39/2003 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die auf den 1. August 2004 vakant werdende Pfarrstelle Littau (LU) wird
für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur
Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Interessierte Personen melden sich bitte bis 23. Oktober 2003 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Montag 29. September 2003/Vorabend
19.30 Uhr: Vortrag im Pfarrsaal in deutscher Sprache von Dr. Cesare Zucconi,
Gemeinschaft Sant'Egidio, Rom, «Die Friedensarbeit von Sant'Egidio»
und über das Buch «Salz der Erde», Glaubenszeugnis und
Christenverfolgung im 20. Jahrhundert.
Dienstag, 30. September 2003
10.00 Uhr: Festgottesdienst mit Diözesanbischof Msgr. Dr. Kurt Koch.
Die Predigt hält Dr. Cesare Zucconi von der Gemeinschaft Sant'Egidio,
Rom; anschliessend Apéro auf der St.-Ursen-Terrasse.
15.00 Uhr: Vesper mit Reliquienverehrung hl. Urs und Viktor in der St.-Ursen-Kathedrale.
Alle Gläubigen sind ganz herzlich zu diesem Fest in der St.-Ursen-Kathedrale
Solothurn eingeladen.
Priester, die konzelebrieren möchten, bringen Albe und rote Stola mit.
Für das Dompfarramt St. Ursen: Stadtpfarrer Paul
Rutz
Für das Bischöfliche Ordinariat: P. Dr. Roland-Bernhard Trauffer,
Generalvikar
Diözesanbischof Amédée Grab ernannte:
Luigi Fortunatus Bravin, alt Pfarrer, Kirchberg
Nach einem langen Priesterleben ist am 15. September in der Residenz Rosenau
in Kirchberg alt Pfarrer Luigi Fortunatus Bravin gestorben. Auf dem Friedhof
in Wil ist er am 18. September beerdigt worden.
Der am 18. Mai 1912 in Flawil geborene Luigi Bravin hat im Kollegium in
Sarnen die Matura gemacht und anschliessend Theologie in Freiburg studiert.
Nach der Priesterweihe im Jahre 1940 besuchte er den Lehramtskurs in St.
Gallen und liess sich zum Realschullehrer ausbilden. Nach Kaplanenstellen
in St. Otmar-St. Gallen, Uznach und Bernhardzell, wo er als fortschrittlicher
Jugendseelsorger sehr geschätzt war, wurde er am 24. Dezember 1950
in Heiden als Pfarrer installiert. Ab Frühling 1959 war er als Religionslehrer
an der Kantonsschule St. Gallen und von 1968 bis 1970 an der Katholischen
Mädchensekundarschule tätig. Mit den kirchlichen Neuerungen nach
dem II. Vatikanischen Konzil bekundete er enorm Mühe; er sympathisierte
daher stark mit der Katholischen Volksbewegung Pro Ecclesia und mit der
Priesterbruderschaft St. Pius X. des ehemaligen Bischofs Lefebvre. Bevor
er sich 1983 in sein Elternhaus in Flawil zurückzog, lebte er einige
Jahre im Kurhaus Marienburg in St. Pelagiberg. Aus gesundheitlichen Gründen
musste er vor einem Jahr seinen Wohnsitz in die Residenz Rosenau in Kirchberg
verlegen.
Nachdem Dekan Louis-Ernest Fellay bei Bischof Norbert Brunner seine Demission
als Dekan eingereicht hat, ernannte Bischof Norbert Brunner nach einer Umfrage
bei den Priestern im Dekanat Martinach Chorherrn und Pfarrer Cyrill Rieder
zum neuen Dekan für das Dekanat Martinach.
Im Dekanat Aigle war ebenfalls eine Neuwahl des Dekans notwendig geworden,
da Dekan Dominique Gross eine neue Pfarrei ausserhalb des Dekanates Aigle
übernommen hat. Nach einer Umfrage bei den Priestern im Dekanat Aigle
hat Bischof Norbert Brunner Pfarrer Pierre Dubois, Pfarrer in solidum für
die Pfarreien Aigle, Roche, Ollon, Leysin-Les Ormonts, zum neuen Dekan für
das Dekanat Aigle ernannt.
Im Rahmen des «Jahres der Bibel» hat Bischof Norbert Brunner
vor der diesjährigen Kathedralweihe erneut ein Gebetstriduum in der
Basilika Unserer Lieben Frau von Valeria ausgerufen. Das Triduum beginnt
am Freitag, 10. Oktober 2003, um 18.00 Uhr mit einer Eucharistiefeier. Pfarreien,
Gemeinschaften, Vereine, Gebetsgruppen und Gruppierungen übernehmen
stundenweise eine Gebetsfeier bis 24.00 Uhr, am Samstag von 8.00 bis 24.00
Uhr. Ziel des Triduums ist einerseits, die Bibelarbeit im Bistum mit Gebet
zu unterstützen, und anderseits für geistliche Berufe zu beten,
die die Frohe Botschaft der Bibel den Gläubigen nahe bringen.
