44/2002 | |
INHALT | |
Liturgie |
Der Band «Liturgie in Bewegung»<1> zeigt erste Ergebnisse der Erforschung gottesdienstlicher Erneuerung in den Schweizer Kirchen im 20. Jahrhundert. Das eigentlich ökumenische Projekt stand länger schon bevor. 20 Männer und 4 Frauen, welche ihre Arbeiten am Freiburger Kolloquium vorstellten, eröffnen mehrere Perspektiven: allgemeingeschichtlich und christkatholisch (je 1), evangelisch-reformierte (9), römisch-katholische (12). Vier der Beiträge sind akzentuiert ökumenisch gehalten. Der Blick der Orthodoxie ist wie bereits beim Kolloquium nicht mit vertreten. Geplant war ein von den Herausgebern gemeinsam verfasster Artikel über das «Unterschiedliche Konzept von kirchlicher Ordnung und gottesdienstlicher Improvisation». Das Kolloquium selber war jedoch anders konzipiert. Laut Bruno Bürki wollte es ein Inventar von möglichst vielem, was sich in diesem Jahrhundert ereignet hat, zusammenstellen.
Prof. Jakob Baumgartner SMB (19261996), der die Forschung ursprünglich anregte, pflegte am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Universität Freiburg eine engere Zusammenarbeit mit Titularprofessor Bruno Bürki. Beide sprachen öfters über das Vorhaben im Kreis der römisch-katholischen Schweizer Liturgiker. Nach längerer Vorarbeit zeigt das erste Ergebnis, wie vielschichtig gefärbt sich die Liturgie in der Schweiz des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. In einer hinführenden Projektdarstellung stellt Bruno Bürki fest, wie vielerorts eine «vertiefte Theologie der Liturgie», eine «erneuerte Gottesdienstpraxis» und «ein waches liturgisches Bewusstsein bei vielen Kirchengliedern» zu finden sind (17).<2> Gleichzeitig fehle heute liturgische Erfahrung und Kenntnis, trotz des Einsatzes markanter Persönlichkeiten und Vereinigungen im 20. Jahrhundert. Die ökumenischen Beziehungen vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil standen nicht auf dem heutigen Niveau, theologische und liturgische Strömungen ausserhalb des Landes waren stärker, dann aber die Eigenständigkeit von Schweizerinnen und Schweizern etwa im Bereich der Architektur und der sakralen Kunst bedeutend. Die neuen liturgischen Bücher seien unterschiedlich zu gewichten, das «offiziell approbierte katholische Rituale» und die den reformierten Kirchen in der Westschweiz «empfohlene Liturgie» (20) anders akzentuiert. Soziale und kulturelle Entwicklungen beeinflussten heute ebenso die Gottesdienstrealität wie die Liturgie, welche beispielsweise auch frauengerechter auszurichten ist. Zurzeit sei schliesslich allseitig eine aktive Teilnahme auffallend, welche das jeweilige Gottesdienstgeschehen trägt.
Teil I beschreibt «Liturgische Entwicklungen im Kontext von Kirche
und Gesellschaft». Zunächst trägt Martin Klöckener
in 10 kenntnisreichen Thesen zusammen, was zur «katholischen Liturgischen
Bewegung in Europa» gesagt werden kann.<3>
Dann nennt Urs Altermatt das Ergebnis der Entwicklung in der Schweiz «von
der Volksreligion zur Massenreligiosität» (45): Es war «ein
Katholizismus, in dem die ÐTheologie der Angstð und die ÐPastoral
der Qualð vorherrschte. In regelmässigen Zeitabständen brachten
glanzvolle Kirchenfeste mit barockem Pomp ein Stück Triumphalismus
in den rigiden Alltag des katholischen Milieus. Nach aussen wurden die Gläubigen
in einem engmaschigen Netz von Bruderschaften, Kongregationen und Vereinen
abgeschirmt. Gemeinsame Kultformen und Zeremonien bewahrten die Katholiken
in ihrer Weltanschauung und Moral» (46). Für heute lasse sich
auf dem geschichtlichen Hintergrund der geschlossenen katholischen Welt
(18501950) «sogar die provokative These aufstellen, dass der
Rückgang in der religiösen Praxis der Durchschnittskatholiken
eine Rückkehr zur historischen Normalität» (51) darstelle.
Vermutlich habe der moderne religiöse Synkretismus grosse Ähnlichkeit
mit der prämodernen Lage des abendländischen Christentums. Altermatts
Schluss hat einige Brisanz: Die postkonziliare Kirche betreibe eine «positive
Weltinterpretation, um aus den traditionalen Frontstellungen gegenüber
der Moderne herauszukommen» und akzeptiere damit den «Kompromiss
mit der Welt, um die innere Autonomie zu bewahren» (51). Ob sich Altermatts
These in dieser Form mit der gottesdienstlichen Realität heutiger Pfarreien
verknüpfen lässt?
