16/2002 | |
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Amtlicher Teil |
Am Donnerstag, 23. Mai 2002, findet im Hotel Alfa in Bern die Jahresversammlung von migratio statt. Zum Thema «Ausländerpolitik und Arbeitsmarkt» beleuchtet lic. iur. Kurt Rohner vom Bundesamt für Ausländerfragen in Bern «Ausländerpolitik zwischen Ideal und Realität»; anschliessend stellt Dr. Ruedi Horber vom Schweizerischen Gewerbeverband «Erwartungen der Wirtschaft an die Ausländerpolitik» vor. Der thematische Teil, der um 10.30 Uhr beginnt, ist öffentlich.
«Solidarität in der Weltkirche darf nicht nur auf persönliche
Beziehungen zwischen engagierten Leuten im Süden und Norden bauen.
Missio ist das offizielle Werk, das als Ausgleichskasse innerhalb der Weltkirche
eine gerechte Verteilung der finanziellen Mittel zwischen den Lokalkirchen
garantiert.» Missio-Direktor Bernard Maillard hat diese Binsenwahrheit,
die leider auch in interessierten Kreisen nicht immer bekannt ist, vor dem
versammelten Stiftungsrat mit Nachdruck in Erinnerung gerufen.
Ohne Missio müssten mehr als tausend Diözesen ihre Tätigkeiten
im Dienste des Menschen einstellen, vor allem in den ärmsten und von
Krisen erschütterten Regionen, wo die Kirche oft letzte Zufluchtsstätte
für die Verfolgten ist. Nicht umsonst sammelt deshalb Missio im Oktober
jeden Jahres rund um die Erde Geld für jene Lokalkirchen, die noch
immer auf Unterstützung von aussen angewiesen sind. Es geht um ihr
Überleben. Über die Aufteilung der Gelder des jährlichen
Opfers der Weltkirche entscheiden die 120 Nationaldirektoren in einem demokratisch
geführten Entscheidungsprozess einmal pro Jahr selbst.
Der Missio-Verwalter Philippe Joliat hat dem Stiftungsrat die Rechnung 2001
zur Abnahme vorgelegt. Der geringe Rückgang der Einnahmen von 2,48%
gegenüber dem Vorjahr kann zwar unter anderem auf immer niedrigere
Zinserträge zurückgeführt werden. Missio testet indes bereits
jetzt verschiedene neue Wege, um die regelmässig rückgängigen
Einnahmen vom Weltmissionssonntag im Oktober zu kompensieren. Die erfolgreiche
Arbeit im Kinder- und Jugendbereich zum Beispiel die Aktion Sternsingen
hat sich auch im letzten Jahr bewährt und wird verstärkt
weitergeführt. Der Reinertrag, der den Christinnen und Christen im
Süden zugute kommt, belief sich in der Schweiz auf knapp 4,5 Millionen
Franken.
Der Stiftungsrat unter der Leitung von Präsident Moritz Amherd hat
ausserdem erste Überlegungen zum Thema «Mission und Partnerschaft»
angestellt. Dieses Thema soll an der nächsten Sitzung im November vertieft
werden.
Auf Vorschlag der Dekanate ernannte Diözesanbischof Dr. Kurt Koch für die laufende Amtsperiode im
Frau Hedy Bugmann-König, Gemeindeleiterin in Seon, zur Co-Dekanatsleiterin des Dekanats Aarau und Herrn Pfarrer Roland Häfliger, Lenzburg, zum zugeordneten Priester in der Dekanatsleitung. Die Ernannten werden die Dekanatsleitung zusammen mit Herrn Bernhard Stadler-Kost, Co-Dekanatsleiter, Pfeffikon, wahrnehmen.
Sr. Angela Hug, Gemeindeleiterin in Derendingen, zur Co-Dekanatsleiterin des Dekanats Solothurn. Die Ernannte wird die Dekanatsleitung zusammen mit Herrn Franz Günther-Lutz, Co-Dekanatsleiter, Bettlach, und Herrn em. Pfarrer Paul Zemp, Solothurn, als zugeordnetem Priester in der Dekanatsleitung, wahrnehmen.
Die Amtszeit der Neuernannten dauert bis 31. Dezember 2003.
An einer gemeinsamen Medienkonferenz in Basel haben die beiden Erzbischöfe
Oskar Saier, Freiburg i.Br., Joseph Doré, Strassburg, und Bischof
Kurt Koch, Solothurn, das gemeinsame Hirtenwort den Medien vorgestellt.
Seit mehr als zwanzig Jahren treffen sich die Bischöfe von Freiburg,
Strassburg und Basel zu einem regelmässigen Erfahrungsaustausch. In
dieser zentralen Region Europas sind das Europäische Parlament in Strassburg
und die beiden höchsten deutschen Gerichte in Karlsruhe angesiedelt,
die sich mit dem Schutz der Menschenwürde und der Menschenrechte in
verschiedensten Gesetzgebungsverfahren und Rechtsfällen zu befassen
haben. In dieser Region sind auch wichtige chemische, biologische und medizinische
Forschungsinstitute und Universitätskliniken mit grundlegenden bioethischen
Fragen konfrontiert. Die Bischöfe fühlen sich deshalb veranlasst,
ein besonderes Wort in diese Region am Oberrhein hinein zu sprechen. Ihre
gemeinsame Sorge richtet sich von daher auf eine menschenwürdige Zukunft
aller Menschen.
