13-14/2002 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Herr Bischof Dr. Kurt Koch hat Sr. Nadja Bühlmann, lic. iur. utr., wohnhaft in Mariazell, Sursee, am 19. März 2002 für die Dauer von fünf Jahren zur Diözesanrichterin des Bistums Basel ernannt.
Ein Neubeginn! Mit zwei Dritteln an neuen Mitgliedern fand sich der diözesane
Seelsorgerat am 16. März 2002 zu seiner ersten und konstituierenden
Sitzung der neuen Amtsperiode in Solothurn zusammen. Neben der Wahl des
Ausschusses lagen Sinn und Zweck dieser Zusammenkunft auf dem Erfassen der
künftigen Themen, dem Informationsaustausch und dem gegenseitigen Kennenlernen.
Bereits in der Vorstellungsrunde äusserten alle Mitglieder des Seelsorgerates
und des bischöflichen Ordinariates ihre Erwartungen, Themen und Ideen.
Diese Vielfalt kam dem Aufblühen einer Frühlingsblume gleich.
Eine «Ideenblume» wurde symbolisch auch gleich hergestellt und
bildete die Mitte der Versammlung.
Folgende Themen wurden zur Bearbeitung vorgeschlagen:
Aus den Regionen wurden die Mitglieder des Ausschusses bestimmt. Die Wahl des Präsidiums und des Vize-Präsidiums wurde auf die nächste Sitzung verschoben. Die Mitglieder des Rates wünschten sich etwas mehr Zeit, sich untereinander besser kennen zu lernen.
Die nächsten beiden Zusammenkünfte im April und im Juni 2002 gemeinsam mit den andern diözesanen Räten stehen im Zeichen des Bistumsprojektes «Als Getaufte leben». Rudolf Schmid, Projektleiter, informierte über die Vorbereitungen und die Inhalte des geplanten Treffens.
Um die 200 Jugendliche aus allen Gegenden des Bistums, Bischof Kurt Koch,
die beiden Weihbischöfe Martin Gächter und Denis Theurillat und
der Generalvikar Pater Roland-B. Trauffer waren am Sonntag, 17. März
2002, in Weinfelden (TG) zu Gast. Einander kennen lernen, über Fragen
des Lebens und Glaubens nachdenken, an einem Atelier teilnehmen und miteinander
Eucharistie feiern, dies waren die Akzente dieses wunderschönen Frühlingssonntags
im katholischen Kirchenzentrum in Weinfelden.
Alle Eintreffenden erhielten ein Interviewblatt in die Hände gedrückt.
Sie hatten eine Teilnehmende französischer Muttersprache zu finden;
einen Menschen, welcher ein Kreuz um den Hals trägt; jemanden, der
am heutigen Tag Geburtstag hat usw. Die Jugendlichen stiegen ohne Hemmungen
auf das Experiment ein, und so brachte diese Kontaktaufnahme die erwünschte
Stimmung für den Auftakt des Treffens. Die Band EPHATA und die Gruppe
«Gospeltrak» umrahmten den Willkomm und die Begrüssung
mit frischen Rhythmen.
Es sollte ein Tag voller gesalzener Überraschungen werden. Zweisprachig
wurde der Einstieg ins Thema moderiert. Jugendliche befragten Bischof Kurt
Koch nach seinen Gedanken zu verschiedenen Gegenständen.
Zum Licht: Badehose: «Ich denke dabei an Ferientage als ein Lichtblick.
Gott macht keine Ferien. Deshalb bedeuten für mich Ferien Zeit für
die Kontaktpflege mit Gott.» Slogan «Heute schon geleuchtet»:
«Wir sind berufen, Licht in die Welt zu bringen. Die abgebildete Glühbirne
braucht Strom, um zu leuchten. So brauchen auch wir Energie von Gott, damit
wir Licht sein können.»
Zum Salz: Salzstreuer: «Unser Christsein kann nicht nur Theorie sein
sondern es ist das Salz, das die Welt schmackhafter macht!»
