6/2002 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
An die Jugendlichen
An die verantwortlichen Begleitpersonen der Jugendlichen
An die Bewegungen und Gemeinschaften
Liebe Freunde
In sechs Monaten werden wir mitten im Weltjugendtag-Treffen sein, zuerst
in Québec, der Diözese, die uns empfängt, nachher in Toronto.
Vom 10. bis 13. Januar 2002 fand in Toronto das zweite Vorbereitungstreffen
des Weltjugendtages (WJT) für die Verantwortlichen der Bischofskonferenzen
aus der ganzen Welt statt. Dabei haben wir die Lebendigkeit der Kirche gespürt,
die Kühnheit des Evangeliums, aber auch den dringenden Appell, uns
nach Toronto zu begeben.
Von diesen Vorbereitungstagen sind wir mit wichtigem Gepäck zurückgekommen.
Darin enthalten sind verschiedene Aufforderungen. Eine davon heisst: Wir
sind eingeladen, gemeinsam unsern Weg zu gehen. Jedes Land ist aufgerufen,
sich gut vorzubereiten, um so die Organisation in Toronto zu erleichtern.
In der Tat: Je mehr wir unsere Kräfte bündeln, umso mehr wird
der Ablauf des WJT Früchte tragen können. Es geht ja darum, gemeinsam
eine schöne und tiefe kirchliche Erfahrung zu machen. Angesichts dieser
Einladung, gemeinsam unsern Weg zu gehen, bitten wir alle Jugendlichen,
welche sich für Toronto anmelden wollen, aber auch alle Bewegungen
und Gemeinschaften, die den WJT in Kanada vorsehen, möglichst schnell
Kontakt mit dem Organisationskomitee ihrer Sprachregion aufzunehmen. So
können die weiteren Vorbereitungen für diese wichtigen Tage in
schöner Harmonie geschehen.
Wir bitten Sie, diese Aufforderung zur Kenntnis zu nehmen, und wir stehen
Ihnen gerne zur Verfügung für Ihre weiteren Vorschläge.
Und ein letztes Wort noch: Meldet euch an, Toronto erwartet uns!
Die Schweizer Jugend meldet sich an!
Diejenigen, die den Weltjugendtag (WJT) vorbereiten, geben vollen Einsatz!
Dieser wird im nächsten Juli in Toronto und über ganz Kanada verstreut
stattfinden. Mehrere Hundert Schweizer Jugendliche werden diesen Sommer
dorthin aufbrechen; die Einschreibungsaktion ist in diesem Moment bereits
gut angelaufen. Vom 10. bis zum 16. Januar ist eine Schweizer Delegation
vor Ort gewesen, um sich mit dem kanadischen Komitee zu treffen und die
letzten Organisationen für die Reise abzuschliessen.
Unmittelbar vor den Tagen, für welche einige Hunderttausende von Jugendlichen
in Toronto erwartet werden, vom 18. bis 22. Juli, werden die verschiedenen
kanadischen Diözesen die Jugendlichen aus allen Ländern empfangen.
Die Schweizer werden das besondere Vergnügen haben, von der französischsprachigen
Diözese Québec empfangen zu werden, und zwar in der Region Chaudière,
die für ihre Produktion von Ahornsirup berühmt ist sowie für
ihre grosszügige Gastfreundschaft! Vor Ort konnten bereits Kontakte
hergestellt werden, und die Bevölkerung bereitet sich schon eifrig
und mit grossem Enthusiasmus auf den Empfang Hunderter von Schweizer Jugendlichen
vor.
Während dieser wenigen Tage sind mehrere Veranstaltungen vorgesehen,
darunter ein gemeinsamer Tagesausflug in die Stadt Québec zusammen
mit Tausenden anderer Jugendlicher, die in dieser grossflächigen Diözese
aufgenommen werden. Auch touristische und kulturelle Aspekte werden bei
dieser Reise nicht vergessen!
