3/2002 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Anmeldungen sind zu richten an das Liturgische Institut, Gibraltarstrasse 3, Postfach 7763, 6000 Luzern 7.
Nach dem Grosserfolg von 1999 in Bern mit 4200 Minis: 2. Deutschschweizerisches
Minifest: Minifest 02 am Sonntag, 1. September 2002, in Winterthur.
Für jugendliche Leiterinnen und Leiter ab Jahrgang 1987: Leiter-/Leiterinnenkurs
1 am Samstag/Sonntag, 16./17. Februar 2002, in Rheineck; Samstag/Sonntag,
9./10. November 2002, in Zug.
Für Leiter/Leiterinnen, die bereits einen Kurs 1 besucht haben: Leiter-/Leiterinnenkurs
2 am Samstag/Sonntag, 16./17. März 2002, in Luzern.
Für Frauen und Männer, die das Amt des Präses neu übernehmen
oder übernommen haben: Neupräsides-Tagung «Einstieg in die
Welt der Minis» am Samstag, 21. September 2002, in Zürich.
Die thematische Tagung für Präsides: Präsidestagung am Mittwoch,
23. Oktober 2002, in Luzern.
Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen sind im Internet unter www.minis.ch
abrufbar.
Sie werden auch den Pfarrämtern über die Bistumsversände
zugestellt oder können auf der Arbeitsstelle DAMP bezogen werden: Arbeitsstelle
DAMP, Bederstrasse 76, Postfach 147, 8027 Zürich, Telefon 012041779,
E-Mail damp@minis.ch
Nächster Kursbeginn: 1. April 2002.
Kursdauer: 3 Semester (18 Monate).
Kursaufbau: 12 Lehrbriefe zur persönlichen Erarbeitung, zugestellt
jeweils im Abstand von 6 Wochen; Besuch von 34 Studientagen (Samstag/Sonntag);
schriftliche Hausarbeit; praktische Übungen unter Anleitung einer Begleitperson.
Zielgruppe: Laien, die sich persönlich um Fragen des Gottesdienstes
interessieren; besonders Personen, die sich zu einem liturgischen Dienst
in den Gemeinden bereitstellen möchten.
Auskunft und Anmeldung: Liturgisches Institut, Gibraltarstrasse 3, Postfach
7763, 6000 Luzern 7, Tel. 0412287324 oder 0412287323, Fax 0412287326.
Freitag, 15. Februar 2002 (18.30 Uhr), bis Sonntag, Februar 2002 (16 Uhr), im Via-Cordis-Haus St. Dorothea, Flüeli-Ranft. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Betrachtung und Impulse zu Metallikonen und Texten mit Josua Boesch, reformierter Pfarrer, Ikonen-Macher und Schriftsteller. Begleitung des Weekends: Simon Peng-Keller, Buchautor von «auferstehungsleicht der ikonografische Weg von Josua Boesch», und Robert Knüsel-Glanzmann, Leiter Information kirchliche Berufe (IKB). Kosten für Kursbeitrag und Unterkunft: ca. Fr. 330.. Auskunft und Anmeldung bei: Fachstelle IKB, Postfach 6178, 6000 Luzern 6, Telefon 0414194839, Fax 0414194831, E-Mail ikb@kath.ch
Die auf den 1. Februar 2002 vakant werdende Pfarrstelle Lengnau (AG)
im Seelsorgeverband Lengnau-Unterendingen-Würenlingen wird für
einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung
ausgeschrieben.
Interessierte Personen melden sich bitte bis 7. Februar 2002 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Alois Hasler, emeritierter Pfarrer, Dussnang
Am 7. Januar 2002 starb in St. Gallen der emeritierte Pfarrer Alois Hasler.
Am 2. Februar 1919 geboren, empfing der Verstorbene am 29. Juni 1943 in
Solothurn die Priesterweihe. Er wirkte als Pfarrhelfer in Baar (19431949).
Von 19491953 war er Pfarrer in Güttingen, und von 19531995
wirkte er als Pfarrer, von 19951997 als Pfarradministrator in Dussnang.
