10/2002

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

UNO-Beitritt: Kirchen über Zustimmung erleichtert

Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK wie die Schweizer Bischofskonferenz SBK sind erleichtert und erfreut über den Entscheid der Stimmberechtigten, dass die Schweiz der UNO beitreten kann. Auch im Vorfeld der Volksabstimmung hatten sich die beiden Landeskirchen stets für den Beitritt der Schweiz zur Völkergemeinschaft ausgesprochen.
Das christliche Engagement für Gerechtigkeit und Frieden sowie Schöpfungsbewahrung findet sich auch in den Zielsetzungen der UNO wieder. Das haben die Kirchenleitungen mit der gemeinsamen Schrift «die Kirchen und die UNO» vor der Abstimmung hervorgehoben.
Die meisten heutigen Probleme haben weltweites Ausmass und werden daher in der UNO behandelt. Die schweizerische Aussenpolitik hat Schwerpunkte bei den Menschenrechten und humanitären Verpflichtungen. Der Beitritt zur UNO stärkt in diesem Bereich den Einfluss unseres Landes.
Zustimmung äusserten stets auch die kirchlichen Werke HEKS und Caritas aus ihrer Sicht der internationalen Hilfstätigkeit ­ sie bezeichnen die UNO als «das grösste Hilfswerk der Welt», weshalb das Mitwirken der Schweiz unerlässlich sei.
Es ist den Landeskirchen ein Anliegen, den Sorgen und Bedenken der Nein-Stimmenden bei der künftigen Zusammenarbeit mit der UNO Beachtung zu schenken: Sie erwarten, dass sich die Schweiz in der UNO dafür einsetzt, dass auch die Stimmen kleinerer Staaten im internationalen Konzert gebührend gehört werden.

Bern/Freiburg, 3. März 2002


Die Rechte des Kindes gehen vor

Zur Frage der Adoption durch homosexuelle Paare
Replik zur Stellungnahme des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes

Das jüngste Pressecommuniqué des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) zu den Adoptionsmöglichkeiten durch homosexuelle Paare hat uns überrascht und bestürzt. Bei der Einrichtung dieser Institution geht es um die Entfaltung nicht der Paare, sondern um jene der betroffenen Kinder. Nicht das Kind rechtfertigt das Paar. Nicht dank eines Kindes erhält ein Paar eine von der Gesellschaft anerkannte Stellung.
Unsere Absicht ist nicht, die ganze Fähigkeit zu Liebe, Aufmerksamkeit und Verantwortung der homosexuellen Paare Kindern gegenüber in Zweifel zu ziehen. Was wir sagen wollen, ist, dass es kein «absolutes Recht auf das Kind» gibt, was auch immer die Art des Paares ist. Die Elternschaft ist kein Recht, sondern bringt vor allem Aufgaben mit sich. Hier wollen wir auf den Rechten des Kindes insistieren.
Die in affektiver und beziehungsmässiger Hinsicht menschliche Zukunft jedes Kindes erfordert die Möglichkeit, zwischen einem Vater und einer Mutter und also zwischen zwei verschiedenen sexuellen Polen hin und her zu gehen. Das erlaubt ihm umgekehrt, sich zu entdecken, sich zu differenzieren und sich in seiner Entwicklung als Frau oder Mann zu individualisieren. Ist das physische und psychische Wachstum jedes Kindes nicht Frucht eines Reifeprozesses, der in zwischenpersönlichen Konfrontationen und gemeinsamen und differenzierten Entdeckungen erlebt wird? Um erwachsen werden zu können, ist jedes Kind herausgefordert, die Differenz und die Interaktion zwischen Mann und Frau zu entdecken, anzunehmen und zu übernehmen. Jede Indifferenzierung ist gegen seine persönliche, beziehungsmässige und affektive Entwicklung.
Wir sind uns der Realität vieler Kinder bewusst, die mit nur einem Elternteil aufwachsen. Es gibt keine «ideale Familie». Aber von daher diese Adoptionssituation, die jede sexuelle Differenz auszuradieren scheint, institutionalisieren zu wollen, ist ein Schritt, der nicht gewagt werden darf. Zum Wohl der betroffenen Kinder.

Brigitte de Werra und Véronique Compagnon
Co-Präsidentinnen der Kommission
Ehe und Familie der Schweizer Bischofskonferenz


Katholischer Medienpreis 2002

Der Katholische Medienpreis soll dieses Jahr im Zusammenhang mit dem Mediensonntag vom 5. Mai 2002 zum 9. Mal ausgehändigt werden. Der Preis, der durch die Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz verliehen wird, soll das Interesse der katholischen Kirche an den sozialen Kommunikationsmitteln und deren Beiträge im Geist der christlichen Hoffnung ausdrücken. Die Jury nimmt Vorschläge von Personen oder Institutionen, die Medienarbeit im Sinne des Preises leisten, gerne entgegen.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie beim Sekretariat der Medienkommission (Telefon 0264264831, Fax 0264264830, E-Mail chkathopresse@compuserve.com).
Vorschläge für den Medienpreis sind bis zum 12. April 2002 einzureichen an das Sekretariat der Medienkommission, Postfach 510, 1701 Freiburg.
Seit 1994 wurde der Preis an die von Jean-Philippe Rapp für das Westschweizer Fernsehen TSR realisierte Serie «Pâques à Jérusalem» («Ostern in Jerusalem»), an die unabhängigen Filmautoren Reni Mertens und Walter Marti, an den Journalisten Hanno Helbling, an Yvan Stern, Direktor Cinédia, und Philippe Dahinden, Journalist (Ökumenischer Medienpreis mit Beteiligung des evangelischen-reformierten Radiodienstes der Westschweiz), an Schweizer Radio DRS, Redaktion Religion, an das Projekt der wöchentlichen Sonderseiten «Religion & Gesellschaft» bzw. «Christ und Welt», an den Journalisten Michel Bavarel sowie an Schwester Ingrid Grave OP verliehen.