Gottfried Hammann reflektiert «theologische Voraussetzungen und hermeneutische
Implikationen» (52f.)<4> und macht
reinen Tisch mit gelegentlich unklar verwendeten Begriffen. War es nicht
Ildefons Herwegen, der betont von gottesdienstlicher «Erneuerung»
sprach? Im Französischen wird aus «Erneuerung» ein «Renouveau
liturgique». Im Motto des Kolloquiums wird Liturgie und «kultische»
Realität an ihr miteinander in Deckung gebracht. Dies lässt Hamman
fragen: «le Ðrenouveau liturgiqueð et le Ðrenouveau cultuelð
recouvrent-ils une même problématique?» Hammann bringt
dann ausdrücklich die reformiert-protestantische Theologie eines Jean-Jacques
von Allmen in die Nähe des Liturgiebegriffes des II. Vatikanums (52,
Anm. 1). Im nächsten Bericht nennt Paul Schwaller als «Wegbereiter
der liturgischen Erneuerung in der Schweiz» unter anderem Prälat
Dr. Josef Meier (19041960), Paul Deschler (*1906), Dr. Eugen Egloff
(19081971), Dr. Anton Hänggi (19171994). Sinnigerweise folgt
der Aufsatz von Maria Paiano über «Liturgie et société
dans les mouvements suisses de jeunesse catholique entre les deux guerres».
Weitere Studien seien zu erbringen, um das Terrain der Geschichte der Liturgischen
Bewegung in der Schweiz urbar zu machen. Ein Stück dieser Arbeit unternimmt
Arnaud Join-Lambert, der am Beispiel von Christ-Roi (Freiburg) die Jahrgänge
19431980 der «bulletins paroissiaux» analysiert. Als direkte
Zeugen und Mittel der liturgischen Reform sind sie auch Quellen der Forschung
und nicht zu vernachlässigen (89105).
Dann geht Matthias Drögsler den «Anfängen der Basler Liturgischen
Kommission» nach. Ab Anfang 1965 war der Kontakt zu den einzelnen
Dekanaten eines der Kommissionsanliegen. In diese Richtung zu gehen, beauftragte
Bischof Franziskus von Streng den Seelsorger Paul Schwaller. Die Kommissionsarbeiten
und Studientagungen wurden in der Folge vom bedeutenden Liturgiker Bischof
Anton Hänggi stark gefördert. Seither steht bei dieser Arbeit
das Erlebnis des Miteinanders im Feiern verschiedenster Liturgien im Zentrum.
Entgegen der Behauptung des Autors ist das Interesse an liturgischen Fragen
in den Dekanaten zurzeit nach wie vor vorhanden. Nur ist es stark ausdifferenziert.
Frauen, Männer, Jugendliche, Kinder in die Welt des Gottesdienstes
einführen, tun unterdessen nicht wenige (vorab Frauen!) mit grossem
Engagement. Sie suchen dabei nach einer den örtlichen Verhältnissen
angepassten liturgischen Sensibilität (115). Den «Wandlungen
des Fronleichnamsfestes in Deutschfreiburg im 20. Jahrhundert» (118129)
geht Thomas Perler nach. Die Fragen nach Sinn und Bedeutung einer öffentlichen
Darstellung des Paschamysteriums in unserer post-volkskatholischen Zeit
werden hier anschaulich diskutiert.
Weitere Stimmen zum Leitmotiv «Liturgie in Bewegung» folgen.
Zunächst stellt Guido Muff OSB die Frage: «Inexistenz einer Schweizer
Liturgischen Bewegung?» mit Augenmerk auf das 3. und 4. Jahrzehnt
des 20. Jahrhunderts und damit jenem Teil der klassischen liturgischen Bewegung,
in deren Verlauf sich die Leitung der katholischen Kirche ihrer vermehrt
annahm. Erneut zeigt ein Autor, dass eine der besonderen Stärken der
Schweiz während der neueren Liturgiegeschichte darin liegt, dem Unaussagbaren
bedeutende künstlerische Stimmen geliehen zu haben. Kirchenbau, darstellende
Kunst und Paramentik in der Schweiz aus der ganzen Zeit der liturgischen
Bewegung bis heute zeugen davon. Hingegen sei hier die allgemeine Ausgangslage
für eigentliche liturgische Zentren wie etwa Maria Laach nicht vorhanden
gewesen. Die nahe liegendere eigene (politische) Gemeinde und Region in
der Schweiz bestimmen wohl mehr als von aussen wahrgenommen die kulturellen
und religiösen Entwicklungen. Kann aber mit dem Autor von einem «radikalen
Bruch mit der Tradition» (137) gesprochen werden? Anregungen aus anderen
Ländern verschloss man sich nicht generell, suchte sie eher zu assimilieren.
