48/2002 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat mit grosser Erleichterung das
Resultat der Abstimmung zur Asylinitiative vernommen. Die Bischöfe
bekräftigen ihre Unterstützung einer solidarischen Politik gegenüber
Ausländern und Flüchtlingen. Wenn die Initiative vom Volk angenommen
worden wäre, hätte solche Solidarität einen schlimmen Rückschlag
erlitten und die Gesetzgebung zu einem guten Teil ihr humanitäres Grundanliegen
ausgehöhlt. Doch die Vernunft hat sich durchgesetzt und das Recht,
Zuflucht zu finden, wird weiterhin die Asylpolitik unseres Landes bestimmen.
Wie wir Bischöfe schon mehrmals unterstrichen haben, sind wir uns bewusst,
dass jeder Staat das Recht hat, Massnahmen zu treffen, um Missbräuche
im Asylrecht zu begrenzen. Die Bundesbehörden werden dies weiterhin
tun müssen und damit im Sinne der fast 50% der Bürger/Bürgerinnen
handeln, die die Initiative angenommen haben. Die Antworten hingegen, die
der Schweizerbevölkerung zu geben sind, können nie zur Verachtung
der Würde der Asylbewerber und der Ausländer im Allgemeinen herbeigezogen
werden. Die egoistische Bauchnabelschau ist nie positiv und bringt nicht
wirkliche Lösungen der sozialen Probleme. Die Schweiz, die eines der
reichsten Länder der Welt ist, muss auch in Zukunft eines der grosszügigsten
bleiben. Dies ist eine Frage des Gewissens.
Herr Eduard Yakovlev, russischer Staatsbürger, angeblicher Gruppenführer
der Teilnehmer am «Transkontinentalen Supermarathon für den Frieden
von Moskau nach Johannesburg», macht unerlaubt und missbräuchlich
Gebrauch von einem Glückwunschtelegramm mit der Unterschrift des Staatssekretärs
Seiner Heiligkeit, um damit für finanzielle Unterstützung und
Unterkunft zu bitten. Der Marathon ist eine in Moskau organisierte Initiative,
die von Moskau nach Johannesburg und wieder zurück führen soll.
Zu Ihrer zusätzlichen Information sei auch erwähnt, dass Herr
Yakovlev zudem ein Diplom vorweist, das ausgestellt wurde von Sun Myung
Moon, dem Gründer der «Vereinigungskirche», der so genannten
«Moon-Sekte», in dem dieser ihn zum «Botschafter für
den Frieden» ernannte.
Die auf den 1. Juli 2003 vakant werdende Pfarrstelle St. Jakob Cham (ZG)
wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte Personen melden sich bitte bis 20. Dezember 2002 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Franz Zemp, emeritierter Pfarrer, St. Urban
Am 21. November 2002 starb in St. Urban der emeritierte Pfarrer Franz Zemp.
Am 12. Mai 1915 geboren, empfing der Verstorbene am 29. Juni 1943 in Solothurn
die Priesterweihe. Er wirkte als Vikar in den Pfarreien Ruswil von 19431944
und Gretzenbach von 19441947. Von 19471956 war er Pfarrer in der
Pfarrei Härkingen und von 19561982 in der Pfarrei Pfaffnau. Danach
versah er die Aufgabe als Kaplan in Neuenkirch (19821994). Ab 1994
verbrachte er seinen Lebensabend als emeritierter Pfarrer im Alters- und
Pflegeheim Murhof in St. Urban. Er wurde am 27. November 2002 in Pfaffnau
beerdigt.
Seit 1932 gab es im Bistum Basel das «Frauenhilfswerk für
Priesterberufe». Es widmete sich der Unterstützung für Priesteramtskandidaten,
besonders durch Gebet und Geldsammlungen. Noch 1996 zählte das Werk
1200 (meist ältere) Mitglieder und sammelte jedes Jahr Fr. 60000..