Als finale Station ist Toronto vorgesehen die internationalste Stadt
der Welt, in der mehr als 172 Nationalitäten vertreten sind wo
sich Jugendliche aus der ganzen Welt vom 23. bis 28. Juli zusammenfinden
werden. Die Schweizer Delegation, die den Ort des Geschehens besucht hat,
umfasste Mgr. Denis Theurillat (Verantwortlicher der Schweizer Bischofskonferenz
für die Jugend), Marc Aellen (Pressesprecher der SBK), Olivier Dinichert
(von der Deutschschweizer Arbeitsgruppe Toronto 2002), Rina Ranzoni (vom
Tessiner Organisationskomitee) und Pierre-Yves Maillard (vom Westschweizer
Organisationskomitee). Sie konnte feststellen, dass die Vorbereitungen gut
vorankommen, und zwar sowohl auf Seiten der Kirche als auch auf Seiten der
provinzialen und städtischen Behörden. Gemeinsam legen sie Hand
an und sind sich dabei bewusst, dass es sich hierbei wohl um einen der grössten
Anlässe handelt, der in Kanada jemals stattfand.
Das Programm dieser Tage in Toronto ist ganz im gewohnten Stil des WJT
gestaltet; am 23. Juli findet die Eröffnungsmesse statt, gefolgt von
drei Tagen der Katechese, dem Jugendfestival, Sozialdiensten und karitativen
Aktivitäten, dem Kreuzweg (mitten zwischen den Wolkenkratzern!) und
der Feier des Sakramentes der Versöhnung. Schliesslich wird am Samstagabend,
27. Juli, eine grosse Wache abgehalten, gefolgt von der Messe am Sonntagmorgen,
28. Juli, die Papst Johannes Paul II. im Downsview-Park feiern wird. Dieses
Jahr trägt allerdings ein besonderes Anliegen mit sich: Die Welt hat
sich seit den Ereignissen des 11. September 2001 grundlegend verändert.
Dieser Weltjugendtag will einen Beitrag zur Wiederherstellung des Friedens
leisten, der nicht ohne Gerechtigkeit und Vergebung erreicht werden kann.
Dieses Wort wird besonders eindrücklich aufgenommen: Ein Stadtpark,
der eigens aus diesem Anlass in «Park Duc in altum» umbenannt
wird, wird so eingerichtet werden, dass die Jugendlichen dort individuell
und persönlich das Sakrament der Versöhnung empfangen können.
Das Thema des WJT, «Ihr seid das Salz der Erde, Ihr seid das Licht
der Welt», ist in Text und Musik umgesetzt worden. Der offizielle
Hymnus wurde am 10. Januar anlässlich der Vorbereitungstage in Toronto
öffentlich vorgestellt. Verfasst wurde er von Pfr. Robert Lebel, einem
Priester aus Québec, der als Liedautor und Komponist für seine
Musik sowie für zahlreiche liturgische und religiöse Hymnen und
Gesänge berühmt ist.
Ein letztes Wort noch zum Kreuz des WJT, das vor einigen Monaten von kanadischen
Jugendlichen bei einem Gottesdienst in Rom überbracht worden ist: Dieses
Kreuz hat bereits auf kanadischem Boden über 20000 km zurückgelegt,
und unter anderem war es auch an der Gedenkstätte für die Opfer
des Flugzeugabsturzes des Swissairflugs SR 111 in der Nähe von Halifax.
Überall, wo es Station machte, durften die Jugendlichen, die es auf
seiner Reise begleiteten, die Kraft dieses Symboles für Frieden und
Versöhnung erfahren. Niemanden wird es unberührt lassen. Seien
wir zuversichtlich, dass es dieselbe Wirkung haben wird, wenn es am kommenden
24. und 25. Februar Kanada für eine kurze Zeit verlassen wird, um am
«Ground Zero» zu stehen, dort, wo noch vor einigen Monaten die
beiden Zwillingstürme des World Trade Centers von New York standen.
Die Organisation läuft also auf Hochtouren, und auf der ganzen Welt
bereiten sich zahlreiche Gruppen materiell und spirituell auf dieses grosse
Treffen vor. Da fehlt nur noch das Wichtigste: die jungen Pilger! Daher
gilt:
Alle Jugendlichen zwischen 16 und 30 Jahren, die diesen Sommer am Abenteuer
des WJT teilnehmen möchten, können sich beim jeweiligen Komitee
ihrer Sprachregion einschreiben. Für die Deutschschweiz: AG Toronto
2002, c/o Juseso Zürich, Auf der Mauer 13, 8023 Zürich, Telefon
012666918, www.weltjugendtreffen.ch, info@weltjugendtreffen.ch. Aus Gründen
der Organisation (Reservation von Flugtickets usw.) muss die Einschreibung
ausnahmslos bis spätestens am 30. April 2002 erfolgt sein. Im Fall
von finanziellen Schwierigkeiten bei der Teilnahme kann eine Lösung
gefunden werden. Für alle weiteren Informationen steht die Seite www.weltjugendtreffen.ch
im Internet zur Verfügung.
