47/2001 | |
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Kirche in der Schweiz |
Seit 1985 treffen sich Delegierte der kantonalen und diözesanen Seelsorgeräte jährlich zur so genannten Interdiözesanen Koordination (IKO), zu einem Informationsaustausch über die in diesen Beratungsgremien geleisteten und geplanten Arbeiten und zu einer Einführung in ein Sachthema. Das diesjährige Treffen war so der Ökumenischen Konsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz bzw. dem sie abschliessenden Wort der Kirchen «Miteinander in die Zukunft» gewidmet. Zudem wurde die mögliche Zukunft der Interdiözesanen Koordination angesprochen, mit der sich die Pastoralplanungskommission der Bischofskonferenz wie die Bischofskonferenz selber befasst haben.
Die Berichterstattung aus den Seelsorgeräten ergab ein buntes Bild nicht nur der vielgestaltigen Schweizer Bistümer, sondern auch der vielfältigen Arbeit in den unterschiedlichen Beratungsgremien; bunt war auch die Art der Berichterstattung, reichte sie doch von epischer Breite bis zur gebotenen Kürze.
Der Seelsorgerat des Bistums Basel beschäftigte sich mit der von
der Bistumsleitung vorgeschlagenen grossräumigeren Regionalisierung,
mit der das Bistum neu in vier von Teams geleitete Regionen aufgeteilt werden
soll. In der neuen Amtsperiode sollte die Antwort des Bischofsrates auf
Fragen des Seelsorgerates dessen Arbeit erleichtern helfen. Ausgehend von
der Familienwirklichkeit behandelte der Rat Fragen der Familienpastoral;
er wünscht Unterstützung und Begleitung der in den Pfarreien geleisteten
Familienpastoral durch eine Fachstelle im Ordinariat.
Den Seelsorgerat des Kantons Basel-Stadt beschäftigte der zweite Teil
des Pastoralkonzepts, das der finanzielle Druck auf den Weg gebracht hatte.
Auch dieser Rat setzte sich mit dem diözesanen Projekt einer grossräumigeren
Regionalisierung auseinander; zudem wurde er in die Vorbereitung der Pastoralbesuche
des Bischofs einbezogen.
Im Jura pastoral kommen der Kanton Jura und das französischsprachige
Gebiet des Kantons Bern zusammen; sein Seelsorgerat möchte, dass diese
Pastoralregion bei einer Neueinteilung des Bistums Basel eine eigene Grösse
bleibt. Im Berichtsjahr hat der Seelsorgerat eine Gruppe «Solidarität»
zusammengestellt, die zum einen den Regierungen der beiden Kantone Vorschläge
unterbreitet hat, wie Menschen in schwierigen Situationen bei der Schuldensanierung
besser geholfen werden könnte; zum andern hat sie sich mit einer Weihnachtsbotschaft
an alle Pfarreien gewandt und sie gebeten, auf Menschen in der Nachbarschaft,
die sich in schwierigen Situationen befinden, zu achten. Weitere Themen
sind die Familienpastoral sowie ein neuer Pastoralplan; dazu kommt ein Pastoralsymposium
mit rund 30 dazu eingeladenen Bewegungen.
Mit der grossräumigeren Regionalisierung des Bistums befasste sich
auch der Seelsorgerat des Kantons Solothurn, und auch er erkennt nicht nur
mögliche Vorteile, sondern äusserte auch Vorbehalte. Ein wichtiges
Thema war für ihn der sozial-diakonische Auftrag der Pfarreien, namentlich
in Form der menschlichen Begleitung.
Am Begegnungstag, zu dem der Seelsorgerat des Kantons Luzern seit längerem
jedes Jahr einlädt, kamen rund 500 Interessierte zusammen. Regelmässig
lädt er zudem in den Dekanaten Pfarreidelegierte zu Treffen ein, um
zu vernetzen und Ressourcen besser zu nutzen. Im Gefolge des Pastoralen
Orientierungsrahmens Luzern (POL) wurde ein Leitfaden zur Organisation von
runden Tischen in den Dekanaten erarbeitet; so könnten auch Fragen
rund um das «Wort der Kirchen» angegangen werden. Aus dem Plan
zu einem christlichen Hausbuch ergab sich, in Zusammenarbeit mit der Pastoralkonferenz,
eine Reihe von Faltblättern mit Gedanken aus christlicher Sicht zu
besonderen Lebenssituationen. Der Rat beschäftigte sich ferner mit
einer Reihe von Themen, was ebenfalls zur Erarbeitung von Handreichungen
führen könnte.