Bistum Basel

 

Ernennungen

Auf Vorschlag der Dekanate ernannte Diözesanbischof Dr. Kurt Koch für die laufende Amtsperiode im

Die Amtszeit der Neuernannten dauert bis 31. Dezember 2003.


Ausschreibungen

Die auf den 15. August 2002 vakant werdende Pfarrstelle Hasle im Seelsorgeverband Hasle-Bramboden (LU) wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Die auf den 1. März 2003 vakant werdende Pfarrstelle Kleindöttingen im Seelsorgeverband Leuggern-Kleindöttingen (AG) wird für einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Die vakante Pfarrstelle Münchwilen (TG) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Die auf den 1. Oktober vakant werdende Pfarrstelle Winznau (SO) im Seelsorgeverband Niedergösgen-Obergösgen-Lostorf-Stüsslingen-Winznau wird für einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Der konkrete Einsatz im Seelsorgeverband muss noch geklärt werden.
Die vakanten Pfarrstellen des Seelsorgeverbandes Herdern-Warth-Hüttwilen (TG) werden für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte Personen melden sich bitte bis 28. März 2002 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


Heute schon gesalzt?... Heute schon geleuchtet?...

Jetzt anmelden zum 6. Bistums-Jugendtreffen vom Sonntag, 17. März, im Pfarreizentrum Weinfelden (TG).
Eingeladen sind alle interessierten Jugendlichen ab 15 Jahren und junge Erwachsenen sowie Begleitpersonen. Die Begegnung der Jugendlichen untereinander und mit den drei Bischöfen Kurt Koch, Denis Theurillat und Martin Gächter steht im Vordergrund. Die biblische Botschaft «ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt» will die Jugendlichen ermutigen, sich etwas zuzutrauen und sich in Kirche und Gesellschaft zu engagieren.
Zum Slogan des Treffens wird ein Wettbewerb lanciert. Gruppen von mindestens 6 Personen gestalten vorgängig ein grosses Stofftuch.
Anmeldung und nähere Auskünfte zum Jugendtreffen und zum Wettbewerb unter: www.juseso.ch. Infos auch bei Martin Gadient, Kirchrainweg 3, 6010 Kriens, Telefon 0413221171, E-Mail kirchliche.berufe@bluewin.ch


Im Herrn verschieden

Robert Küng, emeritierter Pfarrer, Hochdorf
Am 27. Februar 2002 starb in Hochdorf der emeritierte Pfarrer Robert Küng. Am 12. Januar 1922 geboren, empfing der Verstorbene am 1. Juli 1947 in Solothurn die Priesterweihe. Er wirkte als Vikar in der Pfarrei Neuhausen von 1947­1954. Von 1954­1972 war er Pfarrer in der Pfarrei St. Peter, Schaffhausen, und von 1972­1992 in der Pfarrei St. Marien, Solothurn. Von 1992­2000 wirkte er als Kaplan zu St. Katharinen in Solothurn und als Betagtenseelsorger in der Stadt Solothurn. Er leistete während dieser Zeit auch priesterliche Dienste in den Pfarreien Flumenthal und Günsberg. Ab 2000 verbrachte er seinen Lebensabend als emeritierte Pfarrer im Altersheim Sonnmatt in Hochdorf. Er wurde am 6. März 2002 in Hochdorf beerdigt.


Bistum Chur

 

Recollectio

Am 11. März 2002, 9.45­16.00 Uhr, wird im Priesterseminar St. Luzi, Chur, eine Recollectio für Diözesanpriester angeboten. P. Adelhard Signer OFMCap, Mels, hält zuerst eine kurze Betrachtung. Anschliessend Beichtgelegenheit. Um 11.15 Uhr «Die christliche Familie im Lichte der Anthropologie des hl. Thomas von Aquin» (Grundlagen des katholischen Familienbildes), Vortrag von Frau Dr. lic. psych. Mercedes Palet Fritschi.
12.00 Uhr Mittagessen, 14.00 Uhr 2. Teil des Vortrags mit Diskussion und Aussprache.
Anmeldung an das Sekretariat des Priesterseminars bis Freitag, den 8. März 2002 (Telefon 0812522012 oder E-Mail sekretariat@priesterseminar-thc.ch).

Freundlich lädt ein

Churer Priesterkreis


Bischöfliches Ordinariat Chur ­ Neue Telefon- und Faxnummern

Ab 18. März 2002 sind folgende neue Nummern in Betrieb:

In der Zeit zwischen dem 15.­19. März 2002 erhält unsere Kanzlei eine neue Telefonzentrale mit neuen Nummern. In dieser Zeit können allenfalls gewisse Behinderungen im Telefonverkehr mit unseren Büros auftreten. Wir bitten Sie dafür im Voraus um Entschuldigung und danken für das Verständnis.


Orden und Kongregationen

 

Theologische Schule Einsiedeln

Die Dozentenkonferenz der Theologischen Schule der Benediktinerabtei Einsiedeln hat am 22. Februar 2002 P. Dr. theol. Giorgio Giurisato OSB, den Dozenten für Exegese des Neuen Testamentes und Einleitung in die biblischen Schriften, auf vier Jahre zum Studienpräfekten gewählt. P. Giorgio Giurisato tritt damit die Nachfolge des am 10. November 2001 zum Abt des Klosters gewählten bisherigen Studienpräfekten P. Martin Werlen OSB an.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2002