Ab 1997 verbrachte er seinen Lebensabend als emeritierter Pfarrer in Wil
(SG). Er wurde am 12. Januar 2002 in Dussnang beerdigt.
Bischof Amédée Grab ernannte:
Bischof Amédée Grab erteilte die Missio canonica:
Dr. theol. Albert Wihler, Pfarrer im Ruhestand
Der Verstorbene wurde am 16. Februar 1913 in Freienbach (SZ) geboren und
am 13. Juni 1939 in Mailand (I) zum Priester geweiht. Nach Abschluss seiner
Studien war er von 19411943 als Professor am Kollegium Maria Hilf in
Schwyz tätig. Darnach wirkte er als Pfarrer in Zuoz (GR) (19431965),
in Celerina (GR) (19651977), in Zernez (GR) (19771981) und in
Stierva und Mon (GR) (19811997). Die ersten Jahre seines Ruhestandes
verbrachte er in Bad Ragaz (SG) (19972000). Ab Oktober 2002 lebte er
im Altersheim Via Plaids in Flims (GR), wo er am 10. Januar 2002 verstarb.
Seinem Wunsch entsprechend wurde er am 15. Januar 2002 in Stierva (GR),
seinem letzten Wirkungsort, begraben.
In seinem zur Tradition gewordenen Brief an die Gläubigen in seinem Bistum, der zur Lesung in den Pfarreien am Wochenende vom 12./13. Januar vorgesehen war, befasst sich Bischof Ivo diesmal mit dem Glauben.
Kriege, Terror und Katastrophen haben die letzten Monate des vergangenen
Jahres geprägt. Wohl wissen wir, dass Tag für Tag unzählige
Menschen ungerechten Verhältnissen zum Opfer fallen, wir wissen um
die zahllosen Konflikte zwischen Völkern und sozialen Gruppen, wir
wissen um die vielen Unfallopfer, die der Verkehr und die Arbeit fordern.
So schrecklich es tatsächlich ist: Wir müssen gestehen, dass wir
uns an die Opfer gewöhnt haben. Im Unterschied dazu sind wir schockiert
von den Attentaten in den USA und den kriegerischen Handlungen in Israel
und Afghanistan. Der mehrfache Mord im Kantonsparlament von Zug, die Brandkatastrophe
im Gotthardtunnel und der Absturz des Crossair-Flugzeugs bei Kloten stellen
uns vor harte Fragen: Was bedeuten Leben und Tod für uns Menschen?
Wie kann Gott es zulassen, dass Unschuldige getötet werden? Will die
Zerstörung des World Trade Centers etwa ein warnendes Zeichen Gottes
an die Menschheit sein, dass wir endlich gerechte Verhältnisse auf
dieser Erde schaffen? Warum lässt sich Religion missbrauchen und treibt
junge Menschen in selbstmörderische Terroranschläge? Kann ein
Kreuzzug aller Guten den Terrorismus in der Welt zum Schweigen bringen,
wie etwa der amerikanische Präsident meint? Oder wäre die Welt
sogar friedfertiger, wenn es die Religion nicht gäbe? Aber warum drängt
es denn die Menschen doch zu Gebet und religiöser Feier, wenn sie erschüttert
und fragend vor Tod und Katastrophe stehen?
Mit Ihnen, liebe Schwestern und Brüder, möchte ich mich als glaubender
Mensch diesen Fragen stellen. Ich glaube aus ganzem Herzen, dass Gott unsere
Fragen auf seine Weise und voll Liebe beantwortet. Und dennoch muss ich
vor Gott klagen, dass ich ihn oft nicht verstehe. Doch: Wie begrenzt wäre
der Gott meines Glaubens, wenn ich ihn immer verstehen könnte! Gleichwohl
bitte ich Gott: Höre unsere Fragen!