Muff nennt die «Semaines romandes de musique et liturgie». Die
Deutschschweiz betreffend wären die «Vereinigung für Kirchenmusikalische
Werkwochen» (VKW) und die späteren Einsiedler Liturgie-Seminare
zu berücksichtigen. Erstere wuchs heraus aus den «Gregorianischen
Choralwochen» (Anfang 40er Jahre). Dazu könnten wertvolle Erfahrungen
von Walter Wiesli SMB befragt werden.<5>
Eine reichhaltige Fundgrube von Texten aus einem grösseren Buch steuert
André Bardet bei. «Le mouvement liturgique dans l'Église
réformée du Pays de Vaud» macht speziell bekannt mit
der 1930 gegründeten, bis heute existierenden Gruppe «Église
et Liturgie». Sie beruht auf einem «statut fondamental»
(141143). Der ehemalige Promoter dieser Gruppe, Richard Paquier (19051985),
insistierte innerhalb der in der Waadt integrierten calvinischen Richtschnur
stark auf der Wiedergewinnung neuer Nähe zur frühen Kirche. So
betrachtet einer betont evangeliumsnahen Physiognomie mit ökumenischer
Ausrichtung. Bardet und ebenso Bruno Bürki (3. Teil des Aufsatzes)
machen sichtbar, wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts innerhalb
der reformierten Kirche der Waadt eine eigenständige Bewegung besonders
die eucharistische Liturgie förderte; dadurch das Vorfeld schaffend,
in der sich weitere ökumenische Bestrebungen auf dem Feld der Liturgie
ereignen konnten. Entstehung und Entwicklung der beiden Gemeinschaften von
Taizé (Burgund) und Grandchamp (Neuchâtel) zeigen dies besonders
auf. Darum auch ist die Darstellung von Sur Minke de Vries mit viel Gewinn
zu lesen. Als ehemalige Priorin schildert sie «La vie liturgique de
la Communauté de Grandchamp» (160175). Der Eindruck ist
begründet, dass hier eine monastische Frauengemeinschaft zum Zentrum
gelebter liturgischer Reform in der Westschweiz wurde, weil sie zu eigenständigem
Liturgieprofil fand, obwohl in seiner Herkunft mit der Liturgie von Taizé
verknüpft. Die Überlegungen aus Grandchamp helfen ebenso, dem
«Stachel der Trennungen» in der Ökumene ein Stück
Härte zu nehmen.
Teil II stellt «Die Revision liturgischer Ordnungen und Bücher» in den Mittelpunkt. Teils zweisprachig beschreibt Bruno Bürki umfassend die «Schweizer evangelisch-reformierten Gottesdienstbücher im 20. Jhd.», nicht ohne auf deren formende Funktion für die einzelnen Kantonalkirchen hinzuweisen. Die gemeinsam mit den anderen Landeskirchen veröffentlichten Texte anlässlich der Expo 1964 in Lausanne, im Hinblick auf die ökumenische Feier der Trauung oder die ökumenische Gesangs- und Gebetshilfe der Schweizer Armee (1990) berechtigen nach Bürki zur Hoffnung auf zunehmende Konvergenz. Aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpft Alfred Ehrensperger. Er stellt «Die Gottesdienstreform der evangelisch-reformierten Zürcher Kirche von 19601970 und ihre Wirkungsgeschichte» vor. Zusammen mit der Auflistung der Motive dieser Reform, ihrer Bedeutung und ihrer Grenzen liefert der Beitrag zudem ein Instrumentarium, welches für eine generelle Überprüfung der Aus- und Fortbildung von Seelsorgekräften anderer Konfessionen nützlich sein kann. Bei seiner Erläuterung des Gottesdienstverständnisses, welches die Zürcher Disputation 84 durchdrang, nennt der Autor den Grundsatz der «participatio actuosa» und sieht hier mit dem direkten Hinweis auf die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils eine grosse Nähe zur katholischen Schwesterkirche. Ebenso wird auf einige Konkretionen liturgischer Kompetenz hingewiesen. Ergebnis: «Auch wenn die Früchte der Zürcher Gottesdienstreform nicht sofort, sondern erst ein bis zwei Generationen später erkennbar wurden, hat sie doch einen Prozess des Nachdenkens ausgelöst, hinter den wohl niemand mehr zurückgehen möchte: Die gesellschaftliche Stellung des öffentlichen Gottesdienstes, sein Sprachcharakter, sein Wegcharakter und seine sachgemässen Gestaltungsmöglichkeiten bedürfen einer permanenten Reflexion» (204). Vertiefte Überlegungen stellt dann Alexander Völker an über «Das Eucharistiegebet in der Abendmahlsfeier der reformierten Schweizer Agenden». Erstaunlich, wie hier starke Einflüsse aus der nachkonziliaren reformkatholischen Eucharistiefeier sichtbar werden. Völker muss die Frage stellen, «ob die Schweizer Landeskirchen gut beraten waren, eine langfristige Erneuerung