22/2002

INHALT

Lesejahr A

Rechtfertigung - Menschenwürdiges Leben für alle

Detlef Hecking zu Röm 3,21-25a.28

 

Auf den Text zu

Der Römerbrief gilt als schwere theologische Kost. Und zugegeben: Es ist schwere Kost. Paulus entfaltet in Röm einige komplexe Themen, die ihm zutiefst am Herzen liegen. Berühmt geworden ist vor allem die «Rechtfertigung aus dem Glauben», mit der am 9. Sonntag im Jahreskreis auch eine ungewöhnlich lange Lesereihe beginnt (16 Sonntage in Folge). Die Lesereihe ist somit eine hervorragende Möglichkeit, paulinische Theologie nach- und neuzudenken ­ nicht nur zur Predigtvorbereitung, sondern auch zur persönlichen Weiterbildung. Die Textauswahl der Leseordnung macht dies jedoch nicht leicht, da sie kein echtes Konzept erkennen lässt. Es handelt sich eher um eine Blütenlese, die die einzelnen Gedanken mehr oder weniger willkürlich aus ihrem Zusammenhang in Röm herauslöst und nur selten die Möglichkeit bietet, einen paulinischen Gedankengang über mehrere Schritte zu verfolgen.
Wer 3,21­26, den Auftakt der Lesereihe, verstehen will, muss sich zunächst mit dem paulinischen Gedankengang in 1,18­3,20 vertraut machen. Zwei volle Kapitel lang hatte Paulus seine Überzeugung dargelegt, dass die gesamte Menschheit, Juden wie Griechen, wegen ihres Lebenswandels unter dem Zorn Gottes steht. Die Griechen (die so genannten «Heiden») verfehlen ein menschen- und gotteswürdiges Leben, obwohl sie Gott in der Schöpfung hätten erkennen können. Die Juden verfehlen Gott trotz ihrer Kenntnis der Tora genauso, weil sie die Tora nicht einhalten (können). Vor Gott kann sich also niemand gerecht fühlen, und die Tora, deren Einhaltung ja eigentlich Heiligung des Alltags und eben Gerechtigkeit vor Gott bringen soll, führt nur dazu, dass die eigenen Fehler um so deutlicher vor Augen stehen (3,20). Man mag diese niederschmetternde Analyse teilen oder auch nicht ­ für Paulus ist sie der Ausgangspunkt für eine Neubestimmung der Rechtfertigung menschlichen Lebens vor Gott. Nur schon die Tatsache, wie existentiell Paulus um diese Frage ringt, unterscheidet ihn aber wohl von vielen heutigen Christen/Christinnen: Spielt die klassische Rechtfertigungstheologie heute überhaupt noch eine Rolle? Oder sind nicht andere, ebenso existentielle «Rechtfertigungsinstanzen» wie zum Beispiel das persönliche Gewissen, aber auch die Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, an die Stelle einer expliziten Rechtfertigung vor Gott getreten?