Der Seelsorgerat des Kantons Thurgau legte eine Brachzeit ein, um seine
Kompetenz, seine künftige Gestalt und nicht zuletzt seine Zuordnung
zur Synode der öffentlich-rechtlichen Körperschaft zu klären.
Das Ergebnis ist die Konstituierung einer «Kreativgruppe».
Der Seelsorgerat des Kantons Zug berichtete vor allem vom Umgang mit der
Ökumenischen Konsultation, der unter das Leitwort «Eine Brücke
zur Zukunft» gestellt wurde. Das Medium war denn auch eine transportable
Brücke, die zweimal angezündet wurde und das zweite Mal niederbrannte.
Die Konsultation musste sich, im Kanton Zug erwartungsgemäss, denn
auch manche Kritik von Seiten der Wirtschaft gefallen lassen. Der Kirche
wurde unter anderem vorgeworfen, sie nehme sich selber von der Kritik aus.
Der Zuger Vertreter dankte für die Solidarität, die Zug nach dem
Anschlag auf den Kantonsrat erfahren durfte. Die Solidarität müsse
nachhaltig sein, mahnte er; zudem sollte nicht nur in risikoreichen Bereichen
vorsorglich eine Notfallseelsorge eingeplant werden.
Im Bistum Chur wurde im Berichtsjahr der Seelsorgerat als Diözesane
Pastoralkonferenz, als Forum der kantonalen Seelsorgeräte, der regionalen
Dekanenkonferenzen und vom Bischof Ernannter neu konstituiert. Dieser Rat
wollte an sich zuerst Richtlinien für Pfarreiräte erarbeiten;
auf Wunsch des Bischofs wandte er sich jedoch Fragen der Familienpastoral
zu, wobei ihm und der entsprechenden Arbeitsgruppe nicht nur an der Ehevorbereitung,
sondern ebenso an der Ehebegleitung gelegen ist. Im Bistum Chur wurde neu
im Kanton Glarus ein Seelsorgerat gebildet, so dass in diesem Bistum nur
noch Nidwalden keinen kantonalen Seelsorgerat hat.
Im Kanton Graubünden hatte sich die Tagsatzung der Bündner Katholiken
und Katholikinnen an Stelle eines Seelsorgerates mit pastoralen Fragen beschäftigt
und dazu acht Dokumente erarbeitet. Mit diesen kann jetzt auch der Seelsorgerat
arbeiten. Im vielgestaltigen Kanton Graubünden möchte er sich
jedoch vor allem in den Regionen verankern; zurzeit geht es darum, die obligatorischen
Dekanatsgruppen zu festigen oder erst zu etablieren. Den Pfarreien bietet
der Seelsorgerat seine Dienste im Hinblick auf die Freiwilligenarbeit an;
ihnen soll gezeigt werden, dass und wie sie die Arbeit der Freiwilligen
unterstützen könnten. Das nächste Thema wird die Familie
sein.
Der Seelsorgerat des Kantons Zürich arbeitet thematisch vor allem in
Kommissionen; im Plenum wird aus aktuellem politischem Anlass namentlich
das KircheStaat-Verhältnis thematisiert. Zudem kamen der Seelsorgerat
und die Synode der öffentlich-rechtlichen Körperschaft erstmals
zusammen. Aufgrund einer Reflexionstagung wurden für die Bereiche Ökumene
und Spiritualität neue Kommissionen geschaffen, während jene für
Caritas und Erwachsenenbildung in Frage gestellt sind. Die Kommission «Ehe
und Familie» arbeitet an einer Handreichung zur Familienpastoral,
während die Tagungen für Pfarreiräte und Kirchenpflegen dem
Fragenkreis «Konflikte» gewidmet sind.
