7/2002

INHALT

Berichte

Tagsatzung 2001: Projektarbeit

von Paul Jeannerat

 

Die zweite Tagsatzung im Bistums Basel, die an Christi Himmelfahrt 2001 in Bern stattfand, war auf Weiterarbeit angelegt: Die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden eingeladen, sich bei einem selbst gewählten Projekt einzuschreiben und daran während maximal zwei Jahren zu arbeiten. Am Schluss der Tagsatzung waren 14 Projekte entworfen und 105 Personen hatten sich zur Mitarbeit an einem dieser Projekte bereit erklärt.

Zwischenhalt

Am 19. Januar 2002 fand im Romerohaus Luzern ein «Zwischenhalt» statt, an dem die Projektverantwortlichen über den Stand der Arbeit berichteten. 10 Gruppen waren durch eine Sprecherin oder einen Sprecher vertreten; 4 Gruppen haben entweder keine Tätigkeit aufgenommen oder diese bereits sistiert. Das bedeutet, dass rund 60 Personen aus allen Regionen des Bistums Basel (Ausnahme: Jura) die Tagsatzung 2001 in zwei bis fünf Sitzungen weitergeführt haben und noch weiterhin bereit sind, an ihrem Projekt zu arbeiten ­ ein bemerkenswerter Erfolg und ein Zeichen für die Idee der Tagsatzung, welche die Aktivierung der kirchlichen Basis zum Ziel hat!

Die zehn Projekte betreffen die folgenden Themen:

  1. Integration der ausländischen Katholikinnen und Katholiken in das kirchliche Leben. Geplant ist, die «Bibel-Teilete» als Integrationsweg weiter zu verbreiten.
  2. Gott oder Götzen. Gebrauch und Missbrauch des Namens Gottes. Vorgesehen ist die Produktion einer Handreichung zur Beurteilung der Rede von Gott.
  3. Wohnen im Alter. Es soll in den Pfarreien ein Prozess über partizipatorisches Leben im Alter angebahnt werden.
  4. Konflikt/Dialog. Die Gruppe hat einen Bericht verfasst, der Kursmodelle zum Umgang mit Konflikten (Abendzyklus bzw. Wochenendkurs für Pfarreien und mehrtägiger Kurs für Seelsorgerinnen und Seelsorger) und weitere Vorschläge enthält.
  5. Seelsorge an der Basis. Die Gruppe Bern hat bei der Synode Bern die Durchführung einer Erhebung über die Freiwilligenarbeit in den Pfarreien im Kanton Bern angeregt.
  6. Seelsorge an der Basis. Die Gruppe Luzern arbeitet an einem Pfarrrei-Leitbild zum Thema «Gelebtes Christ-Sein».
  7. Gelebte Ökumene. In Arbeit steht eine Darstellung neuer Formen von ökumenischen Gottesdiensten.
  8. Ordination priesterlicher Menschen. Die Gruppe will die verschiedenen Gruppen, die sich um die Erneuerung des priesterlichen Dienstes bemühen, zu vernetzen suchen.
  9. Alternative Gemeindeleitung. Die Gruppe sammelt Modelle von Gemeindeleitung und will diese im Bistum bekannt machen.
  10. Kirche und Geld. Die Gruppe will bewusst machen, dass die Kirche ihr Geld im Sinne der evangelischen Option für die Armen einsetzen sollte.

Weitere Informationen sind zu beziehen bei der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit Tagsatzung 2001: Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern, Telefon 0413720950 (Dienstag und Donnerstag 9­12 Uhr), Fax 0413720951, E-Mail nachsatzung@tic.ch. Anfang März wird allen Pfarreien des Bistums ein Bulletin mit einer ausführlicheren Beschreibung der Projektarbeiten zugesandt.
Am Zwischenhalt wurde bekannt, dass sich im Raume Baden eine Arbeitgruppe gebildet hat, welche die Durchführung einer dritten Tagsatzung im Bistum Basel im Jahr 2004 in Aussicht nimmt.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2002