit 29 Jahren in
St. Gallen ansässigen Sekretariates des Rates der Europäischen
Bischofskonferenzen war.
Der Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Hans Eberhard singt die
Messe Es-Dur op.80 von J. N. Hummel und die Gallus-Sequenz von Notker Balbulus,
begleitet von Musikern des Sinfonieorchesters St. Gallen. Solisten sind
Kimberly Brockman (Sopran), Deborah Imholz (Alt), Stefan A. Rankl (Tenor)
und Rodolfo Mertens (Bass). In der Pontifikalvesper um 17.30 Uhr singt die
Männer- und Frauen-Choralschola Teile der durch David Hiley, Regensburg,
rekonstruierten Gallus-Vesper.