Das Triduum schliesst am Sonntag mit dem Festgottesdienst zur Kathedralweihe
in Sitten mit Bischof Norbert Brunner.
Bei diesem Festgottesdienst werden auch sieben Priesterjubilare gefeiert,
von denen zwei aus dem deutschsprachigen Teil des Bistums kommen. Sie feiern
ihr 50- und 60-jähriges Priesterjubiläum.
Alle Priester, Diakone, kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie
alle Gläubigen sind herzlich eingeladen, am Gebetstriduum und am Festgottesdienst
in der Kathedrale teilzunehmen.
Ende August 2003 zog Bischof Norbert Brunner mit seinem Rat die jährliche Bilanz über das Pastoraljahr 20022003. Drei grosse Schwerpunkte prägten dieses Pastoraljahr: Das «Jahr der Bibel 2003», Schwerpunkt im Oberwallis, das «forum '4'5'6», Schwerpunkt im französischsprachigen Teil, und die Umstrukturierung der Pastoralbesuche, welche 2004 in Kraft treten wird. Für die Pastoralarbeit im kommenden Jahr wird ein Pastoralschreiben von Bischof Norbert Brunner Thema sein: «Christus begegnen in heutiger Zeit. Wo stehen wir? Wohin gehen wir?» Überlegungen zur pastoralen Situation im Bistum Sitten, nachdem er in allen Pfarreien des Bistums den Pastoralbesuch gemacht hat.
Das «Jahr der Bibel 2003» hat in unserem Bistum bis in die
Pfarreien hinein ein grosses und fruchtbares Echo gefunden. Besonders im
Oberwallis stand die Bibelarbeit für viele Gläubige im Vordergrund.
Sie haben sich auf vielfältige Weise mit dem Buch der Bücher auseinander
gesetzt. Auch die Lesung des Markus-Evangeliums mit Beat Albrecht oder die
Kunstausstellung mit 26 Kunstschaffenden aus dem Oberwallis, die zurzeit
im Bildungshaus St. Jodern läuft, haben grosses Interesse gefunden
und eine intensive Beschäftigung mit der Bibel zur Folge gehabt.
Für das «forum '4'5'6» laufen die Vorbereitungen im französischsprachigen
Teil auf Hochtouren. Am 7. November 2003 findet anlässlich des Seelsorgerats-Kongresses
im Unterwallis die Eröffnung des Vorbereitungsjahres statt. Während
diesem Jahr sollen die Gläubigen auf diesen Prozess sensibilisiert
und über die Themen informiert werden, mit denen sie sich im französischsprachigen
Teil des Bistums bis zum Juni 2007 beschäftigen werden.
Eine neue Form der Pastoralbesuche wird Bischof Norbert Brunner ab Herbst
2004 durchführen. Dabei sollen die Firmungen von den Pastoralbesuchen
getrennt werden, damit sie noch mehr zu einem wirklichen pastoralen Besuch
in der Pfarrei werden können. Vorgesehen ist dabei, dass der Bischof
während einem Wochenende in der Pfarrei ist und das Pfarreileben miterleben
kann. Er hofft, mit dieser neuen Form noch mehr mit den Gläubigen ins
Gespräch zu kommen, um mit ihnen die Fragen, Erfahrungen und Sorgen
teilen zu können.
Im kommenden Jahr wird ein Pastoralschreiben von Bischof Norbert Brunner Schwerpunkt der pastoralen Arbeit sein. Nach acht Jahren im Bischofsamt zieht der Bischof Bilanz über die gemachten Erfahrungen und spricht Fragen an, die in den kommenden Jahren diskutiert werden müssen und einer Antwort bedürfen. Die Vorbereitungsarbeiten in den Pastoralkommissionen der beiden Sprachregionen des Bistums sind im Gange. Aus diesem Grund hat die Fortbildungskommission für den Diözesanen Pastoral-theologischen Fortbildungskurs vom 15.18. März 2004 die Liturgie als Thema vorgesehen: «Der Liturgie eine Seele geben».
Weitere Themen beim Rück- und Ausblick der Bilanztage waren Personalfragen,
die Seelsorge in den Regionen, der schulische Religionsunterricht, die Pfarreikatechese,
die Familien- und Berufeseelsorge, Kontakte mit den Kommissionen sowie das
gelungene Ministrantentreffen vom vergangenen Mai.
Seit einigen Jahren beschäftigten sich der Bischof und seine engsten
Mitarbeiter auch mit der Frage eines Informationsbeauftragten für unser
Bistum. Da auch nach grossen Bemühungen eine Besetzung dieser Stelle
aus finanziellen und personellen Gründen nicht möglich ist, muss
dieses Anliegen mit Bedauern für die kommenden Jahre zurückgestellt
werden.