Das Gemeinsame Komitee der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK)
und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) hat das weit
verbreitete Interesse, das die Charta Oecumenica in vielen Teilen Europas
hervorgerufen hat, begrüsst. Das Komitee plant, die Charta weiter zu
begleiten.
Das Gemeinsame Komitee, welches zum ersten Mal vor dreissig Jahren tagte,
traf sich dieses Mal in Deutschland, in Ottmaring bei Friedberg, vom 24.
bis 27. Januar 2002 unter dem Vorsitz vom Metropoliten Jérémie
Caligiorgis, Präsident der KEK, und Msgr. Amédée Grab,
Bischof von Chur und Präsident des CCEE.
Das Komitee war sich darüber einig, so bald wie möglich ein Buch
über die Europäische Ökumenische Begegnung in Strassburg
vom April 2001, bei der die Charta Oecumenica lanciert wurde, zu veröffentlichen.
Es würde den Text der Charta, Reflexionen darüber, Zeugnisse über
ihre Umsetzung ins Leben der Kirchen in den verschiedenen Teilen Europas
sowie auch Wegweiser und Leitlinien für künftige Initiativen enthalten.
Man stimmte auch darüber überein, dass zu einem späteren
Zeitpunkt im Jahr 2002 eine Beratung mit Vertretern der Kirchen und Bischofskonferenzen
über die Rezeption der Charta in den einzelnen Ländern, Kirchen
und ökumenischen Organisation stattfinden würde.
Im Rahmen der Diskussion über den Bericht der Beratung, die vom «KEK-CCEE
Islam in Europa Komitee» unmittelbar nach dem 11. September in Sarajevo
organisiert war, betonte das Gemeinsame Komitee angesichts der tragischen
Ereignisse vom 11. September 2001 und deren Nachwirkungen die Wichtigkeit
des interreligiösen Dialogs. Diese Beratung führte Christen und
Muslime im Dialog zusammen. Pläne zur Fortsetzung, Entwicklung und
Intensivierung der Kontakte, die aus der Beratung von Sarajevo hervorgingen,
wurden begrüsst und gutgeheissen.
Das Gemeinsame Komitee setzte einen Prozess in Gang, der den beiden Exekutivgremien
von KEK und CCEE eine dritte Europäische Ökumenische Versammlung
vorschlug. Dabei kam man zur Erkenntnis, dass eine solche Versammlung nicht
vor dem Jahr 2006 stattfinden könne. Das Komitee hält es für
wichtig, den Schwung der beiden vorangegangenen Europäischen Ökumenischen
Versammlungen von Basel (1989) und Graz (1997) beizubehalten und somit das
gemeinsame Zeugnis für Jesus Christus in allen Bereichen des Lebens
Europas weiterhin bekannt zu machen.
Kontakte zwischen Kirchen und Politikern in Europa wurden ebenfalls betont.
Eine der Herausforderungen der Charta Oecumenica ist der Beitrag, den die
Kirchen zum Aufbau der Idee und der Wirklichkeit Europas leisten können.
Eine unmittelbare Aufgabe in dieser Richtung besteht darin, effektive Wege
für die Kirchen zu finden, um bei der am 28. Februar beginnenden Konvention
über die Zukunft der Europäischen Union einen Dialog mit europäischen
Politikern zu eröffnen. Das Gemeinsame Komitee unterstrich, dass dies
von Seiten der Kirchen in allen Teilen Europas getan werden muss, da Länder
ausserhalb einer erweiterten Europäischen Union tief greifend von den
Entscheidungen der Union betroffen sind.
Es gab Berichte über das jeweilige Engagement von KEK und CCEE zur
Schaffung neuer Möglichkeiten der Versöhnung in Südosteuropa
und zum Thema Umwelt als auch die Ermutigung, in diesen Richtungen weiterzuarbeiten.
In Bezug auf Umwelt unterstrich das Gemeinsame Komitee die Wichtigkeit,
bei dem im September in Südafrika stattfindenden Gipfeltreffen der
Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit beizutragen, und
ermutigte die Arbeit über nachhaltige Entwicklung, die gemeinsam von
der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE)
und der KEK-Kommission Kirche und Gesellschaft im Hinblick auf das Gipfeltreffen
geleistet wird.
Das Gemeinsame Komitee schätzt die Gastfreundschaft des Ökumenischen
Lebenszentrums in Ottmaring, das evangelische und katholische Christen zusammenbringt.