Dictionnaire: «Ein besonders gutes Salz ist, dass unser Bistum zweisprachig
ist und es noch viel mehr Sprachen hat: Kroatisch, Italienisch, Portugiesisch,
Spanisch usw.»
Bei der Suppe zum Zmittag, bei Volkstanz, bei den vielen Ateliers und
auf dem grosszügigen Marktplatz der Jugendorganisationen entstanden
neue Bekanntschaften, trafen sich Gleichgesinnte und fühlte sich jede/jeder
Jugendliche angenommen und aufgenommen.
Vielleicht ist es die «Ferne» des Thurgau, dass nicht allzu
viele den Weg zum Treffen auf sich genommen haben. Der JUSESO Thurgau gilt
es aber, ein grosses Kränzchen zu winden. Dieser Anlass wird sicher
zur bleibenden Erinnerung ich bin keinem einzigen Jugendlichen begegnet,
bei dem ich das Gefühl gehabt hätte, er wäre lieber zu Hause
geblieben. Dieser Begegnungstag in Weinfelden kann als Vorbild dienen für
die nächsten Treffen, die hoffentlich wiederum in einer Bistumsregion
staffinden werden. Ein Kompliment und ein Dankeschön an die Organisatoren.
Infolge Demission des bisherigen Stelleninhabers wird die Pfarrei St.
Martin in Altdorf (UR) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 19. April 2002 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7003 Chur.
Sigisbert Berther, Pfarrer im Ruhestand
Der Verstorbene wurde am 2. März 1916 in Rabius (GR) geboren und am
1. Juli 1940 in Chur zum Priester geweiht. Stationen seiner priesterlichen
Tätigkeit waren: Vikar in St. Anton, Zürich, von 19401942,
Pfarrer von Alvaneu (GR) von 19431951, Pfarrer von Breil (GR) von 19521978,
Pfarrer von Lumbrein (GR) von 19791991. Die Jahre seines Ruhestandes
verbrachte er in Rabius und zuletzt im Altersheim in Trun (GR), wo er am
18. März 2002 verstarb. Er wurde am 21. März 2002 in seinem Heimatort
Rabius begraben.
Nachdem Mitte Februar die Visitation stattgefunden hatte, wurden im Kloster Loreto auf Berg Sion die Erneuerungswahlen in zwei Schritten durchgeführt. Am Montag, 11. März 2002, fand die Wahl der Priorin statt. Mit einem Zweidrittelsmehr wurde die bisherige Amtsinhaberin Schwester Maria Regina Schwyter wieder gewählt. Am Freitag, 15. März, folgte die Wahl des Schwesternrates und der Subpriorin. Die Schwestern wählten die Schwestern Maria Immaculata, Maria Ulrika, Maria Ursula und Beata in den Rat und anschliessend Schwester Maria Ulrika als Subpriorin. Möge Gott ihr Wirken und ihren Einsatz schützen und segnen.
Mit seinem Wechsel nach Schänis hatte Adri van den Beemt sein Amt
als Dekan des Dekanates Wil-Wattwil zurückgegeben. Nach seinem Amtsantritt
als Pfarrer im Seelsorgeverband Goldach-Untereggen ist er zum Dekan des
Dekanates Rorschach gewählt worden. Als solcher nahm er erstmals an
der von Bischofsvikar Markus Büchel geleiteten März-Sitzung der
Dekane teil. An ihr orientierte Bischof Ivo Fürer über die Veränderungen
im Personalamt und im Ressort Fortbildung.
Generalvikar Anton Thaler informierte über die Anliegen aus dem Personalteam,
und die Dekane brachten ihrerseits die Personal-probleme aus den Pfarreien
ihrer Dekanate zur Sprache. Stephan Guggenbühl stellte die neue Fachstelle
«Kirche und Soziales» in Appenzell vor, die von zwei Fachfrauen
mit insgesamt 90 Stellenprozenten geführt wird. Die Notwendigkeit dieser
Diakoniestelle wird nicht von allen Pfarreiangehörigen als gleich wichtig
eingestuft.