von Gottesdienst und Abendmahl mit Hilfe einer ÐUmschaltungð auf den Gottesdienst nach der Messstruktur zu initiieren» (215). Der Autor rekurriert indes in knappen Zügen auf die altreformierte Liturgiestruktur. Das reformierte Abendmahl heute zeige eine erfreuliche ökumenische Bewegung. Insgesamt ein Beitrag mit Plädoyer-Charakter für lokale und regionale Identität gottesdienstlichen Feierns und Handelns, welches für ökumenische Kooperationen offen bleibt! Martin Klöckener berichtet gründlich über «Die Reform der Schweizer katholischen diözesanen und interdiözesanen Ritualien im 20. Jahrhundert». Diese stark von historischem Interesse geprägten Darlegungen machen deutlich, wie sich bei der Reform der Ritualien (18921956) ab den späten 30er Jahren eine leichte Annäherung an die Intentionen der Liturgischen Bewegung entwickelte, gleichzeitig aber von den Bischöfen die Verbindlichkeit der römischen Leitlinien für jedes Liturgiefeiern angemahnt wurde. Am Rande werden die Verbindungen zu Romano Guardini und Pius Parsch gestreift und als Ergebnis der Ausführungen verdeutlicht, wie in der ersten Jahrhunderthälfte eine «permanente Spannung zwischen universalkirchlichem und ortskirchlichem Liturgiebuch» (252) bestand. Ebenso wie bereits 1892 das Rituale in der St. Galler Volksausgabe das zentrale Anliegen liturgischer Erneuerung nämlich den bewussten und tätigen Mitvollzug an (sic!) den Feiern vorausnahm. Dies sei vor der Zeit der klassischen liturgischen Bewegung mit ihren Protagonisten im frühen 20. Jahrhundert geschehen. Dann erinnert Paul Schwaller an die Bemühungen um «Die Schweizer Einheitslieder. Wie es zum katholischen Kirchengesangbuch der Schweiz kam». Der Ansatz der 30er Jahre gelang nicht, ein Einheitsgesangbuch im gesamten Sprachraum ebenfalls nicht. Im September 1964 wurde in der Folge auf eine Zwischenlösung gedrängt. Während der letzten Konzilssession 1965 fiel schliesslich trotz der ausstehenden Reform des Ordo Missae! der Beschluss zur Herausgabe des bis vor wenigen Jahren gültigen und zweimal teilrevidierten KGB.
Seit 1998 nun stehen in der deutschsprachigen Schweiz zwei neue Meilensteine
für den Gesang im Gottesdienst bereit. Demgemäss schreibt Hans-Jürg
Stefan «Zur Bedeutung der neuen Schweizer Kirchengesangbücher
für die liturgische Erneuerung». Lakonische Feststellung, dass
die Kirchen im ausgehenden 20. Jahrhundert «noch nicht reif»
(264) waren für ein allen Konfessionen gemeinsames Gesangbuch. Dennoch
wird aufgrund der eigenständigen Entwicklungen in der Schweiz sichtbar,
wie nahe die gemeinsamen Traditionen im Liedgut der Katholiken und Evangelisch-Reformierten
liegen. Diese Arbeit an den Gesangbüchern trägt prägnant
ökumenischen Zeugnischarakter: «Die Öffentlichkeit erwartet
von den Kirchen keine ÐPapiere wachsender Übereinstimmungð,
sondern profiliertes Auftreten, Bekennen, Beten, Feiern und Handeln in gemeinsamer
Perspektive. Die neuen Gesangbücher sind Schritte auf diesem Weg
ein Versuch, dem rasanten gesellschaftlichen Wandel mit vereinten Kräften
zu begegnen» (266). Sichtbar werden damit die Konvergenzen auf konzeptioneller
Ebene. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die zwei Kirchengesangbücher
meines Erachtens das heute weitestgehende «Zeichen versöhnter
Verschiedenheit» in diesem Land setzen. Dazu hat die konzeptionelle
Vorentscheidung beigetragen, die zwar je unabhängig voneinander um
das Jahr 1985 fiel: Das gemeinsame Liedgut sollte Vorrang haben. Eine hohe
ökumenische und internationale Gemeinsamkeit wurde erreicht, gleichzeitig
bleiben klare konfessionelle Profilierungen einerseits einem «lebens-theologischen
Ansatz» (röm.-kath.) folgend, anderseits getragen vom Leitmotiv
«Gottesdienst» (evang.-ref.) (273f.).<6>
Als Kurzbericht folgt Jean-Claude Crivellis: «La collaboration de
la Suisse romande au développement de la liturgie catholique dans
les pays francophones». Der Leser erahnt, welchen Herausforderungen
sich die frankophonen Sprachgebiete gegenübersehen, nicht zuletzt auch
im Blick auf die Neuformulierung der Messbuch-Texte. Crivelli äussert
sich am Schluss eindeutig: «Il devient urgent que les Évêques
se prononcent sur la pastorale liturgique et sacramentelle qu'ils entendent
mener et que, par conséquent, ils veillent à prendre les moyens
