20/2003 | |
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Amtlicher Teil |
Mit Dekret vom 4. Mai 2003 hat der Bischof von Basel, Msgr. Dr. Kurt Koch, Kaplan Andrzej Chmielak, geboren am 27. Juni 1962, am 20. Mai 1989 in Loqiz/Polen zum Priester geweiht, wohnhaft in Untersiggenthal, Dorfstrasse 98, durch die Inkardination ins Bistum Basel in den Diözesanklerus aufgenommen. Kaplan Andrzej Chmielak ist als Kaplan seit November 1999 im Seelsorgeverband Kirchdorf-Nussbaumen-Untersiggenthal tätig.
Markus Gurtner als Pfarrer für die Pfarrei Ettiswil (LU) im Seelsorgeverband Ettiswil-Gettnau per 11. Mai 2003.
Die auf den Bettag 2004 vakant werdende Pfarrstelle Sempach (LU) wird
für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur
Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Interessierte Personen melden sich bitte bis 6. Juni 2003 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Am 29. April fand im Bischöflichen Ordinariat eine Begegnung mit
Delegierten der staatskirchenrechtlichen Exekutiven des Bistums Basel und
den Koordinatoren/Administratoren für das Projekt Grossräumige
Regionalisierung statt.
Inhalte dieser Begegnung waren eine ausführliche Information über
die Umsetzung des Projektes, das Vorstellen des verabschiedeten Statuts
und gleichzeitig der Auftakt zur Vernehmlassung zum Grundlagendokument «Das
Zusammenwirken mit den staatskirchenrechtlichen Organen».
Die für die Übergangsphase (bis Mitte 2004) eingesetzten Koordinatoren/Administratoren
wurden vorgestellt. Es sind dies für die Region:
Der Projektleiter, Generalvikar P. Roland-B. Trauffer wies unter anderem darauf hin, dass mit diesem Organisations-Entwicklungs-Prozess für das Bistum Basel neue Chancen der intensiveren Zusammenarbeit und unmittelbareren Kommunikation gefördert und ermöglicht werden sollen. Die neu geschaffenen Regionen dienen dazu, die Anliegen der einzelnen Regionen vermehrt in das Bistum einzubringen, sich intensiver am Geschehen des Bistums zu beteiligen, sich untereinander zu verbinden, die Einheit in der Vielfalt zu stärken und die Ausführungsverantwortung unter Berücksichtigung der regionsspezifischen Eigenheiten selbständig wahrzunehmen. Damit werden Synergien geschaffen und Strukturen vereinfacht.
Mit Datum vom 25. April 2003 ernannte Bischof Amédée Grab,
der auch Grosskanzler der Theologischen Hochschule Chur (THC) ist, Dr. theol.
P. Andreas-Pazifikus Alkofer OFMConv, geb. 1962 in Neustadt/WN (Deutschland),
zum Professor für Theologische Ethik. Der Lehrstuhl war durch die Demission
von Prof. Dr. Albert-Peter Rethmann auf Ende des Wintersemesters 2002/2003
frei geworden.
Andreas Hilmar Alkofer, wie er mit bürgerlichem Namen heisst, absolvierte
in seiner oberpfälzischen Heimat die Volksschule und das Gymnasium.
Nach Abitur und Zivildienst als Rettungssanitäter nahm er 1983 das
Studium der Germanistik, Philosophie und Theologie an der Universität
Regensburg auf, unterbrach es aber, um in den Orden der Franziskaner-Minoriten
(«schwarze Franziskaner») einzutreten. 1986 legte er als Br.
Andreas-Pazifikus die «zeitlichen Gelübde» ab und wechselte
dann an die Theologische Fakultät der Universität Würzburg.
1989 entschloss er sich in den «ewigen Gelübden» endgültig
für den Franziskaner-Orden und wurde 1992 in Würzburg zum Priester
geweiht.
19891991 war P. Andreas-Pazifikus studentische Hilfskraft am Lehrstuhl
für neutestamentliche Wissenschaft in Würzburg und schloss dort
1991 sein Theologiestudium mit dem Diplom ab. Es folgte ein Jahr der seelsorglichen
Praxis in der Pfarrei und in der Klinikseelsorge. Nach einem Jahr kehrte
er an die Würzburger Fakultät zurück, um bei Prof. Bernhard
Fraling das Promotionsstudium im Fach Moraltheologie aufzunehmen. Nebenbei
ging sein seelsorglicher Dienst in Pfarrei und Klinik weiter. Mit einer
(preisgekrönten) Dissertation zum Thema «Ethik als Optik und
Angesichtssache. Überlegungen zu einer Fundamentalkasuistik im Anschluss
an E. Levinas» wurde er 1996 zum Dr. theol. promoviert. 19941997
pendelte er im Auftrag seines Ordens zwischen Würzburg und Padua und
redigierte die deutschsprachige Ausgabe der Monatszeitschrift «Messaggero
di Sant' Antonio».
