12/2003 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Der Katholische Medienpreis soll dieses Jahr im Zusammenhang mit dem
Mediensonntag vom 1. Juni 2003 zum 10. Mal ausgehändigt werden.
Der Preis, der durch die Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz
verliehen wird, soll das Interesse der katholischen Kirche an den sozialen
Kommunikationsmitteln und deren Beiträge im Geist der christlichen
Hoffnung ausdrücken.
Die Jury nimmt Vorschläge von Personen oder Institutionen, die Medienarbeit
im Sinne des Preises leisten, gerne entgegen.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie beim Sekretariat der Medienkommission
(Tel. 0264264831, Fax 0264264830, E-Mail CHKATHOPRESSE@compuserve.com).
Vorschläge für den Medienpreis sind bis zum 15. April 2003 dem
Sekretariat der Medienkommission, Postfach 73, 1705 Freiburg, einzureichen.
Vom 24. bis 28. Februar 2003 fand in Kolumbien dem Land des ewigen
Frühlings eine Begegnung zwischen dem Präsidium des Rates
der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und dem Lateinamerikanischen
Bischofsrat (CELAM) statt. Anlass war die Versammlung der Generalsekretäre
der lateinamerikanischen Bischofskonferenzen.
CCEE wurde durch seinen Präsidenten, Msgr. Amédée Grab,
Bischof von Chur, den Vizepräsidenten, Msgr. Josip Bozanic, Erzbischof
von Zagreb, und Pr. Aldo Giordano, Generalsekretär von CCEE, vertreten.
1. Das Treffen der Generalsekretäre wurde am 25. Februar im Studienzentrum
«La Rondella» bei Medellín eröffnet. Den Auftakt
bildeten Berichte über die gesellschaftliche und kirchliche Situation
in den einzelnen Ländern sowie Informationen zu den wichtigsten Aktivitäten
von CELAM im vergangenen Vierteljahr. Die Arbeit von CELAM ist von der Diskussion
zum neuen Pastoralplan für die Jahre 20032007 geprägt: «Die
Kirche Haus und Schule der Gemeinschaft in einer globalisierten Welt.
Der Mensch im Zentrum der Globalisierung durch eine Globalisierung der Solidarität».
2. Die Generalsekretäre haben sich mit den ernsten und dringenden Problemen
Lateinamerikas auseinander gesetzt: Wirtschaftskrise, steigende Arbeitslosigkeit
und Armut, Gewalt, Korruption, Verletzung der Menschenrechte, Drogenhandel,
Kampagnen gegen die Kirche, Gefährdung des Schutzes der Familie. Venezuela,
Bolivien, Kolumbien und Argentinien scheinen die Länder zu sein, die
am meisten unter der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise leiden.
Andere Länder geben Grund zur Hoffnung, allen voran Brasilien, wo die
positiven Auswirkungen des Sozialprogramms von Präsident Lula erwartet
werden.
3. In diesem Zusammenhang ist die Kirche die Institution, der die Bevölkerung
am meisten Vertrauen entgegenbringt. Ihr Engagement für die gesellschaftliche
Versöhnung ist allgemein anerkannt. Die Bischöfe haben darüber
diskutiert, wie sie diesem Vertrauen gerecht werden und die Kirche immer
mehr zu einem Ort der Hoffnung auf einen Neuanfang und des gesellschaftlichen,
politischen und wirtschaftlichen Aufschwungs machen können. Evangelisierung,
Bildung, kulturelle Aktivitäten, Solidarität, Schutz der Familie
und des Lebens stellen die wichtigsten Arbeitsfelder der Diözesen dar.
Der wirkungsvollste Weg, um die sozialen Wunden zu heilen, scheint eine
Kirche zu sein, die «Haus und Schule der Gemeinschaft» ist (NMI
43).
4. Der Bericht von CCEE hat besonderes Interesse hervorgerufen: Evangelisierung
und Dialog zwischen Evangelium und Kultur, die Situation der Kirche in Europa,
Ökumene, die Mitwirkung am europäischen Einigungsprozess, die
aufmerksame Begleitung des Stabilisierungsprozesses in Südosteuropa
und die Situation im Nahen Osten. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch dem
Thema «Berufungen» gewidmet: Während in einigen europäischen
Ländern ein Rückgang der Priesteramtskandidaten zu beobachten
ist, kann in Lateinamerika eine wachsende Zahl an Seminaristen verzeichnet
werden.