Nach seinem Sinn und seiner Aufgabe fragte sich der Seelsorgerat des Kantons
Obwalden, und er wagt einen Neubeginn mit den Präsidenten aller Pfarreiräte.
Er will mit Projekten arbeiten, nicht zuletzt mit einer überpfarreilichen
Erwachsenenbildung.
Auf sein 30-jähriges Bestehen kann der Seelsorgerat des Kantons Schwyz
zurückblicken. Sein Tätigkeitsbereich ist sehr breit; bis zum
Aufbau einer Katechetischen Arbeitsstelle nahm und nimmt er noch Bildungsaufgaben
wahr wie Einführung in die Gestaltung voreucharistischer Gottesdienste,
Kurse für nebenamtliche Katechetinnen und Katecheten sowie weitere
kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er bietet einen rege benutzten
Liturgie-Erfahrungsaustausch an und überarbeitete seine Elternbriefe
vollständig. Neben dem Fest der Pfarreiräte der Urschweiz mit
verschiedenen Ateliers organisierte er Abendgespräche zur Personalsituation.
Im Berichtsjahr neu konstituiert wurde auch der Seelsorgerat des Bistums
St. Gallen. Deshalb erarbeitete er eine Themenliste für die nächsten
Jahre; eine besondere Aufmerksamkeit soll dem Themenkreis «die Familie
und ihre Werte» geschenkt werden. Das diözesane Projekt «He!
Was glaubst Du?» («Glauben in Gemeinschaft») hat die dritten
Phase erreicht, und damit ist auch der Seelsorgerat eingeladen, Schritte
in das Handeln zu tun.
Neu hat das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg einen diözesanen
Seelsorgerat, bei dessen Zusammensetzung auf Repräsentativität
und Ausgewogenheit in Bezug auf die Zugehörigkeit zu Bewegungen, Kulturen,
Alter und Geschlecht geachtet wurde. Um seine Arbeit zu planen, erstellte
er ein Themenpapier, wobei er sich auch mit den Ergebnissen von «AD
2000» auseinander setzen will. Beim nächsten grossen Thema, der
Migrationspolitik, will er zudem das «Wort der Kirchen» mit
auswerten.
Der Seelsorgerat des französischen Teils des Kantons Freiburg hat sich
im Berichtsjahr zum einen mit dem Thema der Vergebung beschäftigt und
zum andern aus dem diözesanen Projekt «AD 2000» Themen
wie Diakonie und wiederverheiratete Geschiedene herausgegriffen. Weil für
ihn eine neue Amtszeit beginnt, hat er seine bisherige Arbeit ausgewertet
und einige Broschüren veröffentlicht (Leitfaden für Pfarreiräte,
Merkpunkte). Der Seelsorgerat des deutschen Teils des Kantons Freiburg
der Pastoralrat St. Peter Kanisius bewegt sich nach der Restrukturierung
des Dekanates in neuen Strukturen. Nachdem er sich mit der Freiwilligenarbeit
beschäftigt hatte, schlug er so der Pastoralplanungskommission des
Dekanates vor, das entsprechende Hilfsmittel des Luzerner Seelsorgerates
zu übernehmen, den Sozialzeitausweis einzuführen und in den nächsten
5 Jahren jährlich einen Sonntag der Freiwilligen durchzuführen.
In der nächsten Zeit wird auch er sich mit den Ergebnissen von «AD
2000» befassen, nachdem die Texte jetzt auch in einer deutschen Übersetzung
vorliegen.
Der Seelsorgerat des Kantons Waadt befasste sich an Hand der Texte von «AD
2000» mit den Armen und Ausgeschlossenen, wobei er sich als «Erwecker»
versteht, der von Zeit zu Zeit ein Thema aufgreifen muss ohne Entscheide
treffen zu können. In Zusammenarbeit mit Caritas Waadt ging er die
Frage der Ausbildung und Begleitung von Freiwilligen an.
Der Seelsorgerat des Kantons Neuenburg ist zurzeit sistiert.