Gott antwortet mir umfassender und weiter, als ich ihn frage. Er verweist
mich auf Weihnachten. Ich sehe die Krippe. In manchen von uns weckt sie
Gefühle der Helle und der Geborgenheit, sie rührt an verborgene
Gefühle von Sehnsucht und Hoffnung; freilich, es wird auch andere Menschen
geben, die achtlos an der Krippe vorübergehen. Ich höre die Worte
aus dem Lukasevangelium: «Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter
geboren; er ist der Messias, der Herr» (Lk 2,11). Ich denke nach über
das Wort «Heute». Und je mehr ich das Wort «Heute»
auf mich wirken lasse, um so grösser und umfassender wird es; es verliert
sich schliesslich ins Unendliche hinein. Für Gott ist alles gleichzeitig,
alles gegenwärtig. Für ihn ist die ganze Weltgeschichte von der
Schöpfung bis zur Vollendung einfach da. Er sieht mich, er sieht Sie,
die Gläubigen des Bistums St. Gallen, und er sieht die Hirten von Bethlehem:
alle gleichzeitig, alle miteinander. Und wir stehen an der Krippe und bekennen
mit den Worten aus dem grossen Glaubensbekenntnis: «Für uns Menschen
und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen ...
und ist Mensch geworden.»
«Für uns Menschen», für mich, für die, die mir
täglich begegnen, für die Frauen und Männer in den vielen
Kirchen des Bistums, für die Grossen der Geschichte des Glaubens, für
Abraham, für Maria, für die Apostel Petrus und Paulus, für
Gallus und Otmar, aber auch für die Kleinen und Unscheinbaren; und
Gott ist auch Mensch geworden für den amerikanischen Präsidenten,
für seinen Gegner Bin Laden, für die religiösen Fundamentalisten
aller Schattierungen, aber auch für ihre Opfer, für die Opfer
von Kriegen, Unglücken und Katastrophen. Gleichzeitig wie Gott als
Schöpfer diese Welt mit all ihren Entwicklungen in Gang gesetzt hat,
ist ihm jeder Mensch mit den Freuden und Leiden seines Lebens gegenwärtig.
Er liebt alle ohne Ausnahme: jede und jeden. Seine Liebe gibt uns Freude,
Zuversicht und Sicherheit. Wir dürfen wirklich sicher sein: Gott führt
uns an seiner Hand durch das Leben.
Aber, so fragen wir weiter: Wie können wir Gott vertrauen, wenn wir
sprachlos vor den Opfern menschlicher Bosheit und blinder Naturgewalten
stehen? Wird Gott uns da nicht antworten: Ich habe euch Menschen nicht als
harmlose Pflanzen in ein wohl gehütetes Gartenbeet eingepflanzt; ich
habe euch geschaffen als freie Wesen, als Frauen und Männer mit Verstand
und freiem Willen. Ich weiss um das Risiko, das ihr für diese Welt
bedeutet. Ihr sollt eure Fähigkeiten einsetzen: Ihr baut auf und ihr
zerstört, ihr tut Gutes und tut Böses. Ihr habt eine grossartige
Welt entwickelt, aber auch schreckliche Abgründe aufgerissen. Das ist
der Preis eurer Freiheit.
Aber doch ist es nicht so, als ob Gott in souveräner Unbekümmertheit
vom Himmel herab verfolgte, was wir Menschen mit unserer Freiheit tun. Er
ist selber Mensch geworden, um am eigenen Leib das Schicksal der Opfer zu
erleiden. Jesus wurde ein Opfer des religiösen Fanatismus, er wurde
der Politik der römischen Grossmacht geopfert, an ihm vollzogen die
Schergen die Grausamkkeit der Todesstrafe. Aber für den Glauben ist
die menschliche Katastrophe Jesu nicht das Ende. Leiden und Tod sind für
Jesus und für die ganze Menschheit zum Weg zur Auferstehung geworden.
In Jesu Auferweckung wird für alle ein neuer Himmel und eine neue Erde
geschaffen.
Liebe Schwestern und Brüder, am Schluss meines Briefes möchte ich euch fünf Gedanken weitergeben, die mich in diesen Tagen bewegen:
Zunächst einmal: Gott liebt die Welt. Religion ist Zeugnis der Liebe,
die Gott seinen Geschöpfen entgegenbringt. Wer die Religion in den
Dienst von Unterdrückung und Hass stellt, missbraucht das Geschenk
Gottes.
