51-52/2002 | |
INHALT | |
Dokumentation |
Bischof Amédée Grab hat 1998 die drei früheren Generalvikariate
Graubünden, Zürich-Glarus und Urschweiz als Bistumsregionen mit
je einem Generalvikar als direkten Ansprechpartner wiederhergestellt. Der
bisherige Generalvikar für die Urschweiz, Weihbischof Paul Vollmar,
wird nach dem altersbedingten Rücktritt von Weihbischof Peter Henrici
auf den 1. Juli 2003 Generalvikar in Zürich. Die Urschweizer lassen
ihn nur ungern wegziehen. Um so mehr freuen sich die Urschweizer Dekane
über die Ernennung von Dr. Martin Kopp, Pfarrer in Wädenswil,
zum neuen Generalvikar der Urschweiz. Er wird sein Amt im September 2003
antreten.
Martin Kopp bringt reiche Erfahrung in der Seelsorge und in Führungsaufgaben
mit. Er kennt die Probleme einer kleinen italienischen Landgemeinde, die
er während vier Jahren seines Studiums in Rom als Kaplan betreute,
ebenso wie die Freuden und Sorgen einer Zürcher Stadtpfarrei. Seit
achtzehn Jahren ist er beliebter Pfarrer der Vorstadtpfarrei Wädenswil.
In seiner Dissertation «Seelsorgeteam Sammlung in der Sendung»
befasste er sich mit der Pastoral und mit der Spiritualität in der
Seelsorge. Er war 19841994 und 20002002 Dozent für Theologie
des geistlichen Lebens (christliche Spiritualität) und für Fragen
der Pastoraltheologie an der Theologischen Hochschule Chur. Während
zwölf Jahren leitete er das Dekanat Albis. Bischof Wolfgang Haas ernannte
ihn 1991 zum Präsidenten des Arbeitsausschusses des Priesterrates und
bestätigte ihn nach vier Jahren für eine weitere Amtsdauer. Dem
Präsidenten des Arbeitsausschusses oblag es, die Traktandenwünsche
der Priester mit denjenigen des Bischofs, der die Tagesordnung festlegt,
übereinzustimmen. Martin Kopp verstand es, die Sitzungen des Priesterrates
unter schwierigen Umständen mit Umsicht und Sachlichkeit zu leiten.
Bischof Grab bat ihn 1998, diese Aufgabe weiterzuführen. Martin Kopp
hatte nicht nur das Vertrauen der beiden Bischöfe, sondern auch der
Mitglieder des Priesterrates.
In der Urschweiz, wie überall in der Diözese, geht es darum, die
Aufbauarbeit in den Dekanaten und Pfarreien mit besten Kräften weiterzuführen.
«Im Heute das Reich Gottes bereiten» hat es alt Bischofsvikar
Dr. Karl Schuler im Pastoralkonzept genannt, das die Seelsorger und Seelsorgerinnen
der Urschweiz von ihm übernommen haben.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Generalvikar Kopp. Wir sind sicher,
das er es mit seiner Gabe des Ausgleichens verstehen wird, zum Wohl der
Kirche in der Region Urschweiz das Verbindende zu fördern und dass
er den Kontakt zu allen Seelsorgern und Seelsorgerinnen suchen wird. Wir
sind überzeugt, dass er ihn auch finden wird. Wir heissen ihn in der
Urschweiz jetzt schon herzlich willkommen.