51-52/2002 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Auf Vorschlag des Dekanats ernannte Diözesanbischof Dr. Kurt Koch für die laufende Amtsperiode im
Die Ernennung gilt ab dem 1. Januar 2003. Die Amtszeit dauert bis 31. Dezember 2003.
Zusammenkunft der Staatskirchenrechtlichen Gremien mit der erweiterten
Bistumsleitung
Zum 5. Mal begegneten sich am Samstag, 7. Dezember 2002, Vertreterinnen
und Vertreter der Staatskirchenrechtlichen Gremien des Bistums Basel mit
der erweiterten Bistumsleitung. Gemeinsames Schwerpunktthema: die anderssprachigen
Missionen in unserem Bistum.
Generalvikar P. Roland-B. Trauffer hiess die Vertreterinnen und Vertreter
der Staatskirchenrechtlichen Gremien und die erweiterte Bistumsleitung willkommen
zu diesem alljährlichen Gedankenaustausch.
Bischof Kurt Koch dankte allen für ihre grossen Leistungen, insbesondere
für ihren Einsatz, dass sie die notwendige Erhöhung des Bistumsbeitrages
ermöglicht haben; dies sei ja bekanntlich nicht leicht bei 10 so verschiedenen
Bistumsregionen.
Er führte anschliessend die Versammlung auf das Schwerpunktthema hin:
«In der Kirche gibt es keine Fremdlinge und keine Gäste
und es darf sie auch nicht geben. Als Getaufte sind alle Glieder der einen
universalen Kirche.» Der Begriff «Ausländer» sei
tauftheologisch ein unchristlicher; nicht die Nationalität noch die
Ethnie seien entscheidend, sondern einzig der Glaube an Jesus Christus.
Es sei nun an der Zeit, die Begriffe «Ausländer» und «Fremde»
aus unserem Vokabular zu verbannen. «Neu sprechen wir nur noch von
den ÐAnderssprachigenð»!
Weihbischof Martin Gächter, seit zwei Jahren Ressortverantwortlicher
für die anderssprachigen Missionen, erläuterte deren Befinden
und Probleme. Vielfältig seien die Probleme der Missionen in unserer
Zeit geworden; einige verschwinden oder organisieren sich regional und neue
entstünden.
Es stelle sich auch die Frage, ob die Missionen der verschiedenen Sprachgruppen
noch sinnvoll seien oder ob diese sich auf Grund der fortgeschrittenen Integration
in unsere Gesellschaft nicht auch in unsere Pfarreigemeinschaften integrieren
liessen.
Die anschliessende Diskussion zeigte jedoch, dass weitere Faktoren beachtet
werden müssen. So setze sich beispielsweise die spanische Sprachgruppe
nicht mehr nur aus Menschen von Spanien zusammen; hinzugekommen seien auch
Menschen aus den südamerikanischen Ländern; das gleiche gelte
bei den portugiesischen Missionen. Im Weiteren sei auch die kulturelle Vielfalt
zu beachten; viele Mitglieder von anderen Sprachgruppen seien zwar vollständig
integriert (2. und 3. Generation), fühlten sich jedoch kulturell immer
noch ihren Wurzeln verbunden. Eine Verbesserung der Beziehungen kann hauptsächlich
durch die Intensivierung des Miteinanders und die aktive Zusammenarbeit
geschehen.
Die versammelten Gremien liessen sich von Dr. Rudolf Schmid, Projektleiter
des Bistumsprojektes «Als Getaufte leben», über den «vorläufigen»
Projektabschluss informieren und erhielten einen ausgezeichneten Überblick
über die verschiedenen Inhalte des dreijährigen synodalen Prozesses
und dessen Höhepunkte. Hier ist auch besonders an das so genannte «Offene
Buch» zu erinnern, wo zu verschiedenen Stichworten (Projekt-Informationen,
Erfahrungsberichte, Handlungsmöglichkeiten und Theologische [Eckdaten-]
Kapitel) einiges zusammengekommen ist, das weiterhin Beachtung finden sollte.
Ausführlich diskutiert wurde auch über die Einführung der
Fördergespräche für alle kirchlichen Mitarbeitenden und über
den Stand der Grossräumigeren Regionalisierung.
Der Informationsbeauftragte wies bei dieser Gelegenheit auch auf die markantesten
Ereignisse in unserem Bistum vom kommenden Jahr hin: Das Bistumsjugendtreffen
in Solothurn am Sonntag, 30. März 2003, und das Bistumsjubiläum
«175 Jahre neues Bistum Basel» von Sonntag, 31. August 2003,
in Solothurn.
Am Samstag, 7. Dezember 2002, hat Diözesanbischof Amédée Grab in der Pfarrkirche in Näfels, Diakon Fr. Leonhard Wetterich OFM, geboren am 22. Dezember 1955 in Bad Kissingen/Deutschland, wohnhaft in Näfels, zum Priester geweiht.