1997 übernahm P. Andreas-Pazifikus die Stelle des wissenschaftlichen
Assistenten am Lehrstuhl für Moraltheologie der Universität Regensburg
und arbeitete bei Prof. Herbert Schlögel OP an der Habilitation, die
er in nächster Zeit abzuschliessen gedenkt. In den fünf Regensburger
Jahren hatte er Gelegenheit, Erfahrungen in der akademischen Lehrtätigkeit
und der Begleitung von Studierenden zu sammeln. Eine umfangreiche Liste
von Publikationen weist ihn als weitflächig interessierten Theologen
und Ethiker aus, der sich sowohl fachwissenschaftlich wie auch für
ein breiteres Publikum verständlich ausdrücken kann.
Mit P. Andreas-Pazifikus Alkofer erhält die THC also einen akademischen
Lehrer, der kompetenter Fachmann in Moraltheologie und Sozialethik ist,
sich in der Publizistik gut auskennt und Erfahrung als Seelsorger mitbringt.
Rektorat der THC
Am 1. Juli 2001 war das Pastoralamt um 20 Prozent aufgestockt und mit
diesem Teilpensum Pastoralassistent Franz Kreissl, Ebnat-Kappel, betreut
worden. Nun wechselt er als Nachfolger von Pfarrer Josef Eicher (geht in
Pension) an die Kantonale Psychiatrische Klinik in Wil. Seit dem 1. Mai
nimmt nun Thomas Englberger das Teilpensum und damit auch den Aufgabenbereich
von Franz Kreissl wahr. Ab 1. September wird aus dem Teilpensum ein Halbamt.
Thomas Englberger wurde 1966 in München geboren, studierte Theologie
in Regensburg und Innsbruck sowie Soziologie in München. Er engagierte
sich ehrenamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit sowie als Berater an der
Diözesanstelle für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende.
1996 wurde er als Assistent ans Schweizerische Pastoralsoziologische Institut
SPI in St. Gallen gewählt (50 Prozent). Seit 1999 ist er als wissenschaftlicher
Mitarbeiter mit 80 Prozent angestellt.
Zu Beginn der Sitzung vom 2. Mai im Pfarreizentrum Lichtensteig würdigte
Josef Manser (Präsident Priesterrat) den verstorbenen Bischof Otmar
Mäder, der immer sehr interessiert war an der Arbeit der Räte.
Pfarrer Cornel Huber stellte den Seelsorgeverband Lichtensteig-Oberhelfenschwil-St.Peterzell
vor.
Im Bistum St. Gallen werden Priester und Laien im kirchlichen Dienst (Diakone
und Pastoralassistenten und Pastoralassistentinnen) unterschiedlich entlöhnt.
Der Administrationsrat als Exekutive des Katholischen Konfessionsteils des
Kantons St. Gallen strebt eine einheitliche und damit gerechtere Besoldungsordnung
an. Er unterbreitete dem Ordinariatsrat, der Pensionskasse des Konfessionsteils
und dem Verband der Kirchgemeinden des Kantons St. Gallen einen Vorschlag
zur Vernehmlassung. Bischof Ivo Fürer wünschte, dass die beiden
Räte dazu Stellung nehmen und die Ratsentscheide direkt dem Administrationsrat
zukommen lassen.
Diözesankatechet Philipp Hautle, vom Ordinariat in die Arbeitsgruppe
delegiert, orientierte über den Vorschlag, der für die Priester
auch Auswirkungen auf die Pensionskasse hat. Vorgesehen ist, dass Priester
und Pastoralassistenten und Pastoralassistentinnen den Sekundarlehrer-Lohn
erhalten, dass Pfarrer eine Funktionszulage erhalten, die Dienstwohnung
mit 70 Prozent des ortsüblichen Mietzinses verrechnet wird, dass bei
einwandfreier Dienstleistung eine Treueprämie ausbezahlt wird nach
20, 30, 35 und 45 Jahren Tätigkeit im Bistum und die Kirchgemeinde
die Haushälterin für bestimmte Aufgaben im Dienste der Pfarrei
entlöhnt.
