18/2003

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Präsentation der Enzyklika «Ecclesia de Eucharistia»: Die Kirche lebt von der -Eucharistie

Die Schweizer Bischöfe haben die neue Enzyklika von Johannes Paul II. dankbar erhalten. Es ist ein Text, der sich durch seine Tiefe und eine persönliche sowie geistliche Grundhaltung auszeichnet. Der Papst erinnert darin an die wesentlichen Elemente des Glaubens der katholischen Kirche im Hinblick auf das Geheimnis der Eucharistie. Die Bischöfe sehen in diesem Text mit seinen manchmal liebevollen Akzenten und immer geprägt von Ehrfurcht vor jedem Menschen ein wertvolles Instrument, in dem Masse, als dass er klare Grundlinien für einen ökumenischen Dialog in Liebe und Wahrheit bietet. Der Papst erinnert an die zentrale Stellung der Eucharistie im kirchlichen Leben, welche doch ­ zuallerst für die Katholiken selbst ­ sowohl im persönlichen, alltäglichen Leben wie auch bei liturgischen Feiern eine Verantwortung ihr gegenüber mit sich bringt.

Die Enzyklika teilt sich in sechs Kapitel auf. Im ersten Kapitel beschreibt Papst Johannes Paul II. das Sakrament der Eucharistie als Glaubensgeheimnis und als Opfer, welches das Leben der Kirche fruchtbar macht. Er erinnert an die biblischen Fundamente, die ihre Fortführung in der Messfeier gefunden haben. Er betont darin die wahrhafte Gegenwart des gekreuzigten und auferstandenen Christus, die der Kirche durch den Heiligen Geist anvertraut ist. Die Eucharistiefeier ist nicht bloss ein rein spirituelles Ereignis, hat sie doch Auswirkungen auf das Leben und die Umformung der Welt.
Zweites Kapitel: Da die Kirche nicht nur durch Strukturen und Gebäude gebildet wird, sondern wesentlich auch eine geistliche Wirklichkeit ist, wird sie auferbaut durch das Geheimnis der Eucharistie. Durch seine Taufe ist der Christ vereint mit Christus, im alltäglichen Leben aber benötigt er eine Einbindung. Durch die Teilnahme an der Eucharistie erneuert der Christ die Bande, die ihn mit Christus vereinen, der im Geist Gottes in der Kirche gegenwärtig ist. «Jeder von uns empfängt Christus» und «Christus empfängt jeden Einzelnen von uns». So bildet sich «das Volk des neuen Bundes».
Im dritten Kapitel betont der Papst, dass die Kirche auf die Apostel gegründet ist. Nur auf diesem Hintergrund lässt sich die Feier der Eucharistie verstehen. Bereits in den frühesten christlichen Texten ist die Eucharistie verbunden mit der Gestalt des Apostels, des Bischofs oder des Priesters, eine Tradition, die die katholische Kirche bis zum heutigen Tag aufrechterhalten hat. Von daher ist es notwendig, dass der Priester der Messe vorsteht. Diese Tatsache erinnert an die Möglichkeiten und Grenzen im ökumenischen Dialog.
Das vierte Kapitel legt den Akzent auf den Aspekt der «Kommunion-Gemeinschaft». Man kann die Eucharistie nicht dazu verzwecken, Gemeinschaft zu schaffen. Die Eucharistie setzt kirchliche Gemeinschaft-Kommunion voraus; sie stärkt diese und bringt sie zur Vollendung. Dabei gibt es eine unsichtbare Gemeinschaft, nämlich jene des Glaubens, und eine sichtbare in der kirchlichen Gemeinschaft mit ihren konkreten Strukturen. Leider ist diese Gemeinschaft mit gewissen anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften noch nicht voll und ganz verwirklicht. Es ist deswegen noch nicht möglich, um denselben Tisch versammelt zu sein. Der Papst ermutigt jedoch dazu, unermüdlich nach einer Vertiefung dieser Gemeinschaft zu suchen.
Im fünften Kapitel unterstreicht der Papst die Würde, die mit der Eucharistiefeier verbunden ist. Sie hat Auswirkungen auf die Schönheit der liturgischen Feiern und der Gebäude, die einem geistlichen Zweck dienen. Der Papst spricht ebenfalls von einer gesunden und notwendigen Inkulturation in die verschiedenen Kulturen.
In Kapitel sechs unterbreitet der Papst uns schliesslich eine tiefsinnige Meditation über das ganze Leben Mariens, bei der er sie als die «eucharistische» Frau beschreibt, da sie in gewisser Weise der erste Tabernakel war und in ihrer Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes der Welt Christus geschenkt hat. Sie ist von daher die Mutter der Kirche und kann deswegen Vorbild für alle Christen sein.
Zur richtigen Erfassung der Tragweite dieses Dokumentes ist eine ruhige Lektüre erforderlich. Ansonsten ist es möglich, dass man darin irrtümlicherweise einen Kampftext gegen Missbräuche inhaltlicher Art sehen könnte oder enttäuscht ist vom Sprachgebrauch, der durchaus «traditionell» ausgefallen ist. Doch der Heilige Vater benützt diesen Sprachstil in der Absicht, den Katholiken am Anfang des dritten Jahrtausends sichere Orientierungshilfen zu geben. Johannes Paul II. setzt damit die angebrochene neue Epoche ­ reich an Hoffnungen, aber ebenso an bedrückenden Unsicherheiten ­ unter das Zeichen der Eucharistie. Zusammen mit dem Papst ermutigen die Schweizer Bischöfe die Katholiken der heutigen Welt, ein Zeugnis ihres Glaubens an die Eucharistie zu geben. Mit seinen Worten bekräftigen sie erneut: «Hier ist der Schatz der Kirche, das Herz der Welt, das Unterpfand des Ziels, das jeder Mensch erstrebt.» Alle Katholiken sollten diesen Schatz für sich betrachten und ihn in ihrem Herzen bewahren.