pour la mettre en uvre particulièrement le choix et la formation
de liturgistes compétents.» Im deutschen Sprachgebiet wirkten
von jeher Schweizer Vertretungen mit. Dies zeigt die Darstellung von Anton
Pomella über «Die Mitarbeit der Schweizer Kirche in der Internationalen
Arbeitsgemeinschaft der Liturgischen Kommissionen im deutschen Sprachgebiet
(IAG)». Zu erfahren ist, wie Prof. Anton Hänggi treibende Kraft
dieser katholischen (!) Zusammenarbeit über die Grenzen war. Man traf
sich zur Gründung im Januar 1969, danach mehrfach in Zürich. Es
wird nicht gezeigt, ob auch Frauen in der IAG engagiert waren. In einer
der Arbeitsgruppen für die Messbuchrevision wirkt beispielsweise Irmgard
Pahl mit, ehemalige Mitarbeiterin von A. Hänggi, als solche nicht Unbekannte
in der Schweiz. Informativ auch der Aufsatz von Herwig Aldenhoven zur «Gottesdienstlichen
Erneuerung in der Christkatholischen Kirche der Schweiz im 20. Jahrhundert»
und ihrer «Revision der liturgischen Bücher».<7>
Was nicht geläufig ist, wird hier sichtbar: Die gemeinsame Bussfeier,
welche «schon seit den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts» in
der christkatholischen Kirche der Schweiz galt! Ebenso wäre zu erwähnen,
welch steigenden Einfluss jüngst auch über die Konfessionsgrenzen
hinaus eine wegweisende Publikation aus dem Katholischen Bistum der Alt-Katholiken
in Deutschland bis in die Schweiz mit dem Buch «Die Feier der Eucharistie»<8> entfaltet. Die darin neu gefassten Gebete
sind in angemessene heutige Sprache gebracht, zeigen eine gültige Weiterentwicklung
der auch vom Römischen Messbuch gebrauchten Texte und sind auch in
der überlegten Zusammenstellung mehrerer Eucharistiegebete eine praktische
Hilfe, auch für eine katholische Liturgie, die offen bleibt für
ökumenische Gastfreundschaft.
Teil III vermittelt «Neue Anstösse». Ein Stück
dosierter Resignation spricht aus den Ausführungen von Anton Cadotsch,
ehemals leitend tätig in den Vorbereitungen und im Präsidium der
Diözesansynode Basel: «Die Synode 72 und ihre Wirkung auf das
gottesdienstliche Leben in der Schweiz». Im Anschluss an die Liturgische
Bewegung und das Konzil sei es für Gemeinden und Seelsorger wie Seelsorgerinnen
selbstverständlich geworden, dass der Gottesdienst, insbesondere die
Eucharistiefeier und die übrigen Sakramentenfeiern, in der Muttersprache
vollzogen werden. Daraus ergebe sich mitunter die «zentrale Schwierigkeit:
Gerade weil wir jetzt verstehen, was in Schriftlesung und sakramentaler
Feier gesprochen wird, verstehen wir nicht mehr, was in der Feier der Eucharistie
und der übrigen Sakramente wirklich geschieht» (316f.). Es sei
zurückgefragt: Nährt sich nicht eines aus dem anderen? Stehen
inneres Verständnis der Schrifttexte (Schriftsinn und eine mögliche
Symbolisierung durch entsprechende Darstellung) und innerer Sinn des jeweiligen
Feier-Mysteriums nicht in einem gegenseitig befruchtenden Verhältnis?
Wo und wie ist eine kongruente Sprache möglich? Wie kann in allen Lebensaltern
nach einer Kultur liturgischen Verstehens mit allen Sinnen gesucht werden?
Letztlich sind dies Fragen der Mystagogie, die auch konkreter Einübung
in gottesdienstliches Tun bedürfen. Cadotsch weist dann auf das «Schweizer
Hochgebet» als besonderen Beitrag für die Gesamtkirche. Er schliesst
mit Hinweisen auf die Anstösse der Synode zur Buss- und Beichtpraxis.
Dabei kann eine Bemerkung zur Not von Menschen, die eher psychotherapeutische
Hilfe nötig hätten als die sakramentale Lossprechung, abwertend
verstanden werden (323).
Marianne Périllard weckt dann mit ihrem stimmungsvollen Erfahrungsbericht
besondere Aufmerksamkeit. Sie beschreibt «Le Synode protestant suisse
(19831987) et le renouveau du culte». Bei allem «Hoffnung
wagen» (Leitmotiv der Synode) galt es bescheiden zu bleiben, getragen
von jener Sicherheit, «que le renouveau ne peut jamais être
l'uvre de la seule volonté humaine» (325). Die Gruppe «Erneuerung
des Gottesdienstes» handelte ihr Thema nicht einfach ab, sie feierte
ebenso und begegnete der besonderen Schwierigkeit, die Kinder nicht nach
Wunsch integrieren zu können. Von Beginn weg zelebrierte man im Rahmen
der Synode regelmässig das Abendmahl («la sainte cène»),
publizierte eine Auswahl von liturgischen Texten in polykopierter Form.
