33-34/2002

INHALT

Bildung

Tagzeitenliturgie in der Schweiz

 

«Betende Menschen ­ Betende Kirche. Tagzeitenliturgie in den Kirchen der Schweiz im 20. Jahrhundert», so lautet der Titel eines zweisprachigen liturgiewissenschaftlichen Kolloquiums, das das Institut für Liturgiewissenschaft der Universität Freiburg im Üchtland vom 30. September bis 2. Oktober 2002 unter der Leitung der Professoren Martin Klöckener und Bruno Bürki veranstaltet.
Das Kolloquium steht im Rahmen eines länger angelegten Vorhabens zur Erforschung der gottesdienstlichen Entwicklung in den verschiedenen Kirchen der Schweiz im Laufe des 20. Jahrhunderts. Wurden auf einer ähnlichen Veranstaltung im März 1999 zunächst in ökumenischer Perspektive Forschungsfelder skizziert und in einem offenen Austausch exemplarische Materialien für die Entwicklung des liturgischen Lebens in den Kirchen der Schweiz im 20. Jahrhundert gesichtet (vgl. die Tagungsakten «Liturgie in Bewegung ­ Liturgie en mouvement», Universitätsverlag Freiburg, 2000, 407 S., fortgeführt mit dem Sammelband «Liturgia et Unitas», ebd. 2001, 534 S.), so soll das Gesamtthema dieses Mal spezieller weiterverfolgt werden: im Blick auf die Tagzeitenliturgie oder das wochentägliche Gemeinschaftsgebet, wie es in unterschiedlichen Formen und unter verschiedenen Bedingungen realisiert wurde und teilweise gegenwärtig praktiziert wird.
Die Thematik der Tagzeitenliturgie (Stundengebet) hat in der Liturgiewissenschaft in jüngster Zeit verstärktes Interesse gefunden sowohl bei Praktikern als auch in der wissenschaftlichen Theologie. Wenig untersucht ist hingegen die jüngere Geschichte dieser bedeutenden Gottesdienstform, noch gar nicht auf länderspezifischer Ebene der Schweiz mit ihren besonderen ökumenischen Gegebenheiten. So sind Vertreter aus der theologischen Wissenschaft und den Kirchen eingeladen, die auf dem Gebiet der liturgiewissenschaftlichen Forschung oder der liturgischen Praxis über spezielle Kompetenz verfügen oder diese gewinnen möchten.
Neben den Hauptreferaten sieht das Kolloquium Kurzreferate als Fallbeispiele vor. Gemeinsam wird die Tagzeitenliturgie in unterschiedlichen konfessionellen Ausprägungen gefeiert.
Nähere Informationen und Anmeldungen beim Institut für Liturgiewissenschaft, Universität Freiburg i.Ü., Miséricorde, 1700 Freiburg, Telefon 0263007442/-51 oder Internet www.unifr.ch/liturgie


Solidarität und Religion

 

Wie die Analyse von zwölf Solidaritätsgruppen in der Schweiz durch das Nationalfonds-Projekt «Solidarität und Religion» ergab, zählt die Religion zu den wichtigsten Stützen von Solidarität. Die Ergebnisse und Konsequenzen des Projektes werden an der Tagung «Solidarität und Religion. Eine komplexe Verbindung auf dem Prüfstand» im Romero Haus in Luzern präsentiert. Die Tagung findet vom 5. September, 9 Uhr, bis 6. September, 13 Uhr, statt. Die Trägerorganisationen der Studie sind der Lehrstuhl Praktische Theologie der Universität Freiburg, die Bethlehem Mission Immensee und das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) St. Gallen. Gedacht ist diese Tagung für Mitarbeitende in Kirchen, Hilfswerken und Solidaritätsbewegungen sowie für Interessierte in Gesellschaft und Politik. Die Anmeldung ist bis 21. August 2002 an das Romero Haus zu richten (Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern, Telefon 0413757272, Fax 0413757275, E-Mail info@romerohaus.ch).


Liturgie in einer säkularisierten Welt

 

Anlässlich der Emeritierung von Prof. Karl Schlemmer, Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft und Pastoraltheologie an der Universität Passau, ist das Nikolaus-Kolleg im Kloster Andechs unter dem Titel «Gottesdienstliche Ökumene und risikobereite Seelsorge» dem Thema gewidmet: «Heute Gott feiern und Menschen von morgen für den Glauben gewinnen».
Es referieren Kardinal Vlk (Zukunft des christlichen Glaubens in einer atheistischen Gesellschaft), Weihbischof Helmut Krätzl (Was ist aus der Liturgieerneuerung nach dem Konzil geworden?), Prof. Dietrich Stollberg (Die Bedeutung des Gottesdienstes für die Ökumene aus evangelisch-lutherischer Sicht), Hanna-Renate Laurien (Probleme und Perspektiven von Religion und Liturgie in einer säkularen Gesellschaft), Bischof Paul-Werner Scheele (Perspektiven der Ökumene am Anfang des 21. Jahrhunderts).
Das Symposium findet am 3./4. Oktober 2002 im Kloster Andechs statt. Weitere Informationen bei Martin Glaab, Bergstrasse 2, D-82346 Andechs, Tel. +49-8152-376290, E-Mail glaab@andechs.de


Okkulte Gegenwelten

 

Als Aussenstehende fällt es uns nicht leicht, die okkulten Gegenwelten zu verstehen. Und doch muss die Gesellschaft auf deren provokative Botschaften antworten. Welche realistischen Reaktionen empfehlen uns Betroffene, Experten, Theologen und Psychologen? Dazu veranstaltet die Ökumenische Arbeitsgruppe «Neue religiöse Bewegungen» der Bischofskonferenz und des Evangelischen Kirchenbundes am 30. November 2002 von 9 bis 16 Uhr im Romero Haus Luzern eine Tagung. Die Anmeldung ist bis 20. November 2002 an das Romero Haus zu richten (Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern, Telefon 0413757272, Fax 0413757275, E-Mail info@romerohaus.ch).


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2002