25/2003

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Dekret zur Bestellung eines Ehebandverteidigers

Gestützt auf CIC cc. 1435, 1436 § 2 sowie can. 1439 § 3 bestelle ich hiermit Herrn Niklaus Herzog, lic. theol. et lic. iur. utr., geboren am 13. April 1951, wohnhaft in 8123 Ebmatingen (ZH), Süessblätz 1002, zum Ehebandverteidiger für das Interdiözesane Schweizerische kirchliche Gericht.

1700 Freiburg, den 16. Mai 2003

+ Amédée Grab
Moderator des Interdiözesanen
Schweizerischen kirchlichen Gerichts


Mediencommuniqué der 260. Ordentlichen Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in der Benediktinerabtei Einsiedeln vom 2. bis 4. Juni 2003

Vom 2. bis 4. Juni 2003 hat die 260. Ordentliche Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in Einsiedeln (Benediktinerabtei) getagt. Folgende Hauptthemen wurden dabei behandelt:

Nationales Jugendtreffen 2004: Kollekte

Die Vorbereitungsarbeiten für das nationale Jugendtreffen, das am 5. und 6. Juni 2004 in Bern stattfinden wird, kommen gut voran; sie werden Anfang September der Öffentlichkeit unterbreitet. Papst Johannes Paul II. hat bereits eine grundsätzlich positive Antwort auf die Einladung der Schweizer Bischöfe gegeben und sollte am Sonntag, 6. Juni, in Bern anwesend sein.
Um dieses grosse Ereignis zu finanzieren, hat die SBK beschlossen, am Sonntag, 8. Februar 2004, eine nationale Kollekte zu organisieren. Die Organisatoren haben zudem ein Postscheckkonto eröffnet. All jene, die dieses nationale Jugendtreffen unterstützen möchten und mithelfen wollen, die Kosten zu decken, können einen Beitrag überweisen an: «Rencontre des jeunes catholiques», CCP 17-267188-9. Im Voraus herzlichen Dank!

Kreuz des Weltjugendtages in der Schweiz

Mit Freude haben die Bischöfe vernommen, dass die Schweiz das Kreuz des Weltjugendtages (WJT) vom 20. Dezember 2003 bis 8. Januar 2004 entgegennehmen kann. Dieses Kreuz, welches seit dem Weltjugendtreffen 2002 in Toronto in kanadischen Händen war, wurde am Palmsonntag in Rom den deutschen Jugendlichen übergeben. Der nächste internationale Weltjugendtag wird im Jahre 2005 in Köln stattfinden. Bis dahin macht das Kreuz einen Pilgerweg durch die verschiedenen Nachbarländer Deutschlands und verweilt anschliessend in allen deutschen Diözesen. Seit dem Marianischen Jahr hat Papst Johannes Paul II. dem Kreuz eine Marienikone hinzugefügt.
Die SBK hat beschlossen, die Organisation der Durchreise des Kreuzes und der Ikone in der Schweiz dem nationalen Komitee des WJTs zu übergeben. Diese zwei Symbole des WJTs sollten in den verschiedenen Diözesen unseres Landes zirkulieren.

2005 ­ Jahr der Priesterberufungen

Die SBK hat beschlossen, das Jahr 2005 in der Schweiz zum Jahr der Priesterberufungen zu erklären. Im Leben der Kirche spielt der Priester eine unersetzliche Rolle. «Die Kirche lebt von der Eucharistie», betonte Papst Johannes Paul II. in seiner neuesten Enzyklika. Intensives Gebet und verschiedene Anstrengungen zur Förderung der Priesterberufungen sind Antworten auf die starke Aussage des Papstes.
Während sich die Zahl der Priesteramtskandidaten weltweit in den letzten 25 Jahren verdoppelt hat, ist diejenige der Priester in den westlichen Ländern jedoch am Sinken. In unserem Umfeld ist es deshalb äusserst wichtig, an die Schönheit der Berufung des Priesters und an jene Freude zu erinnern, welche diese Berufung charakterisiert.