Versuche, Gottesdienste in verschiedenen Formen zu feiern, liessen ein neues
Bewusstsein wachsen. Zwischen den Zeilen erkennt der Leser die Intention
dieser Arbeit. Männer und Frauen, Theologen und Nichttheologen auch
aus anderen Konfessionen suchten nach jener liturgischen Spiritualität,
die ihre Ausrichtung auf Gott und die Menschen natürlich zusammenklingen
lässt, ohne in Einseitigkeiten (reine Theozentrik bzw. Anthropozentrik)
abzudriften. Marianne Périllard legt nochmals die erarbeiteten «Zwölf
Thesen zur Erneuerung des Gottesdienstes» vor, die sie nun Jahre danach
an ihrer Wirkung überprüft und das Ergebnis einer grösseren
Umfrage erörtert. Allgemeine Bilanz: In der Deutschschweiz scheine
es in der Folge eine grössere Veränderung gegeben zu haben als
in der Westschweiz, was die Entwicklung der Liturgie, die stärkere
Beteiligung beim Gemeindegesang, die einfachere Sprache betreffe. «Évolution
beaucoup plus nette aussi en Suisse alémanique en ce qui concerne
la sollicitation de la personne tout entière dans le culte (333f.)».
«Einige Hinweise zur liturgischen Relevanz von Frauengottesdiensten» gibt dann Christoph D. Müller. Liturgiker hätten bisher Frauengottesdienste selten zur Kenntnis genommen und wissenschaftlich rezipiert. Für Müller machen die Defizite in konventionellen Gottesdiensten wie etwa die Distanz vieler Liturgien zu Alltagserfahrungen von heute vor allem von Frauen deutlich, dass die schliesslich auch von Paulus genannte Freiheit in kirchlich approbierten Liturgien noch keine angemessene Gestalt gefunden habe. Die «lange Geschichte des gestörten Verhältnisses zwischen Frauen und offizieller Liturgie» (344) gelte es ebenso wahrzunehmen wie auch die verschiedenen Charakteristika von Frauengottesdiensten. Der Autor erläutert zudem aus der Sicht praktischer Theologie einige Thesen zur Weiterarbeit. Für ihn sind Kirchen und gerade auch ihre Liturgien tief greifend «kontextuell verwickelt... mit allen gravierenden theologischen Problemen, die sich daraus ergeben». Sie sind auch in die heutige Zeit der staatlichen Gleichberechtigungsparagraphen oder auch die Not des Pfarrermangels(!) verwickelt. Insgesamt stelle dies vor «das komplexe und provokative Problem der theologischen Relevanz nichttheologischer Faktoren auch in der Liturgiewissenschaft» (353). Birgit Jeggle-Merz steuert eine wertvolle Arbeit bei zur Thematik «Liturgie und Frauenfrage Frauen-Liturgien als zeitgenössischer Beitrag zur Vielfalt gottesdienstlichen Lebens der Kirche» und hält fest: Es gibt eine grosse Bandbreite von Feiern, die sich als «Frauen-Liturgien» fassen lassen bis und mit Gottesdiensten im Umfeld feministischer Bewegung. Alle seien auf der Suche nach Wegen, wie die christliche Botschaft gelebt werden könne. Wie diese Liturgiefeiern verstanden werden, wird an Erfahrungsberichten dargestellt: Liturgie hat etwas mit dem eigenen Leben zu tun und habe eine politische Dimension. Jahre nach der grundlegenden Reform des katholischen Gottesdienstes haben sich Liturgien von Frauen entwickelt und stehen laut Jeggle-Merz nicht sehr nahe der jüdisch-christlichen Feiertradition. Die ganze «Bewegung» sei aber nun dorthin gekommen, «die gottesdienstliche Praxis der Frauen kritisch zu reflektieren und an einigen Punkten mit der gottesdienstlichen Tradition der Kirche zu korrelieren» (362). Die Intention der Autorin geht wohl in die richtige Richtung, das jeweilige Feiern in höhere Nähe biblischer Spiritualität zu bringen<9>. Thematisch zeigen sich Liturgien von Frauen weit gefächert. Die Teilnehmerinnen lassen sich darin «durch die Erinnerung an Frauen aus der Geschichte zu Protest gegen Gewalt und zu vollmächtigem Handeln inspirieren», setzen sich «neu mit der theologischen Tradition auseinander», «begehen Anlässe aus dem Leben und der Arbeit rituell», «feiern den Jahreskreislauf und die Schöpfung» (365f.). Das zentrale Thema der «Sprache im Gottesdienst» stellt dann Jeggle-Merz in den Rahmen (langwierig!) laufender Revisionsschritte für das deutsche Messbuch.<10> Sie schliesst mit dem deutlichen Hinweis auf das wissenschaftliche Selbstverständnis von Frauen. Ihnen gehe es um die «enge Verknüpfung von Theorie und Praxis» (370). Schliesslich stellt Burghard Fischer eine kirchenpolitisch drängende Frage. «Ökumenische Gottesdienste als gemeinsame Eucharistiefeiern?»