Das Präsidium der SBK


Kampagne STOP AIDS 2003

Die Schweizer Bischöfe empört!

Die Schweizer Bischöfe sind empört über die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) lancierte Kampagne STOP AIDS 2003. Mit den Slogans «Schütze deinen Nächsten wie dich selbst... benütze ein Präservativ!» oder «Grüss Gott, Herr Pfarrer, wenn Rom es schon nicht gerne hört, dass Sie über Verhütung sprechen, reden Sie doch über Präservative», diesen und anderen Beispielen, verwenden und missbrauchen die Bundesbehörden den Sinn wichtiger Werte des christlichen Glaubens zu ihren Gunsten und machen die Haltung der katholischen Kirche lächerlich. Die SBK ist sich ganz klar bewusst, dass der Kampf gegen Aids extrem wichtig ist und dass die Kampagnen aufrüttelnd sein müssen, um zu wirken. Dazu aber die Religion zu gebrauchen, um diese zu verspotten, ist zutiefst schockierend. Statt gegen diese Geissel gemeinsam zu kämpfen ­ gewiss jeder auf seine Art ­, sucht der Bund die Konfrontation. Das ist untragbar! Diese Kampagne zudem mitten in der Karwoche vorzustellen, zeugt von Verbissenheit oder einer Unkenntnis des wichtigsten Festes der Christen, das auch gesellschaftlich anerkannt ist!
Die SBK verlangt mit Nachdruck die Rücknahme der in ihren Augen die Katholiken beleidigenden Plakate und empfiehlt, dass in Zukunft solche Kampagnen eher in gegenseitiger Absprache realisiert werden als in der Missachtung des anderen. Da wir ja in einer Demokratie leben und also um jeden Preis das Recht auf freie Meinungsäusserung respektieren müssen, erfordert genau diese Freiheit je grösseren Respekt vor den Überzeugungen des Nächsten! Genau dieser Respekt vor dem Nächsten ist ein erster notwendiger Schritt in der Prävention gegen Aids...

Das Präsidium der SBK


Für einen dauerhaften Frieden im Irak

Osterappell: Interreligiöser Dialog notwendig!

Der interkulturelle und interreligiöse Dialog sind eine grundlegende Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden im Irak. Der Krieg hat das gegenseitige Misstrauen zwischen der westlichen und der arabisch-muslimischen Welt vergrössert. Dadurch drohen Werte wie die Anerkennung der Menschenrechte, religiöser Pluralismus und Demokratie in Frage gestellt zu werden. Die Vereinten Nationen und auch die Schweiz müssen alle Anstrengungen unternehmen, dass auf der Grundlage internationalen Rechts ein zukünftiger Friede im Irak und in der ganzen Region des Nahen und Mittleren Ostens möglich wird.
An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu, eine Botschaft der Freude und des Lebens: für jede und jeden ein Appell, den Dialog des Friedens in schwesterlich-brüderlichem Geist wieder aufzunehmen.

Nationalkommission Justitia et Pax


Über Krisen hinaus

Christen und Muslime gestalteneine gemeinsame Zukunft in Europa

Der «Islam in Europa»-Ausschuss, 1987 vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) gegründet, um die Kirchen in ihren Beziehungen mit muslimischen Mitbürgern in ganz Europa zu unterstützen und zu ermutigen, beendete sein gegenwärtiges fünfjähriges Mandat mit seiner Schlusssitzung vom 13.­16. März 2003 in Strassburg.
Der Ausschuss hatte die Aufgabe:

  1. die Kirchen zu beraten durch die Erarbeitung von Informationsmaterial und Hilfestellung für christliche Gemeinschaften zu verschiedenen Aspekten der christlich-muslimischen Beziehungen. Diese Aufgabe erfüllte er durch die Publikation von zwei Texten: einen zur Frage des interreligiösen Gebets («Christen und Muslime: gemeinsam Beten? Überlegungen und Texte») und einen anderen als Leitfaden für den Dialog («Auf Muslime zugehen?»);<1>
  2. Kontakte mit Muslimen zu fördern. Dies wurde jeweils in den Herbstsitzungen des Ausschusses selbst praktiziert (in Brüssel, Tirana, Sarajewo und Prag). Die bedeutsamste Begegnung war dabei die Konferenz vom 12.­16. September 2001 in Sarajewo, die im Schatten des 11. September stattfand. Dabei diskutierten Wissenschaftler und Repräsentanten von Kirchen und muslimischen Organisationen das Thema «Christen und Muslime in einem pluralistischen Europa»;
  3. Erfahrungen und Informationen aus den verschiedenen Ländern auszutauschen, die den Kirchen in zwei Briefen vermittelt wurden (im Jahr 2000 «Die Erziehung der christlichen und muslimischen Jugend in einem pluralistischen Europa» und 2001: «Die Rolle der Kirchen in einer pluralistischen Gesellschaft in der Sicht von Muslimen in Europa»).<2>

Zwangsläufig hatte der «Islam in Europa»-Ausschuss auf die weltweiten Ereignisse einzugehen, die die christlich-muslimischen Beziehungen in Europa beeinflussen. Deshalb hat der Ausschuss auch die Auswirkungen der gegenwärtigen Irak-Krise und der Konsequenzen eines möglichen Krieges wie auch des andauernden Konflikts im Heiligen Land diskutiert. In diesem Zusammenhang wurde der Ausschuss durch die von Kirchenführern in Europa und in aller Welt ausgedrückte Einmütigkeit inspiriert, einer Lösung dieser Krise durch das Mittel des Krieges anstatt durch UN-Verhandlungen zu widerstehen; ebenso wurde der Ausschuss ermutigt durch die aktive Zusammenarbeit von Christen und Muslimen aus ganz Europa und weltweit mit gemeinsamen Erklärungen, gemeinsamen Initiativen und Gebeten für den Frieden. All dies zusammen genommen straft jene Lügen, die diesen Konflikt als eine Auseinandersetzung zwischen Christen und Muslimen darstellen.
Viele dieser Anliegen sind in die im Jahr 2001 von den europäischen Kirchen verabschiedete Charta Oecumenica im Abschnitt 11 aufgenommen worden: «Die Begegnungen zwischen Christen und Muslimen sowie den christlich-islamischen Dialog wollen wir auf allen Ebenen intensivieren. Insbesondere empfehlen wir, miteinander über den Glauben an den einen Gott zu sprechen und das Verständnis der Menschenrechte zu klären.»
Der «Islam in Europa»-Ausschuss, zusammen mit vielen anderen, betet, arbeitet und hofft weiterhin für Frieden und Gerechtigkeit, besonders im Irak und im Heiligen Land.


Anmerkungen

1 Im Internet abrufbar unter www.ccee.ch und www.cec-kek.org

2 Im Internet abrufbar.


Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

Sitzung der Ordinarienkonferenz ­Jugendvereinigungen

Die rund 20 Mitglieder der OKJV, Ordinarienkonferenz ­ Jugendvereinigungen, fanden sich am 12. Februar in Zürich zu ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen. Diese stand ganz im Zeichen eines umfangreichen Informationsaustausches der OKJV-Mitglieder, um sich gegenseitig über die in diesem Jahr geplanten Aktivitäten orientieren zu können.
So finden in den Diözesen Basel und Chur am 30. März (Solothurn) und 6. April (Chur) die Bistumstreffen für Jugendliche und junge Erwachsene statt. In St. Gallen haben die Verantwortlichen des Jugendbegegnungstages erstmals nach 10 Jahren eine Pause eingelegt. Blauring und Jungwacht setzen mit dem Jugendevent «junglaublich» am 24. Mai 2003 den Schlusspunkt unter das Projekt ja!und. Die Fachstelle für Kinder- und Jugendarbeit veranstaltet in diesem Jahr zwei Deutschschweizer juseso-Konferenzen zu den Themen «Ästhetische Welten von Jugendlichen» und «Event und Eventkultur». Schönstatt- Junge und -Mädchen laden über Auffahrt zu einer Jugendgebetsnacht in Quarten ein, während Ende Oktober die Fokolar-Bewegung in Baar ein Musical der Band Genrosso organisiert. Jugend 2000 vermittelt wiederum Einkehrtage im Kloster Baldegg und will in diesem Jahr die geistige Begleitung von Jugendlichen in Klöstern intensivieren. In diesem Jahr finden in der Deutsch- und Westschweiz sowie im Tessin regional gefeierte Weltjugendtage statt, so in Disentis am 13. und 14. September. Mehr Informationen zu diesen und weiteren Anlässen können den Websites www.junge-kirche.at (Regionalteil Schweiz) und www.junge-christen.ch entnommen werden.
Des Weiteren nahmen die Anwesenden die Schlussrechung der Arbeitsgruppe Toronto 2002 (sie hatte für die Reise ans Weltjugendtreffen verantwortlich gezeichnet) sowie deren Auflösung zur Kenntnis.
Die nächste OKJV-Sitzung vom 17. Juni 2003 wird eine Begegnung zwischen den OKJV-Mitgliedern und den Deutschschweizer Diözesanbischöfen beinhalten. Thema des Austausches bildet die Situation der Jungendlichen heute und ihre Hoffnungen im Jahr 2010.

