16-17/2003 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), die sich für zwei Einkehrtage
in Wislikofen (AG) versammelte, wiederholt ihren dringenden Aufruf zu einem
schnellen Ende des Irakkrieges. Während die katholische Kirche am 11.
April den 40. Jahrestag der Veröffentlichung der Enzyklika «Pacem
in Terris» (Friede auf Erden) von Johannes XXIII. feiert, fühlen
sich die Schweizer Bischöfe in diesem tragischen Kontext
solidarisch verbunden mit den Millionen Männern und Frauen, die Opfer
dieser Kriegsgräuel sind.
Die Enzyklika «Pacem in Terris» vertrat bereits 1963 laut und
deutlich die Meinung, dass Unstimmigkeiten zwischen den Völkern nicht
durch den Rückgriff auf Waffen gelöst werden sollen, sondern durch
Verhandlungen. Tragischerweise haben heute die Waffen den Dialog ersetzt
Die Bischöfe verlangen die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen
und die Wiedereinsetzung der UNO für den wirtschaftlichen und politischen
Wiederaufbau Iraks.
Auf jeden Fall soll der völlig verzweifelten Bevölkerung sofort
Hilfe geleistet werden. Die Hilfswerke darunter Caritas sind
selbstverständlich schon vor Ort, aber die Arbeit ist von einem derartigen
Umfang, dass auch die Staaten die finanziell und technisch notwendigen Mittel
unverzüglich freigeben müssen. Unsere westlichen Länder sind
ihrer Würde nach dazu verpflichtet, zumal trotz der aktuellen wirtschaftlichen
Schwierigkeiten unser hohes Lebensniveau unvergleichlich ist mit dem Elend,
welches wir tagtäglich im Fernsehen vor unsere Augen geführt bekommen.
Die SBK ruft daher dringend jede und jeden auf, die Hilfswerke konkret zu
unterstützen, insbesondere Caritas, die zusammen mit anderen Organisationen
vor Ort präsent ist.
Die Schweizer Bischöfe versammelten sich am Dienstag und Mittwoch in Wislikofen (AG) zu zwei Einkehrtagen unter der Leitung von Pater Jean-Michel Poffet OP, Direktor der «Ecole biblique et archéologique française de Jérusalem». Thema dieser Tage war: Der apostolische Mut der erste Paulusbrief an die Thessalonicher, ein Text der beispielhaft aufzeigt, wie die Geschwisterlichkeit in den ersten Glaubensgemeinschaften gelebt wurde.
Anlässlich ihrer Einkehrtage haben die Schweizer Bischöfe den orthodoxen Metropoliten Philaret von Minsk empfangen, der mit einer Delegation der theologischen Fakultät der Universität Minsk auf der Durchreise in der Schweiz ist. Das Oberhaupt der orthodoxen Kirche Weissrusslands ist ein Vorreiter im Dialog zwischen Orthodoxen und Katholiken. Dieser Höflichkeitsbesuch erlaubte einen brüderlichen Austausch mit den Schweizer Bischöfen. Ihm folgte ein geselliges Mittagessen.
Die vakante Pfarrei Eschenbach (LU) wird für einen Pfarrer oder
einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben
(siehe Inserat).
Interessierte Personen melden sich bitte bis 9. Mai 2003 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Am Samstag, 5. April 2003, hat Diözesanbischof Amédée Grab in der Klosterkirche Einsiedeln zu Priestern geweiht:
Bischofsvikar Markus Büchel konnte zur Dekanenkonferenz vom 28.
März Bischof Ivo Fürer begrüssen sowie alle acht Dekane,
Generalvikar Anton Thaler, Personalleiter Peter Lampart und zu einzelnen
Traktanden Bildungsleiter Stephan Brunner und Diözesankatechet Philipp
Hautle.
Anton Thaler orientierte über seinen Rücktritt als Personalleiter
mit Erreichung des Pensionsalters Ende Mai. Seine Aufgaben als Generalvikar
nimmt er weiterhin wahr. Peter Lampart erläuterte den Stand der Neuorganisation
im Personalamt. Bis die 50-Prozent-Stelle im Personalamt (insgesamt 130
Prozent) neu besetzt ist, wird Stephan Brunner aushelfen. Mit dem Stellenantritt
von Peter Lampart wurde die Präsenz der Personalleiter vor Ort verstärkt,
was mit den Dekanen auch von den Kirchenverwaltungs- und Pfarreiräten
sehr geschätzt wird.
Als internes Arbeitsinstrument und als Diskussionsgrundlage präsentierten
Peter Lampart und Stephan Brunner ihre zusammen mit dem erweiterten Personalausschuss
erarbeiteten Vorschläge für mögliche Seelsorgeeinheiten.
Die Dekane brachten dazu ihre Überlegungen ein, die in der Weiterarbeit
mitberücksichtigt werden.
Stephan Brunner stellte sein Arbeitskonzept im Bereich der Weiterbildung
von Seelsorgerinnen und Seelsorgern, von Pfarrei- und Kirchenverwaltungsräten
sowie der Pfarreisekretärinnen vor sowie sein Vorgehen bei der Umsetzung
von Projekten.
Über den aktuellen Stand des Projektes «Firmung ab 18»
orientierte Philipp Hautle. Die Richtlinien stehen kurz vor dem Abschluss.
Spruchreif sind demnächst die Richtlinien für die Jugendpastoral
im Bistum sowie über das Berufsbild der Katechetin und des Katecheten.
Im Zusammenhang mit einem dem Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen
von Vertretern des Kantons und der Kirchen eingereichten Konzept für
eine erweiterte psychologische Erste Hilfe wurde die Frage diskutiert, wie
in den Pfarreien eine Präsenz für seelsorgerliche Notfälle
garantiert werden kann. Die Dekane werden diese Frage zu einem Thema in
ihrem Dekanat machen.
Die von der Pastoralplanungskommission aufgrund der Arbeit in den diözesanen
Räten erstellten und im Ordinariatsrat eingehend diskutierten «Pastoralen
Perspektiven für das Bistum St. Gallen» sollen spätestens
im Herbst vom Bischof erlassen werden. Markus Büchel stellte den Entwurf
vor. Für die Einführung und Umsetzung der «Perspektiven»
in den Pfarreien hat der Bildungsleiter ein Konzept erarbeitet.
Adrian Aellig, Direktor der «Inländischen Mission» erhielt
Gelegenheit, das 140-jährige Hilfswerk mit seiner neuen Ausrichtung
vorzustellen. Die Sitzung schloss mit einem gemeinsamen Mittagessen bei
Bischof Ivo Fürer.