51-52/2001 | |
INHALT | |
Wortmeldung |
Wer ein Gespür für die Sprache des Symbols hat, wird von selber dafür sorgen, dass beim eucharistischen Mahl möglichst alle von dem Brot kommunizieren, das bei der Gabenbereitung bereitgestellt wurde. Deshalb mahnte der renommierte Liturgiker Prof. Theodor Schneider in seinem Churer Festvortrag (SKZ 49/2001, S. 701) zu Recht, «es sei nicht sinnvoll, die bei einer früheren Eucharistiefeier konsekrierten Hostien aus dem Tabernakel zu holen». Nun gibt es einen seit langem bewährten Weg, wie man ohne traditionsdogmatische Gewissensbisse dieses Problem, das sich aus der Praxis ergibt, sinnvoll lösen kann: Jene Person, welche die Fürbitten gesprochen hat (Lektorin, Kommunionhelfer), holt gleich bei der Gabenbereitung die konsekrierten Hostien (hoffentlich in einer Schale) aus dem Tabernakel und stellt sie zu den übrigen Gaben auf den Altartisch. So ist auch im Symbolvollzug gewährleistet, dass alle Kommunizierenden das eucharistische Brot aus der einen Eucharistiefeier bekommen.