Auch dem Seelsorgerat des Kantons Genf ist daran gelegen, dass das Dokument
«AD 2000» lebendig wird; dazu entwickelt er Kraftlinien und
Aktionsprojekte, wobei er das «Wort der Kirchen» mit einbezieht;
dieses Wort sollte indes mit den anderen Kirchen zusammen der Zivilgesellschaft
kommuniziert werden. Unzufrieden mit dem Umstand, dass Pastoralprojekte
immer wieder an die Grenzen der Budgetvorgaben stossen, will sich der Seelsorgerat
mit der Logik der Finanzierung beschäftigen. Zudem befasst er sich
mit einer der lokalen Kirche entsprechenden Ausbildung der pastoralen Mitarbeiter.
Der Seelsorgerat des Bistums Sitten beide Fraktionen, sowohl Bas-Valais
et District d'Aigle als auch Oberwallis liess sich entschuldigen.
In seiner letzten Amtsperiode beschäftigte sich der Seelsorgerat des Bistums Lugano mit der Vorbereitung und Feier der Initiationssakramente; das Ergebnis ist ein vom Bischof genehmigtes Dokument. Zu Behandlung steht eine ganze Reihe von Themen an; schulischer Religionsunterricht, Bildung der pastoralen Mitarbeiter, Pfarrei und Bewegungen, Jugendpastoral, Familienpastoral. In Zusammenarbeit mit dem diözesanen Priesterrat soll das Thema «Berufung» in seiner ganzen Breite angegangen werden. Das neue kantonale Kirchengesetz verlangt ein Diözesanstatut, mit dem sich der Rat ebenfalls wird befassen müssen, und schliesslich steht eine Studientagung zum Thema «Christ werden in einer nicht christlichen Gesellschaft» auf dem Programm.
Im Auftrag der Bischofskonferenz hatte ihre Pastoralplanungskommission
(PPK) die Einrichtung «Interdiözesane Koordination (IKO)»
im Hinblick auf ihre Erweiterungsmöglichkeit zu überprüfen.
Die damit beauftragte Arbeitsgruppe stellte theologische Überlegungen
zur Partizipation der Laien an der Kirchenleitung an, überlegte sich
aber auch schon Kompetenzen und Zusammensetzung eines «Interdiözesanen
Forums», führte Michael Krüggeler, Projektleiter am Schweizerischen
Pastoralsoziologischen Institut (SPI) St. Gallen und diesjähriger IKO-Tagungspräsident,
ein.
In der Bischofskonferenz wurden die Überlegungen der PPK erst andiskutiert,
fuhr Bischof Ivo Fürer fort. Die Frage sei, auf welchem Weg die Weiterentwicklung
der IKO zu einem mit Kompetenzen ausgestatteten Gegenüber zur Bischofskonferenz
analog dem Gegenüber des diözesanen Seelsorgerates zum Bischof
möglich sei; dabei dürfe nicht vergessen werden, dass die
Kompetenzen der Bischofskonferenz selber beschränkt seien. Für
die Zukunft seien drei Modelle denkbar: das unveränderte Modell Austausch,
ein dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) entsprechendes repräsentatives
Organ wie es seinerzeit in etwa der Schweizerische Katholische Volksverein
(SKVV) war, ein Interdiözesanes Forum mit einer geregelten Beziehung
zur Bischofskonferenz. Die Bischofskonferenz insgesamt, allerdings nicht
jeder Bischof in gleichem Mass, ist dafür, dass die PPK das Modell
«Forum» weiter entwickelt; besonders gut überlegt wollen
die Regeln sein, betonte Bischof Fürer auf Grund seiner Erfahrungen
mit den klaren Regeln der Synode 72. Er selber befürwortet eine klare
Trennung zwischen Fachkommissionen der Bischofskonferenz und repräsentativer
Laienvertretung.
In der Diskussion wurde betont, dass eine aufgewertete Interdiözesane
Koordination nicht nur mehr Gewicht hätte, sondern auch mehr Engagement
zeigen würde. Je mehr mitdenken, desto mehr tragen auch mit, hiess
es aus der deutschen Schweiz; und aus der Westschweiz: die Macht teilen
begründet Mitverantwortung.
