51-52/2002 | |
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Hinweise |
Für die ökumenische Gebetswoche 2003 (18.25. Januar 2003)
haben die Kirchen des deutschsprachigen Europa einige Projekte für
die Kollekten vorgeschlagen.
Hier sei auf ein Projekt hingewiesen, das eine besondere Beziehung zur Schweiz
hat: das Begegnungszentrum und Studentenhaus ELPIS in Warschau (Polen).
Es ist von Erzbischof Jeremiasz von der orthodoxen Kirche in Gang gebracht
worden. Das HEKS unterstützt dieses Projekt.
Erzbischof Jeremiasz ist für etliche Kirchgemeinden kein Unbekannter.
Hat er doch seit Jahren immer wieder als Besucher von seiner Kirche in Polen
erzählt und Gäste aus der Schweiz bei sich empfangen. Er kennt
die Schweiz aus seiner Studentenzeit in Zürich und an der christkatholischen
theologischen Fakultät in Bern.
Das Begegnungszentrum ELPIS (= Hoffnung) gibt sich unter anderem die Aufgabe,
die gegenseitigen Beziehungen und die Begegnungen von West und Ost zu pflegen.
Der Beitritt zur EU macht Polen zum Grenzland der EU nach Osten hin. Die
EU will aber nicht, dass ein Graben der Abschottung entsteht, der Europa
wieder trennt.
Das Haus der Begegnung will ein Ort werden, wo sich Menschen aus Ost und
West treffen, aufeinander hören und so Vertrauen entstehen lassen.
Wir können durch unseren Beitrag am Entstehen von Vertrauen mithelfen.
Vielen Dank!
Für die internationalen Gottesdienste in der Stadt Rethymnon, Kreta,
wird noch ein sprachkundiger (vor allem dt. u. engl.) Aushilfspriester gesucht.
Eine modern eingerichtete Dreizimmerwohnung steht zur Verfügung. Zeit:
17. Juni bis 8. Juli 2003.
Anmeldung und Auskunft: Geschäftsstelle «Verein für die
katholische Kirche auf Kreta», Hildegard Huber, Dorfstrasse 10, 6072
Sachseln, Telefon 0416611317.
Als der Luzerner Theologe Herbert Haag vor einem Jahr verstarb, hinterliess
er ein theologisches Lebenswerk mit weltweiter Ausstrahlung. Sein Sinn für
die Problematiken in der Katholischen Kirche, seine Parteinahme für
unangenehme Wahrheiten, seine Aufrichtigkeit, die er selbst noch im Streit
bewahrte, und sein wissenschaftliches Ethos trugen wesentlich zu dieser
Wirkung bei. Hinter allem stand seine gewinnende Persönlichkeit und
ein immenser Arbeitseifer, der bis in seine letzten Tage anhielt. Noch vom
Krankenhaus diktierte er Briefe für die Stiftung «Freiheit in
der Kirche», die er mitgegründet und über viele Jahre hinweg
mitgetragen hat.
Er hinterliess Tausende von Briefen amtliche, halbamtliche, seelsorgerliche.
Daneben finden sich Hunderte von Predigt- und Vortragstexten, Schuber voller
Vorlesungsmanuskripte und Druckvorlagen mit sorgfältig gesammelten
Materialien und Notizen und zahllose Lebensdokumente aus allen Lebensphasen.
Der schriftliche Nachlass des Verstorbenen lagert seit kurzem im Tresor
der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, wo er neben den Nachlässen
anderer berühmter Luzerner fachgerecht aufbewahrt wird und gemäss
dem testamentarischen Willen von Herbert Haag der interessierten und forschenden
Öffentlichkeit nach den allgemeinen Regeln der Archivnutzung zur Verfügung
steht.
Auskünfte erteilt gerne die Abteilung Handschriften und alte Drucke
der ZHB unter kamber@zhbluzern.ch