Im Jahre 1997 legten die Frauen des Vorstandes aus Altersgründen ihr
Amt nieder. Weil sie keine Nachfolgerinnen fanden, übergaben sie das
Frauenhilfswerk und seine Kasse dem Bischof von Basel. Dieser beauftragte
die Kommission für kirchliche Berufe im Bistum Basel, für dieses
verdienstvolle Werk eine zukunftsfähige Struktur zu finden. Nach vielen
Überlegungen und Gesprächen ist nun aus dem früheren «Priesterhilfswerk»
ein neuer «Förderkreis für kirchliche Berufungen im Bistum
Basel» entstanden. Mitglieder können nun auch Männer wie
auch juristische Personen (z.B. Pfarreien) sein. Gefördert werden nicht
nur angehende Priester, sondern alle kirchlichen Berufungen: Frauen und
Männer, geweihte und ungeweihte kirchliche Dienste. Das Schwergewicht
wird vor allem aufs Gebet für kirchliche Berufungen und auf eine sympathische
Begleitung der Berufenen gelegt, aber auch auf ihre finanzielle Unterstützung.
Heute bezeichnen sich viele Menschen als religiös und leben ihren persönlichen
Glauben in grosser Selbstverantwortung oft in kritischer Distanz zur Institution
Kirche. Jesus Christus ist auch ihr Erlöser und bietet eine wohltuende
Antwort auf jedes religiöse Suchen. Das können geschulte Theologen
in der Seelsorge jedem aufzeigen. Der Dienst der Priester ist dabei unersetzlich.
Das muss heute vielen neu bewusst gemacht werden. Der Förderkreis will
mit seinen überzeugten Gläubigen dabei tatkräftig mithelfen.
In einer Generalversammlung am 16. November 2002 wurde in Solothurn das
bisherige «Frauenhilfswerk für Priesterberufe» formell
aufgehoben und an seiner Stelle der «Förderkreis für kirchliche
Berufungen im Bistum Basel» gegründet. Als erster Präsident
(ad interim) wurde Martin Gadient, Kriens, gewählt. Er wirkt auch als
Animator für kirchliche Berufe im Bistum Basel. Mitglied des Vorstandes
ist unter anderem auch Weihbischof Martin Gächter.
Der neue Förderkreis hofft nun auf viele weitere Interessenten und
Mitglieder, denen gerne das neue Leitbild des Förderkreises und die
neuen Statuten zur Verfügung gestellt werden. Die Sammeltätigkeit
wird mit dem bisherigen Postcheck-Konto 60-5555-3 «Förderkreis
für kirchliche Berufungen (ehem. Priesterhilfswerk)» weitergeführt.
Der Priesterrat des Bistums Chur beendete mit seiner Sitzung vom 20.
November 2002 in Einsiedeln seine Arbeitsperiode 19992002. Die Bilanz
dieser vier Jahre ergibt, dass in dieser Zeit die Fragen rund um die Ausbildung,
insbesondere um die Theologische Hochschule in Chur und das Priesterseminar,
aber auch Fragen bezüglich der Strukturen und der Räte im Bistum,
sowie das Thema der Sakramentenpastoral und schliesslich Fragen um das Leben
der Priester den Rat vorrangig beschäftigten. Der Priesterrat zeigte
sich mit Nachdruck glücklich über das Klima und die Zusammenarbeit
in diesen Jahren. Er drückt damit dem Diözesanbischof Amédée
Grab für sein Wirken Anerkennung und Dank aus. Es ist, so der Rat,
dem Bischof gelungen, Wunden heilen zu lassen, Fronten aufzuweichen und
zu vermitteln zwischen unterschiedlichen Gruppen und Standpunkten.
Für die kommende Arbeit sieht der Priesterrat insbesondere Themen vor,
die über den engeren kirchlichen Rahmen hinausweisen. Unsere Lebenswelt
und die Fragen der Zeit, auch an die Kirche, sollen ernst genug genommen
werden. In diesem Sinn bejaht der Priesterrat auch die Bemühungen der
diözesanen Pastoralkonferenz, die mehrheitlich von kirchlichen Laien
gebildet wird: Diese hat ein Grundlagenpapier zu einer zeitgemässen
Seelsorge und Begleitung der Ehepaare und der Familien erstellt, hinter
das sich auch der Priesterrat stellt.