Zurzeit wird der Entwurf eines Pastoralen Leitfadens für die Errichtung
von Seelsorgeeinheiten im Bistum St. Gallen sowie eine Wegleitung für
die Bildung von Seelsorgeeinheiten (Struktur, Rechtliches, Vorgehen) zu
einem einzigen wegweisenden Papier zusammengefügt. Im Ablauf des Vorgehens
bei der Bildung von Seelsorgeeinheiten sind die Dekane stark gefordert.
Die Diskussion darüber ergab, dass die angesprochene Mitarbeit geleistet
werden kann und muss. Darüber hinaus wünschen sie, dass sie bereits
bei den ersten Gesprächen über die Bildung einer möglichen
Seelsorgeeinheit miteinbezogen werden.
Der Rückgang an kirchlichen Eheschliessungen, die eher abschreckend
wirkende und nicht mehr zeitgemässe Bezeichnung «Ehevorbereitungskurse»,
die fehlende Kenntnis der Inhalte heutiger Angebote dürften dazu geführt
haben, dass die Arbeitsstelle Partnerschaft-Ehe-Familie nicht so gefragt
ist, wie sie es eigentlich sein müsste. Die Dekane glauben nicht, dass
sich die Seelsorgenden generell zu wenig für die Kurse einsetzen, finden
es jedoch wertvoll, wenn die Kurse in ihrem Dekanat vorgestellt werden,
damit Vorurteile ausgeräumt werden können.
Die Aussprache über «Notfallseelsorge» zeigte, dass diese
Spezialseelsorge in verschiedenen Dekanaten bereits ein Thema ist. Im Dekanat
St. Gallen wurde ein Pikettdienst unter allen Seelsorgenden diskutiert.
Bischof Ivo weiss aus Besprechungen mit Verantwortlichen der Dargebotenen
Hand, wie sehr diese bedauern, dass sie bei nächtlichen Notfällen
oft nur bis zur Combox gelangen. Im Dekanat Rheintal ist eine Weiterbildung
zum Thema geplant. Aus dem Dekanat Wil-Wattwil besucht eine Delegation den
1. Schweizerischen Kongress für Notfallseelsorge in Bern. Im Dekanat
Appenzell wird die Thematik zusammen mit dem Evangelischen Kirchenrat behandelt.
Stephan Guggenbühl findet es wichtig, dass die Seelsorgenden in Notfällen
präsent sind. «Wenn wir diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen,
werden die Seelsorgenden auch in anderen Bereichen nicht mehr geholt.»
Er wies auch darauf hin, dass die psychiatrische Betreuung oft nicht auf
Langzeit angelegt ist.
Die Anregung, eine Priestertagung durchzuführen, an der sich die Priester
in einem geschützten Raum über ihre sich laufend verändernde
Rolle austauschen und an der sie über ihre Ängste (gerade auch
im Zusammenhang mit Seelsorgeeinheiten) reden können, wird von den
Dekanen begrüsst. Sie wird an den Priesterrat weitergeleitet. Die Dekane
Heinz Angehrn, Reto Oberholzer und Guido Scherrer erklärten sich bereit,
bei der Vorbereitung des Begegnungstages mitzuwirken.