Olivier Dinichert
Berichterstatter OKJV


Bistum Basel

 

Keine Gemeindeleitungdurch dispensierte Priester

Meine Entscheidung, von den Weiheverpflichtungen dispensierte Priester inskünftig nicht mehr zur Mitverantwortung bei der Gemeindeleitung zu beauftragen, hat im Bistum viel Unverständnis und Aufregung ausgelöst. Vor allem ist nach den Gründen gefragt worden. Ich will gerne Rechenschaft über die Beweggründe und auch über die Art und Weise, wie ich diese Entscheidung gefällt und kommuniziert habe, geben. An erster Stelle aber will ich betonen, dass ich mir diese Entscheidung nach sieben Jahren im Amt als Bischof von Basel keineswegs leicht gemacht habe. Ich habe sie vielmehr nach reiflicher Überlegung und intensiver Beratung mit den Weihbischöfen und dem Bischofsrat gefällt. Die Gründe dafür liegen nicht bei den Personen dispensierter Priester oder in der Annahme, dass sie ihre Aufgabe nicht gut gemacht hätten. Die Gründe liegen auf einer anderen und viel grundsätzlicheren Ebene.

Beweggründe für die Entscheidung

1. Ein von den Weiheverpflichtungen dispensierter Priester bleibt Priester, der aber seine priesterlichen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen darf. Deshalb ist es unkorrekt, wenn man von laisierten Priestern redet. Bei der Gewährung der Dispens von den Weiheverpflichtungen gibt der Priester sein Versprechen ab, keine priesterlichen Dienste mehr wahrzunehmen und vor allem keine Sakramente mehr zu feiern. Gemäss den universalkirchlichen Vorgaben verzichtet er mit seiner Unterschrift sogar auf alle seelsorgerlichen Aufgaben. Wenn er dennoch wieder zu Aufgaben der Gemeindeleitung, die das Weiheamt voraussetzt, beauftragt wird und nun auf ausserordentliche Weise wahrnimmt, was ihm als Priester auf ordentliche Weise zugekommen ist, wird nicht nur das gegebene Versprechen umgangen, sondern auch er selbst in eine zweideutige Situation gebracht. Völlig paradox wird die Situation, wenn ich einem dispensierten Priester als Gemeindeleiter die ausserordentliche Taufvollmacht geben muss. Die angesichts der heutigen personellen Situation ohnehin schwierige Not-Lösung der kooperativen Wahrnehmung der Gemeindeleitung zwischen einem Laientheologen und einem Priester verschärft die damit gegebenen Identitätsprobleme der kirchlichen Dienste zusätzlich, wenn ein dispensierter Priester Gemeindeleiter ist. Damit ist nach meiner Überzeugung eine Grenze überschritten worden, die ich nicht mehr verantworten kann.

2. Bei jeder kirchlichen Beauftragung sind stets zwei Seiten impliziert: diejenige Person, die beauftragt, und diejenige Person, die beauftragt wird. In der öffentlichen Diskussion wird zumeist nur die eine, nämlich die zweite Seite, wahrgenommen. Die erste Seite aber ist ebenso wichtig, ja fundamental. Denn wer einen Menschen zu einem kirchlichen Dienst beauftragt, nämlich der Bischof, muss sich selbst immer wieder Rechenschaft geben, was er tut, wenn er beauftragt und wen und wozu er beauftragt. Bereits die Beauftragung eines Laientheologen mit Aufgaben der Gemeindeleitung ist für mich keine problemlose Angelegenheit, und zwar auch wegen des betreffenden Menschen selbst. Denn Theologen und Theologinnen zu gemeindeleitenden Aufgaben zu beauftragen, ohne ihnen die sakramentale Befähigung dafür geben zu können, kann zu einer seelengefährdenden Überforderung dieses Menschen führen. Aus Gesprächen mit Gemeindeleitern und Gemeindeleiterinnen weiss ich, dass sie diese schwierige Situation selbst oft so erfahren und spüren. Wiewohl ich diese schmerzlichen Erfahrungen ernst nehmen will und nehme, halte ich dennoch angesichts der heutigen pastoralen Not-Situation an der kooperativen Wahrnehmung der Gemeindeleitung fest und halte sie für Not-wendend. Unmöglich und glaubenspsychologisch unzumutbar ist für mich aber die Beauftragung eines dispensierten Priesters zu Aufgaben der Gemeindeleitung, weil damit die notvolle Situation noch potenziert wird. Jeder Bischof ist in seinem Gewissen verpflichtet, sich Rechenschaft darüber zu geben, ob er dies verantworten kann. Ich kann dies in sensiblem Hören auf mein Gewissen nicht mehr verantworten. Ich bitte deshalb das Bistum, zu respektieren, dass auch ein Bischof ein Gewissen hat und verpflichtet ist, auf es zu hören.