Zum Abschluss fand in Augsburg eine Begegnung der Mitglieder des Gemeinsamen
Komitees mit Personen der bayrischen Kirchen statt, die über die positive
Rezeption der Charta Oecumenica in der Region und erste Schritte ihrer Umsetzung
in kirchliches Leben auf lokaler und regionaler Ebene berichteten, wodurch
die Mitglieder des gemeinsamen Komitees besonders ermutigt wurden.
Die auf den 1. August 2002 vakant werdende Pfarrstelle Erlinsbach wird
für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Der Pfarrer von
Erlinsbach feiert einmal pro Monat auch Gottesdienst in Lostorf und Stüsslingen.
Interessierte Personen melden sich bitte bis zum 28. Februar 2002 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Die Chrisammesse mit Weihe der Öle findet am Montag, 25. März
2002, um 10.30 Uhr, in der Kathedrale Chur statt. Dazu sind alle im kirchlichen
Dienst stehenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die Gläubigen
herzlich eingeladen. Die Priester und Diakone werden gebeten, sich bis spätestens
um 10.15 Uhr im Bischöflichen Schloss (1. Stock) einzufinden und ihre
Albe und eine weisse Stola mitzubringen.
Um 12.30 Uhr sind die im kirchlichen Dienst Stehenden zum Mittagessen in
das Priesterseminar St. Luzi eingeladen. Wir bitten jene, die am Mittagessen
teilnehmen, sich bis spätestens 18. März 2002 bei der Bischöflichen
Kanzlei Chur anzumelden. Die schriftliche Einladung mit Anmeldeformular
wird in den nächsten Tagen zugestellt.
Wie kann bei den Jugendlichen der Glaube zum Thema gemacht werden, wie kann über ihn gesprochen werden? Darum geht es am 11. Diözesanforum kirchliche Jugendarbeit. Es findet statt am Mittwoch, 13. März, von 16 bis 21 Uhr, im Pfarreiheim St. Fiden in St. Gallen. Dazu laden Bischof Ivo Fürer und die Diözesane Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (Daju) alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, Katechetinnen und Katecheten, Mitglieder von Kirchenverwaltungsräten und Pfarreiräten ein. Referent ist der 59-jährige Karl Heinz Schmitt. Er ist Professor für Erziehungswissenschaften (Erwachsenenbildung und Gemeindearbeit) in Paderborn und Vorsitzender des Deutschen Katecheten-Vereins. Von ihm stammen verschiedene Publikationen, unter anderen «Mein Glaubensweg Christen im Dienst der Kirche erzählen» oder das im Jahr 2000 erschienene Buch «Erfolgreiche Katechese. Ermutigungen für die Praxis» (Kösel-Verlag, München). «Ermutigungen für die Praxis» steht auch als Untertitel unter dem Referat «Erfolg ein Name Gottes?».
Seitdem im Herbst 1999 erfolgten Wegzug von Pfarrer Josef Raschle in die Dompfarrei St. Gallen hat der Seelsorgeverband Herisau-Waldstatt-Schwellbrunn keinen Pfarrer mehr. Kapuzinerpatres aus dem Kloster Appenzell machten immer wieder Aushilfen. Nun hat der Regionalrat der deutschsprachigen Schweiz des Kapuziner-Ordens Hand zu einer längerfristigen Lösung geboten. Er hat P. Francesco Christen vom Kloster in Olten ins Kloster von Appenzell gerufen und ihn zu 60 Prozent für die Arbeit im Seelsorgeverband Herisau-Waldstatt-Schwellbrunn freigestellt. Am Sonntag, 27. Januar, ist er von Dekan Stefan Guggenbühl in sein Amt als Pfarradministrator eingesetzt worden. Gleichzeitig wurde Pastoralassistent Norbert Hochreutener, der seit 1992 in diesen drei Pfarreien tätig ist, offiziell zum Pfarreibeauftragten ernannt. P. Francesco wird im Seelsorgeteam vor allem die priesterlichen Dienste wahrnehmen.
Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat am Sonntag, 27. Januar 2002, anlässlich der kanonischen Visitation in der Hauskapelle des diözesanen Priesterseminars in Givisiez Kalbermatter Rolf, St. Niklaus, unter die Priesteramtskandidaten des Bistums Sitten aufgenommen. Rolf Kalbermatter studiert zurzeit in Luzern auf dem Dritten Bildungsweg Theologie.