5. Im Zentrum des Treffens stand vor allem die Frage, wie die Zusammenarbeit
zwischen Europa und Lateinamerika (CCEE und CELAM) weiter vertieft werden
kann. Folgende Themenkreise scheinen hierzu besonders geeignet:
6. Nach dem Treffen mit den Generalsekretären ist die Delegation
von CCEE nach Bogotà gereist, um den Sitz von CELAM und der Bischofskonferenz
von Kolumbien zu besuchen. Es folgte ein Besuch in Zipaquirà, der
Diözese von Bischof Jorge Jimenez Carvajal, Präsident von CELAM,
der im November 2002 von der Guerilla entführt worden war. Die Gewalt
der Guerilla und die sozialen Konflikte sind die Wunden Kolumbiens.
Am Ende des Treffens sagte Msgr. Jimenez in Bezug auf den Besuch von CCEE:
«Ein neues und historisches Fenster der Gemeinschaft und Zusammenarbeit
wurde geöffnet.» Und Msgr. Grab: «Diese Tage waren eine
Gnade.» Die intensivsten und eindrücklichsten Erfahrungen waren
die der Gemeinschaft und des Kirche-Seins: Sorgen und Hoffnungen wurden
geteilt, damit die Lebenskeime, die im Frühling Lateinamerikas innewohnen,
Nahrung und Raum zum Reifen finden.
Josef Csobanczy als Pfarrer für die Pfarrei Egerkingen (SO) im Seelsorgeverband Egerkingen-Fulenbach-Härkingen per 16. März 2003.
Am Montag in der Karwoche, 14. April 2003, feiert Bischof Kurt Koch zusammen
mit dem Presbyterium und den Seelsorgerinnen und Seelsorgern des Bistums
um 10.30 Uhr die Chrisam-Messe in der St.-Ursen-Kathedrale. In diesem Gottesdienst
weiht der Bischof das Öl für die Krankensalbung, das Katechumenenöl
für die Taufe sowie den Chrisam für Taufe und Firmung, für
Weihen und Konsekrationen.
Ein herzlicher Willkomm gilt den Priestern, Diakonen und Laientheologen,
welche ein Jubiläum ihrer Weihe/Institutio feiern, sowie den Ordensgemeinschaften.
Alle Gläubigen, die den Gottesdienst mitfeiern wollen, sind dazu herzlich
eingeladen.
Priesterrat und Rat der Diakone, Laientheologinnen und Laientheologen behandelten an ihrer ersten Sitzung 2003 am 25./26. Februar 2002 im Seminar St. Beat, Luzern den Statutenentwurf zur Grossräumigen Regionalisierung des Bistums Basel, den Entwurf einer Arbeitshilfe zu den Gottesdienstformen, und Weihbischof Denis Theurillat referierte zum Dokument der SBK «Sexuelle Übergriffe in der Seelsorge».
Die grossräumige Regionalisierung des Bistums Basel, die ab Mitte 2004 wirksam werden soll, nimmt Formen an dies belegte der Vorsitzende der Räte und Generalvikar, Pater Roland-B. Trauffer in seiner Einführung. Beraten wurde der Entwurf des Statuts, das Voraussetzungen schaffen soll, damit der Organismus «Bistum» auf allen Ebenen noch besser lebt. Die Einführung «Kirche wie sie im Bistum Basel lebt» wurde begrüsst. Sie weist auf einige Besonderheiten des pastoralen Zusammenwirkens im Bistum Basel hin. Die Beratung des Statuts belegte, dass es bereits eine ausgereifte Form erreicht hat. Die Räte brachten gute Ergänzungen und Präzisierungen ein, beispielsweise betreffend die anderssprachigen Missionen und die Spezialseelsorge, die Mitgliedschaft in den Dekanaten oder die Verständlichkeit der Formulierungen.