3. Das Bistum Basel kann von mir als Bischof mit Recht, zumal angesichts des bei uns herrschenden alarmierenden Priestermangels, erwarten, dass ich mich in der Universalkirche für veränderte Zugangswege zum Priestertum einsetze, aber es kann und darf von mir nicht erwarten oder gar verlangen, mich dabei unglaubwürdig zu machen. Dies ist jedoch der Fall, wenn ich weiterhin dispensierte Priester zu Aufgaben der Gemeindeleitung beauftrage. Meines Wissens ist das Bistum Basel das einzige gewesen, das dispensierte Priester als Gemeindeleiter eingesetzt hat. Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass dieser Weg in anderen Ortskirchen ­ nur schon in Deutschland oder Frankreich ­ nicht verstanden, geschweige denn akzeptiert wird. Man sieht in ihm vielmehr eine schleichende Aushöhlung des katholischen Priestertums. Dieser Umstand er-schwert mein Bemühen um Veränderung der Zulassungsbedingungen zum priesterlichen Dienst. Dieses Bemühen macht nämlich nur Sinn, wenn man es glaubwürdig vollziehen kann.

Öffentliche Auseinandersetzungen

Dies sind die wesentlichen drei Gründe, die mich zu meinem Gewissensentscheid geführt haben. Sowohl meinen Entscheid als auch die Gründe habe ich im Spätsommer des vergangenen Jahres den Regionaldekanen eingehend kommuniziert. Dabei sind wir übereingekommen, keine Mitteilung an die mediale Öffentlichkeit zu geben, und zwar aus folgenden Gründen:
Erstens gibt es den in den Medien behaupteten Grundsatzbeschluss von Bischof Anton Hänggi, dispensierte Priester prinzipiell auch als Gemeindeleiter einzusetzen, gar nicht. Vielmehr hat sich diese Praxis von Fall zu Fall eingebürgert, und zwar nicht, wie behauptet wird, während des Episkopats von Bischof Anton Hänggi, sondern desjenigen von Bischof Otto Wüst. Von daher hielt ich es für richtig und adäquat, diese Praxis auch auf demselben Weg zu beenden, auf dem sie begonnen hatte. Man kann deshalb von mir nicht erwarten, einen Beschluss, den es gar nie gegeben hat, öffentlich rückgängig machen zu müssen. Zweitens wollte ich diese Frage nicht in die breitere Öffentlichkeit bringen, weil ich angesichts der weltweiten Eskalation von Medienmitteilungen nicht wollte, dass dieser in meinen Augen falsche Weg noch weiter in der Universalkirche bekannt gemacht wird. Ich bin vielmehr entschieden bestrebt, dass das Bistum Basel in der Weltkirche ein gutes Bild abgibt. Da ich weiss, dass der Einsatz von dispensierten Priestern auch in unserem Bistum kontrovers beurteilt wird, wollte ich schliesslich die dispensierten Priester selbst von einer öffentlichen Diskussion verschonen. Ich habe deshalb die Regionaldekane gebeten, die von meiner Entscheidung unmittelbar betroffenen dispensierten Priester in ihrer Bistumsregion persönlich zu informieren. Ich vermag nicht einzusehen, warum ein solches Vorgehen falsch sein soll. Es gibt auch in jedem weltlichen Betrieb Entscheidungen, die nur intern kommuniziert werden.
Dies heisst nun freilich nicht, dass meine Entscheidung nicht öffentlich geworden wäre. Nachdem ich sie den Regionaldekanen mitgeteilt hatte und nachdem die unmittelbar Betroffenen direkt informiert waren, musste ich in fast allen Diözesanen Beratungsgremien und verschiedenen Briefwechseln über meine Entscheidung Red und Antwort stehen und habe es auch getan. Dass diese Frage kurz vor Ostern dann doch in den Medien behandelt wurde, hat seinen Grund darin, dass Herr Ernst Knorr, als dispensierter Priester Gemeindeleiter in Gretzenbach, nicht nur mit meinem Entscheid, sondern auch mit meinem Vorgehen nicht einverstanden war. In zwei Briefen hat er mich erpresst, selbst in die Medien zu gehen, wenn ich meine Entscheidung bis Ostern nicht publik gemacht haben werde. Obwohl ihm die Gründe meines Vorgehens mitgeteilt wurden und obwohl ich ihm klar geschrieben habe, dass ich mich von einem Gemeindeleiter nicht erpressen lasse, hat er seine Drohung offensichtlich wahrgemacht, und zwar in Kollaboration mit Journalisten wie Michael Meier vom Tages-Anzeiger und Thomas Gubler von der Basler Zeitung, von denen er wissen musste, wie sie zu unserer Kirche eingestellt sind. Hinzu kommt erschwerend, dass er mir als Bischof in der Öffentlichkeit jedes Vertrauen abgesprochen und mich verdächtigt hat, das Bistum Basel in eine «Katastrophe» hineinzuführen. Ich will und kann nicht verschweigen, dass ich ein solches Verhalten eines hauptamtlichen Seelsorgers für untragbar halten muss.
Ich bedaure, dass durch den damit provozierten Medienrummel im Bistum viel Aufregung und Unsicherheit entstanden ist, zumal kurz vor der Heiligen Woche. Ursache dafür war der Artikel von Michael Meier im Tages-Anzeiger vom 9. April mit dem reisserischen, aber völlig falschen Titel «Bischof Koch zügelt Laien». Michael Meier ist freilich intelligent genug, um zu wissen, dass er damit bewusst eine irreführende Behauptung aufstellt. Es war deshalb wohl nicht mangelnde Sachkenntnis, sondern Absicht, wenn er schon im Titel die Leser/Leserinnen zum Missverständnis verführen wollte, es ginge nicht um eine kleine Zahl unmittelbar Betroffener, sondern um alle Laien, und es handle sich nicht um dispensierte Priester, sondern um Laien. Ferner bedaure ich, dass in diesem Zusammenhang auch bei der Informationsstelle des Bistums, vor allem bei Rückfragen von Journalisten, bei der Hetze des journalistischen Betriebs Pannen geschehen sind, für die ich mich entschuldigen möchte.