Mit dem Text unterwegs

3,21­26 ist einer der wichtigsten Bausteine paulinischer Theologie. Die Verse fordern dementsprechend sorgfältiges Lesen. Die Leseordnung hat ­ wohl um der besseren Verständlichkeit willen ­ 25b.26 gestrichen und mit V. 28 eine pointierte Aussage aus dem folgenden Abschnitt (27­31) an den Schluss der Lesung gesetzt.
Die Lesung beginnt markant mit betonten «Jetzt aber», das die folgenden Verse entschieden von der heillosen Situation der Menschen und der Welt abgrenzt, die Paulus in den vorhergehenden Kapiteln beschrieben hatte. Das «Jetzt» meint natürlich nicht den Moment, in dem Paulus den Römerbrief schreibt, sondern weist gut 25 Jahre zurück auf Leben, Tod und Auferweckung Jesu. Damit qualifiziert es die Zeit seit dem Leben Jesu (und letztlich bis heute) als fortdauernde Gegenwart, als Zeit mit neuem heilsgeschichtlichem Charakter. An anderen Stellen im NT ist deshalb von einem neuen «Äon» die Rede.
Die heilsgeschichtliche Wende, die Gerechtigkeit Gottes (und mit ihr die Rechtfertigung der Menschen), erscheint ­ und genau das war die grundstürzende Erkenntnis des zutiefst torafrommen Juden Paulus nach seinem Damaskus-Erlebnis ­ nicht durch vollständige Befolgung und Erfüllung der Tora, sondern «ausserhalb des Gesetzes». Paulus spielt mit dieser Formulierung darauf an, dass das Leben Jesu aus klassisch-gesetzlicher Perspektive nicht als vollständige Erfüllung der Tora gedeutet werden konnte. Dies zeigt sich in den Vorwürfen, die Jesus nur schon wegen seiner Sabbatpraxis erntet, besonders deutlich aber bei seinem Tod: Nach der Tora galt ein Gekreuzigter als «Fluch Gottes» (Dtn 21,22f.), womit Jesus wie die unzähligen anderen Gekreuzigten nicht nur juristisch und politisch, sondern auch religiös geächtet wurde. Wenn Paulus deshalb betont, die «Gottesgerechtheit» (F. Stier) sei «ausserhalb des Gesetzes» aufgeschienen, sieht er zugleich die Gefahr, mit dieser Formulierung das Kind mit dem Bade auszuschütten und fährt im gleichen Atemzug fort, dass das Leben Jesu trotzdem «durch das Gesetz und die Propheten bezeugt» gewesen sei. Paulus spricht der Tora also den rechtfertigenden Charakter ab, richtet aber zugleich eine deutliche Schranke gegen jede Abwertung der Tora auf. Um dieses störanfällige Gleichgewicht ringt Paulus über weite Strecken in Röm und letztlich in seinem ganzen Leben ­ nicht nur in der Auseinandersetzung mit seinen judenchristlichen Gegnern, die die fortdauernde Unersetzbarkeit der Tora einforderten, sondern auch mit manchen Heidenchristen, die die Rechtfertigung aus dem Glauben als Persilschein für eine Lebensführung in ungezügelter Beliebigkeit interpretierten. Dass Paulus die Tora zwar deutlich relativiert, aber nicht abwertet, wurde in der christlichen Theologie allzu lange nicht beachtet und erst in der theologischen Neubesinnung nach der Schoah und im jüdisch-christlichen Dialog wieder entdeckt.
Zentral für die neue Rechtfertigung der Menschen vor Gott ist, dass sie «geschenkweise» erfolgt (V. 24, die EÜ übersetzt moralisierend: «ohne es verdient zu haben»). Aus Gnade, die nur glaubend angenommen werden kann, hat Gott den Messias als «Sühnort» eingesetzt (V. 25). Das seltene griechische Wort hilastérion bezeichnet die Kapporet, die Deckplatte der Bundeslade im Jerusalemer Tempel, die am Versöhnungstag eine zentrale Rolle spielt (vgl. Ex 25,17­22; Lev 16): Wie die Kapporet am Versöhnungstag im Tempel, so ist auch der gekreuzigte Messias Ort der versöhnenden Gegenwart Gottes. Dieser Zusammenhang kann manche Engführungen einer allzu blutigen Kreuzestheologie aufbrechen helfen (vgl. Wilckens, 190ff.).