Konferenz der katholischen Hochschulseelsorger der Schweiz

Die Konferenz der katholischen Hochschulseelsorger der Schweiz wurde im Jahre 2001 gegründet. Sie schliesst alle Seelsorger ein, die an einer Schweizer Hochschule arbeiten, begünstigt den gegenseitigen Erfahrungsaustausch, dient als Plattform für die Zusammenarbeit und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder nach aussen. Die Schweizer Bischöfe haben Diakon Thomas Reschke (St. Gallen), Präsident der genannten Konferenz, empfangen. Dabei fand ein Austausch zur Situation der verschiedenen Seelsorgestellen statt. Die Bischöfe versichern den Seelsorgern ihre Unterstützung und ermutigen sie für ihr wichtiges Engagement.
Verschiedene Schweizer Akademiker werden am Kongress zum Thema «Kirche und Universität» teilnehmen, der durch den Rat der Europäischen Bischofskonferenz (CCEE) im Juli dieses Jahres in Rom veranstaltet wird.

Überarbeitete Statuten für die Medienkommission der SBK

Die Bischöfe haben die revidierten Statuten der Medienkommission der SBK verabschiedet. Diese wurden im Sinne des «Pastoralplanes für Kommunikation und Medien der Katholischen Kirche in der Schweiz» überarbeitet, den die SBK im Jahre 1999 genehmigt hatte. Die Änderungen zielen auf eine bessere Repräsentativität und auf eine grössere Schlagkraft der Kommission. Auf der neuen Internetseite der Kommission sind die Statuten seit dieser Woche unter folgender Adresse einsehbar: www.kath.ch/mk

Ernennungen

Die Bischöfe haben Frau Anne Durrer (Bern), französischsprachige Sekretärin von Justitia und Pax, Herrn François-Xavier Putallaz (Sitten [VS]), assoziierter Professor in Philosophie an der Universität Freiburg, und Herrn André-Marie Jerumanis (Carona [TI]), Arzt und assoziierter Professor in Moraltheologie an der Theologischen Fakultät Lugano, zu Mitgliedern der Arbeitsgruppe Bioethik der SBK gewählt. Die Arbeitsgruppe Bioethik, gegründet vor eineinhalb Jahren, hat bereits ein Dokument über den «Status der Embryonen» veröffentlicht; dieses wurde den Parlamentariern des Nationalrates anlässlich ihrer Diskussion zum Thema unterbreitet.
Sie haben das Mandat von Pater Adelrich Staub (Uznach) und Herrn Danilo de Simone (Freiburg) als Delegierte der SBK im Stiftungsforum des Fastenopfers erneuert. Das Stiftungsforum setzt sich aus Vertretern der priesterlichen und pastoralen Räte der Diözesen, aus Delegierten kirchlicher Orden und Kongregationen, missionarisch tätiger Institutionen wie auch aus verschiedenen kirchlichen Organisationen und Gruppen zusammen.
Sie haben Pater Roland B. Trauffer OP als Ersatz von Bischofsvikar Markus Büchel, St. Gallen, zum Vertreter der SBK in die Gemischte Expertenkommission des Fastenopfers/Römisch-katholische Zentralkonferenz ernannt. Diese Kommission hat zum Ziel, die durch die Mitfinanzierung gewährten Subventionen an die verschiedenen Institutionen der katholischen Kirche in der Schweiz zu verteilen.