Blick in die Zukunft

Ich bin mir wohl dessen bewusst, dass viele Gläubige in den Pfarreien meine Entscheidung nicht verstehen, weil sie in der heutigen pastoralen und personellen Situation vornehmlich pragmatische Problemlösungen von Fall zu Fall wünschen und fordern. Als Bischof muss ich bei meinen Entscheidungen aber immer auch Aspekte berücksichtigen, die aus der Sicht der Pfarreien nicht ohne weiteres einsichtig sind. Ich bin deshalb dankbar, wenn die Seelsorgenden dabei mitwirken, diese grösseren Zusammenhänge zu erklären. Ebenso dankbar bin ich für das Engagement der Seelsorgenden und für ihr Aushalten von Spannungen in der notvollen Situation von heute. Schliesslich danke ich allen, die erkennen, dass ich als Bischof in Verantwortung gehandelt und die Schritte sorgsam überlegt habe.
Eines sollten wir alle aus dieser Angelegenheit gelernt haben: Wenn sich das Bistum Basel weiterhin als «Sonderfall» verstehen will, dann bitte als ein Sonderfall im Guten und nicht im Problematischen, und auf eine so sensible und glaubwürdige Weise, dass es von den verschiedenen Ortskirchen auf der weiten Welt auch als solcher wahrgenommen werden kann. Denn auch das Bistum Basel ist wie jedes andere Ortskirche in der universalen Kirche auf der weiten Welt und in Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Petrus. Vielleicht ist es an der Zeit, wieder neu zu lernen, dass man ohne diese Verbundenheit nicht katholisch sein kann. Mit Überzeugung stehe ich hinter den Worten, die Bischof Anton Hänggi zusammen mit seinem Weihbischof Otto Wüst nur wenige Tage vor seiner Bitte um Gewährung des Rücktritts als Bischof von Basel im Jahre 1982 an die Seelsorgenden geschrieben hat: «Wir stehen nicht eigenmächtig an unserem Ort, sondern im Auftrag der Kirche und damit auch in Verantwortung vor der Kirche ­ vor der Kirche unseres Bistums und der Weltkirche.»

+ Kurt Koch
Bischof von Basel


Ausschreibungen

Die auf den 1. Juli 2003 vakant werdende Spitalseelsorgestelle (70%) am Kantonalen Spital Sursee-Wolhusen mit Standort in Sursee wird für einen Spitalseelsorger oder eine Spitalseelsorgerin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Die vakante Erwachsenenbildungsstelle für die Region Fricktal (50%) wird für einen Erwachsenenbildner/eine Erwachsenenbildnerin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Es besteht die Möglichkeit, das Pensum durch eine Seelsorgetätigkeit in einer Pfarrei des Dekanates Fricktal zu erhöhen (siehe Inserat).
Interessierte Personen melden sich bitte bis 23. Mai 2003 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


Im Herrn verschieden

Hugo Durrer, emeritierter Pfarrer,Biberist
Am 22. April 2003 starb in Biberist der emeritierte Pfarrer Hugo Durrer. Am 8. Mai 1924 geboren, empfing der Verstorbene am 29. Juni 1951 in Solothurn die Priesterweihe. Er wirkte als Domkaplan in der Pfarrei St. Ursen Solothurn von 1951­1962. Danach war er Spiritual im Priesterseminar Solothurn von 1962­ 1969 und wurde danach eingesetzt als Kaplan in der Pfarrei St. Marien Solothurn von 1969­1973. Von 1973­1995 wirkte er als Pfarrer in der Pfarrei Lohn-Ammannsegg und danach als Pfarradministrator in dieser Pfarrei bis 1996. Von 1992­1993 versah er das Amt des Dekans im Dekanat Solothurn. Ab 1996­2001 war er in der Pfarrei Grenchen als Aushilfspriester tätig. Ab 2001 verbrachte er seinen Lebensabend als emeritierter Pfarrer in Biberist. Er wurde am 28. April 2003 in Biberist beerdigt.