Das gemeinsame Hirtenwort «Leben am Oberrhein» kann beim Bischöflichen
Ordinariat, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, bestellt werden. Es ist auch
im Internet zu finden unter www.bistum-basel.ch/news
Im Rahmen des Bistumsprojektes «Als Getaufte leben» versammelten
sich die diözesanen Beratungsgremien des Bistums Basel (Seelsorgerat,
Priesterrat, Rat der Diakone, Laientheologinnen und Laientheologen) vom
12. bis 14. April 2002 im Seminar St. Beat Luzern. Unmittelbares Ziel der
gemeinsamen Beratungen war die Ausarbeitung von pastoralen Handlungshilfen
für die Taufpastoral im Bistum.
Wie es das Bistumsprojekt vorsieht, bedeutet «Als Getaufte leben»
wesentlich auch Solidarität mit der heutigen Welt und besonders mit
den Bedrängten. Die diözesanen Räte zeigten sich daher in
besonderem Masse betroffen durch die gewalttätigen Auseinandersetzungen
in Israel und in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes und stimmten
der folgenden Erklärung zu.
Als diözesane Räte des Bistums Basel wissen wir uns verbunden
mit den Bemühungen der Weltkirche um Frieden im Nahen Osten. Entsetzt
über die grenzenlose Gewalttätigkeit appellieren wir an alle israelischen
und arabischen Verantwortlichen sowie an alle Verantwortlichen der Völkergemeinschaft,
sich für Gerechtigkeit und dauerhaften Frieden einzusetzen.
Wir verurteilen das gewalttätige Vorgehen der israelischen Armee ebenso
wie die blutigen Anschläge arabischer Terroristen. Wir hoffen und beten
um die Einsicht aller Verantwortlichen, dass durch Gewalt der Friede verhindert
wird, und dass sie den Mut fassen, Schritte zu wahrem Frieden zu wagen,
indem sie auf Gewalttätigkeit verzichten und die Lebensrechte der arabischen
und israelischen Bevölkerung anerkennen und fördern!
Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter der diözesanen Räte (Seelsorgerat,
Priesterrat, Rat der Diakone, Laientheologinnen und Laientheologen) versammelten
sich vom 12. bis 14. April 2002 in Luzern zur Beratung von pastoralen Handlungshilfen
für die Taufpastoral im Bistum Basel. Laien und Seelsorgende fanden
sich so zusammen, um mit ihren Erfahrungen einen wesentlichen Beitrag zum
Bistumsprojekt «Als Getaufte leben» zu leisten.
Die theologische Arbeitsgruppe des Projektes «Als Getaufte leben»
trug sehr viel zum Erfolg dieser Zusammenkunft bei, indem sie umfassende
Gesprächsgrundlagen zu den Bereichen der Taufpastoral im Vorfeld der
Tagung ausarbeitete und diese nun als zentraler Gegenstand in den Räten
beraten werden konnte.
Die verschiedenen Themen wurden im Laufe der Tagung vorwiegend in Arbeitsgruppen
beraten und kritisch hinterfragt.
Getauft sein bedeutet auch aufgenommen sein und eingebunden sein in eine christliche Gemeinde. Was ist heute eine christliche Gemeinde, was ist Pfarrei? Wird christliche Gemeinschaft heute noch örtlich erlebt? Welche Rolle spielen dabei Ökumene, die gesellschaftliche Realität, Politik, Mobilität usw?
Auf dem Weg zu einer neuen, zeitgemässen Taufpastoral. Welches sind die Beweggründe der Eltern heute, ihr Kind taufen zu lassen? Welches sind die Rollen der Taufpaten und der Taufspenderin, des Taufspenders? Wie steht es mit der Taufvorbereitung? Viele weitere Inhalte wurden angesprochen, so zum Beispiel auch die Frage der Kindertaufe.
Die grossen Bevölkerungsverschiebungen und die weltweiten Kontakte brachten es mit sich, dass nicht nur in vermehrtem Masse konfessionsverschiedene christliche Ehen geschlossen werden, sondern überdies die Zahl der religionsverschiedenen Ehen zugenommen hat. Eine neue Herausforderung!
In Bezug auf die Taufe entwickelt sich das neue Phänomen, dass Eltern
auch christliche zwar keine Taufe, aber dennoch den Segen Gottes
für ihr Kind wünschen und dies in einem Ritual feiern möchten.
Rituale sollen im Zusammenhang mit dem Getauftsein wieder verstärkt
gelebt werden, so auch bei der Aufnahme in die christliche Gemeinschaft.
