39/2002 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz hat an ihrer
Delegiertenversammlung vom 18. September 2002 in Winterthur auf Grund der
Zustimmung aller Mitgliedkirchen neue Statuten auf den 1. Januar 2003 in
Kraft gesetzt. Dazu wurde der neue Verein «Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH)» gegründet.
Mitglieder sind: Anglikanische Kirche in der Schweiz; Bund der Baptistengemeinden;
Christkatholische Kirche in der Schweiz; Bund evangelisch-lutherischer Kirchen
in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein; Evangelisch-Methodistische
Kirche; Die Heilsarmee; Griechisch-Orthodoxe Kirche, Metropolie Schweiz;
Vertretung Serbischer Orthodoxer Kirchgemeinden in der Schweiz; Römisch-Katholische
Kirche; Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund.
Das Sekretariat wird auf eine 50%-Stelle ausgebaut. Die AGCK-CH versteht
sich als Instrument der Kirchen, das ihnen erlaubt, Aufgaben gemeinsam anzufassen
und gemeinsam in der Öffentlichkeit aufzutreten, und das hilft, das
gegenseitige Vertrauen so zu vertiefen, dass die in Christus bestehende
Einheit immer deutlicher fühlbar wird.
Am Sonntag, 22. September 2002, hat Weihbischof Msgr. Martin Gächter in der Pfarrkirche St. Stephan in Emmishofen/Kreuzlingen (TG) folgenden Priesteramtskandidaten die Diakonatsweihe gespendet:
Interessierte Personen melden sich bitte bis 18. Oktober 2002 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Die Studientagung 2002 der Basler Liturgischen Kommission ist dem Thema
«Die Firmung ein stürmisches Sakrament» gewidmet.
Wohl kein Sakrament ist theologisch und pastoral so in Bewegung wie das
Sakrament der Firmung. Die Tagung will ein Erfahrungsaustausch zwischen
allen, die an verantwortlicher Stelle bei der Vorbereitung, Spendung und
Nachbereitung der Firmung beteiligt sind, möglich machen; zur Klärung
der theologischen und pastoralen Zielsetzungen beitragen und Gestaltungsmöglichkeiten
für die Firmliturgie aufzeigen. Deshalb sind neben den Kommissionsmitgliedern
weitere Katecheten/Katechetinnen, Theologen/Theologinnen, Gemeindeleiter/Gemeindeleiterinnen,
Pfarrer und Firmspender herzlich willkommen. Die Tagung findet statt vom
18.20. November 2002 (Montag, 13.45 Uhr, bis Mittwoch, 12.00 Uhr) in
Bethanien (OW).
Das detaillierte Tagungsprogramm und der Anmeldetalon können ab Mitte
Oktober bezogen werden beim Pastoralamt des Bistum Basel, Baselstrasse 58,
Postfach, 4501 Solothurn, Tel. 0326255847, Fax 0326255832, E-Mail pastoralamt@bistum-basel.ch
Anmeldeschluss: 4. November.
Diözesanbischof Amédée Grab ernannte:
Infolge Demission des bisherigen Amtsinhabers wird die Pfarrei Pfäffikon
(ZH) per sofort zur Wiederbesetzung durch einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin
ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 18. Oktober 2002 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Am Wochenende vom 14./15. September hat Dekan Adri Van den Beemt in den
Kirchen von Thal und Rheineck Peter Maier als neuen Pfarrer eingesetzt.
Der 1959 geborene Peter Maier ist in Altstätten aufgewachsen, hat in
Heerbrugg die Kantonsschule besucht und dann Physik studiert. Nach dem Abschluss
im Jahre 1985 als dipl. Phys. ETH folgte das Theologiestudium in Chur. 1995
wurde er zum Priester geweiht und war dann Vikar in Gommiswald/Rieden, von
1999 bis 2002 Pfarradministrator ad interim.
Noch hat Fortbildungsleiter Paul Hutter sein Büro im Klosterhof
nicht nach Rorschach gezügelt. Offiziell hat er sich jedoch von den
Mitgliedern des Ordinariates und der Bischöflichen Kanzlei sowie von
den Büronachbarn und -nachbarinnen verabschiedet. Das Abschiedsgeschenk,
das dem leidenschaftlichen Bergsteiger ein besonderes Gipfelerlebnis ermöglichen
will, wurde ihm in einem Restaurant in seiner Pfarrei Rorschach überreicht.
In ihr hatte er von 1973 bis 1992 das Experiment «Seelsorgeteam»,
eine Art Arbeits- und Lebensgemeinschaft mit drei Priesterkollegen erprobt.
Ihr hatte er auch nach der Verlegung des Arbeitsplatzes nach St. Gallen
einen Tag in der Woche geschenkt, ihr wird er nun als Pensionierter seine
priesterlichen Dienste wieder stärker zur Verfügung stellen.