Ein Zweites: Die menschliche Freiheit ist ein unschätzbares Gut. Über
unser Tun und Lassen schulden wir Gott Rechenschaft . Durch unser Zeugnis
des Glaubens tragen wir bei zum Aufbau einer Zukunft in Freiheit, ohne Hass
und ohne Angst.
Ein Drittes: Wir sind ein Teil der ganzen Welt. Die Ereignisse des vergangenen
Jahres haben uns deutlich gemacht: Der Schlüssel für unsere Zukunft
liegt nicht bei uns allein, liegt nicht in der Schweiz, auch nicht allein
in Europa. Nur die Menschheit als ganze verfügt über diesen Schlüssel.
Tragen wir mit an den Freuden und Leiden aller Menschen.
Ein Viertes: Der Tod gehört zu unserem Leben. Aber der Glaube an das
Leben, das Gott allen in der Auferstehung schenken will, überwindet
unsere Sprachlosigkeit und Untätigkeit angesichts der unzähligen
Opfer. Setzen wir unsere beschränkten Kräfte ein für das
Wohlergehen und die Sicherheit aller Menschen.
Und ein Letztes: Der Mensch braucht Religion. Es gibt verschiedene religiöse
Bekenntnisse und in verschiedener Weise erwarten die Menschen Antwort auf
die entscheidenden Lebensfragen. Die Ereignisse der letzten Monate haben
manche dazu verleitet, den Islam als Feind zu betrachten. Ich möchte
alle Schwestern und Brüder im Glauben an die Worte des Zweiten Vatikanischen
Konzils erinnern. In der Erklärung zu den Nichtchristlichen Religionen
heisst es: «Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime,
die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, den
barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde,
der zu den Menschen gesprochen hat». Ich hoffe, dass wir Christen
nicht hinter die Einsicht und Weisheit des Zweiten Vatikanischen Konzils
zurückfallen.
Liebe Schwestern und Brüder, seien wir dankbare Menschen. Trotz Enttäuschungen und Katastrophen dürfen wir glauben, dass Gott alles erschaffen hat, alles im Dasein bewahrt und alles und alle vollenden wird. Wir dürfen glauben, dass Jesus den Menschen nahe ist in Stunden von Freude und Leid. Und mit Ihnen glaube ich, dass Jesu Geist uns durch das Jahr 2002 und die kommende Zeit führen wird, selbst dann wenn wir vieles nicht verstehen.
Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat die beiden Fortbildungskommissionen für das Bistum Sitten neu oder wieder ernannt.
Für den deutschsprachigen Teil des Bistums wurden am 4. Januar 2002 ernannt:
(Der Vertreter der Laientheologen wurde noch nicht bestimmt.)
Für den französischsprachigen Teil des Bistums wurden am 20. Dezember 2001 ernannt:
Der Rücktritt von Abt Georg Holzherr und die Wahl von P. Martin Werlen zum 58. Abt des Klosters Einsiedeln haben verschiedene Mutationen im Kloster Einsiedeln zur Folge. Kurz vor der Abtsweihe hat Abt Martin den Patres und Brüdern seine Vorschläge zu verschiedenen personellen Veränderungen unterbreitet. Es folgten verschiedene Gespräche mit den betroffenen Mitbrüdern, mit der Pfarrei Einsiedeln, mit dem Lehrerkollegium der Stiftsschule über die Weiterführung bzw. Neustrukturierung einzelner Arbeits- und Aufgabenbereiche des Klosters. Nun hat Abt Martin die ersten Personalentscheidungen getroffen. Sie treten am 11. Januar 2002 bzw. nach einer Übergangs- und Vorbereitungszeit am 1. August 2002 in Kraft.
Für das Internat musste vorübergehend eine Notlösung gefunden werden. Als Internatsleiter wird ab dem 6. Januar bis Ende des Schuljahres Herr Roland Graf, Murten, angestellt. In den kommenden Monaten muss die Frage der Zukunft des Internates einer Lösung entgegengeführt werden.