In Kürze

Die SBK hat den freundschaftlichen Besuch des Apostolischen Nuntius der Schweiz, Mgr. Pier Giacomo De Nicolò, erhalten und seine Botschaft entgegengenommen. Der Nuntius wurde von seinem Ersten Sekretär, Mgr. Paul Russell, begleitet.
Mgr. Giuseppe Torti, Bischof von Lugano, richtete ein Grusswort an die SBK und dankte ihr für die vergangenen Jahre in diesem Kollegium. Die Bischöfe äusserten ihrerseits ihm gegenüber ihre Dankbarkeit für seine bischöflichen Dienste, welche im Tessin und in der Schweizer Kirche zahlreiche Früchte getragen haben. Johannes Paul II. hat vor einigen Monaten den Rücktritt von Mgr. Torti aus Altersgründen akzeptiert und ihn gebeten, im Amt zu bleiben, bis sein Nachfolger ernannt sein wird. Die Ernennung sollte in den kommenden Monaten ausgesprochen werden.
Die SBK haben Mgr. Peter Henrici und Mgr. Paul Vollmar anlässlich des zehnten Jahrestages ihrer Bischofsweihe gratuliert.
Die Bischöfe haben die Tätigkeitsberichte der verschiedenen Kommissionen der SBK des Jahres 2002 zur Kenntnis genommen. Sie möchten damit ihre grosse Dankbarkeit gegenüber allen Personen bekräftigen, die in diesen wichtigen Gremien von Spezialisten für die SBK arbeiten.
Zum ersten Mal hat die durch den neuen Vertrag vorgesehene jährliche Begegnung zwischen dem Fastenopfer und der SBK im Anschluss an die Arbeiten der Ordentlichen Versammlung stattgefunden.

Freiburg, 5. Juni 2003


Bistum Basel

 

Ernennungen


Info-Tag für Pfarreisekretärinnen und -sekretäre

Der Info-Tag vom 8. September 2002 mit dem Titel «Beruflich fit» im Pfarreizentrum Hünenberg (ZG) soll feststellen helfen, was wir vorkehren können, um die Arbeitsmarktfähigkeit (Standortbestimmung, Weiterbildung, Stellenbewerbung) zu erhalten. Anmeldungen an Franziska Baumann, Römisch-katholisches Pfarramt, Tramstrasse 55, 4132 Muttenz, Telefon 0614659020, Fax 0614659021.

Verein der Pfarreisekretärinnen des Bistums Basel


Erwachsenenfirmung

Am Freitag, 14. November 2003, wird Diözesanbischof Msgr. Dr. Kurt Koch um 18.00 Uhr in der St. Johannes-Kapelle des Bischöflichen Ordinariates, Baselstrasse 58, Solothurn, das Sakrament der hl. Firmung spenden. Interessierte Personen können sich beim Wohnortspfarramt für die Vorbereitung melden. Voraussetzung zum Empfang der hl. Firmung sind:

Die schriftlichen Anmeldungen mit den Unterlagen sind vom Pfarramt an die Bischöfliche Kanzlei weiterzuleiten.

Bischöfliche Kanzlei
Hans Stauffer
, Sekretär


Immanuel ­ Gott ist mit uns

Feier der Institutio

Vier Frauen und Männer sagten am Sonntag, 15. Juni 2003, in der St.-Ursen-Kathedrale, Solothurn, Ja zum Dienst als Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten im kirchlichen Dienst.
Grosse Freude erfüllte die vier Kandidatinnen und Kandidaten, ihre Angehörigen und ihre Freunde, denn die Feier der Institutio bedeutet die Sendung in den kirchlichen Dienst. Der Feier stand Weihbischof Martin Gächter vor; sie wurde mitgestaltet durch die Singknaben der St.-Ursen-Kathedrale und von einer grossen Gemeinde mitgefeiert. Die vier neuen Pastoralassistentinnen und -assistenten sind: Antonie Aebersold-Stängl, Jürgen Bucher, Dominika Notter und Matthias Vomstein.
In seiner Predigt dankte Weihbischof Martin Gächter den zwei Frauen und zwei Männern, dass sie sich mit der Institutio in den ständigen Dienst der Kirche stellen. Dieses Ja falle heutzutage nicht leicht für eine Aufgabe in der Kirche. Er verschwieg damit nicht die Schwierigkeiten, denen sie heute, wie alle kirchlichen Amtsträger begegneten. Doch sie dürften allen Menschen die Gute Nachricht des Evangeliums überbringen und bezeugen: Gott liebt jeden Menschen, mag er noch so klein sein oder sich als Versager vorkommen, Gott gibt jedem eine Chance. Christsein bedeute Freundschaft mit Gott, nicht Knechtschaft. Dies dürfen auch die neu eingesetzten Seelsorgenden allen Menschen weitersagen und bezeugen.