Als jüngster unter den Autoren zeichnet er die «Entwicklung ökumenischer Gottesdienste in der Schweiz» nach. Das Problem ist bereits über mehrere Generationen alt, der Konsens unter den Kirchen lange nicht erreicht. Vor dem II. Vatikanischen Konzil gab es «Aufbrüche im Kleinen» (Paul Couturier, die Bruderschaft von Taizé, Otto Karrer, Richard Kraemer u.a.). Daran knüpfte das konziliare Dekret zur Ökumene (UR Nr. 8), das «gemeinsame Gebet» als offizielles Anliegen der Kirchen benennend. Daraus wuchs der kirchenamtlich allseits anerkannte Wortgottesdienst, wie ihn am Ende des Konzils Paul VI. als «Sacra celebratio ad christianorum unitatem fovendam» feierte. Im Schweizer Kontext kam es bei der weiteren Entwicklung dieser Ausgangslage zu Konflikten, welche Fischer wie folgt zusammenfasst: «Je mehr deutlich wurde, dass die Abendmahls- bzw. Eucharistiegemeinschaft in naher Zukunft nicht durch ökumenische Dialoge und Konsense herbeigeführt werden konnte, desto mehr sah man in ihr nicht nur die Krönung des Weges zur Einheit, sondern wollte sie bereits in den Weg integrieren. Weil dies die römisch-katholische Kirche nicht sanktionierte, wurde an den Regelungen kirchlicher Leitungsinstanzen von aussen zunehmend der Begrenzungsaspekt wahrgenommen, obwohl sich substantiell an den vertretenen Positionen nichts Grundlegendes geändert hatte» (278). Seit der Nachkonzilszeit flackerte in der Schweiz stets neu die Hoffnung auf, dass sich Richtlinien und Grundsätze wie diejenigen der drei grossen Landeskirchen von 1970 und 1979 als vorläufig erweisen mögen. Im Umfeld der Synode 72 verschafften sich grössere ökumenisch interessierte Arbeitsgruppen und Kreise Gehör. Gleichzeitig hatte man aus den offiziellen interkirchlichen Gesprächskommissionen von Diskussionen vernommen, in welchen «eine gegenseitige Aufnahme von evangelischen bzw. katholischen Christen zu einer katholischen bzw. evangelischen Eucharistiefeier» erörtert wurden, der «keine unüberwindlichen Hindernisse» gegenüber stünden. Dies sollte aber Ausnahme bleiben! Fischer gibt deutlich zu verstehen, dass sich durch die jüngere strikte Reglementierung gemeinsamer Eucharistiefeiern immer im Sinne der seit 1970 geltenden Richtlinien und Empfehlungen<11> letztlich das Ende von Illusionen eingestellt hat. Sowohl der Bettagsbrief der Schweizer Bischöfe zum Thema «Eucharistische Gastfreundschaft» (1986) wie dann auch deren Lesehilfe zum neuen Ökumenischen Direktorium (1993) wollten nicht verhindern, dass die Suche nach der Gemeinschaft unter den Konfessionen weitergehe. Fischer diagnostiziert einen Stillstand in der Frage, erwähnt aber auch die Haltung Konrad Raisers, der die weitere Kraft ökumenischer Bewegung und ihrer Träger 1989 davon abhängen sah, ob es gelingt, «den Konflikt der Träger in einen produktiven Impuls zu verwandeln. Dies setzt freilich voraus, dass alle Partner bereit sind, sich selber zu relativieren und dem Geist Gottes mehr zu trauen als ihren Strategien» (385). Die Folgerung des Autors, ökumenische Gebets- bzw. Wortgottesdienste als «heilsame Ergänzung zur vielfach dominierenden Monokultur der Eucharistie» (390f.) zu begreifen, hängt dann doch etwas in der Luft angesichts der Realitäten in Pfarreien und Kirchgemeinden. Letztlich müsste den Seelsorgerinnen und Seelsorgern vor Ort die Freiheit gegeben sein wo es nicht anders geht Feiern auch am Sonntag ohne Eucharistie durchführen zu können. Dazu braucht es deutlichere Ausnahmeregelungen als die bisher umschriebenen.