Das Sachthema war dieses Jahr durch das die Ökumenischen Konsultation
zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz abschliessende Wort
der Kirchen «Miteinander in die Zukunft» bzw. dessen Umsetzung
im kirchlichen Alltag gegeben. Zunächst führte Sonja Kaufmann,
zuletzt Koordinatorin der Ökumenischen Konsultation, in das «Wort
der Kirchen» ein, indem sie zentrale Aussagen des Textes herausstellte.
Anschliessend zeigte Markus Heil auf Grund seiner Erfahrungen in der pfarreilichen
Praxis Chancen und Möglichkeiten in der Umsetzung dieses Wortes auf.
Wichtig ist ihm, dass mit dem «Wort der Kirchen» neue ökumenische
Möglichkeiten eröffnet sind. Die Ökumene vor Ort erhielt
nicht nur einen neuen Inhalt, sondern eine neue Orientierung; aus dem Gegenüber
von reformiert und katholisch wurde ein gemeinsames Wollen. «Wir haben
eine gemeinsame Herausforderung in der Welt von heute, und die ist viel
wichtiger als alles Trennende unter den Konfessionen.» Als ein zentrales
Anliegen der Ökumenischen Konsultation insgesamt wertet Markus Heil,
dass jene, die sich sonst nicht zu Wort melden, zu Wort gekommen sind, dass
sich die Kirche zur Stimme «der Stimmlosen» gemacht hat. Damit
habe sie auch den typischen Schweizer Traum «dass jeder genug
hat» desillusioniert.
Das «Wort der Kirchen» erleichtere die «politisch Predigt»,
indem in der Predigt daraus zitiert werden könne.
Das «Wort der Kirchen» verpflichte zum einen die Kirchen zur
Selbstkritik in ihren Rollen als Arbeitgeberin, Meinungsmacherin,
Mitgestalterin der lokalen Sozialarbeit, im Umgang mit ausländischen
Gläubigen usw. Zum andern lehrten die kritischen Reaktionen auf ihr
Wort einen neuen Umgang mit Kritik. Abschliessend plädierte Markus
Heil dafür, das «Wort der Kirchen» weiter zu verbreiten
und es in der kirchlichen Praxis auch zu nutzen.
In Gruppen wurde sodann der Frage nachgegangen, «was wir mit dem Wort
der Kirchen in unseren Seelsorgeräten und Pfarreien anfangen».
Die Ergebnisse wurden abschliessend im Plenum ausgetauscht. Trotz einer
gewissen Unbeweglichkeit in den Gemeinden soll damit weiter gearbeitet werden,
wurde etwa gesagt, und zwar auch gemeinsam mit den Schwesterkirchen. Es
wurde für Vernetzung über die Pfarreigrenzen hinweg plädiert;
überhaupt seien Verbündete zu suchen. Die Kirchenleitungen hätten
mit ihrem Wort Mut bewiesen, nun sollten auch die Seelsorgeräte und
Pfarreien Mut haben und sich auf der Linie dieses Wortes beispielsweise
für einen UNO-Beitritt der Schweiz einsetzen. Menschen am Rand sollen
nicht als Objekte der Fürsorge wahrgenommen, sondern zur Bildung von
Selbsthilfegruppen ermutigt werden. Am «Wort der Kirchen» könne
so in mancher Hinsicht Orientierung genommen werden, so dass es als Hintergrund
und Anregung für viele Bereiche der Pastoral genutzt werden sollte.
Unter dem Eindruck, das «Wort der Kirchen» sei noch zu wenig
verbreitet und wahrgenommen worden, beschloss die Interdiözesane Koordination
eine Eingabe an die Kirchenleitungen. Darin anerkennt sie den Mut der Kirchenleitungen,
spricht eine Selbstverpflichtung aus und bittet die Kirchenleitungen, den
Text «zu streuen» und von ihrer Seite her den Prozess, der mit
der Ökumenischen Konsultation in Gang gesetzt wurde, weiter zu tragen.<1>
Mehrmals wurde aber auch betont, mit dem Wort der Kirchenleitungen könne
die Basis auch eigenständig arbeiten.
1 Das «Wort der Kirchen» kann bezogen werden bei Justitia et Pax, Postfach 6872, 3001 Bern, Telefon 031-3815955.