Die Mitglieder der beiden Räte diskutierten die neue Lösung getrennt.
Beide Räte sprachen sich klar für einen Systemwechsel aus. Die
Funktionszulage lehnen beide Räte ab, auch wenn sie sehen, dass sie
zur Übernahme von Leitungsaufgaben motivieren könnte. Sollten
die anderen Vernehmlassungspartner dieser Funktionszulage zustimmen, so
wünschen sie, dass die Kriterien gerade auch im Hinblick auf die zu
bildenden Seelsorgeeinheiten nochmals unter die Lupe genommen werden. Zu
den Treueprämien haben sie sich grundsätzlich positiv ausgesprochen,
wobei angeregt wurde, die Regelung zentral zu lösen. Gewünscht
wird allgemein eine transparente Lösung und eine gute Kommunikation
der neuen Regelung.
Das Votum betreffend die fremdsprachigen Seelsorger konnte dahin beantwortet
werden, dass die Gehälter für die italienischen und spanischen
Seelsorger diözesan geregelt sind, die Minoritätenseelsorger aber
über die «Migratio» entschädigt werden.
Über den Stand der «Pastoralen Perspektiven» orientierte
Pastoralamtsleiter Markus Büchel. Basierend auf den Ergebnissen des
Bistumsprojektes «He! Was glaubst Du?» und der Quartener Tagung
mit allen diözesanen Räten hat die diözesane Pastoralplanungskommission
sieben Perspektiven erarbeitet. Bischof Ivo wird sie in Kraft setzen. Da
ursprünglich nur für die Bistumsleitung gedacht, müssen sie
nun für die Arbeit auf Dekanats- und Pfarreiebene noch etwas bearbeitet
werden, braucht es Impulse und Vorschläge, wie sie umgesetzt werden
können. Nach den Sommerferien sollen die «Perspektiven»
gedruckt vorliegen. Bildungsleiter Stephan Brunner wird nach der Neubestellung
der Kirchenverwaltungs- und Pfarreiräte an Einführungstagungen
auch auf die Arbeit mit den «Pastoralen Perspektiven» eingehen.
Als Mitglied der Arbeitsgruppe «Firmung ab 18» konnte Philipp
Hautle mitteilen, dass die Richtlinien zur Firmung ab 18 sowie die pastoraltheologischen
Überlegungen zum Firmweg mit jungen Erwachsenen vorliegen und demnächst
in der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Gemäss diesen Richtlinien
gibt es ab 2005 keine Firmungen mehr in der 5./6. Klasse. Bischof Ivo erinnerte
in diesem Zusammenhang daran, dass zwischen 1650 und 1850 in einer Pfarrei
nur etwa alle zehn Jahre gefirmt worden war und dann Firmungen mit über
1000 Firmlingen stattgefunden hatten.
Zum neuen Berufsbild «Katecheten/Katechetinnen» äusserte
sich Hanspeter Wagner. Im Bistum St. Gallen sind zurzeit neben den 700 nebenamtlichen
Katecheten/Katechetinnen 19 Frauen und 25 Männer als hauptamtliche
Katecheten und Katechetinnen tätig. Sie haben auf Bistumsebene einen
guten Partner im Diözesankatecheten Philipp Hautle, wünschen aber
als eigenständiger Berufsstand innerhalb der Kirche noch etwas stärker
wahrgenommen zu werden.
Schliesslich konnte Philipp Hautle auch noch die neuen Richtlinien für
die Jugendpastoral vorstellen, die das Ordinariat wie die anderen Papiere
auch intensiv beschäftigt haben. Sie werden nach den Sommerferien den
Seelsorgenden zugestellt.
Als Vertreterin der Studierenden wurde Ester Rüttimann mit Dank für
ihr Mitdenken und Mitarbeiten aus den beiden Räten verabschiedet.