Die Autorinnen und Autoren von «Liturgie in Bewegung» gehören mehrheitlich der Generation der über 60-jährigen an. Diese hat bis in ihre Forschung dem Wort nachzuleben gelernt, «Liturgie als Höhepunkt und Quelle» (II. Vat.) allen kirchlichen Tuns zu erkennen, wohl wissend, dass sich das ganze Tun der Kirche nicht in der Liturgie erschöpft (SC 9). Darin sind sich wohl alle Kirchen einig. Wohin bewegt nun dieser Band «Liturgie in Bewegung»? Er kann in der Erforschung des liturgischen Lebens des vergangenen Jahrhunderts als erster gelungener Ausgangspunkt gelten, geschichtliche Zusammenhänge zu erkennen und lange erdauerte Entscheidungen zu verstehen. Forschung, die darin ihren Sinn findet, ist legitim. Blickt man jedoch aufgrund pastoralliturgischer Notwendigkeiten auf die Retrospektive «Liturgie in Bewegung», ist es angebracht, an die verschiedenen Verantwortlichen für das liturgische Leben in der Schweiz die Anfrage zu stellen: In wessen Dienst steht die Förderung liturgischer Ausbildung und Fortbildung einschliesslich des Faches Liturgiewissenschaft, welches seit längerer Zeit nicht überall eine eindeutige Ausrichtung auf das im Heute und Morgen Notwendige erkennen lässt? Gut zu wissen, woher Liturgie im 20. Jahrhundert in der Schweiz bewegt war. Um aber künftig deutlicher antworten zu können, wohin die Erforschung der Liturgie und nicht nur ihrer Geschichte bewegt, bin ich der Meinung, dass die Intentionen von Forschungsvorhaben deutlicher darauf ausgerichtet werden, tragfähige Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Dazu gehören die nötigen Effekte für die pastoralliturgische Praxis. In der Situation der Geisteswissenschaften, die wissenschaftspolitisch am Rande stehen, gilt es nicht nur geistiges Erbe zu unterhalten es ist auch zu kultivieren und konkret umzusetzen. Ist nicht die tägliche Praxis der Ort, wo letztlich der Weg mit den Menschen gefunden werden will auch durch eine Liturgie, die Gottes Zuwendung und Anspruch im Heute feiert?
1 Der Band dokumentiert Beiträge zum Kolloquium «Gottesdienstliche Erneuerung in den Schweizer Kirchen im 20. Jahrhundert» vom 1.3. März 1999 an der Universität Freiburg/Schweiz [Liturgie en mouvement. Actes du Colloque Renouveau liturgique des Églises en Suisse au XXe siècle, 13 mars 1999, Université de Fribourg/Suisse]. Herausgeber: Bruno Bürki/Martin Klöckener unter Mitarbeit von Arnaud Join-Lambert, Universitätsverlag Freiburg Schweiz/Labor et Fides Genève 2000.
2 Die Zahlen in Klammern bedeuten die Seitenzahlen in «Liturgie in Bewegung».
3 Mit Auswahlbibliographie. Zu weiteren Hinweisen vgl. man meine Arbeit: Aktive Teilnahme. Kriterium gottesdienstlichen Handelns und Feierns. Zu den Elementen eines Schlüsselbegriffes in Geschichte und Gegenwart des 20. Jahrhunderts. Lang-Verlag, Europäische Hochschulschriften, Reihe 23, Theologie: Band 250. Bern, Frankfurt/M., New York 1985. 854 Seiten. Darin zur Einschätzung der Liturgischen Bewegung: S. 151169.
4 Zu weiteren Begriffen wie «liturgische Bestrebungen» vgl. Guido Muff OSB in: aaO. 130f.
5 Auch was die seit 1980 stattfindenden Einsiedler Seminare für Liturgiegruppen betrifft. W. Wiesli: «Durch diese Lernfelder gingen Hunderte von Personen, deren Schulung am Schluss mit einem Zertifikat bestätigt wurde.»
6 Hilfreich ist der tabellarische Überblick zur Gesangbucherneuerung: 278281.
7 Beigefügt ist das von Pfr. Roland Lauber erstellte Verzeichnis der liturgischen Bücher dieser Kirche in der Schweiz.
8 Die Feier der Eucharistie im Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland. Für den gottesdienstlichen Gebrauch erarbeitet durch die liturgische Kommission und herausgegeben durch Bischof und Synodalvertretung, München 1995, 21997.
9 Vgl. dazu auch Klaus Berger, Das Verhältnis zwischen Spiritualität und Mystik, in: ders., Was ist biblische Spiritualität?, Gütersloh 2000, 228241.
10 Dazu Irmgard Pahl, Wie heute sprechen in der Liturgie?, in: B. Kranemann u.a. (Hrsg.), Heute Gott feiern. Liturgiefähigkeit des Menschen und Menschenfähigkeit der Liturgie, Freiburg i.Br. 1999, 112122, und S. Schmid-Keiser, Sprache und Liturgie. Kommentierender Bericht zum gleichnamigen Workshop vom 23.25. Februar 2000 auf Burg Rothenfels am Main, in: SKZ 169 (2001) 5153.
11 Rekurs auf Richtlinien und Empfehlungen für das gemeinsame Beten und Handeln der Kirchen in der Schweiz. Hrsg. v. Vorstand des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Konferenz der römisch-katholischen Bischöfe der Schweiz , Bischof und Synodalrat der christkatholischen Kirche der Schweiz, Zürich 1970.