Maria Selina Hitz, Frau Mutter im Kloster Appenzell
Am Samstag, 16. März 2002, nahm im Kloster Maria der Engel in Appenzell
eine grosse Zahl Frauen und Männer Abschied von Frau Mutter Maria Selina
Hitz. Sie war nach kurzer Krankheit ganz unerwartet in die Ewige Freude
heimgeholt worden. Ordensassistent P. Raphael Grolimund OFMCap leitete die
Beerdigungsfeier in franziskanischem, einfachem Rahmen und doch feierlich
gestaltet durch die Mitwirkung eines Chores aus der Umgebung. Mutter Selina
hat 71 Jahre lang im Kloster Appenzell gelebt und hat die Gemeinschaft über
50 Jahre geleitet. Als «einfache Frau» hat sie vielen Menschen
Zeit und Gehör geschenkt und ihnen so in ihren Sorgen Zuversicht und
kostbaren Rat vermittelt. Was im November 2001 an einer Tagung der Oberinnen
der Klöster des Bistums St. Gallen als Möglichkeit dargestellt
wurde, ist in Appenzell unerwartet schnell Tatsache geworden: Die amtierende
Frau Mutter, die so lange mit grossem Einsatz für ihre Gemeinschaft
gewirkt hat, ist innert weniger Tage durch den Tod ihren Mitschwestern entrissen
worden. Möge Gott, der Herr, ihr Leben und Wirken anschauen und ihr
die ewige Seligkeit schenken. Möge sie der Gemeinschaft nun von der
Ewigkeit her beistehen.
Am Hohen Donnerstag, 28. März 2002, wird Bischof Norbert Brunner
in der Kathedrale von Sitten um 9.30 Uhr die Chrisam-Messe feiern. Alle
Priester und kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu dieser
Feier herzlich eingeladen. Der Bischof wird das Öl für die Krankensalbung,
das Katechumenenöl für die Taufe sowie den Chrisam weihen. In
diesem Jahr werden Schüler aus Gampel, die nächstes Jahr gefirmt
werden, mit Pfarrer Franziskus Lehner an der Feier teilnehmen und das Chrisam
zum Altar tragen.
Alle Gläubigen sind herzlich eingeladen, den Gottesdienst mitzufeiern.
Die Priester sind nach der Feier zu einem Mittagessen mit Bischof Norbert
Brunner im Pfarreisaal St-Guérin eingeladen.
Josef Imseng, alt Professor
Am Freitag, 15. März 2002, starb alt Professor Josef Imseng ganz unerwartet
nach kurzer Krankheit im Spital Brig im Alter von 77 Jahren. Er war in seinem
49. Priesterjahr.
Josef Imseng wurde am 8. Januar 1925 in Saas Fee geboren. Am 21. Juni 1953
wurde er zusammen mit seinem Bruder Herbert durch Bischof Nestor Adam zum
Priester geweiht. Josef Imseng studierte danach zuerst am Französischen
Seminar in Rom weiter (1954/1955) und von 19551958 an der Universität
Löwen. Er schloss seine Studien als Dr. phil. und lic. iur. can. ab.
Er wirkte zuerst ein Jahr (1958/1959) als Missionar in Japan und war danach
von 19591963 Pfarrer von Unterems. 1963 erfolgte die Berufung an das
Kollegium Brig als Liturgie-Präfekt und als Lehrer in Religion, Latein
und Englisch.
Nach seiner Pensionierung im Jahre 1986 widmete sich Professor Imseng vermehrt
der Seelsorge im Berner Oberland. Im Jahre 1992 zog er sich in seinen Heimatort
Saas Fee zurück in seinen wohlverdienten Ruhestand.
Die Beerdigung von Josef Imseng fand am Montag, 18. März 2002, in Saas
Fee statt.
Nach eingehenden Beratungen und Besprechungen mit den Kirchgemeinden und den von den Mutationen betroffenen Mitbrüdern hat Abt Martin Werlen im Bereich der Pfarrei Einsiedeln und der weiteren Pfarreiseelsorge des Klosters Einsiedeln verschiedene Mutationen vorgenommen.
Die Mutationen treten, mit Ausnahme der Einsetzung des Pfarrvikars in
Euthal, im Laufe der Monate Oktober und November 2002 in Kraft. Die Einsetzung
von P. Raphael Schlumpf als Pfarrvikar in Einsiedeln-Euthal erfolgt im Monat
Juli 2002.
Aus personellen Gründen kann das Kloster Einsiedeln für die Pfarrei
Eschenz und die Pfarrei Thüringerberg keinen Seelsorger mehr zur Verfügung
stellen.