Sakramentale Apotheke des Priestertums Jesu Christi

Ein sonniger Frühlingstag ­ der Monatsmarkt mit seinem bunten Treiben prägt das Bild in den Gassen Solothurns rund um die Kathedrale. Um 250 Priester, Diakone, Seelsorgerinnen und Seelsorger ziehen zusammen mit Bischof Kurt Koch und den Weihbischöfen Martin Gächter und Denis Theurillat über die Treppe in das Innere der Kathedrale zur Chrisam-Messe.
«Die Chrisam-Messe mit der Weihe der Heiligen Öle (Krankenöl, Katechumenenöl und Chrisam) gibt uns einen guten Einblick in die himmlische Apotheke Jesu Christi. Denn die Sakramente der Kirche sind die Arzneimittel Jesu Christi für die Glaubenden in ihrem christlichen Leben.» So Bischof Kurt Koch in seiner Predigt. Damit zeigte er den Bezug auf, einmal im Jahr Priester, Diakone, Seelsorgerinnen und Seelsorger am Montag in der Karwoche nach Solothurn einzuladen. Sie sind es, die nach dieser Feier die Heiligen Öle in ihre Pfarreien mitnehmen, mit den Gedanken an die Predigt, mit dem Auftrag Gott zu den Menschen zu bringen und Menschen zu Gott zu führen, zur Verherrlichung Gottes.
Bischof Kurt Koch weiter: «Wir brauchen heute die Wiederentdeckung des gemeinsamen Priestertums aller Getauften, das in der Verherrlichung Gottes und im Dienst am Menschen besteht. Diese beiden Sendungen verbinden uns alle auch im kirchlichen Dienst. Denn unser gemeinsames Fach ist Gott, und unsere gemeinsame Kompetenz ist Gott für die Menschen.»
Anschliessend an den feierlichen Gottesdienst trafen sich die Teilnehmenden im grossen Landhaussaal zum Imbiss, zum Gedankenaustausch und zur Gründungsversammlung des «Vereins Pro Kathedrale St. Urs und Viktor». Dies mit dem Ziel, das Bewusstsein für den spirituellen Ort des Bistums, die Bistumskathedrale, zu stärken.

Infostelle Bistum Basel


Bistum Chur

 

Ernennungen

Diözesanbischof Amédée Grab ernannte die Neupriester

Im Weiteren ernannte er Martin Müller, bisher Vikar in Rüti (ZH), neu zum Pfarradministrator der Pfarrei Herz Jesu, Zürich-Wiedikon.


Auschreibung

Infolge Demission des bisherigen Stelleninhabers wird die Pfarrei Amsteg (UR) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 23. Mai 2003 beim Sekretariat des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.


Einladung zur Diakonenweiheim Priesterseminar St. Luzi Chur

Am Samstag, 17. Mai 2003, um 10.15 Uhr, wird Diözesanbischof Amédée Grab den folgenden Kandidaten, die sich auf das Priestertum vorbereiten, in der Seminarkirche die Diakonenweihe spenden: Erich Camenzind, Stalden (OW); Oliver Stens, Zürich-Witikon; Markus Weber, Zürich; Mathias Zihlmann, Wetzikon (ZH), und Urs Zihlmann, Rüti-Tann (ZH). Sie sind herzlich zu diesem Weihegottesdienst eingeladen. Die Priester, welche am Weihegottesdienst konzelebrieren, werden gebeten, sich bis Dienstag, 13. Mai 2003, bei der Bischöflichen Kanzlei anzumelden (Tel. 0812586000). Bitte nehmen Sie Ihre Albe und weisse Stola mit. Besammlung in der Eingangshalle des Priesterseminars um 9.45 Uhr.


Angebot für Erwachsenenfirmung

Für das Jahr 2003 bestehen zwei Möglichkeiten zur Erwachsenenfirmung in der Bischöflichen Kapelle des Ordinariates in Chur:
1. Termin: Samstag, 14. Juni 2003, nachmittags;
2. Termin: Samstag, 18. Oktober 2003, nachmittags.
Das Sakrament der Firmung wird gespendet durch den Diözesanbischof oder seinen Stellvertreter.
Pfarrämter, die von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, werden gebeten, Kandidatinnen und Kandidaten schriftlich, unter Beilage des vorbereiteten Firmscheines und eines neuen Auszuges aus dem Taufbuch, beim Bischöflichen Ordinariat Chur, «Erwachsenenfirmung», Postfach 133, 7002 Chur, anzumelden.