Der Priesterrat hat einen Bericht verabschiedet, aufgrund dessen bald ein
Einführungskurs für Seelsorger von ausserhalb der Diözese
etabliert wird. Er soll diesen ein besseres Verständnis der Schweizer
Situation ermöglichen. Ausserdem beschäftigte den Rat die Situation
der älteren Priester. Gewünscht wird eine gute menschliche Einbettung
der älteren, verdienten Seelsorger; anerkannt werden deren wertvolle
Dienste im Rahmen der Seelsorge.
Am 26. November feierte Peter Gall als ältester Priester im Bistum St. Gallen seinen 100. Geburtstag. Zwei Drittel der 155 Jahre alten St. Galler Bistumsgeschichte hat der aus Flums stammende Jubilar miterlebt. Als er geboren wurde, stand dem Bistum mit Augustin Egger der dritte Bischof vor. Die Priesterweihe erhielt er 1928 zusammen mit zehn weiteren Anwärtern von Bischof Robert Bürkler, der 1914 auf Bischof Ferdinand Rüegg gefolgt war. Unter Bischof Alois Scheiwiler war er Kaplan in Rebstein und Amden. Während der Amtszeit von Bischof Joseph Meile wirkte er von 1941 bis 1957 als Pfarrer in Buchen-Staad. Nach einem schweren Motorradunfall war Peter Gall während drei Jahren Kaplan in Alt St. Johann. Bischof Joseph Hasler präsentierte ihn 1960 der Pfarrei Niederglatt als Pfarrer. Mit 70 Jahren wechselte er als Primissar für vier Jahre nach Flawil. Kurz nach der Wahl von Otmar Mäder zum Bischof zog er am 5. April 1976 nach Kirchberg, wo er sich vor allem der Kranken annahm und für Krankenbesuche stundenlange Fussmärsche nicht scheute. Erst mit 94 Jahren konnte Peter Gall nicht mehr täglich in der Kirche die Eucharistie feiern, musste er seine seelsorgerliche Tätigkeit etwas einschränken. Seit August dieses Jahres wohnt er in der Residenz Rosenau in Kirchberg. Dorthin übermittelten ihm Ivo Fürer, der zehnte Bischof im Bistum, und der Ordinariatsrat die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum hohen Geburtstag.
Januar |
|||
| 25. | Vétroz | F | BD R. Mayoraz |
Februar |
|||
| 22. | Martigny | F | BD R. Mayoraz |
| 23. | Martigny | F | BD R. Mayoraz |
März |
|||
| 8. | Erschmatt | F | Mgr. N. Brunner |
| Martigny | F | BD R. Mayoraz | |
| 9. | Agarn - Guttet-Feschel | F | Mgr. N. Brunner |
| Martigny | F | BD R. Mayoraz | |
| 15. | Vercorin-Chalais | F | Mgr. N. Brunner |
| Grimisuat | F | GV B. Broccard | |
| 19. | Turtmann - Ergisch | F | Mgr. N. Brunner |
| Arbaz - Ayent | F | GV B. Broccard | |
| 22. | Ems - Gampel | F | Mgr. N. Brunner |
| St-Léonard | F | GV B. Broccard | |
| Fully | F | BD R. Mayoraz | |
| 23. | Varen - Salgesch | F | Mgr. N. Brunner |
| Savièse | F | GV B. Broccard | |
| Leytron - Riddes | F | BD R. Mayoraz | |
| 29. | Susten - Leuk-Stadt | F | Mgr. N. Brunner |
| Vollèges | F | GV B. Broccard | |
| Isérables | F | BD R. Mayoraz | |
| 30. | Collombey-Muraz | F | Mgr. N. Brunner |
| Bagnes | F | GV B. Broccard | |
| Saillon - Saxon | F | BD R. Mayoraz | |