Ausschreibungen

Für die neu umschriebene Pfarrstelle St. Clara-St. Michael (BS) wird die Pfarrerstelle von St. Clara zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Inskünftig arbeiten der Pfarrer von St. Clara und die bisherige Gemeindeleitung von St. Michael eng zusammen.
Die auf den 15. August 2003 vakant werdende Pfarrstelle Arlesheim (BL) wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Interessierte Personen melden sich bitte bis 4. Juli 2003 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


125 Jahre Seminar St. Beat in Luzern

Ein bedeutendes Jubiläum im Bistum Basel

1878 gründete der damalige Bischof des Bistums Basel, Eugène Lachat, das Priesterseminar in Luzern, unweit des heutigen Gebäudes an der Adligenswilerstrasse. Im kommenden Herbst wird das Seminar sein 125-jähriges Bestehen feiern. Dies wird Anlass bieten, die Aufgabe des Seminars in Gegenwart und Zukunft und seine Bedeutung für die Ausbildung von Seelsorgerinnen und Seelsorgern im Bistum Basel darzustellen. Die Jubiläumsaktivitäten werden vor allem Gelegenheit zur Begegnung schaffen, um die vielen Fragen nach den Anforderungen an den seelsorgerlichen Dienst heute und dessen Chancen zu beantworten. In der Zeit von Oktober bis April des kommenden Jahres werden mehrere Veranstaltungen durchgeführt. Dazu gehören Tage der offenen Tür, Ausstellungen im Hause, Gelegenheiten zum Besuch durch Gruppen und eine besondere Jubiläumsfeier mit Bischof Kurt Koch am 28. März 2004.

Gesucht: alte Fotos

Wer besitzt Fotos zum Seminar St. Beat in Luzern? Zu den Gebäulichkeiten, zu Anlässen, Feiern und Festlichkeiten, Fotos einzelner Professoren oder ganzer Kurse?
Das Organisationskomitee für das Jubiläum «125 Jahre Seminar St. Beat» sucht solche Bilder, denn im kommenden Winter wird zum Jubiläum auch eine historische Schrift herausgegeben, verfasst von Dr. Alois Steiner (Meggen). Das Werk soll gut illustriert werden.
Daher die Bitte der Herausgeber an alles Leserinnen und Leser, in den nächsten Tagen und Wochen im Archiv der Pfarrei und in den eigenen Fotoalben Nachschau zu halten und entsprechende Bilder ­ egal welcher Art! ­ an folgende Adresse zu senden: Alois Hartmann, Postfach 3119, 6002 Luzern.
Selbstverständlich wird sämtliches Material sorgfältig behandelt und nach Verwendung wieder restlos zurückgegeben. Für alle Mühe herzlichen Dank!


Bistum Chur

 

Ernennungen

Diözesanbischof Amédée Grab ernannte:


Missio canonica

Diözesanbischof Amédée Grab erteilte die Missio canonica:


Bussritus nach Schändung einer Kirche

Da Schändungen von Kirchen zum grossen Bedauern immer wieder vorkommen, macht die Bischöfliche Kanzlei auf das Folgende aufmerksam:
Der CIC hält unter Can. 1211 fest: «Heilige Orte werden geschändet durch dort geschehene, schwer verletzende, mit Ärgernis für die Gläubigen verbundene Handlungen, die nach dem Urteil des Ortsordinarius so schwer und der Heiligkeit des Ortes entgegen sind, dass es nicht mehr erlaubt ist, an ihnen Gottesdienst zu halten, bis die Schändung durch einen Bussritus nach Massgabe der liturgischen Bücher behoben ist».
Eine Schändung muss daher dem Ortsordinarius gemeldet werden. Er wird alsdann über die Art des Bussritus entscheiden, gemäss der Beschreibung im Zeremoniale für die Bischöfe, Trier 1998, Nrn. 1090­1107.