Nach kritischen Rückfragen und zahlreichen Anregungen der beiden Räte in der ersten Lesung wurde die überarbeitete und erweiterte Fassung dieses Dokuments durchberaten und fand gute Akzeptanz. Auch diesmal zeigte sich, wie sensibel das Thema der Gottesdienste ist, berührt es doch mit der Eucharistie den Zentralnerv der katholischen Kirche. Anderseits erfahren die nachkonziliären Spannungsfelder in der Liturgie ihre Verdichtung: um das Wirken der Priester und der Nichtordinierten, die Fragen um die Erweiterung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt und die Spannung zwischen der Autonomie der Pfarreien und ihrer Beziehung zur Universalkirche. In einer konstruktiven Atmosphäre und in qualifizierten und differenzierten Gesprächen anerkannten die Räte das Dokument als gute Grundlage und brachten nochmals kritische Fragen und Anregungen ein, die jetzt weiter vertieft werden.
Weihbischof Denis Theurillat stellte das Dokument der Schweizer Bischofskonferenz
zum Thema «Sexuelle Übergriffe in der Seelsorge» mit grossem
Einfühlungsvermögen den versammelten Räten vor. Er hob hervor,
dass die Bischöfe der Schweiz auf die Erschütterungen durch die
traurige Realität der «sexuellen Übergriffe» rasch
und direkt reagiert hätten. Das Erscheinen des Dokumentes habe etwas
Beruhigendes und ein gutes Gefühl vermittelt. Viele Leute hätten
den Wert der Überlegungen der Bischöfe anerkannt und könnten
so diese Studie im Alltag benützen.
Das Personalamt stellte den Räten einen Text der Arbeitsgruppe Beratung/Begleitung
zur Frage der Selbstvergewisserung des eigenen Handels vor, um ein spontanes
Echo dazu entgegennehmen zu können. Dieser Text wird im Rahmen des
Fortbildungskurses 2004 «Schaffung von Abhängigkeit Befreiung
von Abhängigkeit» thematisiert werden.
Hans Röthlin, emeritierter Professor
Der Verstorbene wurde am 23. März 1919 in Alpnach (OW) geboren und
am 2. Juli 1944 in Chur zum Priester geweiht. Von 19451948 wirkte er
als Vikar in Davos (GR) und von 19481957 als Kaplan in Sarnen. Von
19571976 war er als Professor am Kollegium, Schwyz, später Kantonsschule
Kollegium, Schwyz, tätig. Nach seiner Pensionierung bis zum Sommer
2002 lebte er still und zurückgezogen in Schwyz, bis seine Pflegebedürftigkeit
eine Übersiedlung ins Altersheim «Frohsinn» in Oberarth
notwendig machte. Dort verstarb er am 10. März 2003 und wird am 22.
März 2003 in Alpnach (OW) begraben.
Im Kloster Einsiedeln starb in den frühen Nachmittagsstunden des 27. Februar 2003 P. Beat Vettiger in seinem 85. Lebensjahr. Geboren am 7. Dezember 1918 in Bichwil (TG), verbrachte Josef Seferin Vettiger seine Jugend- und Schulzeit in Goldingen. Nach der Matura an der Stiftsschule Einsiedeln begann er im September 1940 das Noviziat im Kloster Einsiedeln und legte am 8. September 1941 als P. Beat die einfache und am 8. September 1944 die feierliche Profess ab. Am 26. Mai 1945 zum Priester geweiht, wirkte P. Beat während 50 Jahren als Seelsorger auf Klosterpfarreien: Kaplan in Freienbach, Pfarrvikar in Euthal und Trachslau, Pfarrer in Eschenz, Schnifis und zuletzt, von 19841994, in Feusisberg. Während fünf Jahren, von 19571962 versah er den Spiritualenposten im Kloster Fahr. 1994 wechselte P. Beat von Feusisberg in die Pflegeabteilung des Klosters Einsiedeln und wurde am 27. Februar von seinen Leiden und Altersgebrechen erlöst. Der Beerdigungsgottesdienst für P. Beat Vettiger und die anschliessende Beisetzung fanden am 3. März 2003 in der Klosterkirche Einsiedeln statt.