April |
|||
| 5. | Massongex | PBF | Mgr. N. Brunner |
| Niedergesteln | F | GV J. Zimmermann | |
| 6. | Vérossaz | PBF | Mgr. N. Brunner |
| Steg | F | GV J. Zimmermann | |
| Orsières | F | BD R. Mayoraz | |
| 12. | Evionnaz | PBF | Mgr. N. Brunner |
| 13. | Outre-Rhône | PBF | Mgr. N. Brunner |
| 26. | Champéry - Val d'Illiez | PBF | Mgr. N. Brunner |
| 27. | Troistorrents | PBF | Mgr. N. Brunner |
Mai |
|||
| 3. | Chermignon - Montana-Village | F | Mgr. J. Roduit |
| 4. | Port-Valais | PBF | Mgr. N. Brunner |
| Lens | F | Mgr. J. Roduit | |
| 10. | Montana-Station | F | Mgr. J. Roduit |
| 11. | Granges - Grône | F | Mgr. N. Brunner |
| Saas Fee - Saas Almagell | F | GV J. Zimmermann | |
| St-Mce-Laques - Venthône | F | Mgr. J. Roduit | |
| 17. | Vionnaz - Revereulaz | PBF | Mgr. N. Brunner |
| Saas Balen - Saas Grund | F | GV J. Zimmermann | |
| 18. | Vouvry | PBF | Mgr. N. Brunner |
| 24. | Naters | F | Mgr. N. Brunner |
| Eischoll | F | GV J. Zimmermann | |
| 25. | Glis - Brig | F | Mgr. N. Brunner |
| Bürchen - Unterbäch | F | GV J. Zimmermann | |
| 29. | Lavey | PBF | Mgr. N. Brunner |
| 31. | Villars | PBF | Mgr. N. Brunner |
| Mund | F | GV J. Zimmermann | |
| Noës | F | BD R. Mayoraz | |
Juni |
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| 1. | Zermatt | F | GV J. Zimmermann |
| Bramois | F | BD R. Mayoraz | |
| 7. | Lötschen | F | GV J. Zimmermann |
| Monthey | F | GV B. Broccard | |
| Sion, St. Guérin | F | BD R. Mayoraz | |
| 8. | Anniviers | F | Mgr. N. Brunner |
| Raron | F | GV J. Zimmermann | |
| Monthey | F | GV B. Broccard | |
| 9. | Sion, Cathédrale - Sacré-Coeur | F | BD R. Mayoraz |
| Leukerbad | F | Mgr. N. Brunner | |
| 14. | Aigle-Ollon-Roche | PB | Mgr. N. Brunner |
| Visp | F | GV J. Zimmermann | |
| Chippis - Sierre, Ste Croix | F | BD R. Mayoraz | |
| 15. | Bex | PBF | Mgr. N. Brunner |
| Miège-Veyras - Sierre, Ste Catherine | F | BD R. Mayoraz | |
Oktober |
|||
| 5. | Ausserberg | F | GV J. Zimmermann |
| 25. | Leysin | PB | Mgr. N. Brunner |
November |
|||
| 9. | Aigle | F | Mgr. N. Brunner |
| 16. | Vex | F | BD R. Mayoraz |
| 22. | Secteur Monthey | PB | Mgr. N. Brunner |
| Conthey | F | BD R. Mayoraz | |
| 23. | Secteur Monthey | PB | Mgr. N. Brunner |
| Conthey | F | BD R. Mayoraz | |
| 29. | Secteur Monthey | PB | Mgr. N. Brunner |
| Ardon | F | BD R. Mayoraz | |
| 30. | Secteur Monthey | PB | Mgr. N. Brunner |
| Chamoson-St-Pierre | F | BD R. Mayoraz |
F = Firmung PB = Pastoralbesuch
Am Fest Mariä Empfängnis, Samstag, 7. Dezember 2002, wird in
der Pfarrkirche Näfels (GL) Br. Leonhard Wetterich OFM von Diözesanbischof
Amédée Grab OSB zum Priester geweiht. Der Weihegottesdienst
beginnt um 10.30 Uhr.
Priester, die konzelebrieren möchten, mögen Albe und weisse Stola
mitnehmen und sich im Franziskanerkloster Näfels anmelden (E-Mail naefels@franziskaner.ch,
Telefon 055 6122827).