Anmeldefristen:
Für den 1. Termin bis spätestens Mittwoch, 4. Juni 2003.
Für den 2. Termin bis spätestens Mittwoch, 8. Oktober 2003.

Bischöfliche Kanzlei


Bistum St. Gallen

 

Im Herrn verschieden

Otmar Mäder, Dr. theol.,emeritierter Bischof von St. Gallen
Am 25. April 2003 ist im Kantonsspital St. Gallen der emeritierte Bischof von St. Gallen, Otmar Mäder, gestorben. Als jüngstes von elf Kindern wurde er am 15. November 1921 in Mörschwil geboren, wo er auch seine Jugendzeit verbrachte. Die katholische Sekundarschule besuchte er in St. Gallen, das Gymnasium in Einsiedeln. Theologie studierte er in Freiburg (daneben Studium der Physik und Philosophie), Sitten und Innsbruck. 1947 wurde er zum Priester geweiht und anschliessend von Bischof Josef Hasler zum Weiterstudium nach Innsbruck geschickt. Dort promovierte er 1950 zum Doktor der Theologie (Dissertation über das Problem der Kollektivschuld im Alten Testament), dort lernte er auch Hunger und Entbehrung kennen sowie die Probleme von Mitstudenten, die Krieg und Gefangenschaft erlebt hatten.
Seinen Weg als Seelsorger begann Otmar Mäder als Kaplan in Flawil (1950­1956), wo er mit den Sorgen von Fabrikarbeiterinnen und -arbeitern konfrontiert wurde. Mit der Stadtbevölkerung kam er als Vikar von St. Otmar-St. Gallen in Kontakt (1956­1961). Bergbauern, kleine Bauernbetriebe mit finanziellen Sorgen und Tourismus sind Stichworte für die Zeit als Kaplan in Alt St. Johann (1961­1966) und als Pfarrer in Ricken (1966­1973).
Als Pfarrer von Muolen wurde er am 23. März 1976 überraschend und als erster, der nicht dem Domkapitel angehörte, zum Bischof von St. Gallen gewählt. Von Rom wurde die Wahl am 25. März 1976 bestätigt. Geweiht wurde Otmar Mäder am 2. Mai 1976. Zum Wahlspruch wählte er «In Glauben, Hoffnung und Liebe». 1977 vertrat er die Schweizerische Bischofskonferenz an der 4. Internationalen Bischofssynode in Rom mit dem Thema Katechese. Von 1979­1983 war er Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz (Papstbesuch), von 1991­1994 deren Vizepräsident (Konflikt um das Bistum Chur mit Bischof W. Haas). Von 1978­1979 und 1986­1988 war er Vorsitzender der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz. Lichtblicke in seiner Bischofszeit waren 1985 das diözesane Jugendtreffen in Appenzell zum Jahr der Jugend und 1987 das Bistumstreffen in St. Gallen. Die gesundheitlich bedingte Demission als Bischof von St. Gallen wurde am 24. September 1994 von Papst Johannes Paul II. angenommen. Nach seiner Emeritierung war Otmar Mäder von 1994­1998 Primissar in Muolen bis sein angeschlagenes Herz ihn zwang, auf seine seelsorgerliche Tätigkeit zu verzichten. Die letzten Jahre verbrachte er in St. Gallen-Haggen. Seine letzte Ruhestätte befindet sich seit dem 1. Mai 2003 bei seinen acht Vorgängern in der St. Otmarskrypta in der Kathedrale St. Gallen.


Stellenausschreibung

Seelsorgeverband Bütschwil ­ Ganterschwil

Nach fast zehnjähriger Tätigkeit in den Pfarreien Bütschwil und Ganterschwil ist Pfarrer Josef Buchmann als Pfarrer von Schänis gewählt worden. Die Pfarrstellen von Bütschwil und Ganterschwil im Seelsorgeverband Bütschwil­Ganterschwil sind darum zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Der neue Pfarrer wird seine Tätigkeit gemeinsam mit einem Seelsorgeteam aufnehmen können. Die Neubesetzung der Pfarrstellen muss auf eine mögliche künftige Seelsorgeeinheit ausgerichtet sein. Stellenantritt nach Vereinbarung.
Interessenten richten ihre Bewerbung bis zum 20. Mai 2003 an das Personalamt der Diözese St. Gallen, Dr. Anton Thaler, Klosterhof 6b, Postfach 263, 9001 St. Gallen. Weitere Auskunft erteilen Bruno Gemperle, Präsident des Kirchenverwaltungsrates Bütschwil (Tel. P 0719833185 oder G 0719832519), und Felix Hess, Präsident des Kirchenverwaltungsrates Ganterschwil (Tel. 0719834252).


Bistum Sitten

 

Lektorat und Akolythat

Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat am Gründonnerstag, 17. April 2003, in der Kathedrale von Sitten bei der Chrisam-Messe zwei Priesteramtskandidaten folgende Dienstämtern übertragen:


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2003