Aufgrund seiner Zusatzausbildung in Pastoralpsychologie sowie als kirchlicher
Gemeindeberater und Supervisor ist Paul Hutter vor zehn Jahren von Bischof
Otmar Mäder als Fortbildungsleiter für die hauptberuflich im kirchlichen
Dienst tätigen Männer und Frauen in die Bistumsleitung berufen
worden. Dass er mit 55 Jahren nochmals total neu hätte anfangen können,
habe er nicht nur als berufliche Herausforderung, sondern auch als Privileg
empfunden, sagte Paul Hutter dankbar zurückblickend beim Abschied,
wo bei aller Fröhlichkeit auch gegenseitig viel Wehmut aufgekommen
war. Er habe erfreulicherweise im Ordinariatsrat immer frei seine Meinung
äussern können, und auch in der Ausführung der Arbeit sei
er frei gewesen, was ihm sehr wichtig war. Glücklich sei er gewesen,
wenn es ihm gelungen sei, in persönlichen Beratungs- und Seelsorgegesprächen
oder auch bei Kursen Knöpfe zu lösen, weiterzuhelfen, neue Aufbrüche
zu ermöglichen. Besonders freut ihn, dass es ihm als Präsident
der Interdiözesanen Kommission für Fortbildung der Seelsorger
IKFS doch noch gelungen ist, bezüglich Vierwochenkurs mit der DOK auf
einen grünen Zweig zu kommen. Mit Freude erinnert er sich an die von
ihm initiierten Fortbildungstage für Pfarreisekretärinnen
die «aufgestelltesten» kirchlichen Mitarbeitenden! Verschiedentlich
sei es ihm vorgekommen, als ob er für seine Jugendsünden büssen
müsse, habe er doch gerade in jenen von ihm einst kritisierten Bereichen
wie Berufseinführung oder Einführung in die Aufgaben eines Pfarrers
oder Pfarreibeauftragten Neues aufbauen müssen und sei er auch ins
Personalteam berufen worden.
Dass nun die Stelle von Paul Hutter auf zwei Personen (Personalverantwortlicher
und Bildungsleiter) ausgeweitet wird, spricht für ihn und sein weites
Tätigkeitsfeld.
Bischof Ivo freut sich, dass die Bistumsleitung weiterhin von seiner reichen
Erfahrung profitieren darf, dass er persönliche Beratungsgespräche
weiterführt und in der Missionskonferenz als Ordinariats-Vertretung
bleibt. Herzlich dankte er seinem Mitarbeiter für die vielfältigen
Dienste in den verschiedensten Bereichen. Dabei verhehlte er nicht, dass
es auch harte Auseinandersetzungen mit Paul Hutter gegeben hat, weil er
als Bischof von Grundsätzen und Paul stärker von der Machbarkeit
und der Realisierbarkeit her argumentiert und ein «überdurchschnittliches
Verständnis für klare Strukturen» gezeigt hat. Dass Paul
sich und seine Anliegen nicht so gut «verkaufen» kann, hängt
wohl damit zusammen, dass ihm «Marktschreierisches» nicht liegt,
er auch längere Zeit überlegt, bevor er etwas sagt, das dann allerdings
Hand und Fuss hat. Dazu kommt, dass er die Messlatte für sich selber
hoch ansetzt, was ihm immer wieder schwere Stunden voller Selbstzweifel
beschert, derer es hoffentlich weniger geben wird, wenn der Zwang des Müssens
wegfällt.
Vorbehältlich der Genehmigung durch das Katholische Kollegium in der November-Sitzung soll nun die vor zehn Jahren neu geschaffene und mit Paul Hutter besetzte Stelle den neuen Bedürfnissen angepasst und in eine Stabstelle umfunktioniert werden. Sie soll auch den bibelpastoralen Bereich anstelle der bisherigen Bibelpastoralen Arbeitsstelle berücksichtigen. Für diese Aufgabe vorgesehen ist Stephan Brunner (Jg. 67). Der aus München stammende Theologe war in Augsburg als Jugendseelsorger tätig, bevor er im Herbst 1998 in die Schweiz gekommen ist. Parallel zu seiner Seelsorgetätigkeit in Uznach engagierte er sich ab April 1999 in der Arbeitsgruppe Spiritualität der Fachstelle für Kinder- und Jugendarbeit in Zürich. Im gleichen Jahr nahm er auch seine Kurstätigkeit im spirituellen Selbst- und Zeitmanagement auf. Seit 1. August 2000 arbeitet er im Jobsharing mit seiner Frau als Pastoralassistent in Flawil. Er ist Vater von zwei Kindern.