Über den Text hinaus

Die Rechtfertigungstheologie ist in der letzten Zeit aus befreiungstheologischer, feministischer und jüdisch-christlicher Sicht neu durchdacht worden. Die lateinamerikanische Theologin Elsa Tamez wehrt sich zum Beispiel gegen ein allzu individualistisches Verständnis: «Nicht, dass sich die Armen nicht als Sünder vorkämen, im Gegenteil, die Tatsache, dass sie Sünder sind, hat sich bei ihnen viel zu tief eingegraben (...) Aber die Sünder, die Menschen umbringen, laufen zum Anfassen auf der Strasse herum. Im Rahmen einer kalten, vereinfachenden Logik müssten wir folgern, die Rechtfertigungslehre (...) bringe eher den Unterdrückern etwas als den Armen. Denn dank dem Ereignis der Rechtfertigung könnten jene (...) das Gefühl haben, ihre Sünden seien ihnen aus Gnade vergeben (...) und sie könnten dem Gericht bzw. der Gerechtigkeit Gottes getrost entgegensehen, ohne im geringsten umkehren zu müssen.» Rechtfertigung bedeutet für Tamez deshalb nicht einfach Vergebung individueller Sünden, sondern die «wirkmächtige Ansage des Lebens für alle» und «Ankündigung des Todes für die [strukturelle] Sünde».
Mit dieser Deutung ist Tamez auch der sozialen Realität der Gemeinden in Rom relativ nahe: Gut 23 der Namen, die aus der Grussliste in Röm 16 bekannt sind, stammen aus der Schicht der Unterprivilegierten und Sklaven. Rechtfertigung bedeutet für diese Leute, die Eigentum anderer Menschen sind und nur sehr begrenzt über ihr Leben verfügen können, dass ihnen Leben zugesprochen wird ­ ohne Vor- und Gegenleistung.

 

Literatur: Luise Schottroff, Die Lieder und das Geschrei der Glaubenden. Rechtfertigung bei Paulus, in: Claudia Janssen, Luise Schottroff, Beate Wehn (Hrsg.), Paulus. Umstrittene Traditionen ­ lebendige Theologie. Eine feministische Lektüre, Gütersloh 2001, 44­66; Elsa Tamez, Gegen die Verurteilung zum Tod. Paulus oder die Rechtfertigung durch den Glauben aus der Perspektive der Unterdrückten und Ausgeschlossenen, Luzern 1998; Ulrich Wilckens, Der Brief an die Römer. Röm 1­5, (EKK VI/1), Zürich 1987.


Er-leben

Wer oder was ist mir so wichtig, dass ich mich um seine/ihre Gunst bemühe, versuche, mich vor ihm/ihr zu «rechtfertigen»? Einer konkreten Situation nachspüren und überprüfen, ob ich mich dabei frei oder verkrampft, gelöst oder unfrei fühle. Szenisch/pantomimisch darstellen.

Er-lesen, Er-hellen

Röm 3,24 lesen: Wo Gott zum Zug kommt, da gibt es «Rechtfertigung», gelingendes Leben «geschenkweise». Diesem Satz innerlich nachgehen, mit der Ausgangssituation in Beziehung setzen, noch einmal szenisch/pantomimisch darstellen.


Streit um Abraham

Detlef Hecking zu Röm 4,18-25

 