Diözesanbischof Amédée Grab ernannte den Neupriester Fr. Leonhard Wetterich OFM zum Vikar der beiden Pfarrer in solidum, Pfarrer Hans Mathis und Pfarrer Josef Kohler, für den Seelsorgeraum Glarner Hinterland-Sernftal, umfassend die Pfarreien Schwanden, Linthal und Luchsingen.
Paul Steiner, Pfarrer im Ruhestand
Der Verstorbene wurde am 8. September 1911 in Flawil (SG) geboren und am
7. Juli 1940 in Chur zum Priester geweiht. Er wirkte als Vikar in Egg (ZH)
von 19401943, in Wald (ZH) von 19431953, in Herz Jesu, Zürich-Oerlikon,
von 19531958. Von 19581972 war er Vikar und dann Pfarrer in Hombrechtikon
(ZH). Von 19721998 war er in Bürglen (UR) als Loreto-Kaplan tätig.
Die letzten Jahre seines Ruhestandes verbrachte er im Altersheim Acherhof
in Schwyz. Er verstarb am 12. Dezember 2002 und wurde am 17. Dezember 2002
in Bürglen (UR) begraben.
Alle Priester, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Ministrantenpastoral sind herzlich zu diesem Treffen eingeladen. Es soll eine Gelegenheit sein, neue Impulse und Anregungen für die Ministrantenpastoral zu erhalten, mit dem Ausblick, pfarreiübergreifende Initiativen zu schaffen. Wir bitten um Ihre Anmeldung beim Bischöflichen Ordinariat «Ministrantenpastoral», Hof 19, 7000 Chur, oder per E-Mail kanzlei@bistum-chur.ch
Die Feier des «Tages des geweihten Lebens» möchte der
Kirche helfen, über das Zeugnis jener Menschen, welche sich für
ein Leben der engeren Christusnachfolge durch die Übernahme der evangelischen
Räte entschieden haben, nachzudenken und für das Geschenk des
geweihten Lebens zu danken. Dieser Anlass möge allen Personen des geweihten
Lebens wiederum neue Impulse vermitteln, um ihre Hingabe an den Herrn zu
beleben.
Wir laden Sie und auch andere interessierte Gläubige zu dieser Zusammenkunft
freundlich ein. Das Fest der Darstellung Jesu im Tempel gibt uns Gelegenheit,
wiederum neu zu erfahren, dass wir alle, von Christus Erlösten, dazu
bestimmt sind, «ein Volk zu sein, das ihm heilig ist» (Dt 28,9).
Sonntag, 2. Februar 2003
14.15 Aula des Priesterseminars St. Luzi, Chur, Hinführung und Reflexion über die Instruktion «Neubeginn in Christus, ein neuer Aufbruch des geweihten Lebens im dritten Jahrtausend»
15.30 Eucharistiefeier in der Kirche des Priesterseminars St. Luzi mit Msgr. Dr. Vitus Huonder, Generalvikar (konzelebrierende Priester bringen eine Tunika und weisse Stola mit)
Zeit für Besinnung im Advent müssen sich auch die Mitglieder des Ordinariatsrates gerade im Advent immer wieder mühsam ergattern. Umso mehr schätzen sie den von Bischof Ivo Fürer eingeführten Besinnungstag, an dem sie für einmal ohne Traktandenliste zusammenkommen, dafür aber miteinander schweigen und beten. Der diesjährige Besinnungstag fand am 12. Dezember im Seminar St. Georgen-St. Gallen statt. Die Impulse zum Thema «Menschsein in der Sehnsucht nach Gott» vermittelte Eva-Maria Faber, Professorin für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Theologischen Hochschule Chur.
Schon zum zweiten Mal hatten die Predigerschwestern und -brüder von Zürich, besser bekannt als Dominikanerinnen und Dominikaner, die grosse Freude, eine Priesterweihe in «ihrer» Kirche mitten in Zürich zu feiern. Am Samstag, den 30. November 2002, am Fest des hl. Andreas, fanden sich zur schlichten, aber doch festlichen Feier unter dem Vorsitz von Weihbischof Paul Vollmar SM, dem zukünftigen Bischof von Zürich, viele Mitglieder der dominikanischen Familie mit ihren Gästen ein. Dass Fr. Peter Spichtig OP in dieser Kirche mitten im Niederdorf geweiht wurde, ist kein Zufall, wirkt er doch seit über einem Jahr in der Schwesterpfarrei zu Liebfrauen. Dazu ist er auch verschiedentlich in den gemeinsamen Projekten der Gemeinde zu Predigern und den Zürcher Dominikanern/Dominikanerinnen engagiert. So konnte Pfarrer Peter Wittwer in seiner Begrüssung darauf hinweisen, wie dieser Gottesdienst ein weiter Schritt in der engen Freundschaft zwischen den Predigerbrüdern und -schwestern und der Gemeinde zu Predigern ist, ein Schritt im gemeinsamen Dienste der Stadtseelsorge. Weihbischof Paul Vollmar durfte er als seinen zukünftigen Nachbarn willkommen heissen. Am Sonntag, den 8. Dezember, feierte Fr. Peter Spichtig OP seine Heimatprimiz in der Pfarrkirche Sachseln unter grossen Anteilnahme der Bevölkerung.