Am Samstag, 28. Juni, 17.30 Uhr, nimmt Bischof Ivo in der Kathedrale St. Gallen vier Frauen und vier Männer neu in den kirchlichen Dienst auf. Sie haben nach ihrer theologischen Ausbildung als Pastoralpraktikantinnen und -praktikanten Erfahrungen im praktischen Seelsorgealltag eines Seelsorgeverbandes oder einer Pfarrei gesammelt und daneben den Pastoralkurs im Seminar St. Georgen-St. Gallen oder in einem andern Bistum besucht:
Werner Neff, Resignat, Gossau
Werner Neff war ein Spätberufener. Er wurde am 26. März 1908 in
Bühler geboren, wo er mit zwei älteren Geschwistern auf einem
Bauernhof aufgewachsen ist. Sein Beruf als Zimmermann führte ihn unter
anderem auch in die französische Schweiz. Die Krisenjahre weckten in
ihm den Wunsch, Priester zu werden. Er nahm viel auf sich, als er sich mit
28 Jahren entschloss, die Matura nachzuholen. Er besuchte die Gymnasien
St. Klemens in Ebikon und Maria Hilf in Schwyz. Theologie studierte er bei
den Jesuiten in Sitten und Innsbruck. Am 2. Mai 1949 hat er die Priesterweihe
in der Kathedrale St. Gallen empfangen. Die Primiz feierte er in Teufen.
Nach kurzer Vikariatszeit in Heiden wurde er Kaplan in Vilters. Von 1958
bis 1970 war er Kurat in Schlatt, anschliessend noch vier Jahre Kaplan in
Goldingen. Nach seiner Pensionierung im Jahre 1974 zog er sich nach Gossau
zurück, wo er sich im «Kleinen Kongresshaus» als Resignat
wohl fühlte. Werner Neff hat sich sehr schwer getan mit den nach dem
2. Vatikanischen Konzil eingeführten liturgischen Neuerungen, insbesondere
mit der Handkommunion. Vehement setzte er sich für die Beibehaltung
des Pflicht-Zölibates bei Priestern ein. Von den Altersbeschwerden
wurde der grosse Marienverehrer am 28. April erlöst. Am 2. Mai 2003
ist er in Schlatt (AI) beerdigt worden.
Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat Pierre-Yves Maillard
zum Nachfolger von Regens Stefan Roth ernannt. Pierre-Yves Maillard übernimmt
seine Aufgabe im Seminar im Halbamt. Das Halbamt für das «Année
de discernement», für das er seit 2002 engagiert ist, behält
er.
Stefan Roth ist zum Pfarrer von Zermatt ernannt worden. Er wird aber für
eine Übergangszeit dem neuen Regens in einem kleinen Teilzeitamt als
Hilfe zur Verfügung stehen.
Diese beiden Ernennungen werden für das Pastoraljahr 2003/2004 in Kraft
treten.
Der Regens des Priesterseminars hat die Aufgabe, die Priesteramtskandidaten
und die Theologiestudenten, die sich im Bistum Sitten als Pastoralassistenten
engagieren lassen möchten, zu begleiten. Das Priesterseminar beherbergt
zurzeit sechs Seminaristen, davon gehört einer zu den Chorherren des
Grossen St. Bernhard. Ein Seminarist studiert in Luzern auf dem Dritten
Bildungsweg und einer absolviert ein Auslandjahr in Innsbruck. Zukünftige
Pastoralassistenten studieren zurzeit sieben in Freiburg, einer in Luzern,
und zwei absolvieren das Pastoraljahr. Sie leben nicht im Seminar, aber
nehmen regelmässig an gemeinsamen Zusammenkünften teil. Der Regens
wird im Seminar von zwei Spiritualen unterstützt einer für
die deutschsprachigen Seminaristen und Studenten und einer für die
französischsprachigen.
Pfarrer Stefan Roth, am 20. April 1953 in Wiler geboren. Am 28. Juni 1981
wurde er zum Priester geweiht. Danach war er Vikar in Brig (19811988),
Pfarrer von Saas Fee (19881995) und zusätzlich Pfarrer von Saas
Almagell (19901991). Seit 1995 war er Regens vom Priesterseminar von
Sitten in Givisiez.
Regens Pierre-Yves Maillard, am 29. März 1969 in Semsales geboren.
Wohnhaft war er immer in Siders. Am 9. Juni 1996 wurde er zum Priester geweiht.
Doktorstudium in Theologie in Freiburg (19961998). Seit 1998 Seelsorger
an der Jugendarbeitsstelle des französischsprachigen Teil des Bistums
und Studentenseelsorger am Kollegium von Sitten. 2002 ernannte ihn die Ordinarienkonferenz
der Westschweiz zum Verantwortlichen für das «Année de
discernement».