Aber auch ganz allgemein wurde betont, dass das vielseitige Angebot von
Ritualen der katholischen Kirche wieder vermehrt ins Bewusstsein der Menschen
gerückt werden sollte.
Im französischsprachigen Teil unseres Bistums (Jura pastoral) existieren
ausgereifte Konzepte für das Erwachsenenkatechumenat und eine bereits
vertiefte Praxis. Hier haben wir in der Deutschschweiz noch viel zu lernen!
Die Versammlung fand in ausgezeichneter Atmosphäre statt und wurde
zu einem tiefen Erlebnis für alle Beteiligten. Positiv bewertet wurde
vor allem die Möglichkeit der Begegnung, des gegenseitigen Kennenlernens
und des Austausches unter den Mitgliedern der verschiedenen diözesanen
Räte. Gelobt wurden die gute Dokumentation im Vorfeld und die ausgezeichnete
Leitung der Tagung durch die Mitglieder der Projektgruppe und der theologischen
Arbeitsgruppe des Bistumsprojektes «Als Getaufte leben».
Die theologische Arbeitsgruppe wird die Rückmeldungen aus den Arbeitsgruppen aufnehmen und in die Dokumente einfliessen lassen; diese werden Mitte Mai den Räten schriftlich zur Vernehmlassung unterbreitet und anlässlich der zweiten Zusammenkunft aller diözesanen Räte im Juni 2002 bereinigt und verabschiedet. So sollen die pastoralen Handlungshilfen zur Taufpastoral zum Abschluss des Projektes «Als Getaufte leben» am Christkönigsfest (24. November 2002) vorliegen.
Diözesanbischof Amédée Grab ernannte:
Infolge Demission der bisherigen Stelleninhaber werden folgende Stellen zur Wiederbesetzung ausgeschrieben:
Für die Seelsorgearbeit in der Region Disentis Medel
Tujetsch ist die Stelle für einen Vikar oder einen Pfarrer in solidum
zu besetzen.
Interessenten mögen sich melden bis zum 10. Mai 2002 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Das Bischöfliche Ordinariat St. Gallen sucht eine Bildungsleiterin
oder einen Bildungsleiter. Auf die Bewerberin oder den Bewerber wartet eine
interessante Herausforderung: Weiterbildung der Seelsorgerinnen und Seelsorger
im Bistum; Aus- und Weiterbildung für Räte, Gremien und Ehrenamtliche;
Entwicklung von Bildungsprojekten im Auftrag des Pastoral- und Personalamtes
in Zusammenarbeit mit den diözesanen Arbeitsstellen; Mitarbeit in Aus-
und Weiterbildungsorganisationen.
Voraussetzungen: abgeschlossenes Theologiestudium, seelsorgerliche Praxis,
Erfahrung in Erwachsenenbildung und Interesse an Personalentwicklung.
Auskunft erteilt der bisherige Leiter Fortbildung Paul B. Hutter (Telefon
0712273364, E-Mail hutter@bistum-stgallen.ch).
Bewerbungen sind bis zum 30. April 2002 zu richten an das diözesane
Personalamt, Klosterhof 6b, Postfach 263, 9001 St. Gallen.
Am 10. April 2002 fand im Bildungshaus St. Jodern in Visp die Sitzung des Priesterrates mit Bischof Norbert Brunner und dem Bischofsrat statt. Der fast vollzählige Rat von 20 Teilnehmern diskutierte den Entwurf eines Dokumentes über die vielfältigen Aufgaben des Pfarrers in 1. Lesung. Ferner wurden die Neuregelung der Pastoralbesuche besprochen sowie Personalfragen.
Der Pfarrer einer Pfarrei hat sehr viele Aufgaben zu erfüllen, über
die kaum jemand genauer Bescheid weiss. Nach dem Motto: «Tue Gutes
und rede darüber» ist man darangegangen ein «Pflichtenheft
des Pfarrers» zu erstellen. Die Einführung in den ersten Entwurf
machte für beide Sprachgruppen Stefan Margelist. Grundsätzlich
wurde der Entwurf sehr begrüsst. Das Ziel des Dokumentes bezweckt,
dass der Pfarrer sich und seine Arbeit besser präsentieren kann. Es
geht nicht um eine Kontrolle, sondern vielmehr dient es der Situations-
und Finanz-klärung des Pfarrers. Aber es steht auch ebenso im Dienste
des Pfarrers und der ihm anvertrauten Pfarrei.
Der Entwurf mit den Bemerkungen von den Mitgliedern des Priesterrates geht
jetzt in die Dekanate und Seelsorgeregionen zur weiteren Vernehmlassung.
Die Rückmeldungen werden bis Ende des Schuljahres erwartet.
Die Neuordnung der Pastoralbesuche, die im Wesentlichen darin besteht, dass die Pastoralbesuche von der Firmspendung getrennt werden, wird bei der Herbstsitzung definitiv verabschiedet werden. Die neue Form wird ab dem Pastoraljahr 2004 in Kraft treten.