Bischöfliche Kanzlei


Im Herrn verschieden

Dr. phil. Dominik Schmidig, emeritierter Professor
Der Verstorbene wurde am 27. März 1936 in Schwyz geboren und am 7. Oktober 1962 in Rom zum Priester geweiht. Nach Abschluss seiner Studien in Rom mit dem Doktorat in Philosophie war er von 1965­1966 als Vikar in Wald (ZH) tätig. Von 1966­1972 wirkte er als Philosophieprofessor am Priesterseminar St. Luzi in Chur und von 1972­1998 an der Theologischen Hochschule in Luzern. Die wenigen Jahre seines Ruhestandes verbrachte er weiterhin in Luzern. Nach mehrwöchigem Spitalaufenthalt und nach nur knapp zwei Wochen im Pflegeheim Frohsinn in Oberarth verstarb er dort am 6. Juni 2003 und wurde am 11. Juni 2003 in Schwyz begraben.


Bistum St. Gallen

 

Wil: Priorinnenwahl

Die Gemeinschaft des Dominikanerinnenklosters St. Katharina in Wil hat am 27. Mai mit Simone Hofer eine neue Priorin gewählt. Die 40-jährige, in Pratteln (BL) geborene Schwester ist 1985 in die Gemeinschaft von St. Kathrina eingetreten und hat fünf Jahre später ihre Gelübde auf Lebenszeit abgelegt. Sie ist gelernte hauswirtschaftliche Betriebsleiterin.
Schwester Simone Hofer löst Schwester M. Dominica Jakober ab, welche den Konvent während 21 Jahren geführt hat und sieben Mal für eine dreijährige Amtszeit gewählt worden war.


Diözesaner Seelsorgerat: Vor den Wahlen in kirchliche Gremien

Die Mitglieder des diözesanen Seelsorgerates setzten sich an ihrer von Franz Hediger, Bronschhofen, präsidierten Sitzung vom 24. Mai im Pfarreiheim Au intensiv mit der Frage auseinander, wie Männer und Frauen aus allen Altersschichten für ein Engagement in einem kirchlichen Gremium angegangen und auch gewonnen werden können.
Im September dieses Jahres finden Wahlen statt. Das Katholische Kollegium, die Kirchenverwaltungsräte und die Pfarreiräte werden für eine vierjährige Amtszeit neu bestellt. Auch im Seelsorgerat müssen nächstes Jahr jene ersetzt werden, die bereits zwei Amtsdauern von vier Jahren dabei sind.

Wie Kandidaten und Kandidatinnen suchen?

Denkanstösse für die Arbeit in Gruppen gaben die Büromitglieder Alex Hautle und Berti Truniger. Der Pfarreibeauftragte Hanspeter Wagner zeigte an einem Fallbeispiel auf, was herauskommt, wenn ohne gegenseitige Absprache die gleiche Person von verschiedenen Leuten für verschiedene Gremien «bearbeitet» wird. Im Plenum kam dann klar zum Ausdruck, dass nur jene Männer und Frauen neue Mitglieder gewinnen können, die persönlich überzeugt sind vom Nutzen ihrer Arbeit und ihrer Präsenz in einem der Räte. Betont wurde, dass ehrlich informiert werden muss über die Aufgabe, über die zeitliche Belastung, über die Anforderungen an das Amt, auch über Kompetenzen und Problemfelder. Als Voraussetzungen wurden daher neben Verbundenheit mit der Kirche, neben einer Offenheit für die verschiedenen Gruppierungen in der Kirche auch Team- und Konfliktfähigkeit genannt.
Bildungsleiter Stephan Brunner war es wichtig zu hören, auf welche Bedürfnisse im Rahmen von Aus- und Weiterbildung eingegangen werden muss. Er will die neuen Ratsmitglieder in ihre Aufgaben einführen, sie aber auch während der Amtsdauer begleiten und unterstützen, damit sie fähig sind und werden, ihre Aufgabe kompetent und gern zu machen.