Auf den Text zu

Vorbilder im Glauben stärken die eigene Identität. An Vorbildern kann ich mich orientieren, und wenn mein Glauben in der Tradition eines grossen Vorbildes steht, fällt vielleicht ein wenig Glanz auch auf mich selber zurück. Vorbilder können aber auch mehrdeutig und umstritten sein. Das zeigt das Beispiel von Bruder Klaus, der bekanntlich für «rechte» wie für «linke» politische Ziele gleichermassen herhalten muss, aber auch Abraham, der im Zentrum der Lesung steht.
4,18­25 bildet den Schluss des 4. Kapitels des Römerbriefes. Paulus schreibt im ganzen Kapitel über eines der wichtigsten biblischen Vorbilder überhaupt, den Völkervater Abraham. Dabei fällt heutigen Lesern/Leserinnen kaum noch auf, wie provozierend die paulinische Argumentation auf einen Teil seiner damaligen Adressaten/Adressatinnen gewirkt haben muss. Es geht in Röm 4 um nicht weniger als um die Frage, wem Abraham eigentlich «gehört», wer den eindrucksvollen Glauben Abrahams, der alle Parteien gleichermassen fasziniert, zutreffend auslegt und somit für sich reklamieren kann.
In 3,21­31 hatte Paulus seine These von der Rechtfertigung aus dem Glauben aufgestellt (s. den nebenstehenden Beitrag zum 9. So. i. Jk.). In Röm 4 tritt er nun den Schriftbeweis für seine aus jüdischer Perspektive äusserst gewagte Argumentation an. Dass er dafür auf Abraham zurückgreift, entspricht jüdischer Schriftauslegung, Abraham wird auch in zahlreichen anderen jüdischen und christlichen Schriften als Glaubensvorbild dargestellt. Wie Paulus Abraham für seine Argumentation verwendet, dürfte bei judenchristlichen und jüdischen Lesern/Leserinnen jedoch auf grossen Ärger und Ablehnung gestossen sein. Im Judentum gilt Abraham nämlich bis heute als Vater der Proselyten, also derjenigen Angehörigen anderer Religionen, die sich zum Judentum bekehren und dafür auch die Beschneidung als Bundeszeichen auf sich nehmen. Genau davor schreckten die zahlreichen «Gottesfürchtigen», aus deren Kreis dann auch viele Heidenchristen/-christinnen kamen, jedoch zurück: Sie orientierten sich zwar in ihrer Lebensführung an der Tora, sahen aber von einer vollständigen Einhaltung ihrer Gebote und der Beschneidung ab. In Röm 4 (ähnlich, aber noch konfliktfreudiger auch in Gal 3,6­18) bietet Paulus nun ausgerechnet Abraham als Kronzeugen für eine neue Art der Zugehörigkeit zum Gott Israels auf, bei der «Werke», also die Einhaltung der Tora und damit auch die Beschneidung, nicht nötig sind ­ Rechtfertigung nur aus Glauben eben. Paulus macht Abraham also zum Streitobjekt zwischen Juden, Judenchristen/-christinnen und Heidenchristen/-christinnen.

Mit dem Text unterwegs

Paulus zitiert in seiner Argumentation Gen 15,6: «Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet» (Röm 4,3). Indem Paulus diesen Glauben in Röm 4,2 ausdrücklich von den «Werken» des Völkervaters trennt (Beschneidung, Gastfreundschaft, Bindung Isaaks usw.) und in 4,11 darauf hinweist, dass Abraham schon vor jedem Tatbeweis Glauben und Gerechtigkeit zugesprochen wird, kann er ihn als Vorbild eines nur aus dem Glauben gerechtfertigten Menschen neu deuten. In der klassischen jüdischen Auslegung sind dagegen gerade Abrahams Werke wichtig, so dass sogar gesagt werden kann, er habe bereits die ganze Tora gehalten (die ja erst an Mose übergeben wurde). Ein Beispiel für die klassische jüdische Auslegung ist der Jakobusbrief: Hier wird das Leben Abrahams ­ ebenfalls unter Verweis auf Gen 15,6 und im klaren Widerspruch zu Paulus ­ als Beispiel für eine Rechtfertigung durch Werke verwendet (Jak 2,14­26).
Die Lesung Röm 4,18­25 bietet im ersten Teil (18­22) eine midraschartige Nacherzählung von Abrahams Glauben gegenüber der göttlichen Kindesverheissung und kommt dann zu einer überraschenden Pointe: Dies alles, also die Abrahamsgeschichte im paulinischen Verständnis und insbesondere Gen 15,6, sei «auch um unseretwillen» geschrieben, die wir gerechtfertigt werden sollen durch den Glauben an ­ nein, nicht an den Messias, sondern in gut jüdisch-monotheistischer Tradition «an den, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten erweckte» (4,24), also an Gott. V. 25 gibt dann ein kurzes Glaubensbekenntnis wieder, das ­ einmalig im NT ­ Tod und Auferweckung Jesu mit der Rechtfertigung aus dem Glauben verknüpft und möglicherweise von Paulus selbst formuliert wurde. Im Hintergrund steht eine jüdische Theologie der Sündentilgung, die auch in 3,21­31 schon angesprochen war. 4,25 schöpft dabei aus dem 4. Gottesknechtslied (Jes 53,12).
Die auf den unerschütterlichen Glauben Abrahams abzielende Lesart, die Paulus in Röm 4 vorlegt, ist recht wohlwollend gegenüber Abraham und blendet andere Aspekte seiner Person und Geschichte aus. Die erste Verheissung der Geburt Isaaks hatte Abraham ja keineswegs geglaubt. Stattdessen hatte er gelacht, sich ­ in vorgetäuschter Anbetung? ­ auf den Boden geworfen, um sein Lachen zu verbergen, und Gott vor lauter Ungläubigkeit für Ismael, seinen bereits von Hagar geborenen Sohn, gebeten (Gen 17,15­22). Dafür erntete Abraham (ganz im Gegensatz zu Sara, an die die Verheissung erst in Gen 18 ergeht und die ebenfalls zunächst lacht) jedoch keinen Tadel. Das Lachen Abrahams und Saras findet seinen Höhepunkt schliesslich in der Namensgebung für Isaak («Er [Gott?] hat gelacht» [Gen 21,1­8]; man könnte die Geschichte mit dem Sprichwort zusammenfassen: «Wer zuletzt lacht, lacht am besten»). Paulus übergeht die ursprüngliche Ungläubigkeit Abrahams jedoch und stützt seine Argumentation ganz auf die vor der Isaaks-Verheissung ergangene, allgemeine Nachkommensverheissung und Abrahams gläubige Reaktion darauf (Gen 15,1­6). So sehr Abraham dadurch als Prototyp eines gläubigen Menschen in die biblische Auslegung einging ­ die Folgen hat Sara zu tragen, die meistens als lachende Ungläubige alleine im Rampenlicht steht.

