31-32/2002 | |
INHALT | |
Bücher |
Heribert Feifel (Hrsg.), Gott ist in unserer Mitte. Werktagsgottesdienste für alle Tage im Jahreskreis (Woche 1834), Schwabenverlag, Ostfildern 2002, 247 Seiten.
15 Frauen und Männer aus Deutschland haben diese Modelle verfasst,
die wochentags (wenn kein Heiliger, keine Heilige zu feiern ist) für
Eucharistiefeiern oder Wortgottesdienste verwendet werden können. Die
Einführung orientiert sich am Tagesevangelium. Tagesgebet und Fürbitten
sind neu formuliert. Der Liedvorschlag richtet sich nach dem Gotteslob.
Der Segenswunsch nimmt einen gedruckten Text eines zeitgenössischen
Autors auf, verweist auf Schätze unter den «Feierlichen Schlusssegen»
des «Messbuches» oder ist eigens für dieses Buch geschrieben
worden.
Aus aktueller Lage der katholischen Kirche in Mitteleuropa heraus äussert
sich zu Theologie und Praxis der Wortgottesdienste der Liturgiewissenschaftler
Albert Gerhards, Bonn, zu Beginn dieses Buches unter dem Stichwort «Gestalten
des Wortes».
Dieser Band ist ebenso wertvoll und darum empfehlenswert wie sein Vorläufer
(Feifel, Gott ruft sein Volk zusammen, Ostfildern 2001), der für die
Wochen 1 bis 17 des Jahreskreises Modelle zu Werktaggottesdiensten anbietet.
Manfred Heim (Hrsg.), Theologen, Ketzer, Heilige. Kleines Personallexikon zur Kirchengeschichte, C. H. Beck Verlag, München 2001, 432 Seiten.
Die Geschichte der christlichen Kirchen und Sekten enthält so viele Namen, dass es kaum möglich ist, sie alle zu kennen und die Werke ihrer Träger zu würdigen. Dazu müsste man mühselig in mehrbändigen Enzyklopädien und Lexiken nachschlagen. Dieses kleine Handlexikon (immerhin 432 Seiten!) bietet nun in einem handlichen Band knappe und zuverlässige Informationen über Leben und Werk bedeutender Persönlichkeiten des Christentums. Für Theologen aller Konfessionen bietet dieser handliche Band mit seinen knappen, aber präzisen Angaben eine willkommene Erleichterung. Dieses Personallexikon ist eine Ergänzung zum Band «Kleines Lexikon der Kirchengeschichte» (C. H. Beck 1983) ebenfalls von Manfred Heim, dem Ordinarius für Bayerische Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universtität München.
Hadwig Müller, Norbert Schwab, Werner Tscheetsch (Hrsg.), Sprechende Hoffnung werdende Kirche. Proposer la foi dans la société actuelle. Den Glauben vorschlagen in der heutigen Gesellschaft, Schwabenverlag, Ostfildern 2001, 237 Seiten.
Viel später als in der deutschen und schweizerischen brachte man
in der französischen Bischofskonferenz den Gesprächsprozess über
die Ekklesiologie des Zweiten Vatikanums in Gang. In den Studien der französischen
Bischöfe ging es, nun nach Jahrzehnten, auch um die gegenwärtige
Situation der Gesellschaft, die einem Wandel, wie nie zuvor, ausgesetzt
ist. In einem Brief «An die Katholiken in Frankreich» waren
zuvor die «einfachen Katholiken» als Experten angesprochen worden.
So waren die Gläubigen eingeladen, die Herausforderungen der Gegenwart
neu wahrzunehmen und den Glauben zu vertiefen. Der Band enthält neben
dem Grundlagentext «Den Glauben vorschlagen in der heutigen Gesellschaft»
«Zentrale Elemente unserer christlichen Erfahrung. Schwerpunkte der
pastoralen Praxis». Diese aktuellen Standortbestimmungen einzelner
französischer Bischöfe und anderer Experten der Kirche Frankreichs
geben ein gutes Bild der Problematik in Frankreich mit hoffnungsvollen Indizien
eines neuen Aufbruchs. Auch die Nachbarländer Frankreichs: Deutschland
(Erzbischof Oskar Saier, Freiburg i.Br.), Österreich (Weihbischof Helmut
Krätzl), Schweiz (Beatrice Bowald) sind in die Diskussion eingebunden.
Den Hauptteil des Bandes macht aber der Grundlagentext der französischen
Synode (1973) aus.
Alle Artikel sind in deutscher und französischer Fassung vorhanden.