Zusammenarbeit von kirchlichen Gremien und Seelsorgeteam

Das Suchen und Motivieren von neuen Mitgliedern war das eine, die Zusammenarbeit von verschiedenen Räten das zweite, gruppenweise diskutierte Thema. Wie gehen Kirchenverwaltungsrat und Pfarreirat, wie Seelsorgeteam und Pfarreirat und wie Kirchenverwaltungsrat und Seelsorgeteam miteinander um? Ein Grundanliegen ist hier, dass die Stellung und Aufgabe der einzelnen Personen wie auch der Räte als Ganzes klar definiert sind, dass Zuständigkeiten und Verantwortung geklärt sind, dass die Gremien untereinander gut kommunizieren und informieren, dass sie sich gegenseitig respektieren, dass bei Personal- und anderen wichtigen Entscheiden in der Pfarrei alle Gremien miteinbezogen werden, und zwar von Anfang an. Konflikte müssen aufgearbeitet werden, wenn nötig mit Hilfe von aussen.
Ursache nicht weniger Spannungen und Konflikte sind die unterschiedlichen und sich teilweise überlagernden Strukturen in der Kirche und der Umgang damit. Bischof Ivo Fürer legte den Finger auf diesen wunden Punkt. Die Kirchgemeinden und damit die Kirchenverwaltungsräte funktionieren nach demokratischen Prinzipien (staatskirchenrechtliche Strukturen), die Pfarreiräte und das Seelsorgeteam gehören einer hierarchischen Ordnung an. Bischof Ivo wies auch darauf hin, dass eine Arbeit in einem kirchlichen Gremium nicht einfach mit einem politischen Amt verglichen werden könne. Wer sich in der Kirche engagiere, baue mit am Reich Gottes, und wer sich wieder bewusst werde, im Reich Gottes tätig zu sein, dem würden auch die eigenen Grenzen wieder bewusster. Es falle ihm zudem leichter, sie zu akzeptieren.
Bischof Ivo ermunterte dazu, das Projekt Seelsorgeeinheiten gerade auch bei der Bestellung der neuen Räte nicht aus den Augen zu verlieren.

Informationen

Die aufgrund der Beschäftigung des Seelsorgerates mit dem Thema Werte entstandene Arbeitshilfe «Vom Wert der Werte in Familie und Partnerschaft» ist gefragt. Das Lob von Agnell Rickenmann, Generalsekretär der Bischofskonferenz, freute. Martin Bieder berichtete über die Arbeit in der überdiözesanen Vereinigung von Seelsorgeräten. Er wird zusammen mit der Präsidentin des Luzerner Seelsorgerates die Schweizerischen Bischofskonferenz am Ökumenischen Kirchentag in Berlin vertreten. Von seiner ersten Sitzung im Stiftungsforum des Fastenopfers informierte André Meier. Gut die Hälfte aller Pfarreien gehören heute dem PfarreiForum an; Redaktorin Evelyn Graf bat die Ratsmitglieder, sich in der andern Hälfte für einen Beitritt einzusetzen. Bischofsvikar Markus Büchel berichtete aus der Arbeit von Priesterrat/Rat der hauptamtlichen Laienseelsorger/Laienseelsorgerinnen und der Pastoralplanungskommission.

Lebendige Pfarrei

Albert Raimann, seit 1982 Pfarrer in Au, hatte zu Beginn der Sitzung die Gastgeberpfarrei und die 1925 eingeweihte, 1980 aussen und 1986 innen renovierte Pfarrkirche vorgestellt. Mit ihm nahmen als Gäste Pastoralassistent Klaus Herther sowie Helen Schmied, Luzia Aschwanden und Verena Bleisch als Vertreterinnen von Kirchenverwaltung, Pfarreirat und Pfarreisekretariat an der Sitzung teil. Rosmarie Früh

Informationsbeauftragte


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