Über den Text hinaus

Mit seiner Neudeutung, die den Völkervater Abraham für das torafreie Heidenchristentum in Anspruch nimmt, hat Paulus seinen jüdischen und judenchristlichen Gegnern/Gegnerinnen den Fehdehandschuh hingeworfen. Vielleicht hat er damit auf judenchristliche Positionen reagiert, die z.B. in den von ihm gegründeten Gemeinden Galatiens Unruhe stifteten, indem sie ­ möglicherweise ebenfalls unter Verweis auf Abraham ­ von Heidenchristen die Beschneidung forderten.
In der jüngsten Zeit wird dagegen versucht, gerade Abraham als religionsverbindende Integrationsfigur neu zu entdecken. Judentum, Christentum und Islam berufen sich ausdrücklich auf Abraham und Sara als ihre Stammeltern, was einen guten Anknüpfungspunkt für fruchtbaren Dialog und eine «abrahamitische Ökumene» bietet. Dass dieselbe biblische Person in drei grossen Religionen unterschiedlich gedeutet wird (die islamische Tradition sieht in Abraham den ersten Muslim, weil er sich ganz in den Willen Gottes ergeben habe), kann dabei helfen, konstruktiv mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Religionen und Konfessionen umzugehen.

 

Literatur: Michael Theobald, Römerbrief. Kapitel 1­11, (SKK NT 6/1), Stuttgart 1992; Karl-Josef Kuschel, Streit um Abraham. Was Juden, Christen und Muslime trennt ­ und was sie eint, München 1994.


Er-lesen, Er-hellen, Er-leben

Die Perspektive verändern: Sara hat (mindestens) genau so viel Glauben gezeigt wie Abraham, wird dafür aber nicht gerühmt. Ihrer Rolle bei der Kindesverheissung nachgehen, nicht nur in den Texten aus Gen 18 und 21, sondern z.B. auch mit Arvo Pärts Stück «Sara was ninety years old». Anschliessend Röm 4,18­22 neu schreiben